Die letzten Meldungen

Pilotbergung von Munitionsaltlasten in der Ostsee beginnt: Großes Netzwerktreffen zum anstehenden Räumungsvorhaben

24.06.2024/Kiel. „Munitionsbergung – jetzt geht’s los!“ – unter diesem Motto fand heute am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ein großes Netzwerktreffen statt. Rund 100 Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Militär, Behörden, Industrie sowie von Nichtregierungsorganisationen kamen zusammen, um sich über den aktuellen Stand der geplanten Pilotbergung von Altmunition in der Ostsee auszutauschen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

3D-Karten kranker Gewebe mit subzellulärer Präzision

Ein Team um Nikolaus Rajewsky vom Max Delbrück Center hat eine frei zugängliche Plattform entwickelt, die Gewebeproben von Patient*innen mit subzellulärer Präzision auswertet. Die molekularen Karten erlauben detaillierte Analysen und können die klinische Pathologie verbessern, berichten sie in „Cell“.

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Hallo Baby! Stanley-Daniel ist 2024 das 1.000. Baby am Uniklinikum

Ende Juni ist das 1000. Kind, das erste Jubiläumsbaby des Jahres, im Dresdner Uniklinikum zur Welt gekommen. // Eltern vertrauen auf die große Expertise des Teams im Kreißsaal sowie die vielfältigen Vorsorgeangebote. // Neues Angebot der Salutophysiologiesprechstunde bietet ganzheitliche Beratung in der Schwangerschaft.

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Neu: Digitale Zwillinge für Neugeborene

Forschende der Universität Heidelberg, des HITS, des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Galway, Irland, haben erstmals die gesundheitliche Entwicklung von Säuglingen für deren gesamten Stoffwechsel simuliert. Dazu entwickelten sie mathematische Modelle für die Stoffwechselprozesse von Neugeborenen. Die Modelle sollen zu einem besseren Verständnis von seltenen Stoffwechselerkrankungen beitragen.

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Endlich Sommerurlaub – aber bitte ohne Pflanzensouvenirs

Vermeintlich harmlose Urlaubsmitbringsel können als Transportmittel für Pflanzenkrankheiten und -schädlinge dienen. Diese neuen Schädlinge bedrohen landwirtschaftliche Kultur- und Wildpflanzen in der Europäischen Union.

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„Leber gut – alles gut“: 25. Deutscher Lebertag klärt über Fettlebererkrankungen auf

Köln, Gießen, Hannover – Die Zahl der Menschen mit Fettlebererkrankungen wird immer größer. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Verbreitung der steatotischen Lebererkrankung (SLD) – wie der neue Klammerbegriff lautet – immer weiter zunimmt. In Deutschland ist etwa jeder vierte Bundesbürger über 40 bereits betroffen. Experten sprechen von epidemischen Ausmaßen. Zwei Erscheinungsformen der SLD werden als hepatische Manifestation des Metabolischen Syndroms angesehen: MASLD und MASH. Die Ausrichter des 25. Deutschen Lebertages am 20. November 2024, der das Motto: „Leber gut – alles gut“ hat, informieren im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages über diese Volkskrankheiten.

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Bessere Versorgung von Nierentransplantierten

Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen hat in einer Studie gezeigt, wie Menschen nach einer Nierentransplantation besser versorgt werden können. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, das Risiko eines potentiell tödlichen Nierenversagens nach einer Transplantation zu verringern. Aufgelegt wurde die Studie von Prof. Dr. Lars Pape von der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Mario Schiffer aus dem Universitätsklinikum Erlangen. Die Studie wurde vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit 5,4 Millionen Euro gefördert und in mehreren deutschen Nierentransplantationszentren durchgeführt.

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1. Lesung zum KHVVG: DDG fordert Stärkung der diabetologischen Weiterbildung und Fachkompetenz

Am 27. Juni 2024 findet im Bundestag die erste Lesung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung für das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) statt. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist anlässlich dieser Sitzung darauf hin, dass derzeit jährlich 3 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus ins Krankenhaus kommen. Sie benötigen eine zukunftssichere stationäre diabetologische Versorgung. Dafür ist die Finanzierung der Weiterbildung sowie die Stärkung der diabetologischen Expertise notwendig – beides fehlt im Gesetzesentwurf bislang. Die DDG fordert den Gesundheitsausschuss des Bundestages auf, eine öffentliche Anhörung mit Fachgesellschaften zu kritischen Punkten abzuhalten.

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Carol-Nachman-Preis und -Medaille 2024 verliehen an Oliver & Jörg Distler, Hanns-Martin Lorenz & Rotraut Schmale-Grede

Die Stadt Wiesbaden ehrt heute herausragende Persönlichkeiten mit dem Carol-Nachman-Preis für Rheumatologie und der Carol-Nachman-Medaille. Prof. Dr. Oliver Distler aus Zürich und Prof. Dr. Jörg Distler aus Düsseldorf empfangen den Preis für ihre herausragenden Beiträge zur Forschung und Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. An Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz und Rotraut Schmale-Grede geht die Carol-Nachman-Medaille. Als Beteiligte im Kuratorium gratuliert die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) den Geehrten und dankt für ihr wichtiges Engagement. Die Preisverleihung fand am 21. Juni 2024 um 18.00 Uhr im Festsaal des Wiesbadener Rathauses statt.

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Auftakt der Berliner Seniorenwoche

BfR mit Infostand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten

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Experience art – appreciate biodiversity? Dance performance on the importance of insects in the city

Insect biodiversity is essential for life on our planet. However, this diversity is acutely threatened by changes in land use. At the same time, we can observe that cities have become places of refuge for insects. The Frankfurt research project “SLInBio” is examining how our lifestyles are linked to the decline in insect diversity and how we can improve the living conditions for insects. In this context, artistic formats have been playing an increasingly important role in raising awareness. In this vein, a public dance performance will be presented in June and July that was created as part of the project.

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ALS: Neu entdeckte Subtypen und Unterschiede zwischen Geschlechtern

Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, ist eine rätselhafte neurodegenerative Erkrankung, die fast immer tödlich verläuft. Ein Konsortium um Forschende der Technischen Universität München (TUM) hat die molekularen Hintergründe von ALS systematisch untersucht. Das Team fand unter anderem heraus, dass sich ALS in Subtypen unterteilen lässt. Je nach Subtyp könnten daher unterschiedliche Medikamente wirksam sein. Deutliche Unterschiede bei den molekularen Vorgängen gibt es auch zwischen Männern und Frauen.

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Intricate processes in photosynthesis decoded using advanced electron microscopy technique

An international team of researchers visualises atomic interactions in the protein structure called photosystem II and thus uncovers fundamental biochemical processes.

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Kunst erfahren – Biodiversität wertschätzen? Tanzperformance zur Bedeutung von Insekten in der Stadt 

Die Insektenbiodiversität ist essenziell für das Leben auf unserem Planeten. Doch durch die Veränderungen der Landnutzung ist diese Vielfalt akut bedroht. Gleichzeitig zeigt sich, dass Städte inzwischen auch Rückzugsorte für Insekten sind. Das Frankfurter Forschungsprojekt „SLInBio untersucht, wie unsere Lebensstile mit dem Rückgang der Insektenvielfalt zusammenhängen und welchen Beitrag wir leisten können, um die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern. Künstlerische Formate gewinnen bei der Vermittlung dieses Wissens an Bedeutung. Im Juni und Juli wird eine öffentliche Tanzperformance gezeigt, die im Rahmen des Projektes entstanden ist. 

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Von der Natur inspiriert: Künstliches Nachtschatten-Molekül wirkt gegen Leukämiezellen

Nachtschattengewächse besitzen eine große Palette an Wirkstoffen, die medizinisch interessant sind. Aus einer Gruppe davon, den Withanoliden, haben Forschende am CeMM nun eine künstliche Variante identifiziert, die hochspezifisch gegen Leukämiezellen wirkt. Mit Hilfe modernster chemischer und genetischer Hochdurchsatzanalysen gelang dem Team um Georg Winter nicht nur, die Wirksamkeit zu bestätigen, sondern auch den Wirkmechanismus aufzuklären: Das Molekül stört den Cholesterin-Stoffwechsel der Tumorzellen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature Chemical Biology publiziert (DOI 10.1038/s41589-024-01614-4).

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Neuer OP-Roboter kommt bei Bauchoperationen zum Einsatz

Das Uniklinikum Dresden setzt auf roboterassistierte Chirurgie, weil sie präziser und schonender ist. // In der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie kommt OP-Roboter HUGO erstmals zum Einsatz. // Neue Professur für Minimalinvasive und Robotische Chirurgie schult angehende Ärztinnen und Ärzte.

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Neue Studie: Schimpansen nutzen Heilpflanzen gezielt zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen

Eine neue Studie unter Leitung der Hochschule Neubrandenburg und der Universität Oxford zeigt, dass wilde Schimpansen gezielt Pflanzen mit medizinischen Eigenschaften fressen, um sich selbst zu heilen. Das Forscherteam um Dr. Fabien Schultz und Dr. Elodie Freymann beobachtete 51 Schimpansen im Budongo Regenwald und testete 17 Pflanzenarten auf ihre entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Die Ergebnisse: 88% der Pflanzen hemmen Bakterien, 33% wirken entzündungshemmend. Aus den Erkenntnissen der Studie können Menschen lernen, neue Medikamente zu entwickeln.

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Verminderung von Algenblüten führt zur Reduzierung krankheitserregender Vibrionen in der Ostsee

Krankheitserregende Bakterien der Art Vibrio vulnificus lassen sich in der Ostsee über die Reduzierung von Algenblüten teilweise kontrollieren. Zu diesem Schluss kommen die Mikrobiologen David Riedinger und Matthias Labrenz vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) in einer ostseeweit angelegten Studie über Vibrio vulnificus. Die Ergebnisse wurden nun in der renommierten internationalen Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht.

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Effizientere Abläufe, bessere Versorgung: Wie KI Gesundheitsfachkräfte bei Verwaltungsaufgaben unterstützt

Künstliche Intelligenz (KI) kann die organisatorischen Arbeitsabläufe in Krankenhäusern und Arztpraxen verbessern und so Gesundheitsfachkräfte entlasten. Anders als KI-Anwendungen für den klinischen Bereich können KI-Lösungen für die Abrechnung, Personalplanung oder Dokumentation kurzfristig zum Einsatz kommen und sparen unmittelbar Zeit sowie Kosten. Ein aktuelles Whitepaper der Plattform Lernende Systeme zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie KI in organisatorischen Prozessen zu einer besseren Versorgungsqualität beitragen kann. Damit die Anwendungen schnell im Versorgungsalltag ankommen, müssen sie auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Gesundheitsfachkräfte zugeschnitten sein.

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Die „Autobahn“ im Zelltransport

Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat eine allgemeine Funktion von Antisense-RNA (asRNA) entdeckt und damit ein langjähriges Rätsel um die Aufgabe der asRNA enthüllt. Die Forschenden fanden heraus, dass asRNA als „Autobahn“ im Zelltransport fungiert und damit die Genexpression beschleunigt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

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Urlaubszeit: DDG mahnt zu erhöhter Wachsamkeit für Stoffwechselentgleisungen bei unentdecktem Typ-1-Diabetes

Immer mehr Kinder und Jugendliche erleiden aufgrund eines unerkannten Diabetes Typ 1 eine schwere Stoffwechselentgleisung – die diabetische Ketoazidose (DKA). Besonders an Wochenenden und in den Ferien ist das Risiko hoch, wie aktuelle Studien zeigen. Mangelndes Wissen über Diabetes führt zu verzögerter Behandlung. Auch fehlt es in der Notversorgung oft an pädiatrischer Expertise. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft appelliert angesichts der Urlaubszeit, die Symptome rechtzeitig zu erkennen, da DKA lebensbedrohlich ist und traumatische Folgen haben kann.

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NahWertVoll: Förderung für nachhaltiges Mensaessen

Auf dem Deutschen Ernährungstag zum Thema „Gesund und nachhaltig – Essen außer Haus und in Gemeinschaft“ übergab heute der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, den Förderbescheid für das zukunftsweisende Projekt NahWertVoll. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und das Studentenwerk Frankfurt (Oder) wollen mit diesem Vorhaben gemeinsam die Verpflegung in den Hochschulmensen gesünder und nachhaltiger gestalten.

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Hidden partners: Symbiodolus bacteria found in various insect orders

The endosymbiont Symbiodolus clandestinus, living inside insect cells, has remained undiscovered until now. Scientists at the Max Planck Institute for Chemical Ecology report its discovery in at least six insect orders. Using fluorescence in situ hybridisation, they showed that Symbiodolus is present in all life stages and tissues of infected insects. The symbiont is abundant in reproductive organs of adult females, eggs, and larvae, suggesting transovarial transmission. The interactions with host insects are not yet understood, but Symbiodolus likely impacts insect communities and ecosystems considerably.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Verborgene Partner: Symbiodolus-Bakterien in verschiedenen Insektenordnungen gefunden

Der Endosymbiont Symbiodolus clandestinus, der im Zellinneren von Insekten lebt, blieb bisher unentdeckt. Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie berichten nun erstmals über Symbiodolus, der in mindestens sechs verschiedenen Insektenordnungen anzutreffen ist. Mit Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung zeigte das Team, dass er in allen Lebensstadien und Geweben infizierter Insekten vorkommt. Besonders zahlreich ist er in Fortpflanzungsorganen erwachsener Weibchen sowie in Eiern und Larven, was auf eine transovariale Weitergabe hinweist. Die Wechselwirkungen mit den Wirtsinsekten sind ungeklärt, aber vermutlich beeinflusst er Insektengemeinschaften und Ökosysteme erheblich.

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Wie Fische stereo hören können

Charité-Forschende lösen Rätsel des Richtungshörens unter Wasser

Woher ein Geräusch kommt, können Menschen unter Wasser nicht ausmachen. Schall ist dort rund fünfmal schneller als an Land. Das macht ein Richtungshören nahezu unmöglich, denn das menschliche Gehirn berechnet die Herkunft von Klängen aus dem Zeitunterschied, mit dem sie beide Ohren erreichen. Fische hingegen können Schallquellen wie Beute oder Feinde orten, belegen Verhaltensstudien. Nur wie gelingt ihnen das? Neurowissenschaftler:innen der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben das Rätsel gelöst und beschreiben den Hörmechanismus eines winzigen Fisches im Fachmagazin Nature*.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft