Aktuell
From strays to territory bosses: epigenetics makes cheetahs adaptable
Cheetahs have a low genetic diversity – and are therefore poorly equipped to adapt to changing environmental conditions. Nevertheless, the animals display remarkable flexibility: over the course of their lives, male cheetahs might transform from roaming, slim ‘floaters’ into territorial, bolder and more aggressive males. A study by the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) demonstrates that these phenotypic transformations are accompanied by extensive changes in DNA methylation. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Vom Streuner zum Revierboss: Epigenetik macht Geparden anpassungsfähig
Geparden haben eine geringe genetische Vielfalt – und damit schlechte Voraussetzungen, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Dennoch zeigen die Tiere eine bemerkenswerte Flexibilität: Männliche Geparde können sich im Laufe ihres Lebens vom umherstreifenden, körperlich schmächtigen „Floater“ in ein territoriales, kräftiges und aggressiveres Männchen verwandeln. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigt nun, dass diese Transformationen mit umfangreichen Veränderungen der DNA-Methylierung einhergehen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Photosysthese aus dem All beobachten: Jülich begleitet europäische Satellitenmission
Mit der ESA-Mission FLEX beginnt eine neue Ära der Pflanzenforschung aus dem All. Der eigens für die Beobachtung der Photosynthese entwickelte Satellit soll zeigen, wie Pflanzen weltweit auf Trockenheit, Hitze und andere Umweltstressoren reagieren. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, eine klimaresiliente Landwirtschaft zu entwickeln, natürliche Ökosysteme besser zu schützen und langfristig die Ernährungssicherheit zu stärken. Das Forschungszentrum Jülich betreibt das deutsche FLEX-Projektbüro, bringt seine wissenschaftliche Expertise in die Mission ein und bereitet Forschende auf die Nutzung der frei verfügbaren Satellitendaten vor. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Animal welfare in shrimp aquaculture: science-based manual to foster sustainable rearing practices
Over the past two decades, shrimp aquaculture has grown enormously worldwide. At the same time, consumer awareness and concern for animal welfare is growing. Eyestalk ablation, used to stimulate reproduction in broodstock shrimp is most controversial, but the stunning and killing methods are equally criticised. In comparison to other reared species such as finfish, animal welfare assessments in shrimp aquaculture are still limited and under development. That is why the Leibniz Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries (IGB) now published a freely available IGB Manual that provides an easy to handle morphological index to assess welfare and well-being in…
Fungal infections: A surprising downside of the immune response
New study shows how tiny membrane-bound vesicles released by immune cells promote the survival of Candida albicans in the bloodstream Our immune system is a highly sophisticated defense network designed to protect us from pathogens. Yet a research team from the Universities of Würzburg and Jena and the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology (Leibniz-HKI) has now shown that certain components of this defense can actually help the yeast Candida albicans evade immune attack. Published in the Journal of Extracellular Vesicles, the study reveals an unexpected downside of the immune response to this fungal pathogen. Quelle: IDW…
Archaeen als „Flexitarier“: Ammoniak-oxidierende Mikroben ernähren sich auch von Aminosäuren
Die winzigen Untermieter von Meeresschwämmen verwerten auch organische Verbindungen und kommunizieren so mit ihrem tierischen Wirt Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Welche Einflussfaktoren erklären die Bestandsentwicklung von Brutvögeln in Deutschland
Weltweit nimmt die biologische Vielfalt ab, auch viele Vogelarten sind betroffen. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Arten. Warum gibt es Gewinner und Verlierer? Warum nimmt der Bestand mancher Arten ab, während andere Arten einen konstanten Bestand oder sogar einen positiven Trend zeigen? Dies wurde mit einer statistischen Analyse von Prof. Dr. Markus Neuhäuser von der Hochschule Koblenz und Prof. Dr. Graeme Ruxton von der University of St. Andrews untersucht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wenn Pilze zur Gefahr für Leber und Leben werden: Leberstiftung informiert über Risiken von Pilzvergiftungen
Hannover – Pilzfreunde berichteten bereits im Frühjahr 2026 von Morchelfunden und im Juni wurden in einigen Regionen schon erste Steinpilze entdeckt. Pilze wachsen das ganze Jahr über. Der Wachstumsschwerpunkt fällt jedoch in den Spätsommer und Herbst, da die feuchtwarme Witterung in dieser Zeit ideale Bedingungen schafft. Damit die noch bis Oktober andauernde Hochphase des Pilzwachstums und der Sammelaktivität möglichst vergiftungsfrei verläuft, mahnt die Deutsche Leberstiftung zur Vorsicht beim Sammeln von Pilzen. Nur sicher bestimmte Pilze gehören in den Kochtopf. Andernfalls drohen lebensbedrohliche Leberschäden. Im Verdachtsfall sofort medizinische Hilfe und Giftnotruf kontaktieren. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schwangerschaft und Spitzensport: Startschuss für Webseite „Athletin-D“
Ob olympische Medaille mit Babybauch oder stillen während des Ultramarathons – Kinderwunsch, Schwangerschaft und Leistungssport schließen sich nicht aus. Viele Spitzenathletinnen haben gezeigt, dass beides möglich ist. Doch wenn es um konkrete Fragen geht – etwa zur Trainingsgestaltung während der Schwangerschaft oder zur Rückkehr in den Leistungssport nach der Geburt – fehlt es häufig noch an verlässlichen und praxisnahen Informationen. Hier setzt die neue Webseite „Athletin-D“ an. Sie bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch für den Trainingsalltag auf und soll kontinuierlich weiterwachsen. Zahlreiche Materialien für Sportlerinnen und ihr Betreuungsteam stehen zum Download bereit. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Surgical treatment of fat distribution disorder is particularly effective
A new study confirms the advantages of liposuction for lipoedema compared with conservative treatment. At the same time, an individual risk assessment is required for each patient / publication in ‘The Lancet’ Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Die operative Behandlung der Fettverteilungsstörung ist besonders effektiv
Eine neue Studie bestätigt die Vorteile der Liposuktion bei Lipödem gegenüber der konservativen Behandlung. Gleichzeitig bedarf es bei jeder Patientin einer individuellen Risikoabwägung / Veröffentlichung in „The Lancet“ Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
ERC Starting Grant für Stephanie Möllmert am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung
Stephanie Möllmert, unabhängige Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, kurz ERC). In ihrem geförderten Projekt REPROMECH will sie die physikalischen und mechanischen Bedingungen im Eileiter und ihre Bedeutung für den Transport von Eizellen und frühen Embryonen untersuchen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
ERC Starting Grant für DDZ-Forscherin: Wie Muskeln Stoffwechsel und Krebs beeinflussen
Wie beeinflusst die Skelettmuskulatur über körpereigene Botenstoffe den Stoffwechsel und die Entstehung von Krebs? Diese Fragestellung untersucht Dr. Melanie Mittenbühler, Leiterin der Nachwuchsforschungsgruppe Crosstalk am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), in den kommenden fünf Jahren im Projekt MYOSCAN. Für das Projekt erhält sie eine renommierte Forschungsförderung des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Der ERC Starting Grant zählt zu den bedeutendsten Förderungen für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Europa. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Erste Erfolge mit personalisierter Medizin bei schweren systemischen Entzündungen
Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2026 / Intensivmediziner Prof. Dr. Jan Rossaint und Prof. Dr. Alexander Zarbock von der Universität Münster über aktuelle Forschung zu Sepsis und anderen systemischen Entzündungen / Beispiele Nierenschäden nach großen Operationen und Suche nach Biomarkern, die Risiken vorhersagen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Initial successes with personalised medicine to fight severe systemic inflammation
World Sepsis Day on 13 September 2026 / Critical care specialists Professor Jan Rossaint and Professor Alexander Zarbock from the University of Münster talk about the latest research being done on sepsis and other types of systemic inflammation / Examples include kidney damage after major surgery and the search for biomarkers that predict risks Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar
Knapp die Hälfte der Patientinnen mit gesicherter Erstdiagnose erhält im Folgejahr erneut eine Endometriose-Diagnose // „Ausbleibende Folgekodierung bedeutet nicht fehlender Versorgungsbedarf“ Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
PM BIÖG: Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand
Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol – und sie beginnen später damit. Das zeigen die aktuellen Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 des BIÖG. Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt bei jungen Menschen auf einem historischen Tiefstand. Doch beim Rauschtrinken zeigt sich ein gemischtes Bild: Unter jungen Frauen ist es deutlich zurückgegangen, während es bei Jugendlichen und jungen Männern weiterhin stark verbreitet bleibt. Gezielte Prävention ist deshalb weiterhin wichtig, um riskante Konsummuster zurückzudrängen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das Dach der Welt: Biodiversitäts-Hotspot seit 39 Millionen Jahren
Ein chinesisch-deutsches Forschungsteam unter Beteiligung von Senckenberg-Forscher Prof. Dr. Andreas Mulch hat untersucht, wann und unter welchen Bedingungen sich die außergewöhnliche Biodiversität im Osten Tibets entwickelte. Die neu veröffentlichte Studie zeigt, dass bereits vor rund 39 Millionen Jahren artenreiche Säugetiergemeinschaften in Höhenlagen von etwa 3.400 Metern lebten. Die Fossilien gehören zur bislang ältesten direkt datierten känozoischen Säugetierfauna des Tibetplateaus. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gebirgshebung und die damit verbundenen klimatischen Veränderungen entscheidend zur Entstehung der frühen Hochgebirgs-Biodiversität beitrugen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit KI designte Proteine machen neue RNA-Transporter möglich
Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) haben mit Synthetic Transfer Vehicles (STVs) eine völlig neuartige Klasse von RNA-Transportern entwickelt. Dafür kombinierten sie natürlich vorkommende Proteinbausteine mit synthetischen Proteinstrukturen, die sie mithilfe generativer KI entworfen hatten. Aus dem systematischen Screening ging STV-C8 als leistungsfähigster Kandidat hervor: Er transportiert RNA in Zellkultur weitaus effizienter als die getesteten Lipidnanopartikel und lässt sich an verschiedene RNA-Frachten und Zielzellen anpassen. In Tiermodellen konnte das Team zeigen, dass das System auch im Organismus funktioniert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
AI-Designed Proteins Enable a New Generation of RNA Transporters
Researchers at Helmholtz Munich and the Technical University of Munich (TUM) have developed Synthetic Transfer Vehicles (STVs), an entirely new class of RNA transporters. To do so, they combined naturally occurring protein building blocks with synthetic protein structures designed using generative AI. Systematic screening identified STV-C8 as the most efficient candidate: In cell culture, it transports RNA far more efficiently than the lipid nanoparticles tested and can be adapted to different RNA cargoes and target cells. In animal models, the team demonstrated that the system also works in a living organism. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
20 Jahre Kooperation: Wo Wissenschaft auf Einsatz trifft
Hamburg, 02.09.2026 – Am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten führende Expert:innen seit 20 Jahren in der Tropenmedizin und Infektionsbiologie erfolgreich Hand in Hand. Am 01.09.2026 fand anlässlich dieses Jubiläums eine akademische Feierstunde mit Grußworten, Impulsvorträgen und Podiumsdiskussion statt. Das BNITM lädt die interessierte Öffentlichkeit zu einer weiteren Veranstaltung am Mittwoch, 30.09.2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr in den historischen Hörsaal des BNITM ein – spannende Vorträge über die gemeinsamen Forschungsprojekte und Missionen stehen auf dem Programm. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion
Leukemia: Researchers at the Leibniz Institute DSMZ identify the world’s first cell line with the KMT2A::SEPTIN6 fusion gene For the first time, a laboratory model exists for this rare form of leukemia Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Herzkrankheit „Broken Heart Syndrom“ vereinfacht diagnostizieren
Forschungsinfrastruktur der Unimedizin Greifswald genutzt Eine Kooperation zwischen der Universität Zürich und der Unimedizin Greifswald entwickelte eine neue Methode, um das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“ bereits vor einer invasiven Herzkatheteruntersuchung mit hoher Genauigkeit zu erkennen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Rätsel der verzweigten Meereswürmer gelöst
Verzweigte Meereswürmer gehören zu den außergewöhnlichsten Lebewesen im Tierreich. Ihr Merkmal: Hinter dem Kopf teilen sie sich baumartig in mehrere Enden auf. Die Entwicklung dieser ungewöhnlichen Tiere war lange Zeit ein Mysterium. Jetzt hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen ihre Evolutionsgeschichte rekonstruiert und dabei zehn neue Arten entdeckt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Zoological Journal of the Linnean Society veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Künstliche Intelligenz unterstützt Medizin der Zukunft
Das von der EU geförderte Horizon-Europe-Projekt entwickelt mit sechs europäischen Partnern eine Plattform für KI-gestützte genombasierte Diagnostik am Beispiel chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Zu den Partnern zählen unter anderem die Sapienza Università di Roma in Italien (Prof. Massimo Mecella), die Università degli Studi di Bari Aldo Moro in Italien (Prof. Paolo Buono) und die Munster Technological University in Irland (Dr. Haithem Afli). Das Projekt wird durch das Marie-Skłodowska-Curie-Actions-Programm unterstützt. GenDai verbindet Informatik, KI und biologische Forschung mit dem Ziel, Diagnostikprozesse effizienter, nachvollziehbarer und stärker personalisiert zu gestalten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
