Aktuell
ERC Starting Grant für Stephanie Möllmert am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung
Stephanie Möllmert, unabhängige Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, kurz ERC). In ihrem geförderten Projekt REPROMECH will sie die physikalischen und mechanischen Bedingungen im Eileiter und ihre Bedeutung für den Transport von Eizellen und frühen Embryonen untersuchen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
ERC Starting Grant für DDZ-Forscherin: Wie Muskeln Stoffwechsel und Krebs beeinflussen
Wie beeinflusst die Skelettmuskulatur über körpereigene Botenstoffe den Stoffwechsel und die Entstehung von Krebs? Diese Fragestellung untersucht Dr. Melanie Mittenbühler, Leiterin der Nachwuchsforschungsgruppe Crosstalk am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), in den kommenden fünf Jahren im Projekt MYOSCAN. Für das Projekt erhält sie eine renommierte Forschungsförderung des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Der ERC Starting Grant zählt zu den bedeutendsten Förderungen für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Europa. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Erste Erfolge mit personalisierter Medizin bei schweren systemischen Entzündungen
Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2026 / Intensivmediziner Prof. Dr. Jan Rossaint und Prof. Dr. Alexander Zarbock von der Universität Münster über aktuelle Forschung zu Sepsis und anderen systemischen Entzündungen / Beispiele Nierenschäden nach großen Operationen und Suche nach Biomarkern, die Risiken vorhersagen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Initial successes with personalised medicine to fight severe systemic inflammation
World Sepsis Day on 13 September 2026 / Critical care specialists Professor Jan Rossaint and Professor Alexander Zarbock from the University of Münster talk about the latest research being done on sepsis and other types of systemic inflammation / Examples include kidney damage after major surgery and the search for biomarkers that predict risks Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar
Knapp die Hälfte der Patientinnen mit gesicherter Erstdiagnose erhält im Folgejahr erneut eine Endometriose-Diagnose // „Ausbleibende Folgekodierung bedeutet nicht fehlender Versorgungsbedarf“ Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
PM BIÖG: Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand
Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol – und sie beginnen später damit. Das zeigen die aktuellen Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 des BIÖG. Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt bei jungen Menschen auf einem historischen Tiefstand. Doch beim Rauschtrinken zeigt sich ein gemischtes Bild: Unter jungen Frauen ist es deutlich zurückgegangen, während es bei Jugendlichen und jungen Männern weiterhin stark verbreitet bleibt. Gezielte Prävention ist deshalb weiterhin wichtig, um riskante Konsummuster zurückzudrängen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das Dach der Welt: Biodiversitäts-Hotspot seit 39 Millionen Jahren
Ein chinesisch-deutsches Forschungsteam unter Beteiligung von Senckenberg-Forscher Prof. Dr. Andreas Mulch hat untersucht, wann und unter welchen Bedingungen sich die außergewöhnliche Biodiversität im Osten Tibets entwickelte. Die neu veröffentlichte Studie zeigt, dass bereits vor rund 39 Millionen Jahren artenreiche Säugetiergemeinschaften in Höhenlagen von etwa 3.400 Metern lebten. Die Fossilien gehören zur bislang ältesten direkt datierten känozoischen Säugetierfauna des Tibetplateaus. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gebirgshebung und die damit verbundenen klimatischen Veränderungen entscheidend zur Entstehung der frühen Hochgebirgs-Biodiversität beitrugen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit KI designte Proteine machen neue RNA-Transporter möglich
Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) haben mit Synthetic Transfer Vehicles (STVs) eine völlig neuartige Klasse von RNA-Transportern entwickelt. Dafür kombinierten sie natürlich vorkommende Proteinbausteine mit synthetischen Proteinstrukturen, die sie mithilfe generativer KI entworfen hatten. Aus dem systematischen Screening ging STV-C8 als leistungsfähigster Kandidat hervor: Er transportiert RNA in Zellkultur weitaus effizienter als die getesteten Lipidnanopartikel und lässt sich an verschiedene RNA-Frachten und Zielzellen anpassen. In Tiermodellen konnte das Team zeigen, dass das System auch im Organismus funktioniert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
AI-Designed Proteins Enable a New Generation of RNA Transporters
Researchers at Helmholtz Munich and the Technical University of Munich (TUM) have developed Synthetic Transfer Vehicles (STVs), an entirely new class of RNA transporters. To do so, they combined naturally occurring protein building blocks with synthetic protein structures designed using generative AI. Systematic screening identified STV-C8 as the most efficient candidate: In cell culture, it transports RNA far more efficiently than the lipid nanoparticles tested and can be adapted to different RNA cargoes and target cells. In animal models, the team demonstrated that the system also works in a living organism. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
20 Jahre Kooperation: Wo Wissenschaft auf Einsatz trifft
Hamburg, 02.09.2026 – Am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten führende Expert:innen seit 20 Jahren in der Tropenmedizin und Infektionsbiologie erfolgreich Hand in Hand. Am 01.09.2026 fand anlässlich dieses Jubiläums eine akademische Feierstunde mit Grußworten, Impulsvorträgen und Podiumsdiskussion statt. Das BNITM lädt die interessierte Öffentlichkeit zu einer weiteren Veranstaltung am Mittwoch, 30.09.2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr in den historischen Hörsaal des BNITM ein – spannende Vorträge über die gemeinsamen Forschungsprojekte und Missionen stehen auf dem Programm. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion
Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion gene For the first time, a laboratory model exists for this rare form of leukemia Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Herzkrankheit „Broken Heart Syndrom“ vereinfacht diagnostizieren
Forschungsinfrastruktur der Unimedizin Greifswald genutzt Eine Kooperation zwischen der Universität Zürich und der Unimedizin Greifswald entwickelte eine neue Methode, um das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“ bereits vor einer invasiven Herzkatheteruntersuchung mit hoher Genauigkeit zu erkennen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Rätsel der verzweigten Meereswürmer gelöst
Verzweigte Meereswürmer gehören zu den außergewöhnlichsten Lebewesen im Tierreich. Ihr Merkmal: Hinter dem Kopf teilen sie sich baumartig in mehrere Enden auf. Die Entwicklung dieser ungewöhnlichen Tiere war lange Zeit ein Mysterium. Jetzt hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen ihre Evolutionsgeschichte rekonstruiert und dabei zehn neue Arten entdeckt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Zoological Journal of the Linnean Society veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Künstliche Intelligenz unterstützt Medizin der Zukunft
Das von der EU geförderte Horizon-Europe-Projekt entwickelt mit sechs europäischen Partnern eine Plattform für KI-gestützte genombasierte Diagnostik am Beispiel chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Zu den Partnern zählen unter anderem die Sapienza Università di Roma in Italien (Prof. Massimo Mecella), die Università degli Studi di Bari Aldo Moro in Italien (Prof. Paolo Buono) und die Munster Technological University in Irland (Dr. Haithem Afli). Das Projekt wird durch das Marie-Skłodowska-Curie-Actions-Programm unterstützt. GenDai verbindet Informatik, KI und biologische Forschung mit dem Ziel, Diagnostikprozesse effizienter, nachvollziehbarer und stärker personalisiert zu gestalten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Rheuma und Schwangerschaft: Neue Daten verbessern Risikokontrolle – Deutscher Rheumatologiekongress 2026
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können Frauen in einer Lebensphase treffen, in der Familienplanung und Elternschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine sichere Schwangerschaft ist heute jedoch in den meisten Fällen möglich – dank intensiver Forschung, die in den letzten Jahren zu neuen Möglichkeiten der Behandlung und der medizinischen Überwachung geführt hat. Was es bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Kinderwunsch zu beachten gilt, welche Risiken bestehen und wie sie minimiert werden können, war ein Thema der heutigen Vorab-Online-Pressekonferenz am 2. September anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026, der vom 9. bis 12. September in Leipzig stattfindet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ein Enzym, das Hoffnung macht: Neuartiges Plastik-abbauendes Enzym in Bakterien entdeckt
Forschende der Universität Konstanz entdecken in Bakterien ein neues „Pac Man Enzym“, das Polyester-Plastik zu zerlegen vermag, aber auch Antibiotika wie Penicillin. Dies stellt die Forschung zum mikrobiellen Plastikabbau sowie das Verständnis über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt auf eine neue Grundlage, auch im Hinblick auf deren Evolution. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
FLI confirms another Shamonda virus-related orthobunyavirus in Germany
The latest test results point to a second incident of introduction and spread in Germany. Sequence analyses of PCR-positive samples from north-western and eastern Germany reveal the presence of a further variant related to the Shamonda virus, alongside the ‘Shamonda virus/DE/2026’ variant, which has been circulating primarily in southern Germany, Switzerland and France since July. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland
Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weisen auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben im Nordwesten und Osten Deutschlands zeigen, dass neben der Variante „Shamonda-Virus/DE/2026“, die seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftrat, eine weitere mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Krebskachexie: Wie ein Tumorprotein den Körper auszehren lässt
Forschende von Helmholtz Munich, der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Technischen Universität München (TUM), haben einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der die sogenannte Krebskachexie antreiben kann – Abbauprozesse im Körper, die vor allem Muskel- und Fettgewebe betreffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein von Tumoren ausgeschüttetes Protein mit der Bezeichnung ADAMTSL4:Es aktiviert in Muskel- und Fettgewebe lokal einen molekularen Signalweg und setzt dadurch ein Abbauprogramm in Gang.Die Ergebnisse machen ADAMTSL4 zu einem neuen Angriffspunkt für künftige Therapien gegen Krebskachexie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Cancer Cachexia: How a Tumor Protein Drives Wasting in the Body
Researchers at Helmholtz Munich, the Heidelberg Faculty of Medicine at Heidelberg University, the German Center for Diabetes Research (DZD) and the Technical University of Munich (TUM), have identified a previously unknown mechanism that can drive cancer cachexia – a wasting process in the body that primarily affects muscle and fat tissue. A central role is played by a protein secreted by tumors, known as ADAMTSL4: It locally activates the TGF-β signaling pathway in muscle and fat tissue, thereby triggering a catabolic program. The findings identify ADAMTSL4 as a potential new target for future therapies against cancer cachexia. Quelle: IDW Informationsdienst…
Forschungserfolg: Neue physikbasierte KI kartiert entscheidende Ionenbindungsstellen in Proteinen
Forschende der Constructor University und der Constructor Labs haben BiteNetI entwickelt – ein Deep-Learning-Modell, das die Bindungsstellen von 14 biologisch wichtigen Ionentypen direkt in dreidimensionalen Proteinstrukturen lokalisiert. Das Modell benötigt nur wenige Sekunden pro Struktur und erreicht eine zwei- bis dreifach höhere Genauigkeit als die meisten bestehenden Vorhersagewerkzeuge wie AlphaFold3 von Google DeepMind. Die Studie der Autoren Igor Kozlovskii und Petr Popov wurde in der Fachzeitschrift Communications Biology aus dem Nature-Portfolio veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Niere und Herz immer gemeinsam denken
Niere und Herz müssen in der medizinischen Versorgung gemeinsam betrachtet werden: Eine eingeschränkte Nierenfunktion zählt zu den wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Etwa die Hälfte der Menschen mit Herzschwäche hat eine chronische Nierenkrankheit (CKD) – häufig, ohne davon zu wissen. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) fordert deshalb im Vorfeld ihrer 18. Jahrestagung vom 8. bis 11. Oktober 2026 in Leipzig, die Nierenfunktion insbesondere bei Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche oder anderen kardiovaskulären Risiken konsequent mitzuuntersuchen. Sie betont: Der Kreatininwert allein reicht dafür nicht aus. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
The brain does not age in isolated parts
Prof. Joanna Wardlaw is one of a group of scientists who have been trying for decades to solve one of the great mysteries of brain ageing. Why do some older people lose their independence more quickly than others? The Scottish clinician and brain researcher is not looking for the answer in individual changes to the brain, but in the bigger picture. A term has now become established for this new perspective on the ageing brain: brain frailty. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das Gehirn altert nicht in Einzelteilen
Prof. Joanna Wardlaw gehört zu den Wissenschaftlerinnen, die seit Jahrzehnten versuchen, eines der großen Rätsel der Hirnalterung zu lösen. Warum verlieren manche ältere Menschen ihre Selbstständigkeit schneller als andere? Die schottische Neuroradiologin sucht die Antwort nicht in einzelnen Veränderungen des Gehirns, sondern im Gesamtbild. Für diesen neuen Blick auf das alternde Gehirn hat sich inzwischen ein Begriff etabliert: Brain Frailty. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
So bekommen ganze Hülsenfrüchte Struktur und Biss
– Statt isolierter Proteine nutzen Forschende der ETH Zürich ganze Hülsenfrüchte als Ausgangsmaterial für neue Lebensmittel. – Eine spezielle Gefriermethode reicht aus, um eine fasrige Struktur mit attraktivem Mundgefühl zu erzeugen. – Je nach Hülsenfrucht und Wasseranteil entstehen unterschiedlich feste Texturen, die sich für verschiedene Rezepturen eignen könnten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
