Enzyme als Doppelagenten: Neuer Mechanismus bei der Proteinmodifikation entdeckt

Proteine nehmen in Pflanzen eine wichtige Funktion bei der Fotosynthese ein. Um gezielt arbeiten zu können, verändern sie nach der Herstellung in der Zelle ihre chemische Form. Die Rolle des „Antreibers“ spielen dabei Enzyme. Forscher haben jetzt Enzyme identifiziert, die auf doppelte Weise Reaktionen in der Zelle möglich machen. Die Studie ist in „Molecular Systems Biology“ erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Enzymes as double agents: new mechanism discovered in protein modification

Proteins take on an important function in photosynthesis. In order to be able to work purposefully, they change their chemical form after they have been produced in a cell. The role of the “driver” is played by enzymes. Researchers have now identified enzymes, which facilitate reactions in a twofold way. The study has been published in the journal “Molecular Systems Biology”.

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How do bacteria build up natural products? X-ray structure analysis gives detailed insights into molecular factory

The active agents of many drugs are natural products, so called because often only microorganisms are able to produce the complex structures. Similar to the production line in a factory, large enzyme complexes put these active agent molecules together. A team of the Technical University of Munich (TUM) and the Goethe University Frankfurt has now succeeded in investigating the basic mechanisms of one of these molecular factories.

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TU Berlin: Corona, Pest und Cholera

Covid-19 im Spiegel historischer Reflexionen zur Pandemien- und Seuchengeschichte

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Wie bauen Bakterien Naturstoffe auf? Röntgenstrukturanalyse gibt detaillierte Einblicke in molekulare Wirkstoff-Fabrik

Die Wirkstoffe vieler Medikamente sind Naturstoffe, so benannt, weil oft nur Mikroorganismen die komplexen Strukturen herstellen können. Ähnlich wie am Fließband einer Fabrik setzen große Enzymkomplexe diese Wirkstoff-Moleküle zusammen. Einem Team der Technischen Universität München (TUM) und der Goethe-Universität Frankfurt ist es jetzt gelungen, die grundlegenden Mechanismen einer dieser molekularen Fabriken aufzuklären.

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Nutrients in microalgae: an environmentally friendly alternative to fish

Microalgae could provide an alternative source of healthy omega-3 fatty acids for humans while also being more environmentally friendly to produce than popular fish species. This is the result of a new study by scientists from Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU). The study was recently published in the „Journal of Applied Phycology“ and offers an initial indication of the environmental effects of producing microalgae in Germany.

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Jahrestagung 2020 – Trotz Corona: „Mehr Wissenschaft – mehr Hoffnung“

Berlin / Zürich, 7. Juli 2020 – Die Corona-Pandemie bestimmt seit Monaten weltweit die Agenda. Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens und der bestehenden Abstands- und Sicherheitsbestimmungen findet die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie erstmals virtuell statt.

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Nährstoffe aus Mikroalgen: eine umweltfreundliche Alternative zu Fisch

Mikroalgen könnten eine alternative Quelle für die gesunden Omega-3-Fettsäuren in der menschlichen Ernährung sein – und das umweltfreundlicher als beliebte Fischarten. Das zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift „Journal of Applied Phycology“ und gibt erste Hinweise auf die zu erwartenden Umwelteffekte, wenn Mikroalgen in Deutschland produziert würden.

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1,5 Milliarden Menschen werden vom Wasser aus den Bergen abhängig sein

Weltweit hat sich der Wasserverbrauch in den letzten 100 Jahren fast vervierfacht, viele Regi-onen können ihren Bedarf nur dank Zuflüssen aus den Bergen decken. In 30 Jahren wird gar ein Viertel der Tieflandbevölkerung vom Wasser der Gebirgsregionen abhängig sein. Nur eine nachhaltige Entwicklung kann diese Funktion der Berge als Wassertürme der Erde sicherstellen.

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Auf die Haltung kommt es an: Wie sich die Körperhaltung auf Psyche und Handeln auswirkt

In einer aktuellen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse konnten Psychologen belegen, dass es eine eindeutige Auswirkung der Körperhaltung und von Bewegungsmustern auf die Psyche gibt. Beteiligt waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Aarhus in Dänemark, der Columbia University in New York und der Universität Witten/Herdecke. Die Arbeit ist jetzt in der renommierten Zeitschrift „Perspective on Psychological Science“ erschienen. (https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1745691620919358)

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Organized chaos in the enzyme complex: surprising insights and new perspectives

Embargo until Monday, 6 July 2020, 5:00 p.m. CET

For protein molecules that contribute to metabolism, it is often crucial how they interact with other components of their metabolic pathway. Scientists at the Max Planck Institute for Developmental Biology in Tübingen have now investigated a natural enzyme complex that comprises ten enzymes with five different activities. The result: the molecular architecture is surprisingly compact, yet offers individual enzymes maximum free moving space, which opens up novel perspectives for drug discovery. The scientists are now publishing their results in nature chemical biology.

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Gut bacteria improve type 2 diabetes risk prediction

The composition and function of bacteria in the human intestine – the so-called gut microbiome – changes as the day progresses. This was established by researchers based in Freising at ZIEL – Institute for Food & Health of the Technical University of Munich (TUM) with one of the largest studies related to microbiomes and diabetes comprising more than 4000 participants. These daily variations in the gut microbiome cease to exist in people suffering from type 2 diabetes.

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Organisiertes Chaos im Enzymkomplex: überraschende Einsichten und neue Angriffspunkte

Für Eiweißmoleküle, die Substanzen für den Stoffwechsel umwandeln, ist es oft entscheidend, wie sie mit den anderen Komponenten ihres Stoffwechselwegs interagieren. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben einen natürlichen Enzymkomplex untersucht, der zehn Enzyme mit fünf unterschiedlichen Aktivitäten zusammenfasst. Das Ergebnis: Die Struktur ist erstaunlich kompakt und bietet den einzelnen Enzymen dennoch die maximale Flexibilität. Diese Architektur eröffnet neue Perspektiven für die Wirkstoffforschung. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler jetzt in nature chemical biology.

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Darmbakterien verbessern Prognose von Typ-2-Diabetes

Im Tagesverlauf verändern sich Anzahl und Zusammensetzung der im Darm des Menschen aktiven Bakterien, das so genannte Darmmikrobiom. Dies haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Federführung der Technischen Universität München (TUM) am Zentralinstitut Food & Health (ZIEL) in Freising in einer der größten Studien zum Thema Mikrobiom und Diabetes mit mehr als 4000 Personen gezeigt. Bei Typ-2-Diabetikern jedoch gehen diese tageszeitlichen Schwankungen verloren.

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Genduplikation und Krankheiten: Die Kehrseite von Spezialisierung

Internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Stuttgart entschlüsselt Rolle der DNA-Methyltransferasen DNMT3A und DNMT3B

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Ordnung durch Unordnung: Wie Zufall und kollektive Bewegung eine Stammzelle definieren

Ohne Stammzellen würde menschliches Leben nicht existieren. Dank ihnen wird ein Zellklumpen zu einem Organ, und eine befruchtete Eizelle entwickelt sich zu einem Baby.. Aber was macht eigentlich eine Stammzelle aus? Handelt es sich um eine feste Population von besonders begabten Zellen? Wissenschafter des Institute of Science and Technology (IST) Austria entdeckten, dass Stammzellen stattdessen aufgrund des kollektiven Verhaltens von Zellen innerhalb der Organe entstehen könnten. Die Wissenschafter veröffentlichten ihre Studie am 1. Juli 2020 in der Zeitschrift PNAS. Ihre Ergebnisse könnten zu einem tieferen Verständnis der Organerneuerung und -entwicklung führen.

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Die Sandmücke ist in Süddeutschland auf dem Vormarsch

Die Sandmücke ist in Süddeutschland auf dem Vorschmarsch. Die Klaus Tschira Stiftung fördert eine Promotion an der Uni Heidelberg zu Ausbreitung und Gefährlichkeit der von ihr übertragenen Krankheiten.

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Order from noise: how randomness and collective dynamics define a stem cell

Without stem cells, human life would not exist. Due to them, a lump of cells becomes an organ, and a fertilized egg develops into a baby. But what actually makes a stem cell? Are these a stable population of specially gifted cells? Scientists at the Institute of Science and Technology (IST) Austria discovered that instead, stem cells might emerge due to the collective behavior of cells within the organs.

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Biofilme – eine unsichtbare Gefahr für die Lebensmittelsicherheit

Biofilme sind potentielle Kontaminationsquellen in der Lebensmittelindustrie. Wo sie sich verstecken und welche Bakterien darin zu finden sind, untersuchte eine aktuelle Studie der Vetmeduni Vienna im Rahmen des FFoQSI-Kompetenzzentrums. Denn: Biofilme können in der Produktion Zusatzkosten verursachen und sind eine Gefahrenquelle für die Gesundheit der Konsumenten.

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„Diabetes in unserer Gesellschaft“ – noch bis zum 31. Juli für die DDG Medienpreise 2020 bewerben

Gerade in unsicheren Zeiten – wie während der Corona-Pandemie – ist hochwertiger Journalismus unverzichtbar: Nur mit einer qualitativen Berichterstattung gelingt es, komplexe Sachverhalte glaubwürdig zu vermitteln und sie so der Öffentlichkeit näher zu bringen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fördert seriösen und gut recherchierten Journalismus und schreibt deshalb in diesem Jahr bereits zum siebten Mal ihre Medienpreise aus. Medienvertreter können sich noch bis zum 31. Juli in den vier Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen und Online mit herausragenden Beiträgen für die Preise bewerben.

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Nationale Diabetesstrategie „Light“ – eine verpasste Chance für Deutschland?

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert mehr konkrete und verbindliche Maßnahmen der Politik

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt die Verabschiedung der ersten Nationalen Diabetesstrategie heute im Bundestag – doch es ist leider nur eine „Strategie light“ geworden. Wichtige Maßnahmen, die die WHO zu Diabetes empfiehlt, fehlen, andere stehen ohne Bezug nebeneinander. In den Bereichen Prävention, Versorgung, Forschung und Nachwuchsförderung in der Diabetologie ist die Politik hinter ihren Möglichkeiten geblieben.

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Nationale Diabetesstrategie: Kleiner Schritt voran, aber insgesamt unzureichend

– Erstmalig Vorgaben für Kinderlebensmittel
– Angestrebte Zuckerreduktion in Softdrinks bleibt unklar
– Die wirksamsten Maßnahmen gegen Übergewicht fehlen

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Wenn das Lungenepithel das Immunsystem um Hilfe ruft

Anlässlich der grassierenden Coronavirus-Pandemie findet am Mittwoch, 15. Juli 2020, von 16 bis 17 Uhr deutscher Zeit ein Webseminar der britischen physiologischen Gesellschaft (Physiological Society) statt. Es geht um das Lungenepithel, das ausgebreitet die Fläche eines Tennisplatzes hat und Viren bekämpft, die Lungen- und Atemwegserkrankungen hervorrufen können (Originaltitel: The lung epithelium: The first line of defence against respiratory viruses). Verantwortlich für die Organisation sind Prof. Dr. Mike Althaus vom Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und eine Fachkollegin der University of St. Andrews/Schottland.

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Ballaststoffreiche Ernährung als Zusatzbehandlung für Arthritis?

Ballaststoffe haben Einfluss auf die Zusammensetzung der Darmflora. Eine gesunde Darmflora stellt größere Mengen an kurzkettigen Fettsäuren her, die sich positiv auf entzündliche Erkrankungen auswirken. Insbesondere hemmt sie jedoch auch die Produktion eines Proteins namens Zonulin. Dieses Protein ist FAU-Forschern zufolge mit dafür verantwortlich, dass der Darm durchlässig für Stoffe wird, die im Körper Autoimmunreaktionen auslösen. Sie stellten fest, dass sich die Zonulin-Produktion sowohl durch kurzkettige Fettsäuren als auch durch einen Stoff namens Larazotid-Acetat verringern und die Krankheitsaktivität bei Arthritis damit hinauszögern lassen kann.

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Lichtorgel im Ohr: Erstmals Einsatz von vielkanaligen Cochlea-Implantaten mit Mikro-Leuchtdioden

Meilenstein in der Hörforschung: Forscher*innen der Universitätsmedizin Göttingen sowie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg kombinieren erstmals die Gentherapie in der Hörschnecke mit optischen Cochlea-Implantaten zur optogenetischen Anregung der Hörbahn in Wüstenrennmäusen. Veröffentlicht in EMBO Molecular Medicine.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft