Schlagwort: Mikroorganismen
Schon wirbellose Tiere können sich auf Krankheitserreger anpassen
Meeresbiologie: Veröffentlichung in Nature Communications Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der Universität Kiel untersuchten die Funktion des Immunsystems in einem einfachen Tier, einer Seeanemone. Sie entdeckten, dass das Immunsystem dieser Tiere in der Lage ist, zwischen verschiedenen Mikroorganismen gezielt zu unterscheiden und damit nützliche gegenüber schädlichen Bakterien zu fördern – eine Fähigkeit, die bisher nur Wirbeltieren zugeschrieben wurde. Eine wichtige Rolle dabei spielen die „Nematosomen“, wie die Forschenden nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben. Die Ergebnisse sind im Sonderforschungsbereich SFB 1182 entstanden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Gendatenbanken als Schlüssel für den globalen Vorteilsausgleich: Neuer Leitfaden in Nature Scientific Data erschienen
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Abteilung Science Policy und Internationalisation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen hat einen richtungsweisenden Praxisleitfaden in der renommierten Fachzeitschrift Scientific Data publiziert. Der Artikel mit dem Titel „How can biological databases support the new UN mechanism for benefit-sharing from digital sequence information?“ zeigt konkret auf, wie biologische Datenbanken den globalen UN-Mechanismus zur gerechten Aufteilung von Gewinnen aus digitalen Sequenzinformationen technisch & organisatorisch unterstützen können, ohne den freien wissenschaftlichen Datenaustausch einzuschränken Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das alternde Immunsystem verliert die Kontrolle über das Mikrobiom
Warum verliert das Darmmikrobiom im Alter sein Gleichgewicht? Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena stellen jetzt in einem in „PLoS Biology“ veröffentlichten Beitrag eine neue Erklärung vor. Demnach ist die alternsbedingte Destabilisierung des Mikrobioms nicht in erster Linie auf Veränderungen der Mikroorganismen selbst zurückzuführen, sondern auf eine nachlassende Immunüberwachung. Verliert das alternde Immunsystem seine Kontrollfunktion, können einzelne Mikroorganismen die Oberhand gewinnen und das mikrobielle Gleichgewicht stören. Die Arbeit eröffnet neue Perspektiven für das Verständnis gesunden Alterns. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …
Prof. Dr. Kai Purnhagen als Experte für das Europäische Parlament berufen
Prof. Dr. Kai Purnhagen, Lehrstuhlinhaber für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth, ist für eine verantwortungsvolle Expertentätigkeit für das Europäische Parlament ausgewählt worden. Der renommierte Rechtswissenschaftler wird die Berichterstatterinnen und Berichterstatter des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) bei der laufenden Gesetzgebungsarbeit zur Regulierung gentechnisch veränderter Mikroorganismen (GMM) unterstützen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …
Biologisches Recycling von Elektroschrott zeigt großes Potenzial
Mit Mikroorganismen und Mikroalgen lassen sich wertvolle Metalle aus Elektroschrott zurückgewinnen – umweltfreundlich, selektiv und mit Potenzial für den industriellen Einsatz. Das konnten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in einer Studie nachweisen. Auf der IFAT 2026, der Leitmesse für Umwelttechnologien in München, demonstriert das IGB anhand eines Festbettreaktors, wie dieses biologische Recycling funktioniert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …
Amazonas-Flussfahne: Wo räuberische Mikroalgen ein Erfolgsmodell sind
In der riesigen Flussfahne des Amazonas leben mikroskopisch kleine Algen mit einer überraschend flexible Überlebensstrategie: Sie kombinieren Photosynthese mit der Aufnahme organischer Stoffe und sogar dem „Verzehr“ anderer Mikroorganismen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) zeigt nun, dass diese Mixotrophie insbesondere am äußeren, weit im Meer gelegenen Rand der Flussfahne dominiert. Die Studie erschien kürzlich im Nature-Fachjournal „Communications Biology“ und beleuchten einen bislang unterschätzten Mechanismus im Nahrungsnetz und Kohlenstoffkreislauf eines der größten flussbeeinflussten Meeresökosysteme. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …