Angriff auf Nebenwegen

Bei Krankheiten wie etwa Krebs ist eine gesteigerte Zellvermehrung ein wesentliches Merkmal. Einem Forschungsteam der Uni Würzburg und zweier Leibniz-Institute ist es jetzt gelungen, indirekt auf diesen Prozess Einfluss zu nehmen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neues Krebsforschungsdatenzentrum: Mit Künstlicher Intelligenz therapierelevantes, onkologisches Wissen erzeugen

Die Nutzung der Daten aus klinischen Krebsregistern als Grundlage für die Abbildung der Routineversorgung wird seit langem angestrebt – sowohl von klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten, als auch von Forschenden, von der Politik und gesundheitspolitischen Initiativen wie der Dekade gegen Krebs oder dem Nationalen Krebsplan. Im September 2022 ist nun das Verbundprojekt onkoFDZ (Krebsforschungsdatenzentrum) gestartet, das Lösungen zu diesem Ziel liefern soll.

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Neue Krebstherapien in der «dunklen Materie» des menschlichen Genoms entdecken

Forschende der Universität Bern und des Inselspitals, Universitätsspital Bern, haben eine Screening-Methode entwickelt, um in der so genannten «Dunklen Materie» des Genoms neue Angriffspunkte für die Behandlung von Krebs zu entdecken. Sie wendeten ihre Methode auf den nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) an, dem tödlichsten Krebs, für den dringend wirksame Therapien gesucht werden. Sie konnten zeigen, dass die Hemmung identifizierter Angriffspunkte das Krebswachstum stark verlangsamen kann, und ihre Methode ist auf andere Krebsarten übertragbar.

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Erste erfolgreiche Studie zur Früherkennung von HPV-bedingtem Krebs im Rachenraum

Screening-Untersuchungen zur Früherkennung seltener Erkrankungen scheitern oft an unzureichender Vorhersagekraft der Ergebnisse. Beim seltenen HPV-bedingten Rachenkrebs setzten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum nun in einer Machbarkeitsstudie auf den kombinierten Nachweis von Antikörpern gegen zwei verschiedene Virusproteine. Damit konnten sie den positiven Vorhersagewert der Testergebnisse deutlich verbessern.

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„Rudern gegen Krebs“ feiert nach Corona-Zwangspause sein 10-jähriges Jubiläum

Nach zwei Jahren Pause meldet sich die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ zurück: Mehr als zweihundert Freizeitsportler, Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Unterstützende der Hochschulmedizin Dresden sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten zahlreicher Unternehmen treten am 24. September in Viererbooten am Blauen Wunder gegeneinander an. Ihr Ziel: möglichst viele Spenden zu sammeln, um Menschen mit der Diagnose Krebs dabei zu unterstützen, die Krankheit zu bewältigen – körperlich wie seelisch.

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Wie man Krebszellen erstickt: Selbstassemblierende Moleküle könnten bei der Krebstherapie helfen

Die Entwicklung medizinischer Behandlungen gegen Krebs ist weltweit ein großes Forschungsthema – doch Krebszellen schaffen es oft, die gefundenen Lösungen zu umgehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Tanja Weil und David Ng, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P), haben nun die Gegenmaßnahmen des Krebses genauer unter die Lupe genommen um diese zu stoppen. Indem sie die zellulären Komponenten stören, die für die Umwandlung von Sauerstoff in chemische Energie verantwortlich sind, konnten sie erste Erfolge bei der Eliminierung von Zellen aus unbehandelbarem metastasierendem Krebs nachweisen.

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Checkliste für radikale Zystektomien bei SCI-Patient:innen

Bei Menschen mit Querschnittlähmung (SCI, spinal cord injury) ist Krebs die dritthäufigste Todesursache, wobei Blasenkrebs die zweithäufigste Krebsart ist. Nicht selten wird der Blasenkrebs bei SCI-Patient:innen erst als fortgeschrittene Variante, dem muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC), der eine sehr aggressive Form darstellt, entdeckt. In diesen Fällen bietet nur eine radikale Zystektomie, die Entfernung der Harnblase inklusive der Lymphknoten im Beckenraum, eine Heilungschance. Da mit der Operation von SCI-Patient:innen mit Blasenkrebs ein erhöhtes Risiko einhergeht, hat ein Team von Forschenden eine Liste mit Handlungsempfehlungen zusammengestellt, um das Risiko zu minimieren.

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Ungebremst gegen den Blutkrebs

Armin Rehm und Uta Höpken wollen die Immunabwehr gegen Krebs verbessern. Was bislang nur im Mausmodell möglich war, zeigen die Forschenden nun in menschlichen Zellen – die Ergebnisse in „Molecular Therapy“ erhöhen die Chancen auf eine hochwirksame Immuntherapie gegen Blutkrebs.

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Wechselspiel der Gene – Kaum bekannter Transkriptionsfaktor RFX7 hat zentrale Bedeutung bei Wachstum und Krebs

In der Krebsforschung stehen Proteine im Fokus, die oft verändert in Tumoren auftreten und eine wichtige Rolle bei Krebserkrankungen spielen können. Das RFX7-Protein, ein weitgehend unbekannter Transkriptionsfaktor, wurde kürzlich mit Lymphdrüsenkrebs in Verbindung gebracht. Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena konnten nun die Funktionsweise dieses Proteins teilweise aufklären. RFX7 fungiert als Tumorsuppressor und wirkt der Entstehung von Krebs entgegen. Nach eigener Aktivierung aktiviert er weitere Tumorsuppressoren und hemmt wichtige Wachstumsregulatoren. Die Reaktivierung von RFX7 könnte daher von zentraler Bedeutung für die Krebsforschung sein.

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T-Zell-Immunantwort kann in immunsupprimierten Patienten die Vermehrung von SARS-CoV-2-Viren kontrollieren

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben in einer Fallstudie die T-Zell-Antwort einer an Krebs und zudem an COVID-19 erkrankten Patientin erforscht. Im peripheren Blut der Patientin konnten keine B-Zellen nachgewiesen werden, was anzeigt, dass sie keine Möglichkeit der Bildung von anti-SARS-CoV-2-Antikörpern hatte. Bei der Patientin waren nach der Infektion mit SARS-CoV-2 über fast drei Monate hinweg SARS-CoV-2 Viren nachweisbar.

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Einflussreiche Barrieren

Bei der Faltung des Erbgutfadens wird nichts dem Zufall überlassen, regelt sie doch die Genaktivierung. Molekulare Grenzabschnitte entlang des Genoms sorgen hierbei für Ordnung. Wie sie funktionieren, darüber berichtet nun ein Team um MDC-Forscher Darío Lupiáñez in „Nature Genetics“. Die Ergebnisse könnten helfen, Krankheiten wie Entwicklungsstörungen und Krebs besser zu verstehen.

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Preiswürdige neue Röntgentechnik macht Hoffnung auf bessere Früherkennung von Krebs und Alzheimer

Für seine Forschungsarbeiten zu einer neuen Röntgentechnik, der sog. Hierarchical Phase-Contrast Tomography (HiP-CT), erhält PD Dr. Maximilian Ackermann den Rudolf-Virchow-Preis 2022 der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP). Hierbei konnte der Wissenschaftler vom Institut für Pathologie, Helios Universitätsklinik Wuppertal, der Universität Witten/Herdecke sowie vom Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Mainz mit dem revolutionären Verfahren des HiP-CT faszinierende dreidimensionale Einblicke in die menschliche Anatomie und COVID-19 geben.

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Erfolgreicher NCT-Lauf: 4750 Aktive und herausragendes Spendenergebnis

Beim 11. NCT-Lauf waren über 4750 Läuferinnen und Läufer unter dem Motto „NCT-LAUFend gegen Krebs – Alleine. Zusammen!“ auf sieben Kontinenten am Start. Mit ihrer Laufbegeisterung für die gute Sache haben die Aktiven 65.000 Euro an Spenden für innovative Projekte zur angewandten Krebsforschung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg gesammelt.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe (DKH).

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Brustkrebs ist nachtaktiv

Brustkrebstumore bilden hauptsächlich dann Ableger, wenn die Betroffenen schlafen – dies zeigt eine neue Studie unter Leitung von ETH-Forschenden. Die Erkenntnisse könnten die Art, wie Krebs zukünftig diagnostiziert und behandelt wird, stark verändern.

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Benefizlauf gegen Krebs im Großen Garten

Jeder Schritt zählt! Am Freitag, den 1. Juli, findet der NCT/UCC-Benefizlauf gegen Krebs im Großen Garten statt. Start ist ab 17 Uhr an der Torwirtschaft. Statt um sportliche Höchstleistungen zu wetteifern, sind die Teilnehmenden eingeladen, gemeinsam ein Zeichen gegen Krebs zu setzen. Durch eine selbst gewählte Spende pro gelaufener Runde unterstützen die Läuferinnen und Läufer das Sporttherapeutische Zentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC), das Krebspatientinnen und -patienten ein individuell angepasstes Training ermöglicht.

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Prof. Mathias Freund erhält Bundesverdienstkreuz

Berlin / Hamburg, 14. Juni 2022 – Für seine Bemühungen um die Aufarbeitung der Geschichte der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizi­nische Onkologie e. V. und des Fachgebiets sowie sein Engagement für junge Erwachsene mit Krebs ist Prof. Dr. med. Mathias Freund mit dem Verdienst­orden der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Hamburger Rathaus statt. Überreicht wurde die Auszeich­nung am 13. Juni 2022 von der Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, Dr. Melanie Leonhard.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

FMP & LMU Spin-off Tubulis schließt eine Serie-B-Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro ab

Die Firma Tubulis gibt heute den Abschluss einer Finanzierungsrunde der Serie B in Höhe von 60 Millionen Euro bekannt, um die Entwicklung einer neuen Klasse von hochstabilen und effizienten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) für die Therapie von Krebs und anderen schweren Erkrankungen voranzubringen und das Angebot an Plattformtechnologien zu erweitern.

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Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene 
mit Krebs fordert Recht auf Vergessen!

Berlin, 29. April 2022 – In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 16.500 junge Erwach­sene im Alter zwischen 18 und 39 Jahren an Krebs. Über 80 Prozent von ihnen können heute geheilt werden. Sie möchten danach ihre meist unterbrochene Ausbildung, ihr Studium oder ihre Arbeit wieder aufnehmen und beruflich durchstarten, sich eine Existenz aufbauen und gegebenenfalls eine Familie gründen. Doch das Stigma ihrer früheren Erkrankung begleitet sie ein Leben lang.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Priorisierung in der Krebsversorgung: Breiter Konsens für Handlungsempfehlungen bei Ressourcenknappheit in der Pandemie

Die Versorgung von an Krebs Erkrankten bleibt auch bei vergleichsweise geringeren COVID-19-Inzidenzen in vielen Kliniken und Praxen eine Herausforderung. Gesperrte Betten, krankheitsbedingt reduziertes Personal und knappe Kapazitäten für Tumoroperationen, die zu Verschiebungen der Eingriffe führen können, stehen beispielhaft für aktuelle Herausforderungen. Die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. adressieren dieses Problem proaktiv und haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des CancerCOVID Verbundes eine S1-Leitlinie erarbeitet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DGfI Stellungnahme zum Internationalen Tag des Versuchstiers am 24.04.2022

Die DGfI weist zum Internationalen Tag des Versuchstiers auf die Bedeutung von Tierversuchen für die Erforschung immunologischer Mechanismen und Therapiestrategien im Bereich Infektion, Krebs und Autoimmunerkrankungen hin. Dabei gelten immer die sogenannten 3R-Regeln der EU, die u.a. zum Ziel haben, Tierversuche auf das notwendige Minimum zu reduzieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New knowledge on lymphoid cell maturity could lead to more effective IBD therapies

A research group has analyzed how certain immune cells known as innate lymphoid cells (ILCs) develop into mature cells that play a part in inflammatory bowel disease (IBD). The findings could pave the way for more effective treatments against IBD, a disease that causes considerable suffering and that is linked to an increased risk of colorectal cancer.

Quelle: Sciencedaily

A new toolkit to engineer safe and efficient therapeutic cells

Researchers undertook a systematic analysis of the molecular building blocks used to engineer therapeutic cells. Their work resulted in a comprehensive rule book for the design of therapeutic cells with improved specificity and safety, and for the eventual customization of cell-based therapies.

Quelle: Sciencedaily

Study reveals male sex hormones are new targets for cancer immunotherapy

A study examined the differences in intratumoral immune responses between male and female cancers of non-reproductive origin.

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Spatial maps of melanoma

Melanoma is a somewhat unusual cancer — one that blooms before our very eyes, often on sun-exposed skin, and can quickly become deadly as it turns our own skin against us and spreads to other organs. Fortunately, when caught early, melanoma can often be cured by simple surgery, and there are now better treatments for advanced cases, including immunotherapies that prime a patient’s immune system to fight off the cancer. However, much remains unknown about melanoma, including the details of how it develops in the earliest stages, and how to best identify and treat the most dangerous early cases. Spatial maps of melanoma reveal how individual cells interact as cancer progresses.

Quelle: Sciencedaily

Key characteristics of immune cells in ovarian cancer

Researchers want to improve their understanding of the immune environment in ovarian cancer in hopes of making immunotherapy an option for these patients. Researchers now report on key characteristics of immune cells in ovarian cancer and identify cell types important for mediating an immune response.

Quelle: Sciencedaily