Aktuell
Neue CRISPR-Methode macht die Proteinproduktion in Zellen steuerbar
TAPIR erhöht die Proteinproduktion gezielt – mit neuen Erkenntnissen zur Stammzellbiologie und zu krankheitsrelevanten Prozessen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Climate Oscillations Shape Nature’s Coral Refuges in a Warming Ocean
New study reveals that natural cooling of coral reefs is not constant – but depends on major tropical climate patterns. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Befragung von Pflege-Guides im Landesprogramm Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW
Die rund 1300 Pflege-Guides im nordrhein-westfälischen Landesprogramm Vereinbarkeit von Beruf & Pflege beraten in mehr 700 Unternehmen, die sich dem Landesprogramm bereits angeschlossen haben, Kolleginnen und Kollegen zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und privater Pflegeaufgabe. Ziel der Befragung, die 2025 durchgeführt wurde, war es, Strukturen und Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit und deren Wirkung zu ermitteln. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Erschöpfung, Schwindel, Gewichtsverlust – Warum Morbus Addison leicht übersehen wird
Morbus Addison ist selten, kommt häufig mit unspezifischen Symptomen daher und wird gerade deshalb oft nicht entdeckt: Auf 1 Million Menschen kommen etwa 126 Fälle. Bei der Autoimmunerkrankung bilden die Nebennieren zu wenig lebenswichtige Hormone. Besonders in Belastungssituationen kann das gefährlich werden und unbehandelt zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) machten auf ihrer gemeinsamen Online-Pressekonferenz in der vergangenen Woche auf das wenig bekannte Krankheitsbild aufmerksam. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pilotanlage entnimmt Ammoniak aus Abwasser: Test im Neu-Ulmer Klärwerk Steinhäule
Ab August 2027 muss aufgrund einer EU-Richtlinie deutlich mehr Stickstoff und Phosphor aus kommunalen Abwässern entfernt werden. Forschende des Instituts für Chemieingenieurwesen der Universität Ulm haben deshalb in Kooperation mit dem Zweckverband Klärwerk Steinhäule ein Verfahren zur Entfernung von Ammonium entwickelt und eine Versuchsanlage aufgebaut. Der im Prozesswasser enthaltene Stickstoff soll künftig recycelt werden. Seit Kurzem wird das Verfahren vor Ort in der Neu-Ulmer Kläranlage getestet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wunsch und Wirklichkeit: Familienplanung weltweit unter Druck
Neue Umfrage zeigt: Junge Menschen können ihren Kinderwunsch nicht realisieren Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Preventing the Long-Term Scars of Childhood Trauma
• Early life adversity, such as childhood trauma, abuse, or neglect, is one of the most powerful risk factors for developing psychiatric disorders later in life • Male mice exposed to early life adversity developed deficits in social behavior, manifesting as social subordination • Pharmacologically inhibiting the stress-modulating protein FKBP51 fully prevented these long-term social impairments – stressed mice receiving this treatment were indistinguishable from non-stressed controls • This establishes FKBP51 as a critical pharmacological target for reversing the lasting impact of early trauma on brain function Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Langfristige Folgen von Kindheitstraumata verhindern
• Frühe Belastungen wie Kindheitstraumata, Misshandlung oder Vernachlässigung sind Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung psychischer Erkrankungen • Männliche Mäuse, die früh im Leben Belastungen ausgesetzt waren, wiesen Defizite im sozialen Verhalten auf, die sich unter anderem durch soziale Unterordnung zeigten • Die pharmakologische Hemmung des Proteins FKBP51 verhinderte diese sozialen Beeinträchtigungen vollständig – gestresste Mäuse, die diese Behandlung erhielten, unterschieden sich nicht von gesunden Kontrolltieren • FKBP51 ist ein vielversprechendes pharmakologisches Ziel, um dauerhafte Auswirkungen früher Traumata auf die Gehirnfunktion zu verhindern Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schulessen als Schlüssel zu Gesundheit und Chancengleichheit
Wer in der Schule gut essen kann, lernt besser und bleibt gesünder. Das gilt besonders für Kinder, die zu Hause weniger Zugang zu ausgewogenen Mahlzeiten haben. Bremen hat 2018 ein Modellprojekt für gesundes Schulessen gestartet. Was daraus geworden ist, hat das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS untersucht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DDG: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz darf nicht zum Versorgungs-Killer werden!
Vor der 2. Und 3. Lesung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes im Bundestag warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) vor weitreichenden Folgen durch das Reformpaket für die über 9 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland. Ihre Versorgung darf nicht zum politischen Spielball werden – weder Praxen in ländlichen Regionen noch in Kliniken der Maximalversorgung. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Landwirtschaftsminister Alois Rainer zu Besuch beim Bundesinstitut für Risikobewertung
Bedeutung des BfR für sichere Lebensmittel und Produkte hervorgehoben Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Studie: Vom Unter- und Überschätzen des Klimaschutzverhaltens anderer
Eine neue Studie eines Forschungsteams der Universität Erfurt zeigt: Die weit verbreitete Annahme, Menschen würden unterschätzen, wie stark andere den Klimaschutz unterstützen, greift zu kurz. Stattdessen überschätzen Menschen teilweise sogar, wie viele andere tatsächlich für den Klimaschutz aktiv werden. Die Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DANK: „Zuckersteuer nicht auf die lange Bank schieben.“
Die zweite und dritte Lesung sowie die Debatte im Deutschen Bundestag zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) in dieser Woche kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Einer der familienfreundlichsten Arbeitgeber in Deutschland: Das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig
Leistungsstark mit Vereinbarkeit: berufundfamilie Service GmbH zeichnet die DSMZ für ihre Personalpolitik aus Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schutz für Tier und Mensch: BVL erfasst Risiken von Tierarzneimitteln
Pharmakovigilanzreport 2025 informiert über unerwünschte Ereignisse Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Polyomaviruses: new approaches to prevention and treatment
A research team led by the University of Tübingen investigates the molecular mechanisms of an infection usually fatal in people with severely compromised immune systems Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Polyomaviren: neue Ansatzpunkte für Schutz und Therapie
Forschungsteam unter der Leitung der Universität Tübingen untersucht molekulare Mechanismen einer Infektion, die bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem meist tödlich verläuft Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
How did Hannibal get his elephants across the Alps?
A new analysis sheds light on the most likely route for the Carthaginian general’s famous crossing of the Alps. The study, led by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv), the Friedrich Schiller University Jena, and the University of Oxford, reveals that the Col de la Traversette would have provided the most energy-efficient route. The findings have been published in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie brachte Hannibal seine Elefanten über die Alpen?
Eine neue Studie liefert Hinweise auf die wahrscheinlichste Route der berühmten Alpenüberquerung des karthagischen Feldherrn Hannibal. Sie zeigt, dass der Col de la Traversette die energieeffizienteste Route gewesen wäre. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Oxford führten die Studie durch. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
»leibniz«-Magazin: Neue Ausgabe »Medizin«
Ein Pflaster für gebrochene Herzen, Menstruationsblut als heilendes Elixier und ein transparenter Fisch, der die Geheimnisse gesunden Alterns preisgibt. Die neue Printausgabe des Magazins der Leibniz-Gemeinschaft beleuchtet das Thema »Medizin« — und ist unser Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2026. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Größeres Gehirn, kleineres Gesicht: Menschliche Evolution verlief anders als gedacht
Eine heute in „Nature Communications“ veröffentlichte Studie legt nahe, dass zwei der bekanntesten Trends der menschlichen Evolution – das Wachstum des Gehirns sowie die Verkleinerung von Gesicht und Kiefer – möglicherweise weit weniger auf gezielte natürliche Selektion zurückgehen, als Wissenschaftler*innen lange angenommen haben. Die Ergebnisse von Forschenden der University of Tennessee – Knoxville und des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (SHEP) an der Universität Tübingen deuten stattdessen auf einen langsameren und vermutlich stärker eingeschränkten Evolutionsprozess hin, als es die traditionelle Lehrbuchdarstellung nahelegt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neues KI-System liefert Therapieempfehlungen für komplexe Blutkrebserkrankungen
Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Stammzellinstitut HI-STEM* und der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) haben mit „HemaGuide“ einen KI-Assistenten entwickelt, der Ärzte bei schwierigen Therapieentscheidungen unterstützt. Das System erreicht in umfangreichen Tests eine hohe Übereinstimmung mit den Empfehlungen erfahrener Experten und könnte den Zugang zu spezialisierter und individualisierter Krebsmedizin deutlich verbessern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
New Immunotherapy for Neuropathy
An interdisciplinary team at Jena University Hospital achieved a surprisingly rapid and significant improvement in two patients with an autoimmune peripheral nervous system disorder. The team administered teclistamab, a drug originally developed for multiple myeloma, and reported in detail in Nature Communications. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Immuntherapie gegen Nervenerkrankung
Am Universitätsklinikum Jena konnte ein interdisziplinäres Behandlungsteam bei zwei Patientinnen mit einer autoimmunen peripheren Nervenerkrankung eine überraschend schnelle und deutliche Besserung erreichen. Es setzte dafür den ursprünglich für das Multiple Myelom entwickelten Wirkstoff Teclistamab ein und berichtet über die Fälle in Nature Communications. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Datenbank zur Kohlenstoffbilanzierung in tropischen Wäldern
Tropische Feuchtwälder speichern rund 70 % der globalen lebenden Biomasse und sind daher entscheidend für den Kohlenstoffkreislauf. Eine in Science Advances veröffentlichte Studie unter Leitung des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung und der University of Cambridge wertete Daten aus 146 Studien seit 1988 aus. Die Forschenden zeigen und quantifizieren, dass auch Walddegradation zu erheblichen Kohlenstoffverlusten führt. Gleichzeitig können geschädigte Wälder, deren Struktur teilweise erhalten bleibt, Kohlenstoff deutlich schneller wieder binden als vollständig gerodete Flächen. Eine neu erstellte Datenbank liefert wichtige Grundlagen für Klimamodelle und nationale Treibhausgasbilanzen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
