Das Navi im Spermienschwanz: Proteine im Zick-Zack-Muster halten Spermien auf Kurs

Nur etwa ein Dutzend der Millionen von Spermien schaffen den langen Weg durch den Eileiter bis zur Eizelle. An diesem Auswahlprozess sind eine Reihe von Faktoren beteiligt. Zwei dieser Faktoren hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Gunther Wennemuth aus dem Institut für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen nun identifizieren können. Im renommierten FASEB Journal zeigt Dr. Caroline Wiesehöfer, dass für eine erfolgreiche Fortbewegung das Zusammenspiel zwischen einem Ionenkanal im Schwanz der Spermien und einem Protein der Eizelle entscheidend ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hemmung eines zellulären Enzyms kann virale Infektionen bekämpfen

Forschende am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) in Basel haben ein synthetisches Protein identifiziert, das die Aktivität eines zellulären Signalwegs dämpft, der bei Virusinfektionen eine Rolle spielt. Die Ergebnisse könnten zur Entwicklung von Medikamenten zur Bekämpfung von Viren wie Influenza A und Zika beitragen.

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Fleischalternativen aus Pilzkulturen könnten helfen, die Wälder der Erde zu retten

Wenn bis 2050 nur ein Fünftel des pro-Kopf Rindfleischkonsums durch Fleischalternativen aus mikrobiellem Protein ersetzt wird, könnte das die weltweite Entwaldung halbieren: Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde und zum ersten Mal mögliche Auswirkungen dieser bereits marktreifen Lebensmittel auf die Umwelt umfassend untersucht.

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Wie RNA-bindende Proteine reguliert sind

Die Mechanik des Herzens hängt nicht zuletzt von einem RNA-bindenden Protein namens RBM20 ab. Doch wie werden solche RNA-bindende Proteine reguliert? MDC-Teams um Matthias Selbach haben nun entsprechende Phosphorylierungsstellen identifiziert, berichten sie in „Molecular Cell“.

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So findet man Wirkstoffe gegen Krebs

Forschende am Paul Scherrer Institut PSI und dem Istituto Italiano di Tecnologia IIT haben eine neuartige Substanz entwickelt, die ein Protein im Zellskelett lahmlegt und dadurch zum Zelltod führt. Substanzen dieser Art können so beispielsweise Tumore am Wachstum hindern. Für ihre Arbeit kombinierten die Forschenden eine strukturbiologische Vorgehensweise mit Wirkstoffdesign am Computer. Die Studie ist in dem Journal Angewandte Chemie International Edition erschienen.

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Neuer Bluttest ermöglicht Früherkennung von Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung und Alzheimer

Mit einem neuen Bluttest ist es möglich, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) sowie als weiteren Schritt die Alzheimer-Demenz frühzeitig zu diagnostizieren. Ein internationales Team um den Neurologen Prof. Dr. Markus Otto von der Universitätsmedizin Halle hat herausgefunden, dass das Protein beta-Synuclein deutlich erhöht ist, sobald die Creutzfeld-Jakob-Krankheit ausbricht.

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Protein boosts height growth in girls

Quite a few young men would like to increase their height. However, a study by nutritionists at the University of Bonn shows that they do not benefit from increased protein intake in terms of their adult height. In contrast, young women often see it as problematic when their height significantly exceeds 1.80 meters. Here, during growth, a protein intake adapted to the recommendations can even cause a reduction of a few centimeters. The results have been published online in advance in the Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. The final version will appear soon.

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Atossa – The Protein Queen Commanding Cell Invasion

Immune cells are our body’s police force, but how can they reach the crime scene fast? At the Institute of Science and Technology Austria (ISTA) researchers have now discovered a new protein that boosts energy production inside immune cells and thus increases their power to invade. Apart from improving immune responses, the results, published in the EMBO journal, could revolutionize our understanding of energy regulation in cells throughout the human body.

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Proteinkönigin Atossa befiehlt die Zellinvasion

Immunzellen sind die Polizei unseres Körpers, aber wie können sie den Tatort schnell erreichen? Am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) haben Forscher:innen nun ein neues Protein entdeckt, das die Energieproduktion in Immunzellen ankurbelt und damit ihre Invasionskraft erhöht. Die in der Fachzeitschrift EMBO veröffentlichten Ergebnisse könnten nicht nur die Immunabwehr verbessern, sondern auch unser Verständnis der Energieregulation in Zellen des menschlichen Körpers revolutionieren.

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Auffahrunfall auf der „Ribosomen-Autobahn“

Als molekulare Maschine, die in den Zellen aller Organismen vorkommt, ist das Ribosom für die Herstellung neuer Proteine zuständig. Aus verschiedenen Gründen kann dieser Prozess fehlschlagen, wodurch das Ribosom auf der mRNA „stehenbleibt“ und die Proteinherstellung ins Stocken gerät. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg hat nun ein bakterielles Protein namens MutS2 identifiziert, das solche festsitzenden Proteinfabriken erkennt und rettet.

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Milch kann MS-Symptome verstärken

Menschen mit Multipler Sklerose klagen nach dem Konsum von Milchprodukten oft über stärkere Krankheitssymptome. Forschende der Universitäten Bonn und Erlangen-Nürnberg haben nun einen möglichen Grund dafür gefunden. Demnach kann ein Protein der Kuhmilch Entzündungen auslösen, die sich gegen die „Isolierschicht“ um die Nervenzellen richten. Die Studie konnte diesen Zusammenhang in Mäusen nachweisen, fand aber auch Hinweise auf einen ähnlichen Mechanismus in Menschen. Bestimmte Gruppen von Betroffenen sollten daher Milchprodukte meiden, empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Studie ist nun in der Zeitschrift PNAS erschienen.

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Forschende der TU Freiberg klären Wachstum von Biosilikat-Skeletten in Schwämmen /Neue Rolle des Proteins Aktin nachgew

Mittels moderner bioanalytischer Methoden konnte ein internationales Forschendenteam unter Leitung von Biomineralogen der TU Bergakademie Freiberg das Protein Aktin in Glass-Strukturen von Schwämmen nachweisen. Als frei bewegliche Struktur sorgt das Protein in Glasschwämmen für die Bildung von bis zu drei Meter langen Fasern, berichtet das Team in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Advanced Science.

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Protein machinery of respiration becomes visible

Researchers provide high-resolution electron microscopy analysis of the molecular machinery within the respiratory chain

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Moderne Menschen haben einen wirksameren Schutz gegen oxidativen Stress entwickelt

Nur ein winziger Bruchteil aller Proteine im menschlichen Körper weist Veränderungen auf, die sie im Vergleich zu den entsprechenden Proteinen bei Neandertalern und Affen einzigartig machen. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Karolinska Institutet in Schweden haben nun ein solches Protein untersucht, das am Schutz gegen oxidativen Stress beteiligt ist. Sie zeigen, dass die Variante des Proteins, die beim modernen Menschen vorkommt, im Vergleich zur Neandertalervariante besser vor Entzündungen und Gefäßerkrankungen schützt.

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Silver linings in the pandemic: Protein ZAP inhibits multiplication of SARS-CoV-2 by 20-fold

HZI and HIRI study investigates antiviral protein of the immune defence system

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hoffnungsschimmer in der Pandemie: Protein ZAP hemmt Vermehrung von SARS-CoV-2 um das 20-Fache

Studie des HZI und HIRI untersucht antivirales Protein der Immunabwehr

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Mutationen im größten menschlichen Protein

Prof. Hendrik Milting (HDZ NRW) und Prof. Wolfgang Linke (UKM) erforschen die vererbbare Herzmuskelerkrankung

Bad Oeynhausen/Münster: Titin ist das größte Protein im menschlichen Körper. Der Eiweißstoff bewirkt, dass sich die Muskeln elastisch bewegen. Neue wegweisende Erkenntnisse darüber, was das für den Herzmuskel bedeuten kann, haben jetzt Forschungsgruppen um Prof. Dr. Hendrik Milting am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen und Prof. Dr. Wolfgang Linke, Universität Münster, gewonnen, die vor kurzem in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine mit geteilter Erstautorenschaft von Dr. Anna Gärtner (HDZ NRW) veröffentlicht worden sind.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschung an der Uni Gießen: Der Trick des Malaria-Erregers

Mikroskopaufnahme: Malaria wird durch Plasmodien verursacht – einzellige Parasiten, die sich in den roten Blutkörperchen einnisten.

Gießener Forscher haben ein Protein identifiziert, das es dem Erreger der Malaria erlaubt, Zellen für seine Zwecke umzufunktionieren. Die Entdeckung könnte neue Optionen zur Behandlung der Tropenkrankheit eröffnen.

Quelle: FAZ.NET

Quantenphysik in Proteinen – Künstliche Intelligenz liefert Einblicke in die Funktion von Biomolekülen

Eine neue Analysemethode liefert bislang unerreichbare Einblicke in die extrem schnelle Dynamik von Biomolekülen. Das Entwicklerteam um Abbas Ourmazd von der University of Wisconsin Milwaukee und Robin Santra von DESY stellt die clevere Kombination aus Quantenphysik und Molekularbiologie im Fachblatt „Nature“ vor. Die Forscherinnen und Forscher haben damit verfolgt, wie das photoaktive gelbe Protein (photoactive yellow protein, PYP) in weniger als einer billionstel Sekunde seine Struktur ändert, nachdem es durch Licht angeregt worden ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Grosser Schritt in Richtung Präzisionsmedizin für Dialysepatienten

Eine häufige Genvariante für das Protein Aquaporin-1 verringert die Anzahl Wasserkanäle in den Zellmembranen. Dies reduziert den Wassertransport und erhöht bei Patienten, die wegen Nierenversagen mit Bauchfelldialyse behandelt werden, das Sterberisiko. Darum sollten bei Betroffenen mit dieser Genvariante spezifische osmotische Lösungen eingesetzt werden, wie ein von der Universität Zürich geleitetes, internationales Forschungsteam zeigt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Wirkstoff gegen Parasiten

Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben eine chemische Verbindung identifiziert, die sich vermutlich als Wirkstoff gegen gleich mehrere einzellige Parasiten eignet. Dazu gehören die Erreger der Malaria sowie der Toxoplasmose. Angriffspunkt der vielversprechenden Substanz ist das Protein Tubulin: Es hilft Zellen dabei, sich zu teilen, und ist damit auch für die Vermehrung der Parasiten unentbehrlich. Die Studie erscheint heute im Journal EMBO Molecular Medicine.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Geschlechtsspezifisch höheres Sterberisiko: Ein Protein ist Ursache für schwereren Verlauf von Krebs bei Männern

Auffällig viele lebensbedrohliche Krankheiten verlaufen bei Männern schwerer als bei Frauen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die durch SARS-CoV-2 verursachte COVID-19-Erkrankung. Aber auch bei Krebserkrankungen tragen Männer ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Eine molekulare Ursache für diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern hat nun ein hat Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes entdeckt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Scientists find a key to hepatitis C entry into cells

Scientists describe the structure of a key protein on the surface of the hepatitis C virus (HCV) and how it interacts with its receptor found on some human cells. The findings provide new leads for developing an HCV vaccine.

Quelle: Sciencedaily

How resistant germs transport toxins at molecular level

Chemistry: publication in Nature Communications

In order to counter the increasing threat posed by multi-drug resistant germs, we need to understand how their resistance mechanisms work. Transport proteins have an important role to play in this process. In an article published in the journal Nature Communications, a German/UK research team led by Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) has now described the three-dimensional structure of transport protein Pdr5, found also in a similar form in pathogenic fungi. The results could help develop mechanisms to combat dangerous pathogens.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Local supply chains in neurons: who gets the goods?

To store and process information, the brain is constantly producing, distributing and degrading proteins, the essential cellular resources. Proteins are in high demand, especially at synapses (specialized connections between neurons) which, on average, consume over 100000 trillion proteins per day in the brain. Scientists at the Max Planck Institute for Brain Research, Max Planck Florida Institute and Goethe University Frankfurt now pictured a tight spatial relationship between the protein production machinery and product in neurons at unprecedented resolution. Their findings imply local sharing of resources: a local ‘neighborhood’ of synapses.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft