Welcher der beiden DNA-Stränge geschädigt ist, beeinflusst das Mutationsprofil der Zelle

Detaillierte Analyse der Asymmetrie der DNA-Doppelstränge

Krebsgenome sind das Ergebnis vielfältiger Mutationsprozesse, die sich oft über Jahrzehnte angesammelt haben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie von den Universitäten Cambridge und Edinburgh haben die molekulare Evolution von Tumoren nach der Einwirkung erbgutschädigender Chemikalien analysiert. DNA-Schäden, die über mehrere Zellgenerationen hinweg unrepariert überdauern, führen zu Sequenzvariationen am Ort des Schadens, deren Quantifizierung Einblicke in die Kinetik und Mechanismen der DNA-Reparatur gewährt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Cancer Research: DNA Repair Mechanism Further Elucidated

Researchers at the University of Würzburg, led by Caroline Kisker in cooperation with Claudia Höbartner, discovered how the protein XPD detects a severe DNA damage and controls its repair.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Krebsforschung: DNA-Reparatur-Mechanismus weiter entschlüsselt

Forschende der Uni Würzburg rund um die Chemikerinnen Caroline Kisker und Claudia Höbartner haben aufgedeckt, wie das Protein XPD schwerwiegende DNA-Schäden erkennt und deren Reparatur steuert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entschlüsselung frühmittelalterlicher Sozialstrukturen

Unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie In Leipzig hat ein multidisziplinäres Forschungsteam alte DNA-Daten im Kontext archäologischer, anthropologischer und historischer Daten analysiert, um die soziale Dynamik awarischer Steppenvölker zu rekonstruieren, die das europäische Karpatenbecken im 6. Jahrhundert besiedelten. Die Studie umfasste die Analyse ganzer Gemeinschaften durch die Beprobung menschlicher Überreste aus vier vollständig ausgegrabenen awarischen Gräberfeldern sowie die Analyse alter DNA von insgesamt 424 Individuen, von denen etwa 300 einen nahen Verwandten im selben Gräberfeld aufwiesen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

CRISPR/Cas breakthrough: Enhanced “genetic scissors” enable stable insertion of large genes

Major progress on the CRISPR front. Scientists at the Leibniz Institute of Plant Biochemistry (IPB) have succeeded for the first time in stably and precisely inserting large gene segments into the DNA of higher plants very efficiently. To do this, they optimized the gene-editing method CRISPR/Cas, commonly known as “genetic scissors”. The improved CRISPR method offers great opportunities for the targeted modification of genes in higher plants, both for breeding and research. The study led by Prof. Alain Tissier and Dr. Tom Schreiber was published in the renowned journal Molecular Plant.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Durchbruch bei CRISPR/Cas: Optimierte Genschere erlaubt den stabilen Einbau von großen Genen

Großer Fortschritt an der CRISPR-Front. Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) ist es erstmals gelungen, sehr effizient große Gen-Abschnitte stabil und präzise in die DNA von höheren Pflanzen einzubauen. Dafür optimierten sie die Gen-Editierungsmethode CRISPR/Cas, die gemeinhin als Genschere bekannt ist. Das verbesserte CRISPR-Verfahren bietet sowohl für die Züchtung als auch für die Wissenschaft großartige Möglichkeiten der gezielten Veränderung des Erbguts von höheren Pflanzen. Die Studie wurde von Prof. Alain Tissier und Dr. Tom Schreiber geleitet und ist im renommierten Fachjournal Molecular Plant erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Geobiologie: Neuer Lebensraum für Scheibentiere entdeckt

DNA-Spuren im Magen räuberischer Schnecken ermöglichen einem Team um den LMU-Geobiologen Gert Wörheide neue Einblicke in die Ökologie der Scheibentiere.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Cockayne-Syndrom: Neue Einblicke in zellulären DNA-Reparaturmechanismus

Forschende der LMU entschlüsseln Reparaturmechanismus bei der Transkription der Erbinformation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Track and trace members of the plant microbiome with DNA barcodes

A research team led by Paul Schulze-Lefert from the Max Planck Institute for Plant Breeding Research in Cologne, Germany, developed a modular toolkit for tracking bacterial strains colonising plant tissue in competition with other microbiome members. The study is now published in Nature Microbiology.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Protection from an unexpected source

Contrary to common belief, not all viruses are harmful to their hosts. Sometimes viruses can even protect their hosts from infection by other viruses. Scientists at the Max-Planck-Institute for Medical Research in Heidelberg and their collaborators have now demonstrated that this is the case for so-called endogenous virophages: small DNA viruses that are mostly found inserted into the genomes of single-cell eukaryotes – organisms whose cells have a membrane-bound nucleus. Moreover, the scientists show that virophages are highly specific towards giant viruses, focusing on the CroV type in the present study.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schutz aus unerwarteter Quelle

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind nicht alle Viren für Organismen schädlich. Manchmal können Viren ihre Wirte sogar vor der Infektion durch andere Viren schützen. Wissenschaftler*innen des MPI für medizinische Forschung, Heidelberg und ihre Kollaborationspartner haben nun gezeigt, dass dies bei so genannten endogenen Virophagen der Fall ist: kleine DNA-Viren, die meist in das Genom von einzelligen Eukaryoten eingebaut sind – Organismen, deren Zellen einen membrangebundenen Zellkern haben. Darüber hinaus zeigen die Forschenden, dass Virophagen sehr spezifisch gegenüber Riesenviren sind, da es viele verschiedene Virophagen-Typen gibt und nicht alle auf dasselbe Riesenvirus reagieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Researchers develop artificial building blocks of life

For the first time, scientists from the University of Cologne (UoC) have developed artificial nucleotides, the building blocks of DNA, with several additional properties in the laboratory. They could be used as artificial nucleic acids for therapeutic applications / publication in ‘Journal of the American Chemical Society’

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forscherinnen entwickeln künstliche Bausteine des Lebens

Kölner Wissenschaftlerinnen haben erstmals künstliche Nukleotide, die Bausteine der DNA, mit mehreren zusätzlichen Eigenschaften im Labor hergestellt, die künftig als künstliche Nukleinsäuren therapeutische Anwendungen finden können / Veröffentlichung im „Journal of the American Chemical Society“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Evolutionärer Ursprung der genomischen Prägung

Einige unserer Gene werden exprimiert oder inaktiviert, je nachdem, ob wir sie von unserer Mutter oder unserem Vater geerbt haben. Der Mechanismus hinter dieser sogenannten genomischen Prägung, wird bestimmt durch DNA-Veränderungen während der Produktion von Ei- und Samenzellen. Alejandro Burga und sein Labor am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) entdeckten einen bisher unbekannten Prozess der Genregulierung, der mit dem Ausschalten egoistischer Gene verbunden ist und den ersten Schritt in der Evolution der genomischen Prägung darstellen könnte. Ihre Studie, die am 6. März in Nature erscheint, könnte klären, wie und warum sich genomische Prägung entwickelte.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Scientists develop novel RNA- or DNA-based substances to protect plants from viruses

Individually tailored RNA or DNA-based molecules are able to reliably fight off viral infections in plants, according to a new study by the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), which was published in the „International Journal of Molecular Sciences“. The researchers were able to fend off a common virus using the new active substances in up to 90 per cent of cases. They also developed a method for finding substances tailored specifically to the virus. The team has now patented the method.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Alte Genome belegen Down-Syndrom in der Bronze- und Eisenzeit

Forschende des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben alte DNA aus einer weltweiten Probensammlung von fast 10.000 prähistorischen und historischen Menschen analysiert, um darin nach Fällen des Down-Syndroms zu suchen, einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch eine zusätzliche Kopie des Chromosoms 21 verursacht wird. In den Genomdaten fanden sie sechs Kinder mit Down-Syndrom. Fünf von ihnen wurden vor mehr als 2.000 Jahren bestattet und keines der Kinder wurde älter als ein Jahr. Obwohl ihre Lebensdauer so kurz war, erhielten sie ein Begräbnis, oft mit Grabbeigaben. Sie scheinen also umsorgte und anerkannte Mitglieder ihrer Gemeinschaften gewesen zu sein.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The role of jellyfish as a food source in the Arctic winter

The Arctic is changing rapidly due to climate change. It is not only affected by increasing surface temperatures, but also by warm water from the Atlantic, which is flowing in more and more – changing the structures and functions of the ecosystem as it also leads to species from warmer regions, such as jellyfish, arriving in the Arctic. Using DNA metabarcoding, researchers from the AWI have now been able to prove for the first time that these jellyfish serve as food for amphipods on Svalbard during the polar night. They present their findings in a recent article in the scientific journal Frontiers in Marine Science (doi: 10.3389/fmars.2024.1327650).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Die Rolle von Quallen als Nahrungsquelle im arktischen Winter

Die Arktis verändert sich unter dem Klimawandel rasend schnell. Nicht nur die steigende Lufttemperatur setzt ihr zu, auch warmes Wasser aus dem Atlantik, das mehr und mehr einfließt, verändert zunehmend die Strukturen und Funktionen der Ökosysteme. Denn mit diesem gelangen immer häufiger Arten aus wärmeren Gebieten in die Arktis, wie zum Beispiel Quallen. Forschende des AWI konnten nun erstmals mithilfe von DNA-Metabarcoding nachweisen, dass diese Quallen Flohkrebsen auf Spitzbergen als Nahrung während der Polarnacht dienen. Ihre Ergebnisse stellen sie in einem aktuellen Artikel im Fachmagazin Frontiers in Marine Science vor (doi: 10.3389/fmars.2024.1327650).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zellen der Zukunft: Möglichkeit zur gezielten Reprogrammierung

Der dynamische Prozess des DNA-Replikations-Timing beeinflusst die Plastizität von Zellen

Um Leben von einer Zelle auf eine neue zu übertragen, muss die genetische Information mittels eines Prozesses namens DNA-Replikation vervielfältigt werden. Das geschieht nicht nur durch das „Kopieren“ genetischer Informationen; vielmehr erfordert es eine präzise Abfolge zahlreicher molekularer Ereignisse. Forschende um Prof. Maria-Elena Torres-Padilla von Helmholtz Munich haben kürzlich einen speziellen Aspekt dieses Prozesses namens „Replication Timing“ (RT) und dessen Besonderheiten bei der Entstehung von neuem Leben aufgedeckt. Die neuen Ergebnisse sind nun in Nature veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Cells of the Future: A Key To Reprogramming Cell Identities

The Dynamic Journey of DNA Replication Timing and Its Impact on Cellular Plasticity

The intricate process of duplicating genetic information, referred to as DNA replication, lies at the heart of the transmission of life from one cell to another and from one organism to the next. This happens by not just simply copying the genetic information; a well-orchestrated sequence of molecular events has to happen at the right time. Scientists around Prof. Maria-Elena Torres-Padilla from Helmholtz Munich have recently uncovered a fascinating aspect of this process known as „replication timing“ (RT) and how special this is when life commences. The new results are now published in Nature.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Tödliches Hühnervirus: Alte DNA enthüllt Evolution der Virulenz

Ein internationales Team um LMU-Paläogenetiker Laurent Frantz hat mittels genetischer Analysen die Evolutionsgeschichte des Erregers einer tödlichen Hühnerkrankheit enthüllt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Nanosonde mit Barcode – Sensoren detektieren aktive Proteasen

Protein-spaltende Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei vielen physiologischen Vorgängen. Meist liegen solche Proteasen in einem inaktiven Zustand vor und werden erst unter bestimmten Bedingungen aktiviert. Einige stehen in Verbindung mit Krankheiten, wie Infektionen oder Krebs, entsprechend wichtig sind Methoden, die aktive Proteasen selektiv detektieren. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellt ein Forschungsteam eine neue Klasse von Protease-Aktivitäts-Sensoren vor: mit Peptid-DNA-Konjugaten bestückte Gold-Nanopartikel.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

All good things come from above! DNA-based food analysis in the evening bat

Adequate food supply is a fundamental need and requirement for survival. To protect a species, it is often very helpful to know what that species prefers and frequently consumes. Through the analysis of DNA traces in the droppings of a Leisler’s bat colony, researchers at LIB (Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change) have now identified an astonishingly high number —over 350— different insect species that were consumed by the bats.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Alles Gute kommt von oben! DNA-basierte Nahrungsanalysen beim Kleinabendsegler

Grundbedürfnis und Voraussetzung zum Überleben ist eine ausreichende Versorgung mit Nahrung. Um eine Tierart zu schützen, ist es oft sehr hilfreich zu wissen, was diese Art bevorzugt und häufig zu sich nimmt. Über die Analyse der DNA-Spuren im Kot einer Kleinabendseglerkolonie konnten LIB-Forschende nun eine erstaunlich hohe Zahl – über 350 – verschiedener Insekten nachweisen, die von den Fledermäusen verspeist wurden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kritik an Irreführung der Hausarztpraxen zu Corona-Impfstoffen

Derzeit verschickt die private GmbH Medizinischer Behandlungsverbund (MBV) deutschlandweit an alle Hausarztpraxen einen Aufruf mit dem Titel „Haftungsrisiko für Ärzte wegen DNA-Verunreinigungen in mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffen“. In dem Fax bedient sich der MBV des Logos der Rote-Hand-Briefe. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) sieht darin eine bewusste Irreführung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft