Mini-Schlaganfall – doch nicht so „mini“?

Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass ein „Mini-Schlaganfall“ (transitorische ischämische Attacke, kurz TIA) mehr ist als „nur“ ein möglicher Vorbote eines ischämischen Schlaganfalls. Womöglich stößt auch eine TIA – ähnlich wie ihr „große Bruder“ Hirninfarkt – eine Schädigungskaskade im Gehirn an, die in eine Demenz münden kann. Eine TIA ist also nicht „nichts“, es sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden, um mögliche Folgen zu minimieren – auch wenn die Symptome nach kurzer Zeit von allein wieder verschwinden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neues Portal „Pilze Deutschlands“ startet mit 4,3 Millionen Datensätzen zu 12.000 Arten und Unterarten

Mit dem Portal „Pilze Deutschlands“ wird es künftig leichter, Beobachtungsdaten von Pilzen zu erfassen und für die Wissenschaft und den Naturschutz zu verwenden. Das neue Portal enthält Nachweisdaten zu in Deutschland heimischen Pilzen, darunter die bekannten Speisepilze, aber auch zu wenig bekannten und mikroskopisch kleinen Arten. Das Datenportal wird vom Rote-Liste-Zentrum technisch und von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM) fachlich betreut, Auftraggeber ist das Bundesamt für Naturschutz: https://pilze.rotelistezentrum.de/

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125 Jahre Deutsche Krebsgesellschaft: sechs Forderungen zur Bundestagswahl

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) feiert am 18. Februar ihr 125-jähriges Bestehen und veröffentlicht mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl sechs politische Forderungen, um die onkologische Versorgung von Krebspatient*innen in Deutschland zukunftsfest zu gestalten.

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Neuer Direktor der Nuklearmedizin bringt individuelle Therapien voran

Prof. Ralph Alexander Bundschuh übernimmt die Klinik für Nuklearmedizin. Der Experte bringt Expertise zur Hybrid-Bildgebung und Einsatz von innovativen Radiopharmaka mit. Ziel ist es, neueste Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie in der Patientenversorgung zu etablieren.

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Aufbau von Wissenschaftszentrum zur Erforschung der Biodiversität in Ecuador

Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels baut mit der Pontifical Catholic University of Ecuador (PUCE) in Quito ein Wissenschaftszentrum zur Erforschung der Biodiversität in Ecuador auf. Das Ecuadorian-German Integrative Biodiversity Research Center (EGiB) soll mit einem Netzwerk an Forschungseinrichtungen die wissenschaftliche Infrastruktur in einem der wichtigsten und zugleich stark gefährdeten Biodiversitätshotspots der Erde weiterentwickeln.

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Refining the CRISPR scissors

Research team from Würzburg and Braunschweig unveils novel anti-CRISPR protein mechanism for precise control of genome editing technologies

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Die Genschere feinjustieren

Forschungsteam aus Würzburg und Braunschweig entdeckt neuartigen Mechanismus von Anti-CRISPR-Protein zur gezielten Steuerung von CRISPR-Technologien

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Nerven-Blockade als mögliche neue Behandlungsstrategie

Krebs der Bauchspeicheldrüse wird durch Verbindungen zum Nervensystem in seinem Wachstum gefördert. Dies berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Heidelberger Institut für Stammzelltechnologie und Experimentelle Medizin (HI-STEM)* in ihrer aktuellen Publikation in der Zeitschrift Nature. Dabei entdeckten sie, dass der Tumor die Neuronen gezielt für seine Zwecke umprogrammiert. Bei Mäusen hemmte die Blockade der Nervenfunktion das Krebswachstum und steigerte die Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber bestimmten Chemotherapien und Immuntherapien.

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Neue Entscheidungshilfen zu Aortenaneurysmen

Neue Entscheidungshilfen zu Aortenaneurysmen
Die Handreichungen für Patientinnen und Patienten sind Teil des gesetzlich festgelegten Zweitmeinungsverfahrens.

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Gemeinsam für mehr Naturschutz: Erfolgreiche Strategien zum kooperativen Artenschutz

Wie lässt sich der Verlust von Arten und Lebensräumen in Agrarlandschaften stoppen? Bisher wurden Maßnahmen dazu meist von einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt. Im Gegensatz dazu bieten Agrarumweltmaßnahmen, die betriebsübergreifend auf Landschaftsebene geplant werden, größere Potenziale für unterschiedliche Arten passende Lebensräume als Mosaik in der Landschaft zu schaffen. Erfolgreicher Agrarnaturschutz auf Landschaftsebene erfordert aber auch die Zusammenarbeit der landwirtschaftlichen Betriebe und weiterer Beteiligter aus Gemeindeverwaltung, Politik und Naturschutz.

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Stress alters neuronal balance in the developing brain

Infections, chemicals, stress – these environmental factors influence the risk of developing psychiatric or neurological disorders, especially if they occur before birth. The biological mechanisms behind this are still not fully understood. Researchers investigated the impact of glucocorticoids, a type of steroid hormone, on the early stages of brain development. They found a shift in neuron types, showing that the developing brain is more susceptible to external influences than previously thought.

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Stress verändert neuronales Gleichgewicht bei der Gehirnentwicklung

Infektionen, chemische Stoffe, Stress – diese Umweltfaktoren beeinflussen das Risiko, eine psychiatrische oder neurologische Erkrankung zu entwickeln, vor allem wenn sie bereits vor der Geburt auftreten. Die biologischen Mechanismen dahinter sind noch nicht vollständig erforscht. WissenschaftlerInnen untersuchten, wie sich Glukokortikoide, eine Art Steroidhormone, auf die frühen Phasen der Gehirnentwicklung auswirken. Sie fanden ein verändertes Gleichgewicht von Neuronen-Typen: Das zeigt, dass das Gehirn in seiner Entwicklungsphase anfälliger für äußere Einflüsse ist als bisher angenommen.

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Globale Krisen der Lebensmittelsicherheit bekämpfen

BVL trainiert Fachleute aus 112 Ländern

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Neue Weiterbildung: Praxisnahes Online-Seminar für Pflegekräfte zur Berechnung des Personalbedarfs nach PPR

Die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften erweitert ihr Weiterbildungsangebot mit einem Seminar zur Pflegepersonalbemessungsverordnung (PPBV). Die Weiterbildung richtet sich an Pflegefachkräfte und Leitungspersonen im Gesundheitswesen und bietet eine praxisnahe Einführung in die Personalbemessung anhand der Pflegepersonal-Regelung (PPR) 2.0.

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Warum Flussfische viele und unordentliche Kinderzimmer brauchen

Forschenden der niederländischen Universität Wageningen und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) untersuchten, welche Lebensräume der Fischnachwuchs am Niederrhein nutzt. Dazu werteten sie eine dreijährige Datenreihe von 1,4 Millionen Fischlarven und Jungfischen in 18 renaturierten Auen aus. Mehr als 60 % der Fischarten wechselten während ihrer Entwicklung zwischen 5 Lebensraumtypen, die im Fluss und in der Aue eigentlich zur Verfügung stehen sollten – jedoch haben menschliche Eingriffe die europäischen Flusslandschaften drastisch verändert und vereinheitlicht. Die positive „Unordnung“ und Vielfalt sollte daher in den Aufwuchsgebieten wiederhergestellt werden.

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Protective role of mitochondrial protein Mitofusin 2 in cellular health revealed

A European research collaboration has found that besides regulating the fusion of mitochondria, Mitofusin 2 also ensures protein quality control. This discovery could open up new routes to treating Charcot-Marie-Tooth disease / publication in ‘Nature Communications’

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Mitochondriales Protein Mitofusin 2 schützt die Zellen

Eine europäische Forschungskooperation hat herausgefunden, dass das Protein Mitofusin 2 nicht nur die Fusion von Mitochondrien reguliert, sondern auch eine Rolle bei der Qualitätskontrolle von Proteinen spielt. Die Ergebnisse könnten neue Ansätze für die Behandlung der Charcot-Marie-Tooth Krankheit ermöglichen / Veröffentlichung in „Nature Communications“

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Wie das Gehirn den perfekten Balanceakt schafft: Studie der Dresdner Hochschulmedizin liefert neue Einblicke

Das Gehirn beeindruckt durch seine einzigartige Fähigkeit, Informationen effizient zu verarbeiten und sich flexibel an wechselnde Herausforderungen anzupassen. Dem legte die Wissenschaft bislang zwei getrennte Prinzipien zugrunde: Kritikalität, also den Spagat zwischen Ordnung und Chaos, sowie die effiziente Kodierung, bei der das Gehirn überflüssige Signale reduziert und seine Ressourcen mit höchster Präzision nutzt. Eine Studie mit Beteiligung der Dresdner Hochschulmedizin, veröffentlicht in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), zeigt jedoch, dass beide Prinzipien enger miteinander verknüpft sein könnten, als bislang angenommen.

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Genetic heritage from the Stone Age protects against today’s chronic inflammatory bowel diseases

Joint study by the DFG Clusters of Excellence PMI and ROOTS shows how we can learn from nature for new therapies.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Genetisches Erbe aus der Steinzeit schützt heute vor chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten

Gemeinsame Studie der DFG-Exzellenzcluster PMI und ROOTS zeigt Beispiel, wie wir von der Natur für neue Therapien lernen können.

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Ein neuer Schalter für die Zelltherapie der Zukunft

ETH-Forschende haben einen neuen Genschalter entwickelt, der mit einem handelsüblichen Nitroglyzerin-Pflaster auf der Haut aktiviert werden kann. Mit solchen Schaltern möchten die Forschenden dereinst Zelltherapien gegen verschiedene Stoffwechselkrankheiten starten.

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Complex Evolution: Advanced Cognitive Abilities in Birds

The brains of birds and mammals have diverged substantially during the course of evolution. A research team at the Center for Molecular Biology of Heidelberg University has investigated how similar cognitive functions could still arise in some bird species. Analyses of the composition, development and evolution of the pallium – the brain region in birds and mammals largely responsible for memory, learning, and thinking – show that some brain cell types remained nearly unchanged over hundreds of millions of years, whereas others evolved quite differently.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Komplexe Evolution: Fortgeschrittene kognitive Fähigkeiten bei Vögeln

Die Gehirne von Vögeln haben sich im Laufe der Evolution anders entwickelt als die Hirnstrukturen von Säugetieren. Wie bei einigen Vogeltierarten dennoch ähnliche kognitive Funktionen entstehen konnten, hat jetzt ein Forschungsteam am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg untersucht. Analysen der Zusammensetzung sowie der embryonalen und evolutionären Entwicklung des Palliums – der bei Vögeln und Säugetieren maßgeblichen Hirnregion für Fähigkeiten wie Gedächtnis, Lernen oder Denken – zeigen, dass einige Gehirnzelltypen über hunderte Millionen Jahre nahezu unverändert blieben, während andere sich deutlich weiterentwickelten.

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Dresdener Kinderchirurgie untersucht gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern und Eltern

Deutschlandweit einzigartige Erhebung in der täglichen Routine erlaubt Einsichten zur Steuerung der unmittelbaren Therapie. Die Stiftung Kinderförderung von Playmobil spendet knapp 360.000 Euro für dieses Projekt der Kinderchirurgie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Research team combines artificial intelligence (AI) and biophysical modelling for innovative protein design

An interdisciplinary research team from Leipzig University and the Saxon AI centre ScaDS.AI has developed a novel approach that integrates artificial intelligence (AI) methods with biophysical modelling. This innovative strategy can be applied to the development of new therapeutics, such as antibodies and vaccines, including those for pandemic preparedness. The research project, conducted in collaboration with Vanderbilt University in Nashville, US, is the result of extensive preliminary work in computer-aided drug development. The study has now been published in the journal Science Advances.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft