Ein neues Mikroskop beleuchtet die Funktionsweise von Nervenzellen tief im Gehirn bei sich frei verhaltenden Mäusen

Wie finden wir heraus, was in Nervenzellen tief im Gehirn vor sich geht, während ein Tier aktiv ist? Forschende des MPINB haben ein Miniatur-Mikroskop entwickelt, das Mäuse auf dem Kopf tragen können, während sie sich uneingeschränkt bewegen. Das nur 2 Gramm schwere ferngesteuerte Mikroskop kann die neuronale Aktivität in allen Schichten der Großhirnrinde messen, selbst in tiefliegenden, ohne dass das Tier während der Versuche gestört wird. Anders als alle vergleichbaren Modelle funktioniert es auch bei Helligkeit und ermöglicht daher die Untersuchung des gesamten Verhaltensspektrums. Das neue Mikroskop ist ein Meilenstein für die Erforschung, wie das Gehirn komplexes Verhalten steuert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Vanille und Pfeffer made in Osnabrück: Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ der Hochschule Osnabrück eröffnet

Pfeffer made in Osnabrück? Im neuen Forschungszentrum Agrarsysteme der Zukunft erforschen Wissenschaftler*innen der Hochschule Osnabrück, wie das möglich wird. Auch Vanille, Salate und weiteres Gemüse wird in der neuen Indoorfarm mit Dachgewächshaus am Campus Haste angebaut. Forschungs- und Studi-Projekte nehmen dabei immer in den Blick, was die Pflanzen an Nährstoffen und Licht benötigen und wie die Energieströme beim sogenannten Vertical Indoorfarming nachhaltig optimiert werden können.

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Sex roles in the animal kingdom are driven by the ratio of females to males

How picky should females and males be when they choose a mate? How fiercely should they compete for mates? And how much should they engage in raising their offspring? The answers to these questions largely depend on the ratio of adult females to males in the social group, population or species. This is the conclusion of a review by a scientific team with the participation of the German Primate Center – Leibniz Institute for Primate Research (DPZ), the Max Planck Institute for Biological Intelligence, in foundation, and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW). The paper is published in the journal “Biological Reviews”.

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Geschlechterrollen im Tierreich hängen vom Verhältnis von Weibchen und Männchen ab

Wie wählerisch sollten Weibchen und Männchen sein, wenn sie einen Partner auswählen? Wie heftig sollten sie um Partner konkurrieren? Und wie intensiv sollten sie sich jeweils in der Jungenaufzucht engagieren? Die Antworten auf diese Fragen hängen weitgehend vom Verhältnis zwischen erwachsenen Weibchen und Männchen in einer sozialen Gruppe, Population oder Art ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein Wissenschaftsteam unter Beteiligung des Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ), des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz, in Gründung, und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in einem Aufsatz in „Biological Reviews“.

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Wie bereit sind Deutschlands Krankenhäuser für die Transformation zu »Smart Hospitals«?

Ab sofort haben Krankenhäuser kostenfreien Zugriff auf ein Self-Assessment-Tool, mit dem sie herausfinden können, wo sie auf ihrem Weg zu einem »Smart Hospital« stehen. Der »KI-Readiness-Check« wurde unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS zusammen mit weiteren Konsortialpartnern des KI.NRW-Flagship-Projekts SmartHospital.NRW entwickelt. Er wird durch das Whitepaper »Bereit für das Smart Hospital?« ergänzt. Nach Ermittlung ihres KI-Reifegrads erhalten die Krankenhäuser schließlich erste konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie sich Schritt für Schritt zu »smarten« Krankenhäusern weiterentwickeln können.

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Die Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. klärt auf: Zu kleine Hoden? Es könnte ein Klinefelter-Syndrom sein

Marius (14) ist ein ganz normaler Junge: Er spielt Fußball im Verein, geht gern ins Kino und liebt Computerspiele mit seinen Freunden. Seit einiger Zeit jedoch stellen er und seine Eltern Veränderungen fest, die sie zuerst auf die Pubertät schieben. Marius hat immer wieder Probleme beim Lernen in der Schule. Außerdem entwickelt er scheinbar eine Brust, beim Mann auch als Gynäkomastie bezeichnet.

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Hypertonie Kongress 2022: Festvortrag zur Ökonomisierung von Medizin // Informationstag für Betroffene

Am Donnerstag öffnet der Deutsche Hypertonie Kongress seine Tore. Im Festvortrag wird Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin die Gefährdung des medizinischen Berufsethos durch die zunehmende Ökonomisierung beleuchten. Für Pressevertreterinnen/-vertreter findet vorab am Donnerstagnachmittag ein Pressegespräch mit aktuellen Aspekten zum Thema Bluthochdruck statt. Am Samstag sind alle Betroffenen, Angehörigen und Interessierten herzlich zum Expertentalk „Gesünder leben mit kontrolliertem Blutdruck“ eingeladen. Durch das Programm führt rbb-Moderator Raiko Thal.

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19 der meistzitierten Wissenschaftler sowie ein weiterer ERC-Preisträger unter den Geförderten der Stiftung Charité

In der vergangenen Woche wurde die neue Liste der sogenannten „Highly Cited Researchers“ veröffentlicht – jenem einen Prozent der am meisten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Welt. Unter den Forscherinnen und Forschern, die von ihren Fachkolleginnen und -kollegen im aktuellen Jahr mit Abstand am meisten wahrgenommen und zitiert wurden, befinden sich dieses Mal insgesamt 19 Geförderte der Stiftung Charité. Das ist nochmals eine Steigerung gegenüber der Erhebung aus dem vergangenen Jahr.

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Nanoswitches for tumor targeting

Plectonic Biotech, a spin-off of the Technical University of Munich (TUM), has developed a nanoswitch that binds immune cells to tumor cells. The goal is to facilitate the development of immunotherapies that target tumors specifically and have fewer side effects. The German Federal Agency for Disruptive Innovation SPRIND will provide funding for the work of Plectonic Biotech in the coming years.

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Aus Fehlern lernen: Vorkommnisse bei Strahlenanwendungen

Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht aktuelle Zahlen

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Interdisziplinäres Team veröffentlicht zukunftsweisende Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Intensivstationen

Die Qualität der Patientenversorgung auf intensiv- und notfallmedizinischen Stationen hängt maßgeblich davon ab, wie diese strukturiert und personell sowie baulich ausgestattet sind. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hat bereits im Jahr 2010 Empfehlungen für eine adäquate Struktur und Ausstattung publiziert, die für die damaligen Rahmenbedingungen geschaffen waren. Mehr als zwölf Jahre später haben sich die Bedingungen im deutschen Gesundheitswesen und vor allem in der Intensiv- und Notfallmedizin deutlich verändert – dabei stehen Themen wie Pflegepersonaluntergrenzen und Vorhaltung von Intensivbetten im Vordergrund einer intensiv geführten Debatte.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Miteinander und voneinander lernen: interprofessionelle Lehreinheit an der Fakultät V der Hochschule Hannover gestartet

Studierende der Pflege und Ärzt*innen lernen gemeinsam an der Hochschule Hannover interprofessionelle Kommunikation und Kooperation zur Stärkung der Patientenversorgung.

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24 Mal besonders – 24 Mal im Blick

Der Online-Adventskalender der Deutschen Sporthochschule Köln nimmt die Besonderheiten unserer Universität in den Blick.

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Online-Vortrag „Das Haus der Medizin – Ernährung und Prävention im historischen Wandel“

Die Ernährung des Menschen ist mehr als die reine Aufnahme von Lebensmitteln. Sie umfasst auch Aspekte wie Anbau, Verteilung, Konservierung und Zubereitung von Nahrungsmitteln und Getränken. Prof. Dr. Nadine Berling und Prof. Dr. Michael Rosentreter widmen sich in ihrem Online-Vortrag am 13.12.2022 ab 18:00 Uhr der historischen Entwicklung von der Nahrungssuche zur Befriedigung des Hungerbedürfnisses hin zur Konsumentenentscheidung angesichts nahezu unüberblickbarer Genusswelten.

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Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in gesellschaftlichen Krisen nicht allein lassen

Am 28. November 2022 veröffentlicht der Deutsche Ethikrat im Rahmen einer Bundespressekonferenz in Berlin seine Ad-hoc-Empfehlung „Pandemie und psychische Gesundheit. Aufmerksamkeit, Beistand und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in und nach gesellschaftlichen Krisen“. Darin empfiehlt der Ethikrat, die Versorgungssituation junger Menschen, die in Krisensituationen psychische Probleme entwickeln, schnell und nachhaltig zu verbessern.

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Langzeitanalyse zur Krebs-Früherkennung: Inanspruchnahme kann noch deutlich gesteigert werden

Eine Langzeit-Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) auf Basis der AOK-Abrechnungsdaten für die Jahre 2012 bis 2021 macht Lücken bei der regelmäßigen Inanspruchnahme der Krebs-Früherkennungsuntersuchungen deutlich. Die zum „Tag der Krebsvorsorge“ veröffentlichte Analyse zeigt, dass es schon vor den jüngsten Rückgängen bei den Teilnahmeraten durch die Pandemie ein deutliches Steigerungspotenzial hinsichtlich der regelmäßigen Teilnahme an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen gab.

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Was Oktopus und Mensch verbindet

Kopffüßler sind hochintelligente Tiere mit komplexem Nervensystem. Dessen Evolution ist mit der Entwicklung von auffällig viel neuer microRNA verbunden, zeigt ein Team um Nikolaus Rajewsky vom Max Delbrück Center in „Science Advances“.

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Brain circuit responsible for locomotor activation and avoidance behavior

In a largely neglected brain region, scientists identified neurons that produce the stress hormone CRH (corticotropin-releasing hormone). They showed that the CRH produced in this region plays a role in behavioral arousal, locomotor activation, and avoidance behavior. The findings could be important for the understanding of psychiatric diseases.

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Schaltkreis im Gehirn verantwortlich für Bewegungsaktivierung und Vermeidungsverhalten

In einer wenig erforschten Hirnregion identifizierten Wissenschaftler Nervenzellen, die das Stresshormon CRH (Corticotropin-releasing hormone) produzieren. Sie zeigten, dass das CRH dieser Region bei Reaktionsbereitschaft, Bewegungsaktivierung und Vermeidungsverhalten eine Rolle spielt. Die Erkenntnisse könnten für das Verständnis psychiatrischer Erkrankungen wichtig sein.

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Herzdiagnostik durch kardiale Bildgebung – für Herzpatienten unverzichtbar

Bildgebende Verfahren wie Echokardiographie, Computer- und Magnetresonanztomographie ermöglichen den Blick von außen ins Herz. Spezialisten ordnen in HERZ heute die Stärken dieser Verfahren für die Diagnose von Herzkrankheiten und deren Therapie ein.

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Oberfränkische Hochschulen starten ins Jahr der Gesundheit

Die vier Hochschulen der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) in Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof führen im Jahr 2023 das gemeinsame Themenjahr „Gesundheit“ durch.

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Neuer SFB an der Universitätsmedizin Mainz soll Grundlage für maßgeschneiderte Immuntherapien schaffen

Unter Federführung der Universitätsmedizin Mainz startet der heute von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Sonderforschungsbereichs/Transregio (SFB/TRR) 355 „Heterogenität und funktionelle Spezialisierung regulatorischer T-Zellen in unterschiedlichen Mikromilieus“. Der SFB erforscht die Rolle von regulatorischen T (Treg)-Zellen bei immunologischen und gewebespezifische Erkrankungen. Das Ziel: Treg-Zellen für die Entwicklung maßgeschneiderter Immuntherapien sowie für die Geweberegeneration einsetzen zu können. Als Kooperationspartner sind die Ludwigs-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München an dem transregionalen SFB beteiligt.

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TUM IDEAward für nachhaltige Start-up-Ideen

Baustoffe aus Hopfen, ein Pyrolysesystem für Plastikmüll und ein Pflaster gegen Harnwegsinfekte: Diese drei Gründungsideen sind gestern mit dem zehnten TUM IDEAward ausgezeichnet worden.

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Den schlafenden Riesen wecken: Wie sich das Potenzial der Sozialwirtschaft zum Klimaschutz erschließen lässt

Die Sozial- und Gesundheitswirtschaft könnte mit ihren Immobilien einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz leisten – wenn Leistungsträger und Politik entsprechende Rahmenbedingungen schaffen für Investitionen in Sanierungen sowie für die nachhaltige Energieerzeugung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe von Forschern der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) mit zahlreichen Akteuren der Branche – von der Diakonie über die Johanniter Unfallhilfe bis hin zu kirchlichen Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften. In einem nun veröffentlichen Papier zeigen die Beteiligten die Hürden eines nachhaltigen Wandels auf und formulieren vier innovative Lösungsvorschläge.

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digiDEM Bayern erhält Förderbescheid über 2,5 Mio. Euro

Große Freude beim Digitalen Demenzregister Bayern (digiDEM Bayern): Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) verlängert die Laufzeit des Forschungsprojektes und stellt digiDEM Bayern einen entsprechenden Förderbescheid über 2,5 Mio. Euro aus.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft