Expertise rettet Leben – DDG fordert Verbesserungen in der stationären Diabetesversorgung

„Der Klinikaufenthalt wird für Diabetespatient*innen zunehmend gefährlich“, so die Bilanz von Expert*innen auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin. Betroffene sollten sich daher an DDG-zertifizierte Kliniken wenden, die ein hohes Maß an Diabetes-Expertise und Versorgungssicherheit aufweisen. Um Zertifizierungen zu fördern und Kliniken Anreize zu geben, eine entsprechende Expertise vorzuhalten, muss die Krankenhausreform eine adäquate Finanzierung und Förderung der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Diabetologie ermöglichen. Das sei bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

What Our Genetic Information Tells Us About Type 2 Diabetes Risk and Complications

In collaboration with an international team of scientists, Prof. Eleftheria Zeggini from Helmholtz Munich and the Technical University of Munich (TUM) has conducted a comprehensive study with data from millions of individuals. Their research unveiled over 600 disease-associated genetic loci and generated risk scores for diabetes complications.

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Größte Studie zum genetischen Risiko für Typ-2-Diabetes veröffentlicht

In enger Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungsteam führte Prof. Eleftheria Zeggini von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) eine umfassende Studie mit Daten von Millionen von Teilnehmenden durch. Ihre Forschung deckte über 600 genetische Loci auf, die mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung stehen, und ermöglichte die Entwicklung von Risiko-Scores für Diabetes-Komplikationen.

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KI-Modell als Diabetes-Frühwarnsystem beim Autofahren

Nur anhand des Fahrverhaltens und der Bewegungen von Kopf und Augen erkennt das neu entwickelte Tool niedrige Blutzuckerspiegel.

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New growth factor for the liver

A healthy liver is capable of completely regenerating itself. Researchers from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU), University Hospital Düsseldorf (UKD) and the German Diabetes Center (DDZ) have now identified the growth factor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), which is important for this regenerative capacity. In cooperation with the Hannover Medical School and the University Medical Center Mainz, they also showed that higher levels of MYDGF can be detected in the blood of patients following partial removal of the liver. In the scientific journal Nature Communications, they also report that this growth factor stimulates the proliferation of human hepatocytes in a tissue culture.

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Neuer Wachstumsfaktor für die Leber

Die gesunde Leber besitzt die Fähigkeit, sich komplett zu regenerieren. Forschende von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), vom Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und vom Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) identifizierten nun den Wachstumsfaktor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), der für diese Regenerationsfähigkeit wichtig ist. Sie zeigten weiterhin in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Mainz, dass MYDGF vermehrt im Blut von Patienten nach Teilentfernung der Leber nachweisbar ist. In Nature Communications beschreiben sie auch, dass dieser Wachstumsfaktor die Vermehrung menschlicher Leberzellen in der Gewebekultur anregt.

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Prädiabetes: Typ-2-Diabetes beginnt Jahre vor Ausbruch schleichend – Frühdiagnostik nutzen

Typ-2-Diabetes entwickelt sich in der Regel über viele Jahre, ohne dass die Betroffenen Symptome verspüren. Rechtzeitig erkannt, kann das Risiko für den Ausbruch eines Diabetes mellitus mit einer Lebensstiländerung jedoch um 40 bis 70 Prozent gesenkt werden, sagen die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG). Tatsächlich lässt sich durchschnittlich schon 12 Jahre vor der Diabetesdiagnose eine verminderte Insulinwirkung (Insulinresistenz) im Blut feststellen. Kommt es dann auch noch zu einer Abnahme der Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse, steigen auch die Blutzuckerwerte an.

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Gesunde Ernährung in 2024: Neue DDZ-Studie untersucht erstmals systematisch die Rolle der Ernährung bei Typ-2-Diabetes

Eine bedeutende neue Studie des DDZ hat den Einfluss der Ernährung auf das Management von Typ-2-Diabetes und die Prävention von Komplikationen beleuchtet. Die Übersichtsarbeit zeigt die positiven Auswirkungen verschiedener Ernährungsweisen – pflanzlich, mediterran, kohlenhydratarm, proteinreich – auf die kardiometabolische Gesundheit bei Typ-2-Diabetes.

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Omega-6 fatty acids and cardiovascular disease

What role do omega-6 fatty acids play in cardiovascular disease and diabetes? Scientists from Mannheim, together with researchers from Heidelberg, Frankfurt and Hangzhou in China, have investigated the breakdown of omega-6 fatty acids and gained new insights into how their oxidation products influence the metabolism. Under the leadership of Professor Dr. Jens Kroll from the European Center for Angioscience (ECAS) of the Medical Faculty Mannheim, Heidelberg University, the researchers identified a breakdown product of omega-6 fatty acids and developed a model in zebrafish to examine the undesirable effects of this oxidation product, known as tt-DDE (for trans,trans-2,4-decadienal).

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Peter-Müller-Digitalpreis – Mobile Health: DGIM sucht preiswürdige Innovationen

Diabetes, Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Gerade in der Inneren Medizin verlangen viele Erkrankungen den Patientinnen und Patienten neben der ärztlichen Behandlung ein hohes Maß an Eigenverantwortung und selbstständigem Krankheitsmanagement ab. Vor diesem Hintergrund gewinnen Mobile Health-Anwendungen wie etwa Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) im medizinischen Alltag immer mehr an Bedeutung. Innovative Ideen und zukunftsweisende Ansätze in diesem Bereich zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) ab 2024 mit dem Peter-Müller-Digitalpreis (PMD) aus. Der Preis wird von der Firma custo med GmbH gestiftet und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Präventionsprogramm kann Diabetes vorbeugen

Menschen mit erhöhtem Risiko, an Diabetes zu erkranken, profitieren von Empfehlungen zu Ernährung und Bewegung. Das belegt eine gemeinsame Studie von Forschenden der Medizinischen Fakultät Heidelberg sowie der Universitäten Göttingen, Stanford und Birmingham. Ihre Ergebnisse hat das Team nun in der wissenschaftliche Zeitschrift Nature publiziert

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diabinfo.de mit vielsprachigem Angebot auf der Diabetes Herbsttagung 2023

Das nationale Diabetesinformationsportal diabinfo.de präsentiert sich auf der diesjährigen DDG Herbsttagung gleich zweimal: mit einem Stand im Diabetes Forum und einem Vortrag in der Session „Update: Prädiabetes gezielt vorbeugen“.
Neu auf der wissenschaftsbasierten unabhängigen Online-Plattform ist das Angebot in Englisch, das die bisher verfügbaren fremdsprachigen Seiten in Türkisch, Polnisch und Russisch ergänzt. Somit sind die Informationen zur Vorbeugung von Diabetes und zum Umgang mit der Erkrankung von der Diagnose über Therapie, Folgeerkrankungen und Alltagsfragen noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund zugänglich. Auch Grafiken und Videos gibt es in allen Sprachen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Auf der Suche nach Wirkstoffen gegen Stress-Krankheiten: TU-Forschende legen zwei neue Veröffentlichungen vor

Depressionen, Diabetes, Fettleibigkeit oder Störungen der embryonalen Entwicklung – all dies kann durch Stress ausgelöst oder befördert werden. Forschende der TU Darmstadt zeigen in zwei aktuellen Veröffentlichungen in renommierten Fachjournalen neue Wege für die Behandlung von stressbedingten Erkrankungen auf.

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Die Rolle von GIP bei der Behandlung von Diabetes und Adipositas

Für die Behandlung der stetig wachsenden Zahl von Patient:innen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes bieten die kürzlich entwickelten GIPR:GLP-1R-Co-Agonisten den entscheidenden Durchbruch. Diese neuartigen Wirkstoffe verhelfen Betroffenen zu einem erheblichen Gewichtsverlust. Obwohl bereits von Wissenschaftler:innen bei Helmholtz Munich gezeigt wurde, dass das Hormon glucose-dependent insulinotropic polypeptide (GIP) das Körpergewicht mittels Signalen über den GIP-Rezeptor im Gehirn verringert, waren die beteiligten Nervenzellen bis jetzt unentdeckt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Understanding the Role of GIP in Managing Diabetes and Obesity

The increasing amount of patients with obesity and type 2 diabetes benefit greatly from the recently developed GIPR:GLP-1R co-agonists. These novel compounds lead to substantial weight loss, offering a revolutionary approach to patients worldwide. Although the hormone glucose-dependent insulinotropic polypeptide (GIP) was already shown by Helmholtz Munich scientists to decrease body weight via the brain GIP receptor, the underlying neurons through which GIP acts in the brain remained unknown.

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Diabetesedukation DDG – Weiterbildungs-Curriculum für Diabetesfachkräfte wird gut angenommen

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bietet ein neues Weiterbildungskonzept für Diabetesfachkräfte an. Unter dem Begriff „Diabetesedukation DDG“ bricht die Fachgesellschaft nicht mehr zeitgemäße Strukturen zugunsten eines modernen, flexiblen sowie modularen und inhaltlich vertiefenden Curriculums auf. Es soll den Kompetenzrahmen der Teilnehmenden erweitern und berücksichtigt ihre aktuellen Bedürfnisse sowie die der Arbeitgebenden und Menschen mit Diabetes. Ziel ist es auch, unter den geänderten politischen Rahmenbedingungen die Anerkennung der Diabetesfachkräfte in der gesundheitspolitischen Landschaft zu festigen. Die Resonanz zeigt, dass alle das neue Angebot sehr gut annehmen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Die Pandemie von Übergewicht und Diabetes stoppen“: Heinrich-Wieland-Preis für Münchner Forscher

Immer mehr Menschen weltweit sind von Übergewicht betroffen. Oftmals folgen darauf Diabetes, schwere Herzkreislauferkrankungen und viele andere Komplikationen. Um diese globale Gesundheitskrise zu bekämpfen, benötigen wir effektive Medikamente: Prof. Matthias Tschöp von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM), ein Pionier auf diesem Gebiet, hat die zentralen Mechanismen der Gewichtsregulierung entschlüsselt und Medikamente entwickelt, die Übergewicht und dessen Folgen effektiver denn je behandeln bzw. vorbeugen können. Für seine bahnbrechende Arbeit erhält er am 19.10.23 in München den mit 100.000 Euro dotierten Heinrich-Wieland-Preis der Boehringer Ingelheim Stiftung.

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Evolutionary history of three-finger snake toxins decoded

Snakebites cause around 100,000 deaths worldwide every year. Researchers at the Technical University of Munich (TUM) have investigated how the toxin emerged between 50 and 120 million years ago through the modification of a gene that also occurs in mammals and other reptiles. The results could help with the development of better snakebite treatments and lead to new knowledge for the treatment of illnesses such as type 2 diabetes and hypertension.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lebenswerk „Diabetes und Herz“

Zu seinem 65. Geburtstag verabschiedet sich Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe von seinen klinischen Aufgaben als Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, – nicht jedoch von seinen universitären Aufgaben. Bis zur Berufung seines Nachfolgers wird er Forschung und Lehre der Fachbereiche Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Medizinischen Fakultät OWL an der Universität Bielefeld weiter vertreten.

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DDG: Verpasst die Krankenhausreform die Chance für echte Patientenorientierung? Eine Reform mit dem Menschen im Fokus

Bundesgesundheitsminister Lauterbach strebt mit der Krankenhausreform Daseinsfürsorge, Qualitätsverbesserung und Entbürokratisierung an. Die Arbeitsfassung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) gibt Einblicke in die geplante Umsetzung. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bemängelt, dass die konkrete Verbesserung der Patientenversorgung zu kurz kommt. Sie warnt vor einem bürokratischen Aufwand durch die parallele Nutzung von Vorhaltevergütung und Fallpauschalen. Die DDG betont die Notwendigkeit, das Wohl und die Sicherheit der Patienten in den Fokus zu rücken und die Sichtweise der Fachgesellschaften stärker zu berücksichtigen.

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Exercise and Muscle Regulation: Implications for Diabetes and Obesity

How do our muscles respond at the molecular level to exercise? Researchers at Helmholtz Munich and the German Institute of Human Nutrition Potsdam-Rehbrücke (DIfE) have unraveled the cellular basis and signaling pathways responsible for the positive impact of physical activity on our overall health. Regulatory T cells, a type of immune cell, play a critical role in ensuring proper muscle function. These novel insights are paving the path towards precision medicines targeting metabolic disorders like obesity and diabetes, as well as muscle-related illnesses. Their discoveries are published in Cell Metabolism.

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Einfluss von Bewegung und Muskelregulation auf Diabetes und Adipositas

Was passiert eigentlich auf molekularer Ebene in unseren Muskeln, wenn wir uns aktiv bewegen? Forschende von Helmholtz Munich und des DIfE haben die zelluläre Grundlage und die Signalwege, die für die positive Auswirkung körperlicher Aktivität auf unsere Gesundheit ausschlaggebend sind, unter die Lupe genommen. Ihre Erkenntnis: Regulatorische T-Zellen, eine spezielle Art von Immunzellen, sind entscheidend für die reibungslose Muskelfunktion. Dieses Wissen trägt dazu bei, in Zukunft Präzisionstherapien zur Bekämpfung von Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes sowie Muskelerkrankungen zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlicht.

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COVID-19 and Type 1 Diabetes: Researchers Find an Increase in Islet Autoimmunity in Young Children Who Had a Sars-CoV-2

Type 1 diabetes is an autoimmune disease leading to an impaired glucose metabolism and requires life-long administration of insulin. While the cause of the autoimmunity reaction is still unclear, viral infections in young children are proposed to be critical environmental factors leading to type 1 diabetes. An international team of researchers from the Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes (GPPAD) now reports an increase in the incidence of islet autoimmunity in young children with a genetic risk for type 1 diabetes who had a SARS-CoV-2 infection. The findings were published in the journal JAMA.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

COVID-19 und Typ-1-Diabetes: Nach SARS-CoV-2 Infektion treten bei Kleinkindern häufiger Inselautoantikörper auf

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einem gestörten Glukosestoffwechsel führt und eine lebenslange Therapie mit Insulin verlangt. Während die genauen Ursachen der zugrundeliegenden Autoimmunreaktion noch unklar sind, werden Virusinfektionen bei Kleinkindern häufig als entscheidende Umweltfaktoren für die Entstehung von Typ-1-Diabetes angesehen. Ein internationales Forschungsteam der Globalen Plattform für die Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD) fand nun einen neuen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Typ-1-Diabetes und dem SARS-CoV-2 Virus.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Modifiable risk factors responsible for half of cardiovascular diseases

Scientists of the Global Cardiovascular Risk Consortium under the auspices of the Department of Cardiology at the University Heart & Vascular Center of the Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE) and the German Center for Cardiovascular Research (DZHK) have proven that the five classic cardiovascular risk factors overweight, high blood pressure, high cholesterol, smoking, and diabetes mellitus are directly connected to more than half of all cardiovascular diseases worldwide. High blood pressure is the most significant factor for the occurrence of heart attacks and strokes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft