Neurowissenschaftler verabschiedet sich in den Ruhestand

Der renommierte Neurobiologe Eckart D. Gundelfinger verabschiedet sich nach einer erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere in den Ruhestand. Der Magdeburger Wissenschaftler etablierte 1992 die Abteilung für Neurochemie und Molekularbiologie am Institut. Seine aktuelle Forschung konzentrierte sich auf molekulare Mechanismen der synaptischen Plastizität, die Lern- und Gedächtnisprozessen zugrunde liegen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Babykino gesetzlich untersagt – medizinisch begründeter Ultraschall bei Schwangeren ist erlaubt!

Das sogenannte Babykino ist seit 1. Januar 2021 offiziell verboten. Dagegen bleiben medizinisch indizierte Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung weiterhin erlaubt. Dies erläutern der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) vereint im German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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Recent hedgehog conservation research fills important research gaps on hedgehogs in the Anthropocene

Hedgehogs live both in the countryside and larger cities. As populations continue to decline, especially in rural areas, most hedgehogs in central Europe are now urban dwellers. To efficiently protect these populations, the suitability of their traits and life histories for life in human-dominated habitats need to be better understood. The new special issue on „applied hedgehog conservation research“ of the scientific journal „Animals“, co-edited by Dr Anne Berger of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW), fills an important part of this research gap.

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Die Berliner Mischung: Igel bilden keine genetisch isolierten Bestände in der Hauptstadt

Igel leben sowohl auf dem Lande als auch in größeren Städten. Da in ländlichen Regionen die Bestände kontinuierlich abnehmen, sind die Mehrzahl der Igel mittlerweile Stadtbewohner. Um diese Bestände effizient zu schützen, müssen die Anpassungsstrategien (und deren Grenzen) dieser Kleinsäuger an menschlich dominierte Lebensräume besser verstanden werden. Die von Dr. Anne Berger vom Leibniz-IZW mit herausgegebene Spezialausgabe „applied hedgehog conservation research“ der Fachzeitschrift „Animals“ schließt einen Teil dieser Forschungslücke. Darin: Trotz erheblicher Barrieren im Stadtbild schaffen es die wenig mobilen Igel, in Berlin eine gemeinsame genetische Population zu erhalten.

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Designer-Zytokin lässt gelähmte Mäuse wieder gehen

Bisher sind Lähmungen, die auf Rückenmarksschädigungen zurückgehen, irreparabel. Mit einem neuen Therapieansatz ist es dem Team des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer erstmals gelungen, gelähmte Mäuse wieder zum Laufen zu bringen. Die Schlüssel dazu sind das Protein Hyper-Interleukin-6, das Nervenzellen zur Regeneration anregt, und die Art und Weise wie es den Tieren zugeführt wird. Die Forscherinnen und Forscher berichten im Journal Nature Communications vom 15. Januar 2021.

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Medizininformatik-Initiative liefert Datenbasis für COVID-19-Forschung

Nationale Forschungsdatenplattform CODEX des Netzwerks Universitätsmedizin im Aufbau

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Blutgerinnungshemmer zeigen unterschiedliche Effekte beim Herzinfarkt

Verschiedene Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung können sich sehr unterschiedlich auf die Schwere der Schädigung des Herzens nach einem Infarkt und der Funktionstüchtigkeit dieses wichtigen Organs auswirken. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig in einer Studie gekommen, die nun in der renommierten Fachzeitschrift Circulation Research veröffentlicht worden ist.

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Bayreuther Botaniker erforschen die einzigartige Flora Neukaledoniens

Sieben neue Arten der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) haben Forscher*innen der Universität Bayreuth in Neukaledonien entdeckt. Auf den Spuren des britischen Entdeckers James Cook untersuchten sie im Frühjahr 2019 die Flora auf der Inselgruppe im Südwestpazifik und publizierten jetzt die Ergebnisse ihrer langjährigen Studien im 27. Band der „Flore de la Nouvelle-Calédonie“ des Pariser Muséum National d’Histoire Naturelle.

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Kiemenschlitzaal: Neue Fischgattung aus Indien beschrieben

Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine neue Fischgattung beschrieben. Die zur Familie der Kiemenschlitzaale gehörenden, blinden Fische leben im südlichen Indien in unterirdischen Gewässern und sind rot gefärbt. Zusätzlich ordnete das Team drei weitere Fischarten der neuen Gattung zu. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal „Ichthyological Exploration of Freshwaters“.

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Die Vermessung der unterirdischen Welt

Das Leben über der Erde hängt ab vom Boden und seinen unzähligen Bewohnern. Doch globale Strategien zum Schutz der Biodiversität schenken diesem Lebensraum bisher wenig Beachtung. Forscher unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig (UL) und der Colorado State University rufen in Science dazu auf, die Bedeutung der Artenvielfalt im Boden über die Agrarproduktion hinaus in internationalen Biodiversitätsstrategien zu berücksichtigen. Um Zustand und Leistungen der Böden besser sichtbar zu machen, erläutern die Forscher ihren Plan zur systematischen Erfassung.

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Wo man lebt, prägt das Verhalten

Je nachdem, wo auf der Welt sie leben, organisieren Menschen aus Jäger- und Sammlergesellschaften sich ihr Leben zum Beispiel bei der Nahrungssuche, Fortpflanzung, Betreuung des Nachwuchses und sogar hinsichtlich ihres sozialen Umfelds ähnlich wie Säugetier- und Vogelarten, mit denen sie ihren Lebensraum teilen. Einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Universität Bonn und der University of Bristol in Großbritannien zufolge haben Umweltfaktoren einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich Menschen und nicht-menschliche Arten bei der Nahrungssuche verhalten – trotz ihrer sehr unterschiedlichen Hintergründe.

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Measuring the belowground world

Life above ground depends on the soil and its countless inhabitants. Yet, global strategies to protect biodiversity have so far paid little attention to this habitat. In the journal Science, an international team of researchers led by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv), the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), Leipzig University (UL) and Colorado State University calls for greater consideration of soils in international biodiversity strategies. Their relevance far beyond agriculture must be recognised. In order to make the status and performance of soils more visible, the researchers explain their plan for systematic recording.

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How plants produce defensive toxins without harming themselves

In a new study in Science, scientists from the Max Planck Institute for Chemical Ecology in Jena and the University of Münster, Germany, describe in detail the biosynthesis and mode of action of diterpene glycosides in wild tobacco plants. Diterpene glycosides allow plants to fend off herbivores. The plant chemicals attack certain parts of the cell membrane. To protect themselves from their own toxins and to prevent their cell membranes from being damaged, tobacco plants store these substances in a non-toxic form, which is synthesized in a very particular way. Autotoxicity and the protection against it seem to play a greater role in the evolution of plant defenses than previously thought.

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Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden

In einer neuen Studie in Science klären Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen auf. Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Abwehrstoffe greifen bestimmte Teile der Zellmembran an. Um sich selbst vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. Selbsttoxizität und der Schutz davor scheinen bei der Evolution der pflanzlichen Abwehr eine größere Rolle zu spielen als bislang angenommen.

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Genorte für übermäßiges Schwitzen identifiziert

Erkenntnisse von Genetikern der Universität Trier könnten helfen, die sogenannte Primäre Hyperhidrose besser zu behandeln.

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Weniger Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln

BVL veröffentlicht Ergebnisse für Deutschland: Rückstandssituation auch bei EU-Importen verbessert

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Happy End eines herausfordernden Jahres: Zwei neue Nördliche Breitmaulnashorn-Embryos über Weihnachten erzeugt

++ Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ++

Wissenschaftler*innen und Naturschützer*innen des internationalen BioRescue-Konsortium arbeiten mit Hochdruck daran, das vom Aussterben bedrohte Nördliche Breitmaulnashorns durch fortschrittliche Technologien der assistierten Reproduktion zu retten. Im Dezember 2020 konnte das Konsortium zwei neue Nördliche Breitmaulnashorn-Embryos erzeugen.

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Happy end to a challenging year: Two new northern white rhino embryos created at Christmas – now there are five

++ Press Release of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) ++

The international consortium of scientists and conservationists that is working towards preventing the extinction of the northern white rhino through advanced assisted reproduction technologies is happy to announce that in December 2020, two new northern white rhino embryos were produced.

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Pflegewissenschaftler*innen bitten Pflegende um qualifizierte informierte Entscheidung zurImpfung gegen Covid-19

Gesundheitsberufe stark von COVID-19-Infektionen betroffen.
Nutzen- und Risiken Abwägung zwischen Erkrankung und Impfung fällt eindeutig zu Gunsten der Impfung aus.

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Why remdesivir does not fully stop the coronavirus

Remdesivir is the first drug against Covid-19 to be conditionally approved in Europe and the United States. The drug is designed to suppress the rapid replication of the SARS-CoV-2 virus in human cells by blocking the viral copying machine, called RNA polymerase. Researchers at the Max Planck Institute (MPI) for Biophysical Chemistry in Göttingen and the University of Würzburg have now elucidated how remdesivir interferes with the viral polymerase during copying and why it does not inhibit it completely. Their results explain why the drug has a rather weak effect.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Warum Remdesivir das Coronavirus nicht vollständig ausschaltet

Remdesivir ist das erste Medikament gegen Covid-19, das unter Auflagen in Europa zugelassen wurde. Der Wirkstoff soll die rasante Vermehrung des SARS-CoV-2-Erregers in menschlichen Zellen unterdrücken, indem er die virale Kopiermaschine, RNA-Polymerase genannt, stoppt. Forschende vom Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie und der Universität Würzburg haben nun aufgeklärt, wie Remdesivir die virale Polymerase während des Kopierens stört, sie aber nicht vollständig hemmt. Ihre Ergebnisse erklären, warum das Medikament eher schwach wirkt.

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Neue mehrfach pilzresistente Rebsorte Felicia erhält Zulassung

Die Neuzüchtung aus dem Julius Kühn-Institut (JKI) ist widerstandsfähig gegen Echten und Falschen Mehltau sowie Schwarzfäule. Neuzüchtungen sind ein Baustein auf dem Weg zum nachhaltigeren Weinbau mit reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz, der sich für den Klimawandel wappnen muss.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Infektiologie: Wie Krankheitserreger dem Immunsystem entkommen

Ein Team um den LMU-Forscher Nicolai Siegel hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit dem menschlichen Immunsystem entziehen. Daraus lässt sich viel für andere Infektionserkrankungen ableiten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue Sprecher der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin im Amt

Dr. Janina Kosan und Bernhard Gliwitzky sind als neue Sprecher der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin im Rahmen eines virtuellen Sektionstreffens gewählt worden. Nach neun Jahren im Amt wurden der erste Sprecher der Sektion, Dr. Björn Hossfeld, und der zweite Sprecher, Professor Dr. Jan-Thorsten Gräsner, unter großem virtuellen Applaus aus ihren Ämtern verabschiedet. Beide werden der Sektion weiterhin als Mitglieder und Ratgeber zur Verfügung stehen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Gewebespende trotz Corona stabil: Mehr als 3.000 Menschen stimmten in 2020 einer Gewebespende zu

Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) veröffentlicht Jahreszahlen 2020: 3.029 Mal stimmten Spender:innen bzw. Angehörige im vergangenen Jahr der Spende von Geweben, wie Augenhornhaut, Herzklappen und Blutgefäßen und Amnion (Plazenta) zu. Trotz eines Spendeneinbruchs während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr, konnte die DGFG das hohe Spendenniveau aus dem Vorjahr halten. Insgesamt vermittelte die DGFG 6.268 Gewebetransplantate an Patient:innen deutschlandweit. Eine Gewebespende gibt Zuversicht auf ein selbstbestimmtes Leben: Hornhautspenden bewahren Patienten vor dem Erblinden, während ein humanes Gefäßtransplantat bisweilen sogar Leben retten kann.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft