Entscheidende Unterschiede im Innenleben von Immunzellen aufgedeckt

Die sogenannten zytotoxischen T-​Zellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie lassen sich in kurzlebige Effektorzellen und in langlebige Gedächtniszellen aufteilen. Mit ihren Untersuchungen haben Forschende an der ETH Zürich gezeigt, dass die Innenarchitektur der T-​Zellen beeinflusst, welche der beiden Funktionen sie annehmen, wenn sie einem Erreger begegnen und dadurch aktiviert werden. Die Ergebnisse vertiefen nicht nur unser Verständnis des Immunsystems, sondern sie haben auch das Potential, zu verbesserten Krebstherapien beizutragen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Influenza: Erreger in Fledermäusen umgeht menschlichen Abwehrmechanismus

Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg entschlüsseln Eigenschaften eines tierischen Influenza-Virustyps, die auf hohes Übertragungspotenzial auf den Menschen schließen lassen / Publikation in Nature Communications

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie das Immunsystem von harmlosen Partikeln lernt

Unsere Lunge ist täglich den unterschiedlichsten Partikeln ausgesetzt – ungefährlichen genauso wie krankmachenden. Mit jedem Erreger passt das Immunsystem seine Antwort an. Selbst harmlose Partikel tragen dazu bei, die Immunantwort zu verbessern – das haben nun Forschende der Universität Bonn gezeigt. Die Ergebnisse wurden in Nature Immunology veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Cholera-Erreger machtlos gegen eigenes Immunsystem

Molekulares Abwehrsystem schützt Bakterien vor Viren und macht sie gleichzeitig anfällig für Antibiotika

Auch Bakterien haben ein eigenes Immunsystem, dass sie gegen spezielle Viren – sogenannte Bakteriophagen – schützt. Ein Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Würzburg zeigt nun, wie das Immunsystem die Wirkung von bestimmten Antibiotika gegen den Cholera-Erreger Vibrio cholerae verstärkt. Das Immunsystem ist der Grund, warum dieses Bakterium besonders empfindlich auf eine der ältesten bekannten Antibiotikaklassen – die Antifolate – reagiert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Microbiology veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Tuberkulose behandeln, wenn Antibiotika nicht mehr wirken

Ein Forschungsteam hat verschiedene Substanzen entwickelt, die gleich doppelt gegen die Tuberkulose wirken: Sie machen den Erreger für Menschen weniger gefährlich und schaffen neue Angriffspunkte für vorhandene Antibiotika / Veröffentlichung in „Cell Chemical Biology“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

EU fördert Forschung zu Ursachen und neuen Therapien der Multiplen Sklerose

Der Verlauf einer Multiplen Sklerose (MS) kann meist durch Medikamente gebremst werden, doch eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Dass Epstein-Barr-Viren an der Entstehung der MS beteiligt sind, gilt inzwischen als gesichert. Unbekannt ist jedoch, wie die Erreger die Erkrankung auslösen. Die Europäische Union fördert nun in ihrem Programm HORIZON Europe das internationale Forschungskonsortium BEHIND-MS, das diese Zusammenhänge aufklären will, um spezifische Biomarker und zielgerichtete Therapieansätze zu identifizieren. Das Konsortium unter der Federführung des Deutschen Krebsforschungszentrums erhält 7,1 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Leberentzündungen und Durchfall bei Kleinkindern

TiHo-Forschende entwickeln ein neues Zellkultursystem, mit dem sich die viralen Erreger der Erkrankung und die entsprechende Infektion untersuchen lassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Verbreitung von Carbapenem-resistentem Acinetobacter baumannii muss vermieden werden

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung von der Universität zu Köln haben eine Studie zu dem Carbapenem-resistenten Bakterium Acinetobacter baumannii durchgeführt. Der Erreger wurde 2017 von der Weltgesundheitsorganisation als einer von zwölf multiresistenten Krankheitserregern identifiziert, für die dringend neue Wirkstoffe benötigt werden. Die Wissenschaftler:innen haben eine weltweite Sammlung von mehr als 300 Proben des Bakteriums auf ihre molekulare Epidemiologie, sprich auf ihre „Verwandtschaftsverhältnisse“ untereinander, überprüft. Die Ergebnisse wurden nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift mBio veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

So passt sich der Krankenhauskeim Acinetobacter baumannii schnell an neue Umweltbedingungen an

Im Krankenhaus erworbene Infektionen sind oft besonders schwer zu behandeln, weil die Erreger Resistenzen gegen gängige Antibiotika aufweisen. In dieser Hinsicht besonders gefürchtet ist das Bakterium Acinetobacter baumannii, für dessen Bekämpfung unter großem Druck neue Therapieansätze gesucht werden. Bioinformatiker der Goethe-Universität und der Forschergruppe FOR2251 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben nun innerhalb von A. baumannii eine unerwartet große Diversität bestimmter Zellanhänge nachgewiesen, die mit der Pathogenität im Zusammenhang stehen. Daraus könnten Behandlungsstrategien resultieren, die spezifisch auf einen bestimmten Keim zugeschnitten sind.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue Erkenntnisse zur Evolution des Pesterregers

– Gemeinsame Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie Plön –

Forschungsteam von CAU und MPI Plön identifiziert genetische Faktoren, die der Erreger Yersinia pestis während seiner jüngsten Entwicklung erworben hat und die zum Verständnis der Entstehung der modernen Pestpandemie im 19. Jahrhundert beitragen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Blasenentzündungen mit Viren bekämpfen

Basierend auf Bakteriophagen – Viren, welche Bakterien befallen – entwickeln ETH-​Forschende einen neuen Schnelltest, um die Erreger von Harnwegsinfektionen schnell und präzise zu identifizieren. Dies erlaubt es, ein passendes Antibiotikum zielgerichtet einzusetzen. Ausserdem haben die Forscher die Phagen genetisch modifiziert, um die krankheitserregenden Bakterien effizienter zu zerstören.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Resistente Reissorten gegen Ausbruch einer bakteriellen Erkrankung in Afrika

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER HEINRICH-HEINE-UNIVERSITÄT DÜSSELDORF (HHU) UND DES FRENCH NATIONAL RESEARCH INSTITUTE FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT (IRD)

Reisforschung: Veröffentlichung in eLife

Das internationale Forschungskonsortium „Healthy Crops“ unter Leitung von Prof. Dr. Wolf B. Frommer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) befasst sich mit der Entwicklung krankheitsresistenter Reissorten. In der Fachzeitschrift eLife berichten die Autorinnen und Autoren jetzt von der Entdeckung einer jüngst in Tansania ausgebrochenen Bakterieninfektion – und beschreiben, wie sie eine afrikanische Reissorte so verändert haben, dass sie gegen den Erreger resistent ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Rußig ohne Feuer – Vorsicht vor diesen Pilzsporen!

Rußig, braun-schwarz, beinahe wie angebrannt, ziehen manche Ahorn-Bäume aktuell die Blicke beim Waldspaziergang auf sich: Die Borke des Bergahorns reißt in Folge eines Pilzbefalls auf und verfärbt sich ungewohnt dunkel. Dies verursachen die Sporen des Pilzes Cryptostroma cortiale, dem Erreger der sogenannten Rußrindenkrankheit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Optimierte Naturstoffe als Schlüssel zur Behandlung bei chronischer Lungenerkrankung?

Forscherteam von Universität und Fraunhofer IME Gießen optimieren neuartiges Antibiotikum und zeigen zusammen mit dem LMU Klinikum München hervorragende Wirksamkeit gegen resistente gramnegative Erreger – Publikation in der Fachzeitschrift „Microbiology Spectrum“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Saarbrücker Antibiotikaprojekt wird durch Inkubator INCATE gefördert

Neue Wirkstoffklasse zur Bekämpfung multiresistenter Erreger soll in den kommenden Jahren bis hin zur Marktreife entwickelt werden

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Toxoplasmose: Erreger mit molekularem Universalschlüssel

LMU-Parasitologen zeigen, dass ein Komplex zweier Proteinvarianten für die Infektion mit Toxoplasmose eine wesentliche Rolle spielt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neues Antibiotikum gegen resistente Keime entdeckt

Antibiotika galten lange Zeit als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen. Viele Erreger haben sich jedoch an die Wirkstoffe angepasst und sind resistent geworden, daher wird die Suche nach neuen antibakteriellen Substanzen immer wichtiger. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Basel hat nun mittels Computeranalyse ein neues Antibiotikum entdeckt und sein Wirkprinzip entschlüsselt. Ihre Studie ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung neuer wirksamer Medikamente.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zwei Erreger mit einer Klappe

Saarbrücker Forscher:innen optimieren Wirkstoffkandidaten gegen multiresistente Bakterien und Parasiten

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bürstenzellen wittern Erreger und wehren sich

Die Gallenblase schützt sich vor Infektionen, indem spezialisierte Zellen rechtzeitig Substanzen aufspüren, die von bakteriellen Erregern ausgeschüttet werden; die Zellen sondern dann Stoffe ab, die Abwehrreaktionen der Gallenblase hervorrufen. Dieses Szenario schließt eine mittelhessische Forschungsgruppe aus Experimenten, mit denen sie erstmals untersucht hat, welche Funktion die Bürstenzellen der Gallenblase bei der Verteidigung ge-gen Bakterien erfüllt. Das Team um Professor Dr. Burkhard Schütz von der Philipps-Universität Marburg und Professor Dr. Wolfgang Kummer von der Justus-Liebig-Universität Gießen berichtet im Fachblatt „Science Immunology“ über ihre Ergebnisse.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Proteinmaschine der Atmung wird sichtbar

• Freiburger Forschende zeigen hochauflösende elektronenmikroskopische Untersuchungen von molekularen Maschinen der Atmungskette.
• Damit ist der Superkomplex der Zellatmung vom Aktinobakterium Corynebacterium glutamicum analysiert. Diese Erkenntnisse über die Funktionsweise der Atmungskettenmoleküle sind auf viele Organismen übertragbar.
• Unterschiede zum Menschen können helfen, neue Wirkstoffe gegen verwandte Bakterien – etwa Erreger von Diphterie und Tuberkulose – zu entwickeln.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Womöglich ist die Omikron-Variante von Tieren auf den Menschen übergesprungen

Besser überwachen? Weißwedelhirsche sind oft zutraulich  und   als Coronavirus-Träger schon einschlägig bekannt.

Mit dem Pandemievirus stecken sich immer mehr Arten an. Theoretisch könnten mehr als 500 Spezies als Reservoir für den Erreger dienen. Welche Rolle spielen sie in der Entwicklung von Omikron?

Quelle: FAZ.NET

Dem Ursprung von Cholerapandemien auf der Spur

Das Bakterium Vibrio cholerae ist der Erreger der Durchfallerkrankung Cholera und verantwortlich für sieben bekannte Pandemien. Anders als vorherige Pandemien wird die jetzige, siebte Pandemie durch Cholerastämme eines leicht veränderten Typs hervorgerufen. Wie kam es zur Entwicklung und Ausbreitung der veränderten Cholerastämme, was könnte zu deren Erfolg beigetragen haben? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie Plön und der CAU Kiel haben in einem internationalen Team mit Kollegen des City College New York und der University of Texas Rio Grande Valley nun neue Erkenntnisse gewonnen, die einen Einblick in die Interaktionen zwischen Cholerabakterien gewähren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Omikron: Was über die Entstehung der neuen Corona-Variante bekannt ist

Wegen der vielen Mutationen unterscheidet sich Omikron von allen bislang bekannten Varianten des Coronavirus. Wie kann es passieren, dass plötzlich ein derart veränderter Erreger auftaucht? Es gibt vor allem zwei Theorien.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Forschung an der Uni Gießen: Der Trick des Malaria-Erregers

Mikroskopaufnahme: Malaria wird durch Plasmodien verursacht – einzellige Parasiten, die sich in den roten Blutkörperchen einnisten.

Gießener Forscher haben ein Protein identifiziert, das es dem Erreger der Malaria erlaubt, Zellen für seine Zwecke umzufunktionieren. Die Entdeckung könnte neue Optionen zur Behandlung der Tropenkrankheit eröffnen.

Quelle: FAZ.NET

Neuer Wirkstoff gegen Parasiten

Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben eine chemische Verbindung identifiziert, die sich vermutlich als Wirkstoff gegen gleich mehrere einzellige Parasiten eignet. Dazu gehören die Erreger der Malaria sowie der Toxoplasmose. Angriffspunkt der vielversprechenden Substanz ist das Protein Tubulin: Es hilft Zellen dabei, sich zu teilen, und ist damit auch für die Vermehrung der Parasiten unentbehrlich. Die Studie erscheint heute im Journal EMBO Molecular Medicine.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft