Aktuell
Wie lässt sich das Immunsystem beeinflussen? Akademievorlesungsreihe startet im April
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg veranstaltet im Sommersemester 2026 eine Vorlesungsreihe zum Thema „Immunmodulation“. In den Vorträgen geht es darum, wie das Immunsystem beeinflusst werden kann. Ebenso geht es um die Frage, wie das Geschlecht die Immunantwort beeinflusst. Zum Auftakt spricht Prof. Dr. Samuel Huber vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am 23. April 2026 über den Darm als Schlüssel zum Immunsystem. Die Vorträge im Gartensaal vom Hotel Baseler Hof in Hamburg beginnen jeweils um 19:00 Uhr. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
The developmental hourglass has cellular basis
A new study shows that the hourglass model of embryonic development is visible not only at the level of whole embryos, but already within individual cell lineages. Researchers at the Max Planck Institute for Evolutionary Biology and Kiel University have demonstrated that cells from different species use particularly similar genetic programmes during the middle phase of development. This opens up a new perspective on how conserved developmental processes and species-specific differences arise. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Hochschule Merseburg eröffnet Maker- und Education Lab für Robotik und assistive Technologien
Wie können Robotik und digitale Technologien künftig dabei helfen, Pflegekräfte zu entlasten und Menschen im Alltag zu unterstützen? Mit dem am 12. März 2026 eröffneten Maker- & Education LAB (MEL) hat die Hochschule Merseburg einen Ort geschaffen, an dem genau diese Fragen praxisnah erlebbar werden. Im MEL können Besucherinnen und Besucher Zukunftstechnologien aus der Pflege- und Gesundheitsversorgung kennenlernen, ausprobieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren, pflegende Angehörige, Fachkräfte und Auszubildende im Gesundheitswesen sowie an Studierende, Lehrkräfte und Unternehmen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das Sanduhr-Modell der Embryonalentwicklung existiert bereits in einzelnen Zelllinien
Eine neue Studie zeigt, dass das Sanduhr-Modell der Embryonalentwicklung nicht nur auf Ebene ganzer Embryonen, sondern bereits in einzelnen Zelllinien sichtbar ist. Forschende des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie und der Universität Kiel konnten nachweisen, dass Zellen verschiedener Arten in der mittleren Entwicklungsphase besonders ähnliche genetische Programme nutzen. Das eröffnet eine neue Perspektive auf die Frage, wie konservierte Entwicklungsprozesse und artspezifische Unterschiede entstehen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Prostatakrebs-Screening wahrscheinlich ähnlich effektiv wie Brustkrebs-Screening
Das Prostatakrebs-Screening auf Basis eines PSA-Bluttests schneidet bei der Erkennung von Krebserkrankungen und beim Vermeiden von Überdiagnosen wahrscheinlich vergleichbar gut ab wie das Mammographie-Brustkrebs-Screening, so das Ergebnis einer neuen Analyse der PROBASE Studie unter der Leitung von Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Vereinigung für Urologie (EAU) in London vorgestellt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Projekt PEDNET-LC am Universitätsklinikum Dresden
Diagnostik und Behandlungsansätze für Kinder und Jugendliche mit Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen. Ambulanz für postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome (PAIVS) und ME/CFS ist Anlaufstelle für Betroffene. Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt über vier Jahre lang mit 41 Millionen Euro. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
„Healthy Longevity. Gib deinem Leben mehr gesunde Jahre“ – Öffentlicher Vortrag in der „Science & Society“-Reihe
Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ wird am 19. März 2026 die Journalistin, Fernsehmoderatorin und Expertin für gesunde Langlebigkeit (Healthy Longevity), Nina Ruge, erläutern, was die moderne Alternsforschung bereits heute über die Ursachen des Alterns weiß – von Zellgesundheit über Biomarker bis hin zu Entzündungsprozesse und moderner Präventionsmedizin – und setzt sich mit den aktuellen Entwicklungen rund um gesunde Langlebigkeit auseinander. In ihrem Vortrag „Healthy Longevity. Gib deinem Leben mehr gesunde Jahre“ gibt sie einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse der Alternsforschung und erklärt, was wir bereits heute tun können, um lange gesund alt zu werden. Quelle: IDW Informationsdienst…
Wie flexible Proteinregionen ihre Funktion bewahren
Eine neue LMU-Studie zeigt, wie Proteine ohne geordnete 3D-Struktur dennoch zuverlässig funktionieren – und warum dabei nicht nur kurze Sequenzmotive, sondern auch ihre chemischen Eigenschaften entscheidend sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
How vitamin B2 could pave the way to new cancer therapies
A lack of vitamin B2 makes tumour cells more susceptible to a unique form of cell death. This was discovered by researchers at the Rudolf Virchow Centre at the University of Würzburg. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Vitamin B2 den Weg zu neuen Krebstherapien eröffnen könnte
Ein Mangel an Vitamin B2 macht Tumorzellen anfälliger für eine spezielle Form des Zelltods. Das haben Forschende des Rudolf-Virchow-Zentrums der Uni Würzburg herausgefunden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Safer space travel — Cosmic ray simulator at GSI/FAIR
Cosmic rays are one of the greatest challenges for space travel and pose a considerable risk to humans and materials. For the first time on European soil, an international research team in collaboration with the European Space Agency (ESA) has succeeded in providing a simulator for Galactic Cosmic Rays at the GSI/FAIR accelerator facility in Darmstadt, Germany. The results have been published in two articles in the journal “Life Sciences in Space Research.” Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Sicherere Raumfahrt – Simulator für kosmische Strahlung bei GSI/FAIR
Kosmische Strahlung ist eine der größten Herausforderungen für die Raumfahrt und stellt ein erhebliches Risiko für Menschen und Materialien dar. Einem internationalen Forschungsteam in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist es an den Beschleunigeranlagen von GSI/FAIR in Darmstadt gelungen, erstmals auf europäischem Boden einen Simulator für galaktische kosmische Strahlung bereitzustellen. Die Ergebnisse sind in zwei Publikationen im Fachmagazin „Life Sciences in Space Research“ veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Raketenstart für StellarHeal – Meilenstein für zukünftige Wundversorgung bei Raumflügen und auf der Erde
Am Donnerstag, den 12. März ist eine Forschungsrakete aus dem REXUS-Programm vom schwedischen Esrange Space Center in die Stratosphäre gestartet, an Bord das THRIVE-Modul mit Komponenten des zellbasierten StellarHeal-Wundversorgungsmaterials aus Würzburg, Hannover und Dresden. Seit letztem November liefen die Vorbereitungen für den aktuellen Raketenstart, jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Experimente gute Ergebnisse bringen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Rocket Launch for StellarHeal – Milestone for Future Wound Care in Space Flights and on Earth
Thursday, March 12, is the big day: A research rocket from the REXUS program launched into the stratosphere from the Esrange Space Center in Sweden, carrying the THRIVE module with components of the cell-based StellarHeal wound care material from Würzburg, Hanover, and Dresden. Preparations for the current rocket launch have been underway since last November, and now it’s time to keep our fingers crossed that the experiments yield good results. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Embryonalentwicklung in 4D: Ein Entwicklungsatlas für Gene und Zellen
Wie wird aus einem winzigen Zellhaufen ein Embryo mit Kopf, Rumpf und Schwanz? Und wie koordinieren tausende Gene diese Entwicklung? Eine neues Bildgebungsverfahren macht es nun möglich, die Aktivität tausender Gene gleichzeitig im gesamten Zebrafisch-Embryo sichtbar zu machen. Mithilfe dieser Technologie hat ein Forschungsteam der Universität Basel einen Atlas aller Gene und Zellen erstellt, die sich an der Entwicklung vom Zellhaufen zum Embryo beteiligen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
HDZ NRW: Anästhesisten mit europäischen Spitzenqualifikationen ausgezeichnet
Erfolgsgeschichte „Ostwestfalen EACTAIC Fellowship“: Das ärztliche Fortbildungsprogramm am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen vermittelt Spezialkenntnisse in der Kardioanästhesie, von denen Patientinnen und Patienten aller Altersstufen und Schweregrade ihrer Herzerkrankung profitieren. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Fungi use “start button” for ice from bacteria
An international research team led by Konrad Meister from the Max Planck Institute for Polymer Research, part of Mischa Bonn’s department, has identified a new class of ice crystal-forming proteins in lower fungi. The study shows that fungi of the family Mortierellaceae use a genetic blueprint that originates from bacteria. Unlike bacteria, however, the fungi use the gene to form water-soluble proteins. This structural adaptation explains the high stability and efficiency of ice formation by the fungi. According to the researchers, the fungal proteins are promising for applications in the field of freezing technology. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pilze nutzen „Startknopf“ für Eis aus Bakterien
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Konrad Meister vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung aus dem Arbeitskreis von Mischa Bonn hat eine neue Klasse von eiskristallbildenden Proteinen in niederen Pilzen identifiziert. Die Studie zeigt, dass Pilze der Familie Mortierellaceae einen genetischen Bauplan verwenden, der ursprünglich aus Bakterien stammt. Anders als Bakterien nutzen die Pilze das Gen jedoch, um wasserlösliche Proteine zu bilden. Diese strukturelle Anpassung erklärt die hohe Stabilität und Effizienz der Eisbildung durch die Pilze. Laut den Forschenden sind die Pilzproteine vielversprechend für Anwendungen im Bereich der Gefriertechnik. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
New ZMT study: The role of biodiversity in the resilience of mangrove forests
Mangrove forests protect tropical coasts from storms, store large amounts of carbon and provide vital habitats for plants and animals, serving for example as nurseries for fish and crabs. They also supply local communities with wood and medicinal plant substances. But how resilient are these ecosystems to increasing environmental pressures? An international research team including the Leibniz Centre for Tropical Marine Research (ZMT) investigated the role biodiversity plays in the resilience of mangrove forests. The study, co-authored by ZMT mangrove ecologist Martin Zimmer, focuses on the Sundarbans, one of the largest contiguous mangrove ecosystems in the world. Quelle: IDW Informationsdienst…
Frühwarnsystem im Schuh: Intelligente Sensorik schützt Füße von Menschen mit Diabetes
Student der Hochschule Osnabrück entwickelt kostengünstiges Sensorsystem zur Früherkennung von Fehlbelastungen bei Diabetespatient*innen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Brain Diseases: Certain Neurons Are Especially Susceptible to ALS and FTD
Amyotrophic lateral sclerosis (ALS) and frontotemporal dementia (FTD) belong to a spectrum of neurodegenerative diseases with overlapping symptoms, characterized by muscle wasting, paralysis, dementia, and other serious impairments. There are currently no effective treatments. Many patients have a common hallmark: A protein called TDP-43 clumps together in the neurons of the brain to form tiny lumps. Researchers at DZNE and Ulm University Hospital, together with international experts, have now discovered that these pathological changes primarily affect certain cells. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Hirnerkrankungen: Manche Nervenzellen sind für ALS und FTD besonders anfällig
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Frontotemporale Demenz (FTD) gehören zu einem Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen mit überlappender Symptomatik, die durch Schwund der Muskulatur, Lähmungen, Demenz und andere schwerwiegende Beeinträchtigungen gekennzeichnet ist. Wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht. Eine Gemeinsamkeit auf molekularer Ebene teilen viele Betroffene: Ein Protein namens TDP-43 ballt sich in den Nervenzellen des Gehirns zu winzig kleinen Klumpen. Forschende des DZNE und des Universitätsklinikums Ulm haben gemeinsam mit Fachleuten aus dem Ausland nun festgestellt, dass diese krankhaften Veränderungen vorwiegend bestimmte Zellen betreffen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
+++ Lungenrundherd: Was tun? Themen zur Lungenchirurgie auf dem DCK 2026 +++
Ab dem 1. April 2026 können starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren einmal jährlich eine Untersuchung ihrer Lunge mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) in Anspruch nehmen. Ziel des Screenings ist es, Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen – und damit die Behandlungschancen zu verbessern. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 57.000 Menschen an Lungenkrebs, meist infolge langjährigen Rauchens. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DEGUM fordert: Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter sollte eine Kassenleistung werden
Berlin – Die Kalkschulter ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Bis zu 7,5 Prozent der Bevölkerung leiden darunter – vor allem Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Häufig verursacht die Kalkschulter Schmerzen und Funktionseinschränkungen. Bei chronischen Verläufen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT), da dadurch der Krankheitsverlauf deutlich verkürzt – und manchmal sogar eine Operation verhindert werden kann. Momentan ist die Therapie jedoch eine individuelle Gesundheitsdienstleistung (IGeL), die von den Patientinnen und Patienten selbst finanziert werden muss. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Tracking the memory of rocks: Bromacker is four million years older than previously thought
When a few millimetres can mean a difference of four million years: as part of the BROMACKER project, a team of researchers, including Dr Lorenzo Marchetti from the Museum für Naturkunde Berlin, discovered that the famous fossil deposit between Tambach-Dietharz and Georgenthal in the Thuringian Forest is older than previously thought. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
