Aktuell

Mit KI designte Proteine machen neue RNA-Transporter möglich

Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) haben mit Synthetic Transfer Vehicles (STVs) eine völlig neuartige Klasse von RNA-Transportern entwickelt. Dafür kombinierten sie natürlich vorkommende Proteinbausteine mit synthetischen Proteinstrukturen, die sie mithilfe generativer KI entworfen hatten. Aus dem systematischen Screening ging STV-C8 als leistungsfähigster Kandidat hervor: Er transportiert RNA in Zellkultur weitaus effizienter als die getesteten Lipidnanopartikel und lässt sich an verschiedene RNA-Frachten und Zielzellen anpassen. In Tiermodellen konnte das Team zeigen, dass das System auch im Organismus funktioniert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

AI-Designed Proteins Enable a New Generation of RNA Transporters

Researchers at Helmholtz Munich and the Technical University of Munich (TUM) have developed Synthetic Transfer Vehicles (STVs), an entirely new class of RNA transporters. To do so, they combined naturally occurring protein building blocks with synthetic protein structures designed using generative AI. Systematic screening identified STV-C8 as the most efficient candidate: In cell culture, it transports RNA far more efficiently than the lipid nanoparticles tested and can be adapted to different RNA cargoes and target cells. In animal models, the team demonstrated that the system also works in a living organism. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

20 Jahre Kooperation: Wo Wissenschaft auf Einsatz trifft

Hamburg, 02.09.2026 – Am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten führende Expert:innen seit 20 Jahren in der Tropenmedizin und Infektionsbiologie erfolgreich Hand in Hand. Am 01.09.2026 fand anlässlich dieses Jubiläums eine akademische Feierstunde mit Grußworten, Impulsvorträgen und Podiumsdiskussion statt. Das BNITM lädt die interessierte Öffentlichkeit zu einer weiteren Veranstaltung am Mittwoch, 30.09.2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr in den historischen Hörsaal des BNITM ein – spannende Vorträge über die gemeinsamen Forschungsprojekte und Missionen stehen auf dem Programm. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion

Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion gene For the first time, a laboratory model exists for this rare form of leukemia Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Herzkrankheit „Broken Heart Syndrom“ vereinfacht diagnostizieren

Forschungsinfrastruktur der Unimedizin Greifswald genutzt Eine Kooperation zwischen der Universität Zürich und der Unimedizin Greifswald entwickelte eine neue Methode, um das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“ bereits vor einer invasiven Herzkatheteruntersuchung mit hoher Genauigkeit zu erkennen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Rätsel der verzweigten Meereswürmer gelöst

Verzweigte Meereswürmer gehören zu den außergewöhnlichsten Lebewesen im Tierreich. Ihr Merkmal: Hinter dem Kopf teilen sie sich baumartig in mehrere Enden auf. Die Entwicklung dieser ungewöhnlichen Tiere war lange Zeit ein Mysterium. Jetzt hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen ihre Evolutionsgeschichte rekonstruiert und dabei zehn neue Arten entdeckt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Zoological Journal of the Linnean Society veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Künstliche Intelligenz unterstützt Medizin der Zukunft

Das von der EU geförderte Horizon-Europe-Projekt entwickelt mit sechs europäischen Partnern eine Plattform für KI-gestützte genombasierte Diagnostik am Beispiel chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Zu den Partnern zählen unter anderem die Sapienza Università di Roma in Italien (Prof. Massimo Mecella), die Università degli Studi di Bari Aldo Moro in Italien (Prof. Paolo Buono) und die Munster Technological University in Irland (Dr. Haithem Afli). Das Projekt wird durch das Marie-Skłodowska-Curie-Actions-Programm unterstützt. GenDai verbindet Informatik, KI und biologische Forschung mit dem Ziel, Diagnostikprozesse effizienter, nachvollziehbarer und stärker personalisiert zu gestalten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Rheuma und Schwangerschaft: Neue Daten verbessern Risikokontrolle – Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können Frauen in einer Lebensphase treffen, in der Familienplanung und Elternschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine sichere Schwangerschaft ist heute jedoch in den meisten Fällen möglich – dank intensiver Forschung, die in den letzten Jahren zu neuen Möglichkeiten der Behandlung und der medizinischen Überwachung geführt hat. Was es bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Kinderwunsch zu beachten gilt, welche Risiken bestehen und wie sie minimiert werden können, war ein Thema der heutigen Vorab-Online-Pressekonferenz am 2. September anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026, der vom 9. bis 12. September in Leipzig stattfindet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Ein Enzym, das Hoffnung macht: Neuartiges Plastik-abbauendes Enzym in Bakterien entdeckt

Forschende der Universität Konstanz entdecken in Bakterien ein neues „Pac Man Enzym“, das Polyester-Plastik zu zerlegen vermag, aber auch Antibiotika wie Penicillin. Dies stellt die Forschung zum mikrobiellen Plastikabbau sowie das Verständnis über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt auf eine neue Grundlage, auch im Hinblick auf deren Evolution. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

FLI confirms another Shamonda virus-related orthobunyavirus in Germany

The latest test results point to a second incident of introduction and spread in Germany. Sequence analyses of PCR-positive samples from north-western and eastern Germany reveal the presence of a further variant related to the Shamonda virus, alongside the ‘Shamonda virus/DE/2026’ variant, which has been circulating primarily in southern Germany, Switzerland and France since July. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland

Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weisen auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben im Nordwesten und Osten Deutschlands zeigen, dass neben der Variante „Shamonda-Virus/DE/2026“, die seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftrat, eine weitere mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Krebskachexie: Wie ein Tumorprotein den Körper auszehren lässt

Forschende von Helmholtz Munich, der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Technischen Universität München (TUM), haben einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der die sogenannte Krebskachexie antreiben kann – Abbauprozesse im Körper, die vor allem Muskel- und Fettgewebe betreffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein von Tumoren ausgeschüttetes Protein mit der Bezeichnung ADAMTSL4:Es aktiviert in Muskel- und Fettgewebe lokal einen molekularen Signalweg und setzt dadurch ein Abbauprogramm in Gang.Die Ergebnisse machen ADAMTSL4 zu einem neuen Angriffspunkt für künftige Therapien gegen Krebskachexie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Cancer Cachexia: How a Tumor Protein Drives Wasting in the Body

Researchers at Helmholtz Munich, the Heidelberg Faculty of Medicine at Heidelberg University, the German Center for Diabetes Research (DZD) and the Technical University of Munich (TUM), have identified a previously unknown mechanism that can drive cancer cachexia – a wasting process in the body that primarily affects muscle and fat tissue. A central role is played by a protein secreted by tumors, known as ADAMTSL4: It locally activates the TGF-β signaling pathway in muscle and fat tissue, thereby triggering a catabolic program. The findings identify ADAMTSL4 as a potential new target for future therapies against cancer cachexia. Quelle: IDW Informationsdienst…

Weiter ...

Forschungserfolg: Neue physikbasierte KI kartiert entscheidende Ionenbindungsstellen in Proteinen

Forschende der Constructor University und der Constructor Labs haben BiteNetI entwickelt – ein Deep-Learning-Modell, das die Bindungsstellen von 14 biologisch wichtigen Ionentypen direkt in dreidimensionalen Proteinstrukturen lokalisiert. Das Modell benötigt nur wenige Sekunden pro Struktur und erreicht eine zwei- bis dreifach höhere Genauigkeit als die meisten bestehenden Vorhersagewerkzeuge wie AlphaFold3 von Google DeepMind. Die Studie der Autoren Igor Kozlovskii und Petr Popov wurde in der Fachzeitschrift Communications Biology aus dem Nature-Portfolio veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Niere und Herz immer gemeinsam denken

Niere und Herz müssen in der medizinischen Versorgung gemeinsam betrachtet werden: Eine eingeschränkte Nierenfunktion zählt zu den wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Etwa die Hälfte der Menschen mit Herzschwäche hat eine chronische Nierenkrankheit (CKD) – häufig, ohne davon zu wissen. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) fordert deshalb im Vorfeld ihrer 18. Jahrestagung vom 8. bis 11. Oktober 2026 in Leipzig, die Nierenfunktion insbesondere bei Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche oder anderen kardiovaskulären Risiken konsequent mitzuuntersuchen. Sie betont: Der Kreatininwert allein reicht dafür nicht aus. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

The brain does not age in isolated parts

Prof. Joanna Wardlaw is one of a group of scientists who have been trying for decades to solve one of the great mysteries of brain ageing. Why do some older people lose their independence more quickly than others? The Scottish clinician and brain researcher is not looking for the answer in individual changes to the brain, but in the bigger picture. A term has now become established for this new perspective on the ageing brain: brain frailty. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Das Gehirn altert nicht in Einzelteilen

Prof. Joanna Wardlaw gehört zu den Wissenschaftlerinnen, die seit Jahrzehnten versuchen, eines der großen Rätsel der Hirnalterung zu lösen. Warum verlieren manche ältere Menschen ihre Selbstständigkeit schneller als andere? Die schottische Neuroradiologin sucht die Antwort nicht in einzelnen Veränderungen des Gehirns, sondern im Gesamtbild. Für diesen neuen Blick auf das alternde Gehirn hat sich inzwischen ein Begriff etabliert: Brain Frailty. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

So bekommen ganze Hülsenfrüchte Struktur und Biss

– Statt isolierter Proteine nutzen Forschende der ETH Zürich ganze Hülsenfrüchte als Ausgangsmaterial für neue Lebensmittel. – Eine spezielle Gefriermethode reicht aus, um eine fasrige Struktur mit attraktivem Mundgefühl zu erzeugen. – Je nach Hülsenfrucht und Wasseranteil entstehen unterschiedlich feste Texturen, die sich für verschiedene Rezepturen eignen könnten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Eine Suchmaschine für RNA-Moleküle

In Sekundenschnelle kann eine Google-ähnliche Suchmaschine die Daten von Millionen einzelner Zellen aus Tausenden Experimenten weltweit analysieren. Mit dem Tool lassen sich Fragen zur RNA-Biologie klären, die niemand zuvor beantworten konnte, berichtet ein Team vom Max Delbrück Center in „Nature“. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

In tune with nature: Human speech follows a rhythm that is also found in the animal kingdom

The temporal structure of speech rhythms resembles that of the communication signals of numerous animal species. This is shown by a recent study conducted by a research team from the Leibniz Centre for General Linguistics (ZAS) in Berlin, Humboldt Universität zu Berlin, the University of Regensburg and the Institute for Advanced Studies at Aix-Marseille University. For the study, speech recordings from 48 languages across all inhabited continents were analysed and compared with rhythmic data from animal species such as fish, seals and birds. The aim was to determine whether the rhythm of human speech is unique, and if not, how…

Weiter ...

Im Takt der Natur: Menschliche Sprache folgt einem Rhythmus, der auch im Tierreich vorkommt

Der Rhythmus des Sprechens ähnelt in seiner zeitlichen Struktur den Kommunikationssignalen zahlreicher Tierarten. Das zeigt eine aktuelle Studie eines Forschungsteams des Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Regensburg und der Aix-Marseille-Universität. Für die Untersuchung wurden Sprachaufnahmen aus 48 Sprachen von allen bewohnten Kontinenten ausgewertet und mit Rhythmusdaten von Tierarten wie Fischen, Robben und Vögeln verglichen. Ziel war zu klären, ob der Sprechrhythmus bei Menschen besonders ist oder sich in ein größeres biologisches Muster einordnen lässt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Medizin der Zukunft beim Tag des offenen Regierungsviertels erleben

Zahlreiche Exponate und Mitmachstationen laden kommenden Sonntag, am 6. September 2026, zum Ausprobieren und Informieren beim Tag des offenen Regierungsviertels rund um den Carolaplatz in Dresden ein. Bei den Aktionsständen des Wissenschaftsministeriums beteiligen sich auch Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) zum Forschungsgebiet „Medizin der Zukunft“ mit zwei erfolgreichen Kooperationen. Beide Entwicklungen können Ärztinnen und Ärzte bei Operationen unterstützen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Two million nautical miles in the service of research

On 26 August 2026, the Polarstern achieved an impressive milestone: the German research icebreaker has covered a full two million nautical miles since it entered service on 9 December 1982. Of course, the ship’s crew of around 40 people is always on board, ensuring reliable operations at all times. Up to 55 researchers, working in international teams, investigate processes ranging from the seabed through the water column and all the way through to sea ice and up to the atmosphere. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Schon Urbakterien besaßen interzelluläre Kommunikationsstrukturen wie heute Menschen

Biologie: Veröffentlichung im EMBO Journal Die Kommunikation zwischen Zellen in Pflanzen, Tieren und Menschen erfolgt über spezielle Verbindungsstrukturen. Ein internationales Team unter Leitung von Biologinnen und Biologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und mit Beteiligung der Universität Tübingen fand nun heraus, wie die Regulierung der sehr ähnlichen Strukturen bereits in mehrzelligen Bakterien angelegt worden ist und damit bereits früher in der Evolution entstanden sein muss. Im Fachorgan der European Molecular Biology Organization (EMBO) beschreiben sie, dass der Austausch von Kalzium – wie beim Menschen – ebenfalls bei den Bakterien die zentrale Rolle spielt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...

Semen facilitates infection with Monkeypox virus

Monkeypox virus used to be transmitted predominantly from animals to humans. In recent years, however, new virus variants have become increasingly capable of spreading from person to person. Researchers at Goethe University and Universitätsmedizin Frankfurt have now found that seminal fluid facilitates the uptake of monkeypox virus into cells. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weiter ...