Schlagwort: Pflanzen
Rätsel der Evolution gelöst – Supergen steuert Spiegelbild-Blüten
Die Links-Rechts-Asymmetrie bei südafrikanischen Schmetterlingslilien (Gattung Wachendorfia) gilt seit über einem Jahrhundert als klassisches evolutionsbiologisches Rätsel. Durch die spiegelbildliche Anordnung der Blütenorgane können die Pflanzen effizient fremdbestäubt werden und die molekulare Basis dieser Anordnung wurde nun durch ein internationales Team unter Leitung der Universität Potsdam aufgeklärt. Ihre Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Kapstadt und der Universität Wageningen erschien in der Fachzeitschrift „Science“. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Trockenheit verändert Schädlingsbefall
Trockenperioden stellen die Landwirtschaft vor steigende Herausforderungen: Sie beeinflussen nicht nur das Wachstum von Kulturpflanzen, sondern auch deren Wechselwirkungen mit Schädlingen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat untersucht, wie verschiedene Stufen von Trockenheit die Anfälligkeit von Zuckerrüben gegenüber der schädigenden Rübenfliege beeinflussen. Die Studie zeigt, dass mäßige Trockenheit die Entwicklung der Larven fördert, während sich starke Trockenheit sowohl auf die Pflanzen als auch auf die Schädlinge nachteilig auswirkt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Botany veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pflanzen schalten bei Starklicht sofort um
Pflanzen reagieren auf grelles Sonnenlicht nicht erst nach Stunden, sondern innerhalb weniger Minuten. Forschende der Universität Bielefeld und der Australian National University haben einen neuen Signalweg entdeckt, mit dem Pflanzen ihre Proteinproduktion direkt anpassen, noch bevor Gene im Zellkern ihre Aktivität ändern. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für klimaresistente Nutzpflanzen. Die wichtigsten Fakten im Überblick: • Pflanzen regulieren bei Starklicht binnen zehn Minuten gezielt ihre Proteinproduktion. • Kurze Abschnitte der Boten-RNA wirken dabei als molekulare Schalter. • Der Mechanismus könnte helfen, Kulturpflanzen widerstandsfähiger gegen Klimastress zu machen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neu entdeckter „Saprotropismus“ hilft Wurzeln, verrottendes Pflanzenmaterial zu meiden – tierische Verwesung aber nicht
Sich zersetzendes Material prägt das Leben im Boden, kann für wachsende Wurzeln aber auch lebensfeindliche Räume schaffen. Professor Jiří Friml vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und internationale Kolleg:innen haben nun den „Saprotropismus“ identifiziert, eine Reaktion der Wurzeln, die Pflanzen von verrottendem pflanzlichem Material wegführt – nicht jedoch von tierischen Abfällen. Die Studie unter der Leitung von Yuzhou Zhang, Professor an der Northwest A&F University in China, wurde in Science veröffentlicht und zeigt, wie Wurzeln ihre Wachstumsrichtung anpassen, indem sie lokale pH-Gradienten rund um verrottendes Material wahrnehmen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pflanzen dürreresistent machen
Wie Pflanzen die winzigen Öffnungen, die auf ihren Blättern für Gasaustausch und Wasserregulation zuständig sind, entwickeln und damit ihren Wasserhaushalt steuern, hat ein Team der Ruhr-Universität unter Leitung von Prof. Dr. Christopher Grefen herausgefunden. Das Team identifizierte die beiden Lipid-modifizierenden Enzyme GELP80 und GELP100 als entscheidende Faktoren für die Ausbildung funktionsfähiger Spaltöffnungen (Stomata). Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Plant Cell am 26. Mai 2026 veröffentlicht. Sie liefern neue Einblicke in die Mechanik der Pflanzenentwicklung und könnten langfristig dazu beitragen, Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit zu machen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Kornblume und Feldlerche geraten aus dem Blick: Jüngere Erwachsene kennen deutlich weniger typische Arten ihrer Umgebung
Viele junge Erwachsene kennen bekannte Arten wie Löwenzahn oder Spatzen. Deutlich weniger bekannt sind dagegen Pflanzen und Vögel, die typisch für Felder, Wiesen und andere Agrarlebensräume sind. Das zeigt eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im Fachjournal Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine. Für die Untersuchung befragte das Forschungsteam 463 Erwachsene verschiedener Altersgruppen in einer landwirtschaftlich geprägten Region Deutschlands. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Wissen über typische Arten der Agrarlandschaft insbesondere bei jüngeren Generationen abnimmt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Sonnenschutz einer Alge liefert Hinweise auf Evolution der Landpflanzen
Team erforscht, wie nächste Algen-Verwandte der Landpflanzen UV-Strahlung überlebt Als die ersten Pflanzen vor über 500 Millionen Jahren ihren Lebensraum im Wasser verließen und an Land siedelten, waren sie völlig neuen Gefahren ausgesetzt, wie Trockenheit, wechselhaften Temperaturen und praller Sonne. Besonders bedrohlich war die UV-Strahlung, denn sie kann DNA, Proteine und Zellstrukturen schädigen. Wie haben die Vorfahren der heutigen Moose, Bärlapp-, Schachtelhalm-, Farngewächse und Samenpflanzen das überlebt? Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pflanzen bremsen ihr Immunsystem, um Virusinfektionen zu überleben
Selektive Autophagie dient zur „Feinabstimmung“ des Immunsystems in virusinfizierten Pflanzen Wenn Viren in eine Pflanze eindringen, könnte man einen Immunkrieg erwarten. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass eine zu starke Immunreaktion – ähnlich wie beim Menschen – tatsächlich mehr schaden als nützen kann. Eine aktuelle Studie unter der Leitung von Marion Clavel und Yasin Dagdas deckt auf, wie Pflanzen ihre Abwehrkräfte sorgfältig ausbalancieren, um Virusangriffe zu überleben. Ihre Arbeit enthüllt eine überraschende Strategie: Anstatt das Virus direkt zu zerstören, schwächen Pflanzen aktiv Teile ihres eigenen Immunsystems ab, um selbstverschuldete Schäden zu verhindern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche…
Pflanzen mit Köpfchen: TU Berlin lädt zur zweiten kostenlosen Verteilaktion von Rucola und Erbse ein
Am 3. Juni 2026 ab 12.00 Uhr / Expert*innen für Interviews verfügbar Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …
Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Wissenschaftler/innen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist.Die Studie in Science Advances eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt…
Pflanzenstress: Signalnetzwerke mal anders
Das Molekül cAMP, das in tierischen Zellen essenzielle Funktionen erfüllt, ist in Pflanzen deutlich weniger erforscht. In einer neuen Studie in Science Advances zeigen Wissenschafter:innen am Institute of Science and Technology Austria (ISTA), dass Pflanzen zwei Formen von cAMP parallel einsetzen, um normale Zellprozesse zu regulieren und auf Stress zu reagieren – wobei die Signalwege auch miteinander kommunizieren. Der Austausch zwischen den Signalwegen schafft eine gewisse Redundanz. Letztlich könnten die Erkenntnisse dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit und Produktivität von Nutzpflanzen in einem sich rasch verändernden Klima zu verbessern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft Hier jetzt das aktuell Außergewöhnliche auswählen …
Vegetarische Alternativen: Die andere Art von Fleisch
Würste, Salami und Hack aus Pflanzen werden immer beliebter. Doch was steckt drin im vegetarischen Fleischersatz? Und sind die Alternativen zum Tier gesund? Quelle: FAZ.NET
Vegetarische Alternativen: Die andere Art von Fleisch
Würste, Salami und Hack aus Pflanzen werden immer beliebter. Doch was steckt drin im vegetarischen Fleischersatz? Und sind die Alternativen zum Tier gesund? Quelle: FAZ.NET