Aktuell
Mikro- und Nanoplastik in der Stadtluft stammt größtenteils aus Reifenabrieb
Leipzig. Obwohl Plastikpartikel in der Luft zunehmend in den Fokus geraten, ist das Wissen über deren Verbreitung und Wirkung immer noch begrenzt. Chemische Analysen aus Leipzig liefern jetzt erstmals Details aus Deutschland dazu: Rund 4 Prozent der Feinstaub-Masse bestehen aus Plastik. Rund zwei Drittel davon gehen auf Reifenabrieb zurück. Hochgerechnet bedeutet dies, dass Menschen in einer Stadt wie Leipzig ungefähr 2,1 Mikrogramm Plastik pro Tag über die Luft einatmen, was das Sterberisiko durch Herzkreislauferkrankungen um 9 Prozent und durch Lungenkrebs um 13 Prozent erhöht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Microplastics and nanoplastics in urban air originate mainly from tyre abrasion
Leipzig. Although plastic particles in the air are increasingly coming into focus, knowledge about their distribution and effects is still limited. Chemical analyses from Leipzig now provide details from Germany for the first time: around 4 per cent of the particulate matter consists of plastic. Around two-thirds of this comes from tyre abrasion. Extrapolated, this means that people in a city like Leipzig inhale approximately 2.1 micrograms of plastic per day through the air, which increases the risk of death from cardiovascular disease by 9 per cent and from lung cancer by 13 per cent. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Gefäßkiller LDL-Cholesterin: Sind Butter, Eier, Käse Übeltäter?
Hohes Cholesterin im Blut erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Neben medikamentösen Therapien zur Cholesterinsenkung ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Welche Rolle spielt dabei gesunde Ernährung und wozu raten Herz- und Gefäßspezialisten beim Schutz vor Infarkten? – Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Autonomie zwischen Freiheit und Fürsorge
Selbstbestimmung gilt als Grundrecht, auch bei Entscheidungen über medizinische Behandlungen. Doch was passiert, wenn Menschen Unterstützung brauchen, um Entscheidungen zu treffen? Der Workshop „Die Ambivalenz der Autonomie als theoretische Herausforderung“ widmet sich am 13. März am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld der Frage, wie diese Spannung überbrückt werden kann. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Extrem tiefgekühlte Hirnregion kann nach Auftauen wieder elektrische Lernreize verarbeiten
Studie der FAU und des Uniklinikums Erlangen bahnt den Weg zur Kryokonservierung von neuronalem Gewebe Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Auf frischer Tat ertappt
Auf den Punkt gebracht Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Thermogenetik: Wie sich Proteine durch Wärme steuern lassen
Mithilfe von wärmesensitiven Schaltern ist es möglich, die Aktivität von Proteinen gezielt durch geringe Temperaturänderungen zu steuern. Grundlage dafür ist eine neuartige, modulare Designstrategie, die Wissenschaftler am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg entwickelt haben. Sie erlaubt es, Sensordomänen unabhängig von Funktion oder räumlicher Struktur in unterschiedliche Proteine zu integrieren. Dieser neue Heidelberger Ansatz auf dem Gebiet der Thermogenetik ist breit anwendbar und eröffnet neue Möglichkeiten zur präzisen, nicht-invasiven Kontrolle unterschiedlicher zellulärer Prozesse. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Thermogenetics: How Proteins Are Controllable by Heat
Protein activity can be precisely regulated via subtle changes in temperature using heat-sensitive switches. Underlying this capability is a novel modular design strategy developed by researchers at the Institute of Pharmacy and Molecular Biotechnology of Heidelberg University. The strategy allows the integration of sensory domains in various proteins regardless of function or spatial structure. This new Heidelberg approach in the field of thermogenetics is broadly applicable and opens up new possibilities for precise, non-invasive control of different cellular processes. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
BakeTex wins Seifriz Transfer Prize 2026 in the „Craftsmanship + Science“ category
The right choice of materials and a commitment to sustainability are enabling advances in baking technology that not only reduce the impact on the environ-ment but also bring economic benefits to small craft businesses. A textile, PFAS-free, and reusable baking mat reduces waste, lowers energy consumption, and simplifies operational processes in areas that matter most to bakers every day. The team behind the BakeTex research project has been awarded this year’s Seifriz Transfer Prize and has been invited to present the project at the special show „Innovation Wins“ at the International Craft Fair in Munich from March 4 to 8,…
Migränepatienten für neuartiges Projekt gesucht – Hochschule Hof intensiv beteiligt
2. März 2026 – Migräne ist eine der häufigsten Erkrankungen im jungen bis mittleren Erwachsenenalter und führt oft zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Trotz guter Therapieoptionen erhalten Patientinnen und Patienten in Deutschland nicht immer eine auf die individuelle Situation abgestimmte Therapie. Ein neues Projekt soll dies nun ändern, an dem auch das Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof (iisys) und die Ausgründung smartlytic GmbH beteiligt sind. Beginnend am 1. März 2026 werden über die nächsten 1,5 Jahre insgesamt 1000 Patientinnen und Patienten in das Projekt aufgenommen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Lebensmittelwissenschaftlerin erklärt: Wie Ernährung Entzündungsprozesse beeinflussen kann
Laut VFED, dem Verband für Ernährung und Diätik, leben in Deutschland rund neun Prozent der Menschen mit einer Autoimmunerkrankung – Tendenz steigend. Zwischen 2012 und 2022 nahm die Prävalenz um rund 22 Prozent zu. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen u.a. Rheumatoide Arthritis, Typ-1-Diabetes sowie Zöliakie. Anlässlich des Tags der gesunden Ernährung am 7. März, der den Fokus auf entzündungshemmende Ernährung legt, erläutert Ernährungsexpertin Anna Hüsing vom IST-Studieninstitut den Zusammenhang zwischen Ernährung und Autoimmunerkrankungen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Überlebenstraining im geschützten Raum
Um ihre Überlebenschancen zu verbessern, müssen Tiere lernen – und das ist oft gefährlich. Eine neue Studie der Universität Würzburg zeigt, wie schrittweises Lernen unter elterlicher Aufsicht diese Risiken vermindern kann. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welt-Adipositas-Tag – Deutsche Leberstiftung warnt vor der großen und stillen Gefahr Fettlebererkrankung
Hannover – Der Welt-Adipositas-Tag (World Obesity Day) am 4. März 2026 steht unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity“ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich: Adipositas betrifft uns alle – und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Gestörte Dopamin-Verpackung treibt Parkinson-Krankheitsbild voran
Eine neue Studie zeigt, wie gestörte Verpackung des Botenstoffs Dopamin in Nervenzellen toxische Prozesse auslöst – und wie einfache Energie-Gabe (ATP) diese reparieren kann. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welt-Adipositas-Tag: BVF und Deutsche Hochdruckliga zu Risiken für Frauengesundheit und Reproduktion
Übergewicht beeinflusst Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit von Müttern. Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages weisen der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention gemeinsam darauf hin, dass Adipositas nicht nur eine Stoffwechselerkrankung ist, sondern erhebliche reproduktionsmedizinische und kardiovaskuläre Folgen haben kann – auch für nächste Generationen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ist meine Katze wirklich glücklich? Neue Forschung gibt Antworten
Katzen sind faszinierende Begleiter, und als Halter möchten wir natürlich, dass es ihnen gut geht. Doch wie sicher können wir sein, dass die Samtpfoten wirklich glücklich sind? Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt, dass unsere Einschätzungen oft wertvoll sind, aber wichtige Faktoren übersehen werden können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Darmgesundheit: Wissenschaftliche Klarstellung räumt Begriffs-Wirrwarr auf
Ein Begriff, viele Mythen: Internationales Gremium definiert Darmgesundheit / Konsenspapier mit Mitautor Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
New diagnostic markers for multiple sclerosis discovered in cerebrospinal fluid
Researchers from the MPI of Biochemistry and the Technical University of Munich have discovered new diagnostic markers for multiple sclerosis (MS), a disease which affects 3 million people worldwide. Using mass spectrometry, about 1,500 proteins were analyzed simultaneously per sample in the cerebrospinal fluid (CSF) of 5,000 patients. The study, published in Cell, uncovered a set of marker proteins that improve differentiation of MS from other inflammatory brain diseases where classical MS markers are negative. The study identified changes in the CSF proteome that may potentially predict disease progression. This approach could also open up new avenues for the diagnosis…
Neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose in Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeiten entdeckt
Forschende des MPIs für Biochemie und der Technischen Universität München haben neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose (MS) entdeckt. Dazu wurden von 5000 Patienten die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit mithilfe der Massenspektrometrie untersucht. Pro Probe wurden ca. 1500 Proteine gleichzeitig analysiert. Die Studie deckte Markerproteinen auf, die die Unterscheidung von MS von anderen entzündlichen Hirnerkrankungen verbessern. Die Studie identifizierte Veränderungen im Proteom des Liquors, die möglicherweise den Krankheitsverlauf vorhersagen können. Dieses Vorgehen bietet Perspektiven für die Diagnose weiterer Krankheiten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Stralsund: Hochschul-Engagement für die digitale Transformation in Unternehmen
Führungswechsel bei der Stralsunder Gruppe des Mittelstand Digital Zentrums Rostock: Prof. Dr. Mark Vehse löst Prof. Dr. Michael Klotz ab. Die Hochschule Stralsund beteiligt sich mit Expertise zu Tourismus & Maschinelles Lernen sowie Gesundheitstourismus am Gesamtprojekt, das kleine und mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Taking turns in the cold: Female Daubenton’s bats share scarce feeding grounds at the edge of their range
At newly colonised high-elevation sites in the central Italian Apennines, female Daubenton’s bats take turns using the same hunting spots instead of feeding side by side. A study published by a research team from the University of Naples Federico II, Museum für Naturkunde Berlin, and several international partner institutions in the journal Global Ecology and Conservation shows that this fine-scale temporal partitioning helps the bats avoid competition and may be crucial for surviving at the cold edge of a climate-driven range expansion. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Weibliche Wasserfledermäuse teilen sich knappe Nahrungsgründe am Rande ihres Verbreitungsge
Ein Forschungsteam der Universität Neapel Federico II, des Museums für Naturkunde Berlin und mehrerer internationaler Partnerinstitutionen verfolgte weibliche Wasserfledermäuse (Myotis daubentonii) mithilfe von Radiotelemetrie in neu besiedelten Gebirgsregionen des italienischen Apennins. Hier wechseln sich weibliche Wasserfledermäuse bei der Jagd ab, anstatt gleichzeitig nebeneinander zu jagen. Eine in der Fachzeitschrift „Global Ecology and Conservation“ veröffentlichte Studie zeigt, dass diese zeitliche Aufteilung den Fledermäusen hilft, Konkurrenz zu vermeiden und möglicherweise entscheidend für ihr Überleben am kalten Rand einer klimabedingten Verbreitungserweiterung ist. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Spendenbilanz Rudern gegen Krebs: 16.000 Euro für therapiebegleitende Projekte
Sächsischer Elbe-Regatta-Verein und Stiftung Leben mit Krebs übergeben Spendensumme aus 2025. Übergabe ist gleichzeitig Auftakt für die neue Saison: Teams können sich ab März anmelden. Regatta macht Betroffenen Mut und betont die Wichtigkeit von Sport und Aktivität in der Therapie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Aktualisierte S2k-Leitlinie COPD: Neue Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie für bessere Patientenversorgung
Die aktualisierte S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) 2026 ist publiziert! Federführend durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erstellt, waren mehr als 30 Expert:innen und eine große Zahl an Fachgesellschaften in die mehr als zweijährige Aktualisierungsarbeit eingebunden. „Diese Leitlinie ergänzt die Nationale Versorgungsleitlinie COPD und integriert die neuesten evidenzbasierten Erkenntnisse, um eine frühere und effektivere Behandlung zu ermöglichen“, betont DGP-Präsident Professor Christian Taube. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
