Interaktive Orientierungshilfe zur COVID-19-Therapie veröffentlicht

Die federführenden Fachgesellschaften der S3-Leitlinie zur stationären Therapie von COVID-19-Patienten – Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) und Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) – haben gemeinsam mit der Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin am RKI (COVRIIN) eine Online-Entscheidungshilfe entwickelt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Algorithmen in der Medizin: AWMF-Arbeitskreis Ärzte und Juristen diskutiert Einsatz Künstlicher Intelligenz

Berlin – Ob bei Diagnostik, Therapie oder in der Forschung – der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann helfen, die medizinische Behandlung im Alltag zu verbessern. Der Arbeitskreis Ärzte und Juristen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) hat in seiner jüngsten Sitzung diskutiert, welche Voraussetzungen es braucht, damit Ärztinnen und Ärzte mit Hilfe von Algorithmen bessere Entscheidungen treffen können. Für die Zukunft ist aus Sicht der Expertenrunde unter anderem wichtig, offene Haftungsfragen zu klären.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

S2k-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten wurde aktualisiert

Um die Versorgung von Patientinnen mit vermehrten Fehlgeburten stetig zu verbessern und dem Stand der Wissenschaft anzupassen, hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft e. V. (AWMF) nun die aktualisierte Version der S2k-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten veröffentlicht. Diese ist unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Krankhaft veränderte Proteinmuster sicher erkennen

Proteinmuster können Aufschluss über viele Erkrankungen geben / Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg beschreiben jetzt, wie diese Muster in Patient*innenproben sicher erfasst werden können / Wichtiger Schritt für künftige Diagnostik und Therapie / am 12. Mai 2022 in Nature Communications erschienen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

FMP & LMU Spin-off Tubulis schließt eine Serie-B-Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro ab

Die Firma Tubulis gibt heute den Abschluss einer Finanzierungsrunde der Serie B in Höhe von 60 Millionen Euro bekannt, um die Entwicklung einer neuen Klasse von hochstabilen und effizienten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) für die Therapie von Krebs und anderen schweren Erkrankungen voranzubringen und das Angebot an Plattformtechnologien zu erweitern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschende der Universitätsmedizin Mainz entwickeln Wirkstoff gegen Fettleberhepatitis

Innovative Fettsäure erweist sich in klinischer Studie als hochwirksam und gut verträglich

Wissenschaftler:innen des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz haben ein neuartiges Medikament mitentwickelt, mit dem sich die nicht-alkoholische Fettleber-Entzündung effektiv behandeln lassen könnte: die modifizierte Omega-3-Fettsäure Icosabutat. In der laufenden klinischen Phase 2b-Studie „ICONA“ scheinen sich die positiven Ergebnisse zu bestätigen: Der Wirkstoff verhinderte die Entzündung und Vernarbung der Leber. Bislang gibt es noch keine etablierte Therapie und kein zugelassenes Medikament gegen die nicht-alkoholische Fettleber-Entzündung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Subanalyse der EAST – AFNET 4 Studie: Früher Rhythmuserhalt nützt Menschen mit Vorhofflimmern und Begleiterkrankungen

Bei Menschen mit Vorhofflimmern und zusätzlichen Erkrankungen (CHA2DS2-VASc score ≥4) verhindert eine frühzeitig eingeleitete rhythmuserhaltende Therapie kardiovaskuläre Komplikationen besser als die übliche Behandlung. Diese Patient:innen sollten vorrangig mit rhythmuserhaltenden Maßnahmen behandelt werden, um kardiovaskulären Folgeschäden vorzubeugen. Zu diesem Ergebnis kam eine Subgruppenanalyse der EAST – AFNET 4 Studie. Dr. Andreas Rillig, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum UKE, Hamburg, präsentierte die Subanalyse am 29.04.2022 beim Heart Rhythm Kongress in San Francisco, USA [1], [2].

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Gefährliche weiße Finger – Neue Therapie beim Raynaud-Phänomen

Bonn, 22. April 2022 – Die Rheumatologie und die Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erforschen eine neue, vielversprechende Therapie zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Raynaud-Phänomen. Die neuromodulative Behandlung erzielt in einer Pilotstudie erste, vielversprechende Ergebnisse bei Schwererkrankten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Nageltherapie bei diabetischem Fußsyndrom: DDG begrüßt G-BA-Beschluss zur Verbesserung der podologischen Behandlung

Für Menschen mit einem diabetischen Fußsyndrom (DFS) kann ein eingewachsener Fußnagel zu schweren Infektionen und schlimmstenfalls zu einer Amputation führen. Die Ursachen sind meist ungeeignetes Schuhwerk, Fußfehlstellungen, falsche Schneidetechnik bei der Bearbeitung des Nagels oder genetische Veranlagung. Durch die Behandlung mit Nagelkorrekturspangen können Komplikationen und operative Eingriffe häufig vermieden werden. Diese Therapie hat der gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) jetzt verordnungsfähig gemacht. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt diesen Beschluss als einen wichtigen Schritt, konservative Fußbehandlungen von Hochrisikopatienten zur Kassenleistung zu machen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Herzchirurgischer Notfall Aortendissektion: Frankfurter Forscher für bessere Früherkennung und Therapie gefördert

Forscher des Universitätsklinikum Frankfurt erhalten für Studie zur lebensbedrohlichen Aortendissektion Typ A rund 152.000 Euro von Deutscher Herzstiftung und Horst-Haas-und-Irene-Haas-Scheuermann-Stiftung

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lungengewebe aus dem Labor

• Einem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, auf einfache Weise Lungengewebe im Labor zu züchten.
• Diese Organoide könnten in der Diagnose, in der Medikamentenentwicklung und in der Grundlagenforschung eingesetzt werden.
• „Mit dieser unkomplizierten Methode könnten wir künftig sogar das Gewebe einzelner Lungenpatient*innen im Labor züchten, um hoffentlich schon vorab zu prüfen, ob eine Therapie anschlägt oder nicht“, erklärt Dr. Peter Walentek.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zielgerichtete Enzyme zerstören Virus-RNA

Einem Forschungsteam unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, die Erbinformation von SARS-CoV-2 direkt nach dem Eindringen des Virus in die Zelle mit spezifischen Enzymen zu zerstören. Mithilfe der Erkenntnisse könnte eine neue Therapie gegen COVID-19 entwickelt werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mehr Hörgesundheit durch bildgebende radiologische Verfahren

Berlin, 01. März 2022. In diesem Jahr steht der Welttag des Hörens am 3. März unter dem Motto „WIR geHÖREN ZU dir!“ In den Fokus rücken dabei unter anderem diejenigen, die Menschen zu mehr Hörgesundheit verhelfen. Das sind neben HNO-Ärztinnen und -Ärzten etwa auch Hörakustikerinnen und Hörakustiker. Aber auch Radiologinnen und Radiologen tragen mit ihren bildgebenden Verfahren zur gesundheitlichen Versorgung und einer guten Diagnostik und Therapie bei Menschen mit Ohrenleiden bei.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Seltene Erkrankungen bei Kindern: Die Ursachen sind häufig genetisch bedingt

Berlin, 25. Februar 2022. Seltene Erkrankungen sind nicht so selten, wie der Name nahelegt. Nach Schätzungen leiden rund drei bis vier Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger an einer seltenen Erkrankung. Eine Erkrankung gilt dann als selten, wenn weniger als sechs von 10.000 Menschen daran leiden. Zu den seltenen Erkrankungen zählen aktuell mehr als 6.000 verschiedene Krankheitsbilder. Seltene Erkrankungen können auch bei Kindern auftreten, diese sind häufig durch eine genetische Störung verursacht. Bildgebende Verfahren spielen bei der Diagnostik und Therapie betroffener Kinder eine wichtige Rolle.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie ein Pilz unser Immunsystem kapert

Der Hefepilz Candida albicans regt bei einer Infektion die Ausschüttung winziger RNA-Schnipsel an, die dann sein Wachstum stimulieren. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) in Jena entdeckt. Diese ungewöhnliche Ausnutzung des menschlichen Immunsystems kann Krankheitsprozesse erklären und liefert neue Ansätze für die Therapie von Pilzinfektionen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift mBio veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit dem Herzfehler alt werden – 10 Jahre EMAH-Zentrum HDZ NRW

Eine angeborene Herzfehlbildung ist ein Schicksalsschlag, dem mit adäquater medizinischer Therapie im frühen Kindesalter und konsequenter Weiterversorgung zu begegnen ist. In den allermeisten Fällen kann so über viele Jahrzehnte eine gute Lebensqualität erzielt werden. Für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler ist das Herz- und Diabeteszentrum NRW
(HDZ NRW), Bad Oeynhausen, seit mehr als zehn Jahren offizielle überregionale Behandlungseinrichtung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung“ ist online

Die neue S2k-Leitline der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung“ – ist bei der AWMF veröffentlicht. Besonderen Wert bei der Erstellung hat das Expertengremium auf praxisorientierte Empfehlungen entsprechend des Versorgungsablaufes gelegt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

CT-Weltneuheit in der Universitätsmedizin Mainz im Einsatz

Neue Bildgebungstechnik verbessert Diagnostik und Therapie erheblich

In ihrer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie hat die Universitätsmedizin Mainz heute ihren photonenzählenden Computertomographen offiziell in Betrieb genommen. Das höchst innovative CT-System verfügt über zwei Röntgenquellen und ein neuartiges Detektorprinzip. Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und Gefäßbildgebung sowie in der Onkologie ermöglicht es eine wesentlich genauere und schonendere Diagnostik sowie sicherere Therapieentscheidungen. Zudem verbessert der photonenzählende Computertomograph die Grundlagen für die Forschung und die Translation ihrer Ergebnisse.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hilferufe aus den Blutgefäßen

Die Blutpfropfen in einem kleinen Kapillargefäß enthalten Blutzellen (braun), Zellfragmente und Fasern.

Die Pandemie rückt die Anfälligkeit der Herzkreislaufsystems in den Fokus. Die Corona-Viren fördern die Bildung von Blutgerinnseln. Als Therapie bleibt häufig nur die Blutwäsche.

Quelle: FAZ.NET

Therapie von Alkoholsucht

Wie viel trinkt Bundesbürger durchschnittlich im Jahr? Diese Angaben beruhen meist auf Verkaufszahlen der Hersteller und variieren je nach Statistik leicht. Eine Menge ist’s jedoch immer!

Alkohol ganz zu meiden gilt als einzige Maxime für Süchtige. Verfechter des kontrollierten Trinkens sind überzeugt: Das aussichtsreichere Therapieziel wäre, nur wenig zu trinken. Lässt sich die Abhängigkeit in Zaum halten?

Quelle: FAZ.NET

Eine gute Blutdruckeinstellung kann Typ-2-Diabetes vorbeugen

Eine große Metaanalyse [1] , die 22 randomisierte Studien mit insgesamt fast 150.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auswertete, kam zu einem überraschenden Ergebnis: Die medikamentöse Bluthochdrucktherapie ging mit einem um 11% reduzierten Risiko einher, im Verlauf von 4,5 Jahren an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Besonders deutlich war der Effekt unter Therapie mit ACE-Hemmern und AT1-Blockern. Die Expertinnen und Experten der Deutschen Hochdruckliga sind sich einig: Das präventive Potenzial dieser Blutdrucksenker sollte bei Menschen mit einem hohen Risiko für ein metabolisches Syndrom ausgeschöpft werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der Multiplen Sklerose mit Konectom

Das Multiple Sklerose Zentrum (MSZ) an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden baut seine Digital-Health-Expertise bei Therapie und Erforschung der Multiplen Sklerose (MS) mit einem weiteren wissenschaftlichen Projekt aus. Aufbauend auf zahlreichen, vor allem in der Diagnostik erfolgreich integrierten digitalen Instrumenten startet das ärztliche Team jetzt damit, mit einer eigenen Smartphone App für MS-Patientinnen und Patienten den Weg zum „MS-Management 2.0“ zu ebnen, mit der die Anwendenden mit MS sich selbst überwachen können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Resistenten Krebszellen auf der Spur

Beim Multiplen Myelom, einer Krebserkrankung des Knochenmarks, kommt es nach der Behandlung fast immer zu einem Rückfall. Zunächst sprechen die meisten Patienten gut auf die Therapie an. Im weiteren Verlauf breiten sich aber fast immer resistente Krebszellen im Knochenmark aus, mit fatalen Konsequenzen für die Betroffenen. Wissenschaftler des DKFZ, des Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg konnten durch Einzelzell-Sequenzierungen jetzt aufklären, wie sich Myelomzellen mit unterschiedlichen genetischen Merkmalen im Zusammenspiel mit den umgebenden Immunzellen in einem Patienten beim Rückfall verändern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zielwerte in der Diskussion – ist 130/80 mmHg das „neue“ 140/90 mmHg?“

In der Europäischen ESC-ESH-Leitlinie zum Management der arteriellen Hypertonie [1] markiert der Grenzwert von 140/90 mm Hg die «rote Linie». Erst dann wird eine medikamentöse Therapie empfohlen. Lebensstilmaßnahmen wie Bewegung und Reduktion des Körpergewichts zum Gegensteuern und zur Prophylaxe von Endorganschäden werden den Betroffenen bereits bei hochnormalen Werten angeraten. Nun mehren sich die Hinweise, dass Menschen mit Bluthochdruck auch von einer früheren medikamentösen Therapie profitieren könnten – doch die Deutsche Hochdruckliga plädiert nicht für eine allgemeine Absenkung des Zielwerts, sondern für eine patientenindividuelle Abwägung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kampagnenstart: „Leben mit HIV. Anders als du denkst.“ – Kampagnenstart anlässlich Welt-Aids-Tag

Menschen mit HIV können bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie leben wie alle anderen. Sie haben dementsprechend auch die gleichen Alltagsprobleme. Mit dieser Botschaft startet heute die Gemeinschaftskampagne „Leben mit HIV. Anders als du denkst.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Deutschen Aidshilfe (DAH). Anlass ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Die Kampagne soll der Diskriminierung von HIV-positiven Menschen entgegenwirken.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft