Aktuell
Wie ein Protein die Zellmembran formt
Einstülpungen der Zellmembran können Zellen vor mechanischem Stress schützen, Nährstoffe wie Fettsäuren in die Zelle lassen und Signalzentren sein. Eine Proteinkette stabilisiert sie dabei. Die Teams von Oliver Daumke und Misha Kudryashev stellen ihre Struktur jetzt in „Nature Communications“ vor. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Chemicals and energy sectors move away from fossil raw materials
The Estonian deep-tech startup New Standard Oil has integrated thermal biomass valorisation technologies from the German applied research organisation Fraunhofer into a unified modular platform and launched its first industrial prototype. The goal is to convert currently unused biowaste streams across Europe into valuable renewable products. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Chemie- und Energiesektor lösen sich von fossilen Rohstoffen
Das estnische Deep-Tech-Start-up New Standard Oil hat die Technologien zur thermischen Biomasseverwertung der deutschen Forschungsorganisation Fraunhofer zu einer einheitlichen modularen Plattform zusammengeführt und den ersten industriellen Prototypen in Betrieb genommen. Ziel ist es, bislang ungenutzte Bioabfälle in ganz Europa in wertvolle erneuerbare Produkte umzuwandeln. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Patientensicherheit im Klinikalltag: So bereiten sich Menschen mit Diabetes auf ihren Krankenhausaufenthalt richtig vor
Menschen mit Diabetes sollten einen Krankenhausaufenthalt gut vorbereiten und ihre Erkrankung bereits bei der Aufnahme aktiv ansprechen. Denn nur wenn Therapiepläne, das Insulinschema, Medikamente sowie Informationen zu Glukosesensoren oder Insulinpumpen frühzeitig vorliegen, kann das Klinikteam die Diabetesbehandlung von Beginn an sicher mitplanen. Auch wenn Diabetes nicht der eigentliche Aufnahmegrund ist, kann die Stoffwechselerkrankung einen operativen Eingriff und den Behandlungsverlauf entscheidend beeinflussen. Anlässlich des Tages der Patientensicherheit am 17.9.2026 zeigt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), wie Betroffene sicherer durch den Klinikaufenthalt kommen können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Auf Entdeckungstour in Deutschland: Der Tag des Geotops am 20. September 2026
Am Sonntag, den 20. September 2026, gibt es beim diesjährigen Tag des Geotops (https://www.dggv.de/geologie-erleben/tag-des-geotops/) für kleine und große Forscherinnen und Forscher wieder eine ganze Menge zu entdecken. Bis über 550 Millionen Jahre Erdgeschichte warten darauf, erkundet zu werden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welt-Sepsis-Tag: DGAI fordert mehr Aufklärung und bessere Früherkennung
Nürnberg. Eine Sepsis ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Unbehandelt kann sie innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Organdysfunktionen bis hin zum septischen Schock führen. Eine rasche Diagnostik und Behandlung sind deshalb entscheidend. Doch noch immer wird die lebensbedrohliche Erkrankung häufig zu spät erkannt. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September fordert die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) deshalb, die Früherkennung konsequent zu stärken: durch mehr Wissen über Warnzeichen in der Bevölkerung, eine kontinuierliche Sensibilisierung aller, die in der Gesundheitsversorgung tätig sind, und den gezielten Einsatz neuer digitaler Möglichkeiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
ITA has developed a washable digital smart jacket with real-time feedback and an AI-powered app for rehabilitation
11 September 2026, Aachen, Germany As part of the PhysioTaix research project, the Institut für Textiltechnik (ITA) of RWTH Aachen University is developing a digital smart jacket with integrated sensors. The jacket is washable and reusable; it tracks movements during rehabilitation exercises in real time and transmits the data to an app. Artificial intelligence is used to analyse and evaluate the movements. Patients receive immediate feedback on their exercises and are better able to assess their performance independently. The sensors are integrated directly into the jacket. Instead of attaching several individual sensors to the body, the smart jacket is simply…
ITA entwickelt waschbare digitale Smarte Jacke mit Echtzeit-Feedback und KI-gestützter Anwendung für Rehabilitation
Im Forschungsprojekt PhysioTaix entwickelt das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen eine digitale smarte Jacke mit integrierten Sensoren. Die Jacke ist waschbar und wiederverwendbar, erfasst Bewegungen während der Rehabilitationsübungen in Echtzeit und übermittelt die Daten an eine App. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden die Bewegungen analysiert und bewertet. PatientInnen erhalten direkt Feedback zu ihren Übungen. und können ihre Übungen selbstständig besser einschätzen. Die Sensoren sind direkt in die Jacke integriert. Statt mehrere einzelne Sensoren am Körper anzulegen, wird die Smarte Jacke einfach angezogen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klimavariabilität und Korallenreaktionen im Pazifik
Fossile und moderne Korallen der Marshallinseln geben Einblicke in Klimavariabilität, Korallenkalzifizierung und Umweltbedingungen innerhalb der vergangenen 1.500 Jahre – bis hin zur gegenwärtigen Erwärmung des Ozeans, wie eine in Communications Earth & Environment veröffentlichte Studie zeigt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Experten empfehlen systematisches Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes
Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Experts Recommend Systematic Screening of Children for Type 1 Diabetes
An international team of experts has issued specific recommendations for population-wide screening of children for type 1 diabetes. The consensus paper, published in the journal Diabetologia, sets out when children should be tested and how a diagnosis can be confirmed step by step through a series of tests. The aim is to identify type 1 diabetes reliably before symptoms appear, reduce the risk of severe metabolic complications and enable timely treatment and support. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ausgezeichnete Forschung mit hohem Anwendungsbezug: Dr. Kerstin Risse erhält Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026
Neue Erkenntnisse zum Zusammenspiel von Tensiden und Proteinen können helfen, Emulsionen in Lebensmitteln gezielter zu stabilisieren und Herstellungsprozesse zu optimieren. In ihrer Dissertation untersuchte Dr. Kerstin Risse die Vorgänge an Öl-Wasser-Grenzflächen und zeigte, dass Tenside und Proteine unter bestimmten Bedingungen nicht nur konkurrieren, sondern gemeinsam zur Stabilisierung von Emulsionen beitragen können. Für ihre wissenschaftlich herausragende und industriell relevante Arbeit wurde sie mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 des FEI ausgezeichnet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neues Leuchtmittel an Bahnhöfen verringert Lichtstress für Insekten
Eine neu getestete LED-Leuchte reduziert die Anziehung von fliegenden Insekten an Bahnhöfen drastisch. Das zeigt das Forschungsprojekt BALIN unter Realbedingungen im Natur- und Sternenpark Westhavelland. Anlässlich der heute stattfindenden Earth Night: https://www.earth-night.info, die ein Zeichen gegen übermäßiges künstliches Licht im Freien setzen soll, ist dies ein vielversprechendes Ergebnis für den Schutz von Insekten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Cormorants, a loon and an eagle found at the Hammerschmiede site
A team combining the Senckenberg Nature Research Society and the University of Tübingen correlates over eleven million year old bird fossils to earlier fish-based food web Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Kormorane, Seetaucher und Adler aus der Menschenaffen-Fundstelle Hammerschmiede
Team der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Universität Tübingen ordnet mehr als elf Millionen Jahre alte Vogelfossilien früherem fischbasierten Nahrungsnetz zu Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welt-Sepsis-Tag: Deutschland muss jährlich mindestens 10.000 Sepsistote verhindern
Sepsis-Stiftung fordert Bund, Länder und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen zu verbindlichem Handeln auf – Deutschland hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
100 Jahre Gesellschaft für Säugetierkunde: von der Feldbeobachtung zur Genomanalyse
Wie Fledermäuse mithilfe von Ultraschall navigieren oder Wölfe ihre Rudel organisieren – vieles von dem, was heute zum Grundwissen der Biologie gehört, war zum Gründungszeitpunkt der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde (DGS) weitgehend unbekannt. In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Säugetierkunde grundlegend gewandelt: Aus einer vorwiegend beschreibenden ist eine hochmoderne interdisziplinäre Forschung geworden, deren Erkenntnisse entscheidende Impulse für Natur- und Artenschutz liefern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Nach 200 Jahren: Erste Przewalski-Fohlen in der zentralkasachischen Steppe geboren
Im Wiederansiedlungszentrum Alibi in der Altyn-Dala-Steppe sind erstmals seit rund 200 Jahren Przewalski-Pferde auf zentralkasachischem Boden geboren worden. zwei männliche Fohlen wurden im August 2026 geboren und sind der erste Nachwuchs der Wildpferde, die im Rahmen eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts in ihre ursprüngliche Heimat zurückgebracht wurden. Mütter sind zwei Stuten, die vor zwei Jahren aus dem Tierpark Berlin nach Kasachstan reisten. Möglich wurde dieser Erfolg durch die langjährige Zusammenarbeit von zoologischen Einrichtungen, Naturschutzorganisationen, Forschungsinstituten und politischen Institutionen aus Europa und Asien. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Käfer mit Geweih gefunden! Mehr als 2.300 Hirschkäfer gemeldet
Die Suche nach Bayerns „Käfer mit Geweih“ war erfolgreich: Im ersten Jahr der neuen Citizen-Science-Aktion der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gingen bisher 1.905 Meldungen ein. 1.805 Meldungen konnten sicher dem Hirschkäfer zugeordnet werden. Insgesamt wurden dabei 2.338 Hirschkäfer gesichtet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ein Jahr im Eis: Tara Polar Station beginnt Drift durch die zentrale Arktis
Die Tara Polar Station – ein eigens für den polaren Einsatz von der französischen Organisation Tara Ocean Foundation gebautes Schiff – lässt sich bewusst im Meereis einschließen, um den Arktischen Ozean zu erforschen. An der Tara Polaris I-Expedition (2026–2027) nehmen auch Forschende des Alfred-Wegener-Instituts teil. Jetzt hat die Tara Polar Station die Eisscholle erreicht, die damit beginnende Drift markiert den Beginn eines internationalen Forschungsprogramms, das für die nächsten zwei Jahrzehnte geplant ist. Ziel ist es, den Zustand des einzigen polaren Ozeans unseres Planeten sowie den Zustand der Erde selbst besser zu verstehen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
PM BIÖG: Umgebungs-Check macht Perspektiven Jugendlicher für Kommunen sichtbarer
Wie fahrradfreundlich ist die Umgebung von Jugendlichen? Gibt es gute Treffpunkte und Freizeitangebote? Und fühlen sie sich dort sicher? Das Lebensumfeld prägt auch ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Mit dem neuen Umgebungs-Check des BIÖG können Jugendliche bewerten, wie sie ihr Umfeld wahrnehmen und was besser werden sollte. Das Online-Tool macht junge Perspektiven für Kommunen sichtbarer – auch, weil es von ihnen mitentwickelt und anschließend erprobt wurde. So können sie selbst zu einem guten und gesunden Lebensumfeld beitragen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Tumor Cells: Disorder Can Promote Spread
In 2024, malignant tumors caused more than 21,300 deaths in Austria, 4.7% more than in 2014. Faced with a similarly pressing global challenge, scientists are striving to better understand what drives cancer cells to grow, spread, and invade healthy tissue. In Science Advances, a team at the Institute of Science and Technology Austria (ISTA) now offers new clues: Using a simplified model, the researchers show how a chaotic environment around tumor cells can promote their invasive behavior. This theoretical concept will need to be examined further in real tumor tissue. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Tumorzellen: Unordnung kann Streuen fördern
2024 starben in Österreich mehr als 21.300 Menschen an malignen invasiven Tumoren – ein Anstieg von 4,7 % gegenüber 2014. Angesichts einer ähnlich ernsten globalen Herausforderung bemühen sich Wissenschafter:innen darum, besser zu verstehen, was Krebszellen dazu veranlasst, zu wachsen, sich auszubreiten und in gesundes Gewebe einzudringen. Ein Forschungsteam am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zeigt nun in Science Advances, in einem vereinfachten Modell, wie ein chaotisches Umfeld der Tumorzellen ihr invasives Verhalten fördern kann. Das präsentierte theoretisches Konzept soll künftig in realem Tumorgewebe untersucht werden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Greifswalder Forscher untersuchen Kommunikation zwischen Bakterien und Körper
Winzige Bakterienbläschen und ihr Einfluss auf die Fruchtbarkeit Bakterien können möglicherweise die weiblichen Fortpflanzungsorgane beeinflussen, ohne selbst dorthin zu gelangen. Ein internationales Forschungsteam mit maßgeblicher Beteiligung der Universitätsmedizin Greifswald hat untersucht, welche Rolle dabei winzige, von Bakterien freigesetzte Nanobläschen spielen könnten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Von Trockenem Auge bis Augenverletzungen – Biologisches Geschlecht, aber auch Geschlechterrollen prägen Augenkrankheiten
Frauen verlieren häufiger ihr Augenlicht, Männer erkranken häufiger an Rot-Grün-Farbsinnstörung und beide Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Therapie- und Vorsorgeangebote: Biologische, aber auch soziale Geschlechterunterschiede beeinflussen das Risiko für Augenerkrankungen, den Zeitpunkt der Diagnosestellung und sogar den Erfolg von Behandlungen. Doch viele dieser Faktoren finden in Forschung und Versorgung noch zu wenig Beachtung. Warum die Augenheilkunde geschlechterspezifische Unterschiede stärker in den Blick nehmen sollte, erläutern Expertinnen am 17. September 2026 auf der Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 124. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
