Blutfettprofile bestätigen: Hochwertige pflanzliche Öle sind besser für die Gesundheit als Butter

Die Umstellung von einer Ernährung mit einem hohen Gehalt an gesättigten tierischen Fetten zu einer Ernährung, die reich an pflanzlichen ungesättigten Fetten ist, beeinflusst die Fettzusammensetzung im Blut. Das wiederum beeinflusst das langfristige Krankheitsrisiko. Eine kürzlich in Nature Medicine veröffentlichte Studie, die von einem Forscherteam des DIfE, der Chalmers University of Technology in Schweden sowie mehrerer anderer Universitäten durchgeführt wurde, zeigt, dass es möglich ist, diätetisch bedingte Fettveränderungen im Blut genau zu messen. Diese können dann direkt mit dem Entstehungsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschung zur Leber-Hirn-Schädigung und gesunden Blutgefäßen ausgezeichnet: Boehringer-Ingelheim-Preis 2024

(MZ, 09.07.2024, rdr/ka) PD Dr. Christian Labenz und Dr. Andy Wing Chung Man von der Universitätsmedizin Mainz erhalten den diesjährigen Boehringer-Ingelheim-Preis für ihre exzellente Forschung: Christian Labenz hat im Rahmen einer großen Studie herausgefunden, wie bei Leberzirrhose früh erkannt werden kann, wie hoch das Risiko ist, eine Leber-Hirn-Störung zu entwickeln. Andy Wing Chun Man hat entdeckt, dass Stickstoffmonoxid und dessen Regulation auch in Fettgewebszellen eine entscheidende Rolle bei kardiometabolischen Erkrankungen wie Diabetes oder Adipositas spielt. Der Boehringer-Ingelheim-Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und geht zu gleichen Teilen an die beiden Preisträger.

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Der Countdown läuft – jetzt noch bis zum 31. Juli für den Medienpreis der DDG bewerben

Die Sommerferien stehen in vielen Bundesländern vor der Tür und alle freuen sich auf die freie Zeit. Ein Urlaub stellt für Menschen mit Diabetes, insbesondere Familien, jedoch auch eine Herausforderung dar, denn bei Reisen mit Diabetes muss einiges berücksichtigt werden. Der (Urlaubs-)Alltag von Menschen mit Diabetes ist ein Teilthema der diesjährigen Medienpreisausschreibung der Deutschen Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG) mit dem Motto „Diabetes und dann?! Behandlung, Leben, Begleiterkrankungen“. Einreichungen sind noch bis zum 31. Juli möglich – der Countdown läuft.

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1. Lesung zum KHVVG: DDG fordert Stärkung der diabetologischen Weiterbildung und Fachkompetenz

Am 27. Juni 2024 findet im Bundestag die erste Lesung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung für das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) statt. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist anlässlich dieser Sitzung darauf hin, dass derzeit jährlich 3 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus ins Krankenhaus kommen. Sie benötigen eine zukunftssichere stationäre diabetologische Versorgung. Dafür ist die Finanzierung der Weiterbildung sowie die Stärkung der diabetologischen Expertise notwendig – beides fehlt im Gesetzesentwurf bislang. Die DDG fordert den Gesundheitsausschuss des Bundestages auf, eine öffentliche Anhörung mit Fachgesellschaften zu kritischen Punkten abzuhalten.

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Urlaubszeit: DDG mahnt zu erhöhter Wachsamkeit für Stoffwechselentgleisungen bei unentdecktem Typ-1-Diabetes

Immer mehr Kinder und Jugendliche erleiden aufgrund eines unerkannten Diabetes Typ 1 eine schwere Stoffwechselentgleisung – die diabetische Ketoazidose (DKA). Besonders an Wochenenden und in den Ferien ist das Risiko hoch, wie aktuelle Studien zeigen. Mangelndes Wissen über Diabetes führt zu verzögerter Behandlung. Auch fehlt es in der Notversorgung oft an pädiatrischer Expertise. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft appelliert angesichts der Urlaubszeit, die Symptome rechtzeitig zu erkennen, da DKA lebensbedrohlich ist und traumatische Folgen haben kann.

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New approach against fatty liver

Fatty liver disease, SLD for short, is increasingly causing failure of the liver as a vital organ. A team led by researchers from the Institute of Metabolic Physiology at Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) in collaboration with the German Diabetes Centre (DDZ) and other partners has now discovered that a saturated fatty acid in blood vessels leads to the production of the signalling molecule SEMA3A, which closes the ‘windows’ in the blood vessels. This hinders the transport of fat from the liver to the adipose tissue. In the journal Nature Cardiovascular Research, the researchers report that the windows open again and the fat in the liver is reduced when SEMA3A is inhibited.

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Ernährung werdender Väter entscheidet mit über die Gesundheit der Kinder

Eine aktuelle Studie von Helmholtz Munich und dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung liefert neue Erkenntnisse darüber, wie Ernährung und Übergewicht von Vätern die Gesundheit ihrer Kinder beeinflussen können – schon vor der Zeugung. Die Ergebnisse der Untersuchung können helfen, Maßnahmen für die Gesundheitsvorsorge von Männern mit Kinderwunsch zu entwickeln: Je gesünder die Ernährung der werdenden Väter, desto geringer ist das Risiko der Kinder, im Lauf ihres Lebens Übergewicht oder Erkrankungen wie Diabetes zu entwickeln.

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Father’s Diet Before Conception Influences Children’s Health

A recent study conducted by Helmholtz Munich and the German Center for Diabetes Research provides new insights into how fathers‘ diets and overweight can affect their children’s health even before conception. The findings of the study can help develop preventive health measures for men wishing to become fathers: The healthier the father’s diet, the lower the risk for their children to develop obesity or diseases such as diabetes later in life.

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Neue Partnerschaft stärkt Diabetesversorgung: DDG und Landesärztekammer Thüringen bündeln Kräfte in der Weiterbildung

Kompetentes Fachpersonal in Praxen und Kliniken ist entscheidend, um Menschen mit Diabetes mit ihren täglichen Herausforderungen zu unterstützen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bietet schon seit Jahrzehnten Weiterbildungen für medizinisches Assistenzpersonal an. Die Landesärztekammer (LÄK) Thüringen bietet wiederum das Weiterbildungscurriculum „Assistenz in der Diabetologie“ an, das von der Bundesärztekammer für alle Ärztekammern zertifiziert ist und den Typ-2-Diabetes in den Mittelpunkt rückt. Da sich in diesem Bereich die Weiterbildungen decken, werden DDG und LÄK Thüringen zu Weiterbildungspartnern. Dieser Zusammenschluss bringt mehr Diabetesexpertise in Kliniken und Praxen.

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Breath analysis to monitor health status in intensive care

A special bag is all that is needed to sample the air exhaled by hospitalised children. Scientists have been able to use this new, non-invasive method to monitor young diabetes patients.

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Ende des ÄZQ – DDG fordert eine rasche Lösung für zentrale qualitätssichernde Aufgaben in der Patientenversorgung

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) wird zum Ende dieses Jahres aufgelöst. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat diese überraschende Nachricht mit großer Sorge aufgenommen. Ohne die Arbeit des ÄZQ droht eine Verschlechterung der Patientensicherheit und der Versorgungsqualität in Deutschland. Denn eine wichtige Aufgabe dieses Zentrums ist es, die Versorgungsqualität und das Versorgungsmanagement im Gesundheitswesen zu überwachen und zu unterstützen. Dazu zählt auch die Erstellung der Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL), die Basis sind für viele strukturierte Behandlungsprogramme (DMP).

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DDG: Disease Management Programm „Adipositas“ ebnet den Weg für spezifische Weiterbildungen

Bis 2035 könnte über die Hälfte der Weltbevölkerung an Übergewicht oder Adipositas leiden, so der „World Obesity Atlas 2023“. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die Deutschae Adipositas Gesellschaft begrüßen das neue DMP Adipositas, das am 1. April vom Bundesministerium für Gesundheit freigegeben wurde. Vorteile: Mehr Sichtbarkeit für das gesellschaftliche Problem, Zugang zur Regelversorgung für Betroffene und abrechnungsfähige Therapien für Ärzte. Neue gemeinsame Fortbildungen wie Adiposiolog*in DAG-DDG und Adipositasberater*in DAG-DDG sollen flächendeckend mehr Adipositas-Expertise in Praxen und Kliniken fördern – eine wichtige Ergänzung im Bildungsangebot der Fachgesellschaften.

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Scientists Reveal Adipocyte’s Metabolic Role and Identify Treatment Targets

Recent research underscores the critical role of adipocytes in storing fat, vital for organismal survival. Dysfunctional adipocytes can lead to metabolic disorders like type 2 diabetes and fatty liver disease, highlighting the importance of understanding lipid storage mechanisms. A team of scientists led by Helmholtz Munich have developed a novel approach merging proteomics with machine learning to map dynamic changes during adipogenesis. This method reveals new insights into protein regulation, offering potential targets for managing metabolic diseases.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschung an Adipozyten bietet neue Behandlungsansätze für Stoffwechselkrankheiten

Dysfunktionale Adipozyten können zu Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes und Fettleber führen, was die Bedeutung des Verständnisses der Lipidspeichermechanismen verdeutlicht. Unter der Leitung von Helmholtz Munich hat ein Team von Wissenschaftler:innen einen innovativen Ansatz entwickelt, der Proteomik mit maschinellem Lernen verbindet, um dynamische Veränderungen während der Adipogenese zu erfassen. Diese Methode eröffnet neue Einsichten in die Proteinregulation und führt zur Identifikation potenzieller Behandlungsansätze für Stoffwechselkrankheiten.

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Süße Herzen sterben langsam

Forschungsergebnisse zur Herzinsuffizienz bei Diabetes zeigen: Endgültiger Zelltod durch anhaltende Glukoseakkumulation nicht zu verhindern

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Diabetes: New technology opens up improved opportunities for research

More than seven million people in Germany suffer from diabetes. Drug research is still difficult. Scientists led by Peter Loskill from the NMI and the University of Tübingen have developed a technique that significantly improves the view on the molecular and cell biological level in the pancreas.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Diabetes: Neue Technik eröffnet verbesserte Chancen für die Forschung

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes. Die Forschung an Medikamenten ist schwierig. Wissenschaftler:innen um Peter Loskill vom NMI und der Universität Tübingen haben eine Technik entwickelt, die den Blick auf die molekulare und zellbiologische Ebene in der Bauchspeicheldrüse deutlich verbessert.

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Inceptor: Ein zunehmend wichtiges Ziel für die Diabetes-Therapie

Forschungsarbeiten am insulinhemmenden Rezeptor, bekannt als Inceptor, geben Hoffnung für den Schutz von Betazellen und auf eine kausale Therapie für Diabetes. Eine neue Studie an Mäusen mit ernährungsbedingter Adipositas zeigt, dass das Ausschalten von Inceptor die Regulierung des Blutzuckerspiegels verbessert. Dies rückt Inceptor für die Behandlung von Typ-2-Diabetes weiter in den Fokus. Die Ergebnisse, erarbeitet in Kooperation zwischen Helmholtz Munich, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München, tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Diabetesforschung bei.

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Rising Focus on ‚Inceptor‘ as a Type 2 Diabetes Therapeutic Target

Research targeting the insulin-inhibitory receptor, called inceptor, unveils promising avenues for beta cell protection, offering hope for causal diabetes therapy. A novel study in mice with diet-induced obesity demonstrates that the knock-out of inceptor enhances glucose regulation, prompting its further exploration as a drug target for type 2 diabetes treatment. These findings, led by Helmholtz Munich in collaboration with the German Center for Diabetes Research, the Technical University of Munich, and the Ludwig-Maximilians-University Munich, drive advancements in diabetes research.

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Expertise rettet Leben – DDG fordert Verbesserungen in der stationären Diabetesversorgung

„Der Klinikaufenthalt wird für Diabetespatient*innen zunehmend gefährlich“, so die Bilanz von Expert*innen auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin. Betroffene sollten sich daher an DDG-zertifizierte Kliniken wenden, die ein hohes Maß an Diabetes-Expertise und Versorgungssicherheit aufweisen. Um Zertifizierungen zu fördern und Kliniken Anreize zu geben, eine entsprechende Expertise vorzuhalten, muss die Krankenhausreform eine adäquate Finanzierung und Förderung der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Diabetologie ermöglichen. Das sei bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

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What Our Genetic Information Tells Us About Type 2 Diabetes Risk and Complications

In collaboration with an international team of scientists, Prof. Eleftheria Zeggini from Helmholtz Munich and the Technical University of Munich (TUM) has conducted a comprehensive study with data from millions of individuals. Their research unveiled over 600 disease-associated genetic loci and generated risk scores for diabetes complications.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Größte Studie zum genetischen Risiko für Typ-2-Diabetes veröffentlicht

In enger Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungsteam führte Prof. Eleftheria Zeggini von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) eine umfassende Studie mit Daten von Millionen von Teilnehmenden durch. Ihre Forschung deckte über 600 genetische Loci auf, die mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung stehen, und ermöglichte die Entwicklung von Risiko-Scores für Diabetes-Komplikationen.

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KI-Modell als Diabetes-Frühwarnsystem beim Autofahren

Nur anhand des Fahrverhaltens und der Bewegungen von Kopf und Augen erkennt das neu entwickelte Tool niedrige Blutzuckerspiegel.

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New growth factor for the liver

A healthy liver is capable of completely regenerating itself. Researchers from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU), University Hospital Düsseldorf (UKD) and the German Diabetes Center (DDZ) have now identified the growth factor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), which is important for this regenerative capacity. In cooperation with the Hannover Medical School and the University Medical Center Mainz, they also showed that higher levels of MYDGF can be detected in the blood of patients following partial removal of the liver. In the scientific journal Nature Communications, they also report that this growth factor stimulates the proliferation of human hepatocytes in a tissue culture.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Wachstumsfaktor für die Leber

Die gesunde Leber besitzt die Fähigkeit, sich komplett zu regenerieren. Forschende von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), vom Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und vom Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) identifizierten nun den Wachstumsfaktor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), der für diese Regenerationsfähigkeit wichtig ist. Sie zeigten weiterhin in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Mainz, dass MYDGF vermehrt im Blut von Patienten nach Teilentfernung der Leber nachweisbar ist. In Nature Communications beschreiben sie auch, dass dieser Wachstumsfaktor die Vermehrung menschlicher Leberzellen in der Gewebekultur anregt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft