Die letzten Meldungen

Welttag der sozialen Gerechtigkeit: DDG fordert faire Chancen im Beruf für Menschen mit Diabetes

Anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar macht die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) auf Benachteiligungen von Menschen mit Diabetes im Berufsleben aufmerksam. Fast 10 Millionen Menschen in Deutschland leben mit der Stoffwechselerkrankung, die meisten von ihnen im erwerbsfähigen Alter. Dennoch gelten in einigen Bereichen weiterhin pauschale Ausschlüsse – etwa bei Polizei, Bundeswehr oder im Luftverkehr. In seinem neuen Positionspapier „Diabetes und Arbeit“ fordert der Ausschuss „Soziales“ der DDG eine individuelle, statt diagnosebezogene Beurteilung und moderne rechtliche Rahmenbedingungen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erstmals sichtbar gemacht: DNA-Transport zwischen Zellen

Zellen tauschen verschiedene Moleküle über kleine extrazelluläre Vesikel aus, unter anderem DNA. Wie der DNA-Transport im Zellinneren genau verläuft, blieb bislang jedoch unklar. Die mikroskopischen Untersuchungstechniken scheiterten an zu geringen Auflösungen und ungeeigneten Fluoreszenzfarbstoffen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Energieproblem in der Immunabwehr: Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Warum Patient*innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Intensive Grazing and Soil Fertility Favour the Growth of Non-native Plants – Study examines their growth in dryllands

A global study has revealed the conditions under which non-native plants thrive in the world’s many dryland regions and the factors that limit their spread. Using data from 98 study sites across 25 countries on six continents, researchers found that non-native plants often grow faster than native species and are particularly successful in areas with intensive grazing and nutrient-rich soils. However, their success is significantly reduced in ecosystems with a high diversity of native plant species.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

21. Krebspatiententag des NCT Heidelberg am 14. März

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg lädt am 14. März zum 21. Krebspatiententag ein. Der Patiententag bietet allgemeinverständliche Fachvorträge, Expertenforen zu speziellen Krebserkrankungen und vielfältige Gelegenheiten zum persönlichen Gespräch. Wie gewohnt sind zahlreiche Selbsthilfegruppen und Partner des NCT Heidelberg mit Informationsständen für Patientinnen und Patienten, Angehörige und alle Interessierten vertreten. Die Anmeldung ist bis zum 10. März unter diesem Link möglich: https://indico.dkfz.de/e/Krebspatiententag2026

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Molecular knitting machine for bacterial capsules in 3D

HZI researchers use cryo-electron microscopy to visualize important bacterial transport channel

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Molekulare Strickliesel für Bakterienkapsel in 3D

HZI-Forschende machen mit Kryoelektronenmikroskopie wichtigen bakteriellen Transportkanal sichtbar

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Einziges Zertifikat für Intensivmedizin in Deutschland: DGAI-Qualitätssiegel künftig im Bundes-Klinik-Atlas sichtbar

Nürnberg. Mehr Transparenz, mehr Qualität, mehr Orientierung: Mit dem überarbeiteten modularen Zertifikat „Intensivmedizin“ eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) Intensivstationen in Deutschland neue Möglichkeiten, ihre Versorgungsqualität systematisch weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen – auch im Bundes-Klinik-Atlas.

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Fotos aus sozialen Medien könnten Lücken in Biodiversitätsdaten schließen

Eine neue Studie zeigt, dass Fotos aus sozialen Medien das Wissen über Biodiversität erheblich erweitern können, insbesondere in bislang wenig untersuchten Regionen. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Conservation Biology veröffentlicht und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ sowie der Monash University geleitet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Social media images help fill “major gaps” in global biodiversity data

A new study published in Conservation Biology shows that geotagged social media photos can significantly improve biodiversity datasets, especially in regions underrepresented in global monitoring efforts.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Starke Beweidung und Bodenfruchtbarkeit begünstigen Wachstum nicht heimischer Pflanzen in Trockengebieten

In einer globalen Studie haben Forschende herausgefunden, unter welchen Bedingungen nicht heimische Pflanzen in den zahlreichen Trockengebieten der Erde besonders gut gedeihen und was ihre Verbreitung hemmt. Anhand von Daten aus 98 Untersuchungsgebieten in 25 Ländern auf sechs Kontinenten zeigten sie, dass diese Pflanzen meist schneller wachsen als einheimische Arten und vor allem dort erfolgreicher sind, wo Böden stark beweidet werden und nährstoffreicher sind. Sie breiten sie sich dagegen weniger aus, wenn viele verschiedene einheimische Pflanzen vorhanden waren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Keine Glückstreffer mehr: Molekulare Kleber in großem Maßstab finden

Viele Krankheiten werden von Proteinen verursacht, die sich mit herkömmlichen Medikamenten schwer oder gar nicht hemmen lassen. Anstatt ihre Aktivität zu blockieren, verfolgen „molekularen Kleber“ das Ziel, diese Proteine vollständig aus der Zelle zu entfernen – indem sie das zelleigene Abbausystem nutzen. In einer neuen Studie haben Forschende des CeMM, AITHYRA und Scripps Research Institute nun eine systematische Methode entwickelt, um solche proteinabbauenden Wirkstoffe in großem Maßstab zu finden. Der Ansatz (Nature Chemical Biology, DOI: 10.1038/s41589-025-02137-2), eröffnet einen vielversprechenden Weg für Therapien gegen Erkrankungen wie bestimmte aggressive Formen der Leukämie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bewegungsdaten von Musiker*innen klinisch nutzbar machen: Digitale Unterstützung für die Physiotherapie

Wie lassen sich die komplexen Informationen aus Bewegungsanalysen von Musiker*innen so aufbereiten, dass sie Physiotherapeut*innen bei der Diagnostik und Therapieplanung helfen? Eduard Wolf von der Hochschule Osnabrück untersucht, wie digitale Technologien diese biomechanischen Daten verständlich machen und klinische Entscheidungen unterstützen können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Cochrane Review: Wie gut hilft Intervallfasten beim Abnehmen?

—- Sperrfrist: 16.2.2026, 02:00 Uhr MEZ —–

Freiburg, 16.2.2026: Intervallfasten liegt seit einiger Zeit – gerade in den Sozialen Medien – sehr im Trend: Es soll angeblich Gewicht reduzieren und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Ein jetzt veröffentlichter Cochrane Review geht der Frage nach: Wie stark nehmen Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas durch Intervallfasten ab? Vereinfacht zusammengefasst zeigt er: Sie nehmen durch Intervallfasten möglicherweise nicht mehr ab als durch andere Diäten – aber wahrscheinlich etwas mehr als ohne gezielte Ernährungsintervention.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Finally understanding the rules of the game: How the joint defence mechanism of two bacteria works

Cooperation exists in board games, among researchers and among bacteria. Working closely together locally, scientists have deciphered how two species of bacteria join forces to avoid being eaten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Endlich die Spielregeln verstanden: Wie der gemeinsame Verteidigungsmechanismus zweier Bakterien funktioniert

Kooperation gibt es bei Brettspielen, Forschenden und Bakterien. In enger und
lokaler Zusammenarbeit entschlüsselten Wissenschaftler*innen, wie sich zwei
Bakterienarten verbünden, um nicht gefressen zu werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

How pancreatic cancer prepares tumour environment: Possible biomarker for earliest stage of development

Even before a tumour in the pancreas becomes discernible, an activated cancer gene actively remodels its future environment and creates an inflammatory and immune-defensive microenvironment in which the carcinoma can grow. This has been shown by an international research team led by Ulm University in a pioneering study. The scientists‘ study opens up new possibilities for developing personalised intervention strategies – before a difficult-to-treat tumour even develops.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Bauchspeicheldrüsenkrebs die Tumorumgebung vorbereitet: Möglicher Biomarker für früheste Entstehungsphase gefunden

Schon bevor ein Tumor im Pankreas erkennbar wird, baut ein aktiviertes Krebs-Gen dessen künftige Umgebung aktiv um und schafft ein entzündliches und immunabwehrendes Mikromilieu, in dem das Karzinom wachsen kann. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Ulm in einer wegweisenden Studie gezeigt. Die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eröffnet neue Möglichkeiten, personalisierte Interventionsstrategien zu entwickeln – und zwar bevor sich ein schwer therapierbarer Tumor überhaupt erst ausbildet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Drohnen mit preiswerten Sensoren können helfen, die Luftqualität besser zu überwachen

Studie in indischer Megacity unterstreicht die Bedeutung vertikaler Messungen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Drones equipped with cost-effective sensors can help to monitor air quality more effectively.

Study in Indian megacity highlights the importance of vertical measurements.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Molekulare Ursache von Strahlenschäden identifiziert

Als gefürchtete Nebenwirkung von Strahlentherapien können stark beeinträchtigende fibrotische Hautschädigungen auftreten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun einen Schlüsselfaktor bei der Entstehung dieser Strahlenschäden identifiziert. Eine Modulation dieses Faktors könnte möglicherweise dieser belastenden Nebenwirkung vorbeugen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

False alarm in newborn screening: how zebrafish can prevent unnecessary SMA therapies

Studies show for the first time how functional tests can clarify genetic false alarms and protect families from irreversible therapies and substantial costs

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Fehlalarm im Neugeborenen-Screening: Wie Zebrafische unnötige SMA-Therapien verhindern können

Studien zeigen erstmals, wie funktionelle Tests genetische Fehlalarme aufklären und Familien vor irreversiblen Therapien und hohen Kosten schützen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Elephant trunk whiskers exhibit material intelligence

Press release strictly embargoed until 14:00 (2:00 pm) U.S. Eastern Time Thursday, 12 February 2026.

Scientists discover the secret behind the elephant’s sense of touch

In a paper published in Science, researchers at the Max Planck Institute for Intelligent Systems, the Humboldt University of Berlin, and the University of Stuttgart have discovered that the secret to the elephant’s amazing sense of touch is in its unusual whiskers. This research has the potential to inspire new physically intelligent robotic sensing approaches that resemble the unusual whiskers that cover the elephant trunk.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Elefantenrüsselhaare äußerst materialintelligent

EMBARGO bis Do, den 12. Feb um 20 Uhr CET

In einem in Science veröffentlichten Artikel haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Stuttgart herausgefunden, dass das Geheimnis des erstaunlichen Tastsinn von Elefanten in ihren ungewöhnlichen Rüsselhaaren liegt. Das Team analysierte die Tasthaare des Elefantenrüssels mit Hilfe fortschrittlicher Mikroskopiemethoden, die eine Form von Materialintelligenz offenbarten, die ausgefeilter ist als die der gut erforschten Tasthaare von Ratten und Mäusen. Die Forschung hat das Potenzial, neue physikalisch intelligente, robotergestützte Sensortechnologie zu inspirieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft