Aktuell
Wasserwiederverwendung: Fraunhofer IGB bietet Lösungen für Landwirtschaft und Industrie
Die Klimakrise wird spürbar: Der Sommer 2026 brachte extreme Hitze und Trockenheit. Eine große Herausforderung für die Landwirtschaft, aber auch für die Industrie. Denn viele Produktions- und Verarbeitungsprozesse benötigen viel Wasser. Doch was tun, wenn dieses knapp wird? Eine Lösung: Bereits genutztes Wasser in Kreisläufen wiederverwenden. Hierfür entwickelt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB die passenden Verfahren und Technologien. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Trauma-induced changes in the brain differ significantly between males and females
• Early life adversity is an established risk factor for psychiatric illnesses such as depression and anxiety, disorders that display significant sex differences in prevalence, clinical symptoms, and treatment response. • A translational mouse model combining prenatal and early postnatal stress demonstrated that early adversity lead to social subordination in both sexes, but induced patterns in behavioral flexibility, reaction to rewards and impulsivity that differed significantly between males and females. • Early stress shapes the brains of males and females in completely separate ways. This challenges the previous male-centric view on stress psychopathology. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Trauma wirkt sich je nach Geschlecht unterschiedlich auf das Gehirn aus
• Belastungen früh im Leben erhöhen das Risiko, psychische Erkrankungen wie Depression und Angststörungen zu entwickeln. Prävalenz, Symptomatik und Behandlungserfolge dieser Erkrankungen unterscheiden sich bei Männern und Frauen erheblich. • Mit einem translationalen Mausmodell konnten Forschende zeigen, dass frühe Belastung bei beiden Geschlechtern zu sozialer Unterordnung führte – Auswirkungen auf Verhalten, Belohnungsempfindlichkeit und Impulsivität unterschieden sich jedoch nach Geschlecht. • Früher Stress prägte das Gehirn von männlichen und weiblichen Mäusen unterschiedlich – dies stellt die bisherige, auf Männer ausgerichtete Sichtweise auf die Stresspsychopathologie in Frage. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
How the SLC26A11 transporter enables recycling within brain and kidney cells
Our cells have their own internal ‘rubbish collection’ system that gathers up everything that is defective, worn out or foreign. Acting as a sort of ‘cellular stomach’, the so-called lysosomes are responsible for this recycling process. However, the breakdown products must also be transported out of the organelles again; otherwise, there is a risk of neurological disorders, some of which can be severe. A research consortium led by the MHH has now discovered how this works, using sulphate in brain and kidney cells as an example. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie der Transporter SLC26A11 das Recycling in den Zellen in Gehirn und Niere ermöglicht
Unsere Zellen haben in ihrem Inneren eine eigene „Müllabfuhr“, die alles einsammelt, was defekt, verbraucht oder fremd ist. Als eine Art „Magen der Zelle“ übernehmen die sogenannten Lysosomen dabei das Recycling. Doch die Abbauprodukte müssen auch wieder aus den Organellen heraustransportiert werden, sonst drohen teils schwere neurologische Erkrankungen. Wie das am Beispiel von Sulfat in den Zellen von Gehirn und Nieren funktioniert, hat ein Forschungsverbund unter Leitung der MHH nun herausgefunden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Home advantage or pastures new? Shorebirds in the high Arctic rarely return to the same breeding ground
To the point: • Counting the returns: Around one in three individuals of shorebirds breeding in the tundra return each year, compared to two in three of those that breed in forests, grasslands and arid regions. • Where latitude matters: How far north birds bred made no difference to how often they returned, except in the tundra, where roughly half of the individuals returned at its southern edge, against only about one in ten in the high Arctic. • Beyond the tundra: How faithfully birds return shapes gene flow and disease spread; the study raises the question of whether other…
Heimvorteil oder neue Ufer? Watvögel in der Arktis kehren selten zu denselben Brutplätzen zurück
• Rückkehrer zählen: Rund ein Drittel der in der Tundra brütenden Watvögel kehrt jährlich an den früheren Brutplatz zurück. In Wäldern, Graslandschaften und Trockengebieten sind es dagegen rund zwei Drittel. • Breitengrad wirkt nur in der Tundra: Am südlichen Rand der Arktis kehrt etwa die Hälfte der Individuen zurück, in der hohen Arktis, weit im Norden, jedoch nur rund jedes zehnte Tier. In anderen Lebensräumen hat der Breitengrad hingegen kaum Einfluss auf die Rückkehrrate. • Jenseits der Tundra: Die Rückkehrrate beeinflusst den Genfluss und die Ausbreitung von Krankheiten. Die Studie wirft die Frage auf, ob andere unbeständige Lebensräume ähnlich mobile…
Deutsche Leberstiftung zum Weltkindertag: Gesunde Leber, starke Zukunft – Prävention beginnt im Kindesalter
Hannover – Zum Weltkindertag am 20. September 2026 fordern UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk mit dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ mehr Engagement für die Rechte und den Schutz der jungen Menschen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was brauchen Kinder und Jugendliche, um sich stark für die Zukunft zu fühlen? Die Deutsche Leberstiftung antwortet: Gesundheit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Aufwachsen. Angesichts der steigenden Zahl übergewichtiger und adipöser Kinder warnt sie vor den Folgen für die Lebergesundheit. Fettlebererkrankungen treten bereits im Kindesalter immer häufiger auf – mit Auswirkungen auf die körperliche und psychische Entwicklung. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
BESSY II: Hochaufgelöste Einblicke in einzelne Biomoleküle und Katalysatoren
Winzige biologische Proben und sogar einzelne Biomoleküle können nun an der BESSY-II-Infrarot-Beamline unter lebensnahen Bedingungen in höchster Auflösung untersucht werden. Die nanoskalige Infrarotspektroskopie (s-SNOM) wurde dafür verbessert und gründlich validiert. Ultradünne Membrane auf Siliziumbasis ermöglichen die Untersuchung im wässrigen Medium. Dieser methodische Fortschritt ermöglicht nun tiefere Einblicke in Biomaterialien, aber auch die Beobachtung katalytischer Prozesse in flüssigen Umgebungen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Geheilt, aber anders: Über Liebe und Intimität spricht nach einer Krebserkrankung kaum jemand
Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung. Bei vielen von ihnen endet bestenfalls die medizinische Behandlung, nicht aber deren Folgen. Eine neue Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zeigt, dass Veränderungen in Liebe, Nähe und Sexualität Jahre anhalten können und sich auf die psychische und körperliche Gesundheit, das Körperbild, soziale Beziehungen sowie Partnerschaft und Intimität auswirken. Trotzdem sprechen Betroffene, Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Reha oder Beratung selten von sich aus darüber. Es entsteht ein „systemisches Schweigen“. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie ein Protein die Zellmembran formt
Einstülpungen der Zellmembran können Zellen vor mechanischem Stress schützen, Nährstoffe wie Fettsäuren in die Zelle lassen und Signalzentren sein. Eine Proteinkette stabilisiert sie dabei. Die Teams von Oliver Daumke und Misha Kudryashev stellen ihre Struktur jetzt in „Nature Communications“ vor. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Chemicals and energy sectors move away from fossil raw materials
The Estonian deep-tech startup New Standard Oil has integrated thermal biomass valorisation technologies from the German applied research organisation Fraunhofer into a unified modular platform and launched its first industrial prototype. The goal is to convert currently unused biowaste streams across Europe into valuable renewable products. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Chemie- und Energiesektor lösen sich von fossilen Rohstoffen
Das estnische Deep-Tech-Start-up New Standard Oil hat die Technologien zur thermischen Biomasseverwertung der deutschen Forschungsorganisation Fraunhofer zu einer einheitlichen modularen Plattform zusammengeführt und den ersten industriellen Prototypen in Betrieb genommen. Ziel ist es, bislang ungenutzte Bioabfälle in ganz Europa in wertvolle erneuerbare Produkte umzuwandeln. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Patientensicherheit im Klinikalltag: So bereiten sich Menschen mit Diabetes auf ihren Krankenhausaufenthalt richtig vor
Menschen mit Diabetes sollten einen Krankenhausaufenthalt gut vorbereiten und ihre Erkrankung bereits bei der Aufnahme aktiv ansprechen. Denn nur wenn Therapiepläne, das Insulinschema, Medikamente sowie Informationen zu Glukosesensoren oder Insulinpumpen frühzeitig vorliegen, kann das Klinikteam die Diabetesbehandlung von Beginn an sicher mitplanen. Auch wenn Diabetes nicht der eigentliche Aufnahmegrund ist, kann die Stoffwechselerkrankung einen operativen Eingriff und den Behandlungsverlauf entscheidend beeinflussen. Anlässlich des Tages der Patientensicherheit am 17.9.2026 zeigt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), wie Betroffene sicherer durch den Klinikaufenthalt kommen können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Auf Entdeckungstour in Deutschland: Der Tag des Geotops am 20. September 2026
Am Sonntag, den 20. September 2026, gibt es beim diesjährigen Tag des Geotops (https://www.dggv.de/geologie-erleben/tag-des-geotops/) für kleine und große Forscherinnen und Forscher wieder eine ganze Menge zu entdecken. Bis über 550 Millionen Jahre Erdgeschichte warten darauf, erkundet zu werden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welt-Sepsis-Tag: DGAI fordert mehr Aufklärung und bessere Früherkennung
Nürnberg. Eine Sepsis ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Unbehandelt kann sie innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Organdysfunktionen bis hin zum septischen Schock führen. Eine rasche Diagnostik und Behandlung sind deshalb entscheidend. Doch noch immer wird die lebensbedrohliche Erkrankung häufig zu spät erkannt. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September fordert die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) deshalb, die Früherkennung konsequent zu stärken: durch mehr Wissen über Warnzeichen in der Bevölkerung, eine kontinuierliche Sensibilisierung aller, die in der Gesundheitsversorgung tätig sind, und den gezielten Einsatz neuer digitaler Möglichkeiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
ITA has developed a washable digital smart jacket with real-time feedback and an AI-powered app for rehabilitation
11 September 2026, Aachen, Germany As part of the PhysioTaix research project, the Institut für Textiltechnik (ITA) of RWTH Aachen University is developing a digital smart jacket with integrated sensors. The jacket is washable and reusable; it tracks movements during rehabilitation exercises in real time and transmits the data to an app. Artificial intelligence is used to analyse and evaluate the movements. Patients receive immediate feedback on their exercises and are better able to assess their performance independently. The sensors are integrated directly into the jacket. Instead of attaching several individual sensors to the body, the smart jacket is simply…
ITA entwickelt waschbare digitale Smarte Jacke mit Echtzeit-Feedback und KI-gestützter Anwendung für Rehabilitation
Im Forschungsprojekt PhysioTaix entwickelt das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen eine digitale smarte Jacke mit integrierten Sensoren. Die Jacke ist waschbar und wiederverwendbar, erfasst Bewegungen während der Rehabilitationsübungen in Echtzeit und übermittelt die Daten an eine App. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden die Bewegungen analysiert und bewertet. PatientInnen erhalten direkt Feedback zu ihren Übungen. und können ihre Übungen selbstständig besser einschätzen. Die Sensoren sind direkt in die Jacke integriert. Statt mehrere einzelne Sensoren am Körper anzulegen, wird die Smarte Jacke einfach angezogen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klimavariabilität und Korallenreaktionen im Pazifik
Fossile und moderne Korallen der Marshallinseln geben Einblicke in Klimavariabilität, Korallenkalzifizierung und Umweltbedingungen innerhalb der vergangenen 1.500 Jahre – bis hin zur gegenwärtigen Erwärmung des Ozeans, wie eine in Communications Earth & Environment veröffentlichte Studie zeigt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Experten empfehlen systematisches Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes
Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Experts Recommend Systematic Screening of Children for Type 1 Diabetes
An international team of experts has issued specific recommendations for population-wide screening of children for type 1 diabetes. The consensus paper, published in the journal Diabetologia, sets out when children should be tested and how a diagnosis can be confirmed step by step through a series of tests. The aim is to identify type 1 diabetes reliably before symptoms appear, reduce the risk of severe metabolic complications and enable timely treatment and support. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ausgezeichnete Forschung mit hohem Anwendungsbezug: Dr. Kerstin Risse erhält Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026
Neue Erkenntnisse zum Zusammenspiel von Tensiden und Proteinen können helfen, Emulsionen in Lebensmitteln gezielter zu stabilisieren und Herstellungsprozesse zu optimieren. In ihrer Dissertation untersuchte Dr. Kerstin Risse die Vorgänge an Öl-Wasser-Grenzflächen und zeigte, dass Tenside und Proteine unter bestimmten Bedingungen nicht nur konkurrieren, sondern gemeinsam zur Stabilisierung von Emulsionen beitragen können. Für ihre wissenschaftlich herausragende und industriell relevante Arbeit wurde sie mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 des FEI ausgezeichnet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neues Leuchtmittel an Bahnhöfen verringert Lichtstress für Insekten
Eine neu getestete LED-Leuchte reduziert die Anziehung von fliegenden Insekten an Bahnhöfen drastisch. Das zeigt das Forschungsprojekt BALIN unter Realbedingungen im Natur- und Sternenpark Westhavelland. Anlässlich der heute stattfindenden Earth Night: https://www.earth-night.info, die ein Zeichen gegen übermäßiges künstliches Licht im Freien setzen soll, ist dies ein vielversprechendes Ergebnis für den Schutz von Insekten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Cormorants, a loon and an eagle found at the Hammerschmiede site
A team combining the Senckenberg Nature Research Society and the University of Tübingen correlates over eleven million year old bird fossils to earlier fish-based food web Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Kormorane, Seetaucher und Adler aus der Menschenaffen-Fundstelle Hammerschmiede
Team der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Universität Tübingen ordnet mehr als elf Millionen Jahre alte Vogelfossilien früherem fischbasierten Nahrungsnetz zu Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
