Die letzten Meldungen

Deutsche Leberstiftung vergibt Freistellungs-Stipendium für klinisches hepatologisches Projekt

Hannover, 9. Februar 2026 – Mit ihrem Freistellungs-Stipendium fördert die Deutsche Leberstiftung die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie. Für 2026 beschloss das Gutachterkomitee die Förderung eines multizentrischen Registers zur Hepatischen Sarkoidose.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Organspenden 2025: Universitätsklinikum Dresden deutschlandweit erneut vorn

Innovatives Tool unterstützt am Uniklinikum bei der Identifikation von potenziellen Organspendern. Öffentlichkeitswirksame Aktionen sensibilisieren und klären auf – Wirkung ist spürbar. Organspendezahlen in Deutschland auf Höchststand seit 2012 – Bedarf an Spenderorganen weiterhin hoch.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Auch Krebs-Langzeitüberlebende profitieren von gesundem Lebensstil

Auch viele Jahre nach einer Krebsdiagnose lohnt es sich, auf einen gesunden Lebensstil zu achten: Langzeit-Krebsüberlebende, die nicht rauchen, sich ausreichend bewegen und ein gesundes Körpergewicht halten, leben deutlich länger als Betroffene mit ungesünderen Gewohnheiten. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mehrsprachigkeit, Notfallknopf, größere Schrift: Was sich Senior*innen von der Betrugsradar-App wünschen

Im Rahmen eines Workshops haben Senior*innen eine von Studierenden der Universität Hildesheim entwickelte App Betrugsradar+ weiterentwickelt. Ziel der App ist es, Senior*innen zu helfen, telefonische Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen. Nun gibt es erste Ergebnisse und Impulse für die Weiterarbeit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kinder weltweit folgen Blicken nach denselben kognitiven Prinzipien

Zu erkennen, wohin andere Menschen schauen und worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten, ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Interaktion, Kommunikation und Zusammenarbeit. Dennoch beruhen viele Annahmen über universelle Aspekte sozialer Kognition bislang vor allem auf Daten aus westlichen, wohlhabenden und urbanen Gesellschaften. Eine neue Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Leuphana Universität Lüneburg erweitert diesen Blick deutlich: Es wurden mehr als 1.300 Kinder aus 17 Gemeinschaften in 14 Ländern auf fünf Kontinenten untersucht – mithilfe einer an verschiedene Kulturen angepassten Aufgabe auf dem Tablet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Extreme Witterung führt zu erhöhten Verlusten bei Wasservögeln

In Berlin werden derzeit vermehrt tote oder geschwächte Wasservögel wie Höckerschwäne und Kormorane an und in Gewässern sowie auf Eisflächen gefunden. Diese Beobachtungen sorgen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Besorgnis. Ein Teil dieser Verluste ist jedoch eine begleitende Erscheinung strenger Winterperioden und aus naturschutzfachlicher Sicht kein ungewöhnlicher Vorgang. Vor eigenständigen Rettungsversuchen von eingefrorenen Wasservögeln wird dringend gewarnt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Taxiing through the Gut: Formic Acid in the Microbiome

Researchers at Goethe University Frankfurt have discovered a surprising role for formic acid in the human gut: The small molecule acts as a kind of “taxi” for electrons – both within bacteria and, likely, also between different microorganisms. The gut bacterium Blautia luti produces formic acid as part of a metabolic trick that allows it to respond flexibly to what is available in the gut. In addition to carbohydrates, the bacterium can also metabolize toxic carbon monoxide derived from the body’s own hemoglobin degradation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit dem Taxi durch den Darm: Ameisensäure als Verbindung im Mikrobiom

Forscher der Goethe-Universität haben eine überraschende Rolle der Ameisensäure im menschlichen Darm entdeckt: Das kleine Molekül fungiert als eine Art „Taxi“ für Elektronen – sowohl innerhalb von Bakterien als wahrscheinlich auch zwischen verschiedenen Mikroorganismen. Das Darmbakterium Blautia luti bildet die Ameisensäure für einen Stoffwechseltrick, mit dem es flexibel auf das Angebot im Darm reagieren kann. Neben Kohlenhydraten kann es giftiges Kohlenmonoxid aus dem körpereigenen Hämoglobin-Abbau abbauen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Technology transfer for Corallopyronin A successfully completed with Phyton Biotech

Phyton Biotech has successfully transferred the manufacturing process for the microbial production of Corallopyronin A (CorA). CorA is a novel anti-infective agent with the potential to address neglected tropical diseases. This achievement marks a significant step forward in the Company’s specialty GMP fermentation capabilities and supports the broader clinical development program led by the University Hospital Bonn (UKB), the Helmholtz Centre for Infection Research (HZI) and the German Center for Infection Research (DZIF).

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Ceremonial handover at Leibniz-LSB@TUM: Prof. Dr. Corinna Dawid officially honored

With a ceremony in the lecture hall of the Alte Akademie in Freising, the Leibniz Institute for Food Systems Biology at the Technical University of Munich (Leibniz-LSB@TUM) yesterday, February 5, 2026, celebrated the handover of office to its Scientific Director Prof. Dr. Corinna Dawid. The event honored the change in leadership that took place in May 2025 and also marked an important institutional moment following the completion of the latest institute evaluation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Technologietransfer für Corallopyronin A mit Phyton Biotech erfolgreich abgeschlossen

Phyton Biotech hat den Herstellungsprozess für die mikrobielle Produktion von Corallopyronin A (CorA) erfolgreich übertragen. CorA ist ein neuartiger Wirkstoff gegen Infektionen, der das Potenzial hat, vernachlässigte Tropenkrankheiten zu bekämpfen. Dieser Erfolg stellt einen bedeutenden Fortschritt für die speziellen GMP-Fermentationskapazitäten des Unternehmens dar und unterstützt das umfassendere klinische Entwicklungsprogramm, das unter der Leitung des Universitätsklinikums Bonn (UKB), des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) steht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Bluttest ermöglicht tierfreundlichere Krebsforschung

Forschende der Universität Marburg entwickeln Methode zur präzisen Tumorüberwachung im Mausmodell

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Käferschnecke der Herzen: Online-Publikum gibt neuer Tiefsee-Art einen Namen

Im Rahmen einer Social-Media-Aktion haben die Senckenberg Ocean Species Alliance, der wissenschaftliche Verlag Pensoft Publishers und der Science-YouTuber „Ze Frank“ einen Namen für eine neu entdeckte Käferschnecke aus der Gattung Ferreiraella gesucht. Aus über 8.000 in den sozialen Medien eingereichten Vorschlägen wählte das Forschungsteam, das die neue Art beschrieben hat, den Namen Ferreiraella populi aus. Der lateinische Zusatz „populi“ bedeutet wörtlich übersetzt „der Menschen“ und würdigt die gemeinschaftliche Namensfindung. Die Studie, in der die neue Käferschneckenart vorgestellt wird, ist heute in der Fachzeitschrift „Biodiversity Data Journal“ erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Two accomplices in the spotlight: When the interaction between fungi and bacteria becomes a dangerous alliance

Researchers discover new co-infection strategies of Candida albicans and Enterococcus faecalis

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zwei Komplizen im Visier: Wenn das Zusammenspiel zwischen Pilz und Bakterium zur gefährlichen Allianz wird

Forschende entdecken neue Koinfektions-Strategien von Candida albicans und Enterococcus faecalis

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Increasing Pesticide Toxicity Threatens UN Goal of Global Biodiversity Protection by 2030

At the 15th UN Biodiversity Conference (COP15) in Montreal, Canada, in 2022, nations committed to reducing the risks associated with pesticide use in agriculture by 50% by 2030. A new study by a research team from RPTU Kaiserslautern-Landau, published in the journal Science, reveals that this global target is now under serious threat. Using a novel analytical method, the researchers assessed trends in pesticide toxicity worldwide and found that current trajectories fall far short of the 2030 goal. The study concludes that immediate, coordinated action across nearly all countries is essential to reverse the trend and meet the UN commitment.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zunehmende ausgebrachte Toxizität von Pestiziden gefährdet UN-Ziel eines weltweiten Biodiversitätsschutzes bis 2030

Bis 2030 die Risiken von Pestiziden, die in der Landwirtschaft ausgebracht werden, um 50 Prozent zu reduzieren, das hatten sich die Länder der Erde 2022 auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada zum Ziel gesetzt. Ein Forschungsteam der RPTU Kaiserslautern-Landau hat die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden mit einem neuen Verfahren analysiert und nachgewiesen, dass diese UN-Zielerreichung gefährdet ist. In der Studie, die im Fachmagazin Science erschienen ist, folgern die Autoren, dass nahezu alle Länder weltweit umgehend starke Anstrengungen unternehmen müssen, um das UN-Ziel noch erreichen zu können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Live broadcast from the cell: the dynamic interaction between protein folding helpers and newly produced proteins

Protein folding helpers such as TRiC and prefoldin (PFD) are crucial for the correct folding of many essential proteins. In a Nature study, researchers from the Max Planck Institute of Biochemistry investigated for the first time interactions between newly synthesized proteins and TRiC/PFD in their native cellular environment. Using single-particle tracking in living human cells, they showed how TRiC and PFD search for nascent chains during translation, assist their folding, and guide them to the native conformation. The study proposes a virtual folding compartment, the “protected folding zone”, which slows chaperone diffusion and promotes efficient folding.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Live-Übertragung aus der Zelle: das Zusammenspiel zwischen Proteinfaltungshelfern und neu gebildeten Proteinen

Proteinfaltungshelfer wie TRiC und Prefoldin (PFD) sind entscheidend für die korrekte Faltung vieler essenzieller Proteine. Forschende am MPI für Biochemie untersuchten erstmals die Wechselwirkungen zwischen neu hergestellten Proteinen und TRiC/PFD in lebenden menschlichen Zellen. Mithilfe der Einzelpartikelverfolgung zeigten sie, wie diese Faltungshelfer entstehende Proteinketten während ihrer Herstellung erkennen und ihre Faltung in ihre funktionelle Struktur unterstützen. Es wurde gezeigt, dass es eine geschützte Faltungszone gibt. Die Studie wurde in Nature veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Frauenherzen in den Wechseljahren: Auf diese Risiken achten

Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren verlangen für Frauenherzen besondere Aufmerksamkeit. Wie schützen sich Frauen vor möglichen Risiken? Herzstiftung informiert

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Stadtameisen sind weniger wählerisch

Neue Studie zeigt, in Großstädten begnügen sich Ameisen mit verdünnter Nahrung – ein möglicher Indikator für Stress in städtischen Ökosystemen

Das Leben in der Großstadt macht offenbar weniger wählerisch – zumindest bei Ameisen. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Urban Ecosystems zeigt: Die Schwarze Wegameise (Lasius niger), eine der häufigsten Ameisenarten Europas, akzeptiert in der Stadt deutlich häufiger zuckerarme Nahrung als Artgenossinnen vom Land. Das internationale Forschungsteam aus der Ukraine, Deutschland und Polen stellt damit einen ungewöhnlich einfachen Ansatz vor, um Stress in städtischen Ökosystemen sichtbar zu machen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Je größer, desto wählerischer?

Ernährungsspezialisten werden evolutionär zu Extremen getrieben und sind häufig besonders groß oder klein. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Konstanz hat belegt, dass die Ernährungsweise von Säugetieren eng mit deren artspezifischer Körpermasse verknüpft ist.

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Artificial Intelligence Accelerates Access to Insect Collections

Researchers at the Museum für Naturkunde Berlin, together with data scientists, have developed a new method to largely automate the extraction of label information from digitized insect specimens. The pipeline, named ELIE, uses artificial intelligence to reliably detect and process printed labels. This significantly reduces the time-consuming manual transcription work and represents an important advance for the digitization of natural history collections worldwide.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Künstliche Intelligenz beschleunigt die Erschließung von Insektensammlungen

Forschende des Museums für Naturkunde Berlin haben gemeinsam mit Datenwissenschaftler:innen eine neue Methode entwickelt, um Etiketteninformationen aus digitalisierten Insektenpräparaten weitgehend automatisiert auszulesen. Die Pipeline mit dem Namen ELIE nutzt Künstliche Intelligenz, um gedruckte Etiketten zuverlässig zu erkennen und auszuwerten. Damit kann ein Großteil der bisher zeitaufwendigen manuellen Transkriptionsarbeit eingespart werden – ein wichtiger Fortschritt für die Digitalisierung naturhistorischer Sammlungen weltweit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Organisation sorgender Gemeinschaften nach regionalen Zielbildern

Fachtag der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW, der Initiative „Daseinsvorsorge vor Ort stärken“ (DavOr) und des Forum Seniorenarbeit NRW zur Gestaltung von Caring Communities.

Die Relevanz freiwilligen Engagements für die Daseinsvorsorge auf kommunaler Ebene und auch im Bereich Pflege ist unumstritten. Sorgende Gemeinschaften setzen hier an und gewinnen durch demografisch bedingte Herausforderungen des aktuellen Versorgungssystems an Bedeutung. Für ein gelingendes Zusammenspiel von kommunaler Verantwortung und freiwilligem Engagement braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und klare Verantwortlichkeiten. Diese praxisnah zu gestalten, war Schwerpunkt des Fachtags.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft