Neue Therapieform mit gespiegelter RNA gegen hochaggressive Hirntumore wirksam / Ergebnisse der GLORIA-Studie

Glioblastome sind besonders aggressive Hirntumore, die schnell auch in das gesunde Hirngewebe hineinwuchern. Da die Tumore chirurgisch meist nicht vollständig entfernt werden können, ist die Prognose von Glioblastom-Patiententen sehr schlecht. Die Standardtherapie verspricht keine Heilung. Mit Hochdruck wird daher nach erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), des DKFZ-Hector Krebsinstitutes an der UMM und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erforschen eine neue Therapie mit einer neuartigen Medikamentenklasse von gespiegelten RNA-Polymeren, sogenannten Spiegelmeren, die die Regeneration des Glioblastoms blockieren soll.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Innovative Antiviral Defense With New CRISPR Tool

The rise of RNA viruses like SARS-CoV-2 highlights the need for new ways to fight them. RNA-targeting tools like CRISPR/Cas13 are powerful but inefficient in the cytoplasm of cells, where many RNA viruses replicate. Scientists from Helmholtz Munich and the Technical University Munich (TUM) have devised a solution: Cas13d-NCS. This new molecular tool allows CRISPR RNA molecules that are located within the nucleus of a cell to move to the cytoplasm, making it highly effective at neutralizing RNA viruses. This advancement opens doors for precision medicine and proactive viral defense strategies. The findings were published in Cell Discovery.

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Innovative antivirale Abwehr mit neuem CRISPR-Tool

Das Aufkommen von RNA-Viren wie SARS-CoV-2 macht deutlich, dass neue Wege zu ihrer Bekämpfung gefunden werden müssen. RNA-zielgerichtete-Werkzeuge wie CRISPR/Cas13 sind leistungsstark, aber ineffizient im Zytoplasma von Zellen, wo sich viele RNA-Viren replizieren. Forschende bei Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) haben eine Lösung entwickelt: Cas13d-NCS. Dieses neue molekulare Werkzeug ermöglicht es CRISPR-RNA-Molekülen, die sich im Zellkern befinden, in das Zytoplasma zu wandern und so RNA-Viren hochwirksam zu neutralisieren. Dieser Fortschritt öffnet Türen für die Präzisionsmedizin und proaktive Virusabwehrstrategien.

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Nerve Cells “Old at Heart” — Key Molecules Persist Throughout Life

Most human nerve cells last a lifetime without renewal. A trait echoed within the cells’ components, some enduring as long as the organism itself. New research by Martin Hetzer, molecular biologist and president of the Institute of Science and Technology Austria (ISTA), and colleagues discovered RNA, a typical transient molecule, in the nerve cells of mice that remain stable for their entire lives. Published in Science, these findings contribute to unraveling the complexities of brain aging and associated diseases.

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Nervenzellen „im Herzen alt“ – Schlüsselmoleküle bleiben ein Leben lang erhalten

Die meisten Nervenzellen im menschlichen Gehirn erneuern sich nicht. So auch manche ihrer Bestandteile, die so alt sein können wie der Organismus selbst. Martin Hetzer, Molekularbiologe und Präsident des Institute of Science and Technology Austria (ISTA), und Kolleg:innen haben nun bemerkenswert stabile Moleküle gefunden. Es handelt sich um RNA, die üblicherweise als kurzlebig gilt, jedoch in Nervenzellen von Mäusen über deren gesamte Lebensdauer hinweg fortbesteht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht und helfen, die komplexe Alterung des Gehirns und damit verbundenen Krankheiten besser zu verstehen.

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Attack and defence in the microverse

A research team of the Cluster of Excellence “Balance of the Microverse” at the University of Jena, is shedding light on the regulatory mechanisms of small RNA molecules—which play a decisive role in viral infections of bacteria

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Angriff und Verteidigung im Mikrokosmos

Forschungsteam des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ der Uni Jena klärt Regulationsmechanismen kleiner RNA-Moleküle auf, die bei Virusinfektionen von Bakterien eine entscheidende Rolle spielen

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Gut microbiota and antibiotics: Missing puzzle piece discovered

HIRI scientists identify small RNA that influences the sensitivity of the intestinal pathogen Bacteroides thetaiotaomicron to certain antibiotics

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Darmmikrobiota und Antibiotika: Fehlendes Puzzlestück entdeckt

HIRI-Wissenschaftler:innen weisen kleine RNA nach, die die Empfindlichkeit des Darmkeims Bacteroides thetaiotaomicron gegenüber bestimmten Antibiotika beeinflusst

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Scientists develop novel RNA- or DNA-based substances to protect plants from viruses

Individually tailored RNA or DNA-based molecules are able to reliably fight off viral infections in plants, according to a new study by the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), which was published in the „International Journal of Molecular Sciences“. The researchers were able to fend off a common virus using the new active substances in up to 90 per cent of cases. They also developed a method for finding substances tailored specifically to the virus. The team has now patented the method.

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RNA-Modifikation verantwortlich für die Störung der mitochondrialen Proteinsynthese bei der Alzheimer-Demenz

Methylierung von mRNA stört die Herstellung der Untereinheit ND5 von Komplex I der Atmungskette – Energieversorgung des Gehirns beeinträchtigt

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Ein weiteres Rätsel der Genforschung ist entschlüsselt

Ein Forschungsteam unter Bayreuther Beteiligung hat herausgefunden, wie der RNA-Transport in Zellen funktioniert. Sie konnten durch Einzelmolekülmikroskopie Transportmoleküle und mRNA sichtbar machen und haben so erkannt, wie mRNA an die vorgesehene Stelle gelangt. Die Erkenntnisse wurden jetzt in Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht.

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New findings on Bacteroides thetaiotaomicron physiology under bile stress

A small RNA modulates the growth of the microbes

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Special RNA suppresses the formation of breast cancer cells

Breast cancer is the most common cancer in women. The development of breast cancer often originates from epithelial cells in the mammary gland – the very cells that specialise in milk production during and after pregnancy. A team of researchers from Friedrich Schiller University Jena (Germany), the university in Shenzhen (China) and Jena University Hospital (Germany) has taken a closer look at this specialisation process and deciphered a molecular mechanism that also appears to play an important role in cancer development. It may be possible to develop new diagnostic procedures and treatment methods for breast cancer based on these research findings.

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Besondere RNA unterdrückt Bildung von Brustkrebszellen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Häufig geht die Entstehung des Mammakarzinoms von Epithelzellen in der Brustdrüse aus – genau den Zellen, die sich während und nach der Schwangerschaft auf die Milchbildung spezialisieren. Ein Team von Forschenden der Universitäten Jena und Shenzhen sowie des Universitätsklinikums Jena hat diesen Prozess der Spezialisierung nun genauer unter die Lupe genommen und dabei einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der offenbar auch bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle spielt. Möglicherweise lassen sich auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse neue Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden von Brustkrebs entwickeln.

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Entwicklung von RNA-Wirkstoffen gegen den Dengue-Fieber-Virus wird durch Industriekooperation gefördert

Forschende der Goethe-Universität starten gemeinsam mit Partnern aus der Life-Science- und Pharmaindustrie ein Projekt zur Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Flaviviren, die Infektionskrankheiten wie zum Beispiel das Dengue-Fieber auslösen. Das Projekt wird im Rahmen der belBA2122-Kooperation zwischen dem Life-Science-Unternehmen Evotec und dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb gefördert. In einem innovativen Ansatz sollen RNA-bindende kleine Moleküle gegen die von Mosquitos übertragenen Flaviviren gerichtet werden. Die Projektidee stammt aus dem Team um Prof. Harald Schwalbe, Professor am Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie und dem NMR-Zentrum.

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Onkologie: Mit RNA-Wirkstoff Leukämie bekämpfen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 13.000 Menschen an Leukämien, von denen trotz intensiver Chemotherapien bis zur Hälfte an der Krankheit versterben. Hinzu kommt, dass die Therapien starke Nebenwirkungen haben und insbesondere die Neubildung gesunder Blutzellen hemmen. Ein Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Goethe-Universität Frankfurt hat nun eine neuartige Therapie in einer präklinischen Studie getestet, die auf einer therapeutischen RNA basiert. Durch die Behandlung überlebten die Versuchstiere signifikant länger als unbehandelte Tiere. Die Hoffnung ist nun, dass diese Leukämie-spezifische Therapie zukünftig existierende Chemotherapien unterstützen kann.

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Pooling expertise: Fraunhofer IPT and Harro Höfliger cooperate in the manufacturing of ATMP production systems

New mRNA vaccines and gene therapeutics have gained media attention as a result of the coronavirus pandemic. These pharmaceuticals, known as ATMP (Advanced Therapy Medicinal Products), contain living cells or the nucleic acids DNA or RNA. Producing such ATMPs in high quality requires customized production facilities and an associated range of services. The Fraunhofer Institute for Production Technology IPT and Harro Höfliger from Allmersbach im Tal are now entering into a cooperation to develop fully automated ATMP production systems: Together, the partners are developing an offer for consulting, analysis and product development through to the serial production of marketable ATMP systems.

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Kompetenzen gebündelt: Fraunhofer IPT und Harro Höfliger kooperieren in der Herstellung von ATMP-Produktionsanlagen

Neue mRNA-Impfstoffe und Gentherapeutika haben durch die Coronapandemie an medialer Aufmerksamkeit gewonnen. Diese Arzneimittel, ATMP (Advanced Therapy Medicinal Products) genannt, enthalten lebende Zellen oder die Nukleinsäuren DNA oder RNA. Solche ATMPs in hoher Qualität herzustellen, erfordert individuell angepasste Produktionsanlagen und ein dazugehöriges Angebot an Services. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen und Harro Höfliger aus Allmersbach im Tal gehen jetzt eine Kooperation zur Entwicklung vollautomatisierter ATMP-Produktionsanlagen ein.

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Scientists discover a new stress response pathway for repairing RNA-protein crosslinks caused by toxic aldehydes

New mechanism for the degradation of aldehyde-induced RNA-protein cross-links

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Neuer Mechanismus zum Abbau von Aldehyd-induzierten RNA-Protein-Vernetzungen

Forschende entdecken neuen Weg zum Abbau von RNA-Protein-Vernetzungen, die durch toxische Aldehyde verursacht werden

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Beitrag zur Entschlüsselung eines essentiellen enzymatischen Wirkmechanismus

Forschende der Universität Bayreuth haben die strukturelle Grundlage eines enzymatischen RNA-Abwicklungsmechanismus entschlüsselt. Bei dem Enzym handelt es sich dabei um die DExH-Typ RNA Helikase Maleless (MLE). Prof. Dr. Janosch Hennig, Lehrstuhlinhaber für Biochemie IV an der Universität Bayreuth, und seine Arbeitsgruppe haben in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Molecular Cell nun die Ergebnisse der Studie veröffentlicht, die ein Durchbruch für die Entwicklung von Medikamenten sein könnte.

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Eine neue Ordnung für die Bierhefe

Forschende arbeiten seit Jahren daran, das Genom, genauer gesagt, die Chromosomen der Bierhefe synthetisch nachzubauen. Nun ist es gelungen, sämtliche Transfer RNA-Gene in einem künstlichen Chromosom geordnet zu vereinen. Das Ergebnis setzt einen Meilenstein in der Entwicklung des ersten synthetischen Eukaryontengenoms und eröffnet neue Wege für die Grundlagenforschung.

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Gallisches Dorf: Pflanzliche Stammzellen wehren sich gegen Viren

Viren sind eine Bedrohung für alle Organismen, auch für Pflanzen. Eine kleine Gruppe von Pflanzenstammzellen wehrt sich jedoch erfolgreich gegen eine Infektion. Marco Incarbone, jetzt am MPIMP Golm, Gabriele Bradamante und ihre Koautoren am Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) zeigen nun, dass Salicylsäure und RNA-Interferenz für diese antivirale Immunität der Stammzellen verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden am 12. Oktober im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

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The last stand – Plant stem cells put up a fight against viruses

Viruses are a threat to all organisms, including plants. A small group of plant stem cells, however, successfully defends itself from infection. Marco Incarbone, now at MPIMP Golm, Gabriele Bradamante and their co-authors at the Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) uncovered that salicylic acid and RNA interference mediate this antiviral immunity of plant stem cells. The findings were published in PNAS on October 12.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft