RNA-Modifikation verantwortlich für die Störung der mitochondrialen Proteinsynthese bei der Alzheimer-Demenz

Methylierung von mRNA stört die Herstellung der Untereinheit ND5 von Komplex I der Atmungskette – Energieversorgung des Gehirns beeinträchtigt

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Ein weiteres Rätsel der Genforschung ist entschlüsselt

Ein Forschungsteam unter Bayreuther Beteiligung hat herausgefunden, wie der RNA-Transport in Zellen funktioniert. Sie konnten durch Einzelmolekülmikroskopie Transportmoleküle und mRNA sichtbar machen und haben so erkannt, wie mRNA an die vorgesehene Stelle gelangt. Die Erkenntnisse wurden jetzt in Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht.

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New findings on Bacteroides thetaiotaomicron physiology under bile stress

A small RNA modulates the growth of the microbes

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Special RNA suppresses the formation of breast cancer cells

Breast cancer is the most common cancer in women. The development of breast cancer often originates from epithelial cells in the mammary gland – the very cells that specialise in milk production during and after pregnancy. A team of researchers from Friedrich Schiller University Jena (Germany), the university in Shenzhen (China) and Jena University Hospital (Germany) has taken a closer look at this specialisation process and deciphered a molecular mechanism that also appears to play an important role in cancer development. It may be possible to develop new diagnostic procedures and treatment methods for breast cancer based on these research findings.

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Besondere RNA unterdrückt Bildung von Brustkrebszellen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Häufig geht die Entstehung des Mammakarzinoms von Epithelzellen in der Brustdrüse aus – genau den Zellen, die sich während und nach der Schwangerschaft auf die Milchbildung spezialisieren. Ein Team von Forschenden der Universitäten Jena und Shenzhen sowie des Universitätsklinikums Jena hat diesen Prozess der Spezialisierung nun genauer unter die Lupe genommen und dabei einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der offenbar auch bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle spielt. Möglicherweise lassen sich auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse neue Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden von Brustkrebs entwickeln.

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Entwicklung von RNA-Wirkstoffen gegen den Dengue-Fieber-Virus wird durch Industriekooperation gefördert

Forschende der Goethe-Universität starten gemeinsam mit Partnern aus der Life-Science- und Pharmaindustrie ein Projekt zur Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Flaviviren, die Infektionskrankheiten wie zum Beispiel das Dengue-Fieber auslösen. Das Projekt wird im Rahmen der belBA2122-Kooperation zwischen dem Life-Science-Unternehmen Evotec und dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb gefördert. In einem innovativen Ansatz sollen RNA-bindende kleine Moleküle gegen die von Mosquitos übertragenen Flaviviren gerichtet werden. Die Projektidee stammt aus dem Team um Prof. Harald Schwalbe, Professor am Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie und dem NMR-Zentrum.

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Onkologie: Mit RNA-Wirkstoff Leukämie bekämpfen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 13.000 Menschen an Leukämien, von denen trotz intensiver Chemotherapien bis zur Hälfte an der Krankheit versterben. Hinzu kommt, dass die Therapien starke Nebenwirkungen haben und insbesondere die Neubildung gesunder Blutzellen hemmen. Ein Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Goethe-Universität Frankfurt hat nun eine neuartige Therapie in einer präklinischen Studie getestet, die auf einer therapeutischen RNA basiert. Durch die Behandlung überlebten die Versuchstiere signifikant länger als unbehandelte Tiere. Die Hoffnung ist nun, dass diese Leukämie-spezifische Therapie zukünftig existierende Chemotherapien unterstützen kann.

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Pooling expertise: Fraunhofer IPT and Harro Höfliger cooperate in the manufacturing of ATMP production systems

New mRNA vaccines and gene therapeutics have gained media attention as a result of the coronavirus pandemic. These pharmaceuticals, known as ATMP (Advanced Therapy Medicinal Products), contain living cells or the nucleic acids DNA or RNA. Producing such ATMPs in high quality requires customized production facilities and an associated range of services. The Fraunhofer Institute for Production Technology IPT and Harro Höfliger from Allmersbach im Tal are now entering into a cooperation to develop fully automated ATMP production systems: Together, the partners are developing an offer for consulting, analysis and product development through to the serial production of marketable ATMP systems.

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Kompetenzen gebündelt: Fraunhofer IPT und Harro Höfliger kooperieren in der Herstellung von ATMP-Produktionsanlagen

Neue mRNA-Impfstoffe und Gentherapeutika haben durch die Coronapandemie an medialer Aufmerksamkeit gewonnen. Diese Arzneimittel, ATMP (Advanced Therapy Medicinal Products) genannt, enthalten lebende Zellen oder die Nukleinsäuren DNA oder RNA. Solche ATMPs in hoher Qualität herzustellen, erfordert individuell angepasste Produktionsanlagen und ein dazugehöriges Angebot an Services. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen und Harro Höfliger aus Allmersbach im Tal gehen jetzt eine Kooperation zur Entwicklung vollautomatisierter ATMP-Produktionsanlagen ein.

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Scientists discover a new stress response pathway for repairing RNA-protein crosslinks caused by toxic aldehydes

New mechanism for the degradation of aldehyde-induced RNA-protein cross-links

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Neuer Mechanismus zum Abbau von Aldehyd-induzierten RNA-Protein-Vernetzungen

Forschende entdecken neuen Weg zum Abbau von RNA-Protein-Vernetzungen, die durch toxische Aldehyde verursacht werden

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Beitrag zur Entschlüsselung eines essentiellen enzymatischen Wirkmechanismus

Forschende der Universität Bayreuth haben die strukturelle Grundlage eines enzymatischen RNA-Abwicklungsmechanismus entschlüsselt. Bei dem Enzym handelt es sich dabei um die DExH-Typ RNA Helikase Maleless (MLE). Prof. Dr. Janosch Hennig, Lehrstuhlinhaber für Biochemie IV an der Universität Bayreuth, und seine Arbeitsgruppe haben in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Molecular Cell nun die Ergebnisse der Studie veröffentlicht, die ein Durchbruch für die Entwicklung von Medikamenten sein könnte.

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Eine neue Ordnung für die Bierhefe

Forschende arbeiten seit Jahren daran, das Genom, genauer gesagt, die Chromosomen der Bierhefe synthetisch nachzubauen. Nun ist es gelungen, sämtliche Transfer RNA-Gene in einem künstlichen Chromosom geordnet zu vereinen. Das Ergebnis setzt einen Meilenstein in der Entwicklung des ersten synthetischen Eukaryontengenoms und eröffnet neue Wege für die Grundlagenforschung.

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Gallisches Dorf: Pflanzliche Stammzellen wehren sich gegen Viren

Viren sind eine Bedrohung für alle Organismen, auch für Pflanzen. Eine kleine Gruppe von Pflanzenstammzellen wehrt sich jedoch erfolgreich gegen eine Infektion. Marco Incarbone, jetzt am MPIMP Golm, Gabriele Bradamante und ihre Koautoren am Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) zeigen nun, dass Salicylsäure und RNA-Interferenz für diese antivirale Immunität der Stammzellen verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden am 12. Oktober im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

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The last stand – Plant stem cells put up a fight against viruses

Viruses are a threat to all organisms, including plants. A small group of plant stem cells, however, successfully defends itself from infection. Marco Incarbone, now at MPIMP Golm, Gabriele Bradamante and their co-authors at the Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) uncovered that salicylic acid and RNA interference mediate this antiviral immunity of plant stem cells. The findings were published in PNAS on October 12.

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New ribozyme can make RNA molecules accessible for click chemistry in living cells

Important progress for RNA research: A team led by Würzburg chemistry professor Claudia Höbartner has discovered a new ribozyme that can label RNA molecules in living cells.

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Neu entdecktes Ribozym macht RNA in lebenden Zellen zugänglich für die Click-Chemie

Wichtiger Fortschritt für die RNA-Forschung: Ein Team um Chemieprofessorin Claudia Höbartner hat ein neues Ribozym entdeckt, das im Zusammenspiel mit einem neu entwickelten Cofaktor RNA-Moleküle in lebenden Zellen markieren kann.

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Viruses glue RNA to proteins

Until now, RNA and proteins were thought to interact only briefly during cellular processes. Researchers at the Max Planck Institute for Terrestrial Microbiology in Marburg, Germany, have discovered that this is not the case. During their developmental cycle, bacterial viruses `glue` specific RNAs to host proteins. As the authors descibe in their publication in the journal „Nature“,`RNAylation` could open up new avenues for phage therapy or drug development.

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Viren kleben RNA an Proteine

Bisher ging man davon aus, dass RNAs und Proteine im Rahmen zellulärer Abläufe nur kurzzeitig miteinander interagieren. Das stimmt so nicht, wie Forschende des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie in Marburg entdeckten. Im Entwicklungszyklus von Bakterien-Viren werden bestimmte RNAs fest an Wirtsproteine „angeklebt“. Das Prinzip der RNAylierung könnte neue Wege für die Phagentherapie oder die Entwicklung von Medikamenten eröffnen.

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Medikament gegen schwere Lungenentzündungen: Zuckermolekül bringt RNA-Wirkstoff ans Ziel

Hinter Lungenschäden bei Erkrankungen wie Covid-19 stecken oft übermäßig aktive Immunzellen. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben einen RNA-Wirkstoff für ein Lungen-Spray entwickelt, der die Aktivität dieser Makrophagen genannten Zellen bremst. Ein neuer, zuckerbasierter Transportmechanismus bringt ihn besonders effektiv an sein Ziel.

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Mikro trifft auf Nano

Wie neue Sequenzierungsmethoden die RNA-Geheimnisse extremer Mikroorganismen lüften: Regensburger Forschende entschlüsseln die schrittweise Ribosomen-Biosynthese in Archaeen.

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Nature-inspired compounds chop up cancer gene’s RNA

The cancer gene MYC drives unrestrained growth of most human cancers. It has been called the “Mount Everest” of cancer research because of the difficulty of designing medications that can disable it, and the expectation that an effective MYC drug could help so many cancer patients. Research groups from the The Wertheim UF Scripps Institute in Florida, the Max Planck Institute of Molecular Physiology in Dortmund and the University of Münster have joined forces and climbed that peak by developing Nature-inspired compounds chopping up MYC’s RNA. This innovative RNA degrader approach could also open new routes to summit other similarly hard-to-treat diseases.

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Infection with common cold coronaviruses can trigger broad cross-immunity against SARS-CoV-2 proteins

Researchers at the University Medical Center Hamburg-Eppendorf have demonstrated cross-reactive immune responses to another SARS-CoV-2 protein besides the spike protein. The research team found a broad immune system T cell response to the RNA-dependent RNA polymerase of SARS-CoV-2 in blood samples from COVID patients as well as from subjects who were never infected with SARS-CoV-2. The T cells of the never-infected probands presumably arose from previous infection with other common cold coronaviruses and cross-reacted with the SARS-CoV-2 RNA polymerase in the tests.

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Infektion mit Erkältungs-Coronaviren kann breite Kreuzimmunität gegen SARS-CoV-2-Proteine auslösen

Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben kreuzreaktive Immunantworten auf ein – neben dem Spike-Protein – weiteres SARS-CoV-2-Protein nachgewiesen. Sowohl in Blutproben von COVID-Erkrankten als auch von Personen, die nie mit SARS-CoV-2 infiziert waren, fand das Forschungsteam eine breite Reaktion der T Zellen des Immunsystems auf die SARS-CoV-2 RNA-abhängige RNA Polymerase. Die T Zellen der nie mit SARS-CoV-2 infizierten Personen entstanden vermutlich durch eine frühere Infektion mit anderen Erkältungs-Coronaviren und kreuzreagierten in den Tests mit der SARS-COV-2-Polymerase.

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Leukämie-Forschung: Extrazelluläre Vesikel modulieren Tumorsuppressor-Gen p53

Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind winzige Bläschen mit denen DNA, RNA, Lipide und Proteine von Zelle zu Zelle weitergegeben werden können. In der Empfängerzelle reichern sich die EVs beispielsweise im Zellkern an. Aber ist die DNA in diesen Vesikeln vergleichbar organisiert wie die DNA im Zellkern? Zumindest ganz ähnlich – und mit bemerkenswerten Einflüssen auf die Genregulation, das konnte ein Team um PD Dr. Basant Kumar Thakur von der Kinderklinik III des Universitätsklinikums Essen und Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen nun zeigen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft