Aktuell
Enge digitale Begleitung hilft Frauen mit Brustkrebs
Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs regelmäßig per App nach ihrem Befinden zu fragen – und darauf umgehend zu reagieren –, kann deren belastende Erschöpfung lindern und ihren Alltag erleichtern. Das belegen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Krebsgesellschaft in einer Studie, die heute im Fachmagazin JAMA Oncology* erschienen ist. Sie ist das Ergebnis des Innovationsfonds-Projekts PRO B, das zusammen mit den Krankenkassen BARMER, DAK-Gesundheit und mkk – meine krankenkasse umgesetzt wurde. Aufgrund der positiven Ergebnisse empfiehlt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das neue Behandlungskonzept in die Regelversorgung zu überführen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
From Planning to Action: Fundamental Insights on Movement Planning in the Brain
Which neurons in the brain control movements, and how? This question was addressed by a team of researchers from the fields of neuroscience and artificial intelligence in a study conducted on an animal model at the interdisciplinary research centre BrainLinks-BrainTools at the University of Freiburg. The findings, now published in the journal Cell Reports, could help to improve the precision of mind-controlled prostheses. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Vom Planen zum Handeln: Grundlegende Erkenntnisse zur Bewegungsplanung im Gehirn
Welche Neuronen im Gehirn steuern wie Bewegungen? Das haben Forschende aus Neurowissenschaften und KI im interdisziplinären Forschungszentrum BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg untersucht. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht. Die Studie kann dazu beitragen, die Präzision von per Gedanken steuerbaren Prothesen zu verbessern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Finding Hope Amid Climate Fatigue: Nine Success Stories from Peatlands Around the World
A new international study published in Ambio highlights nine “bright spots” from around the world that demonstrate how peatland conservation, rewetting, and restoration can succeed. The examples range from community-led restoration initiatives and large-scale rewetting programmes to innovative forms of wet agriculture and artistic projects that reconnect people with peatland landscapes. Together, they show that meaningful progress is already underway and offer lessons for peatland action worldwide. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Lebenswichtiger Herz-Check: Viele Erwachsene mit angeborenem Herzfehler unterversorgt
Repariert, aber nicht geheilt: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) bedürfen der lebenslangen spezialisierten Nachsorge ihres Herzfehlers. Mehr als der Hälfte der über 350.000 EMAH-Patienten in Deutschland gelingt das nicht. Dadurch ausbleibende Kontrollen können folgenreich für Betroffene sein. Bundesweite EMAH-Informationskampagne sensibilisiert Betroffene und Ärzte für die lebenswichtige Nachsorge Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Chronobiologie: Taktgeber für die Organe
Forschende der LMU haben aufgeklärt, wie verschiedene Organe denselben zirkadianen Mechanismus anpassen, um ihre individuellen Bedürfnisse im Laufe eines Tages zu regulieren. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ionenkanal als Schlüsselfaktor des Eisenstoffwechsels identifiziert
Forschende entschlüsseln die Funktion eines am Eisenhaushalt beteiligten Ionenkanals und eröffnen neue Möglichkeiten für die Therapie von Eisenstoffwechselstörungen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Obesity drug significantly reduces the risk of serious cardiovascular events and infections
People with type 2 diabetes and obesity may benefit from treatment with tirzepatide. Tirzepatide, marketed under the brand name Mounjaro, can reduce the risk of heart attacks and hospitalizations due to infections by about one-third each compared with a conventional diabetes medication. Researchers at the Technical University of Munich (TUM) and Harvard Medical School demonstrated this using health insurance data. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Two origins of life
Publication in Science Advances How and where did the first forms of life arise? These are the main questions driving research at the Institute of Molecular Evolution at Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU). In a new publication in Science Advances, an international team led by Düsseldorf biologists uncovers pioneering insights into the network of chemical reactions that the very first cells used to make the building blocks of life and which sources of energy they used to drive those reactions. They retraced the origin of enzymes during life’s earliest divergence into bacteria and archaea, and found evidence for two independent…
Die zwei Ursprünge des Lebens
Evolutionsbiologie: Veröffentlichung in Science Advances Wie entstand das früheste Leben und wie entwickelte sich? Mit diesen fundamentalen Fragen befassen sich die Biologinnen und Biologen am Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). In einer internationalen, von Düsseldorf geleiteten Studie, die nun in der Fachzeitschrift Science Advances erschien, stellen die Forschenden vor, wie in den Urlebewesen die für den Stoffwechsel notwendigen chemischen Reaktionen abliefen und woher die dafür notwendige Energie kam. Sie fanden dabei heraus, wie sich die zwei ursprünglichen Lebensformen in ihrer Entwicklung trennten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neuronal Precursor Splits into Two Cell Lineages Earlier than Anticipated | Science Advances
The cerebral cortex is densely packed with different nerve cells that enable us to perceive, think and act. Yet how these cell types arise while the brain develops is still not fully understood. Irene Varela-Martínez, a postdoctoral researcher at the Institute of Science and Technology Austria (ISTA), traces their origins like a family-tree detective of nerve cells. Her new study, now published in Science Advances, shows that precursor cells of neurons, contrary to previous assumptions, split early into two independent lineages and thereby give rise to types of neurons. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neuronen-Vorläufer spalten sich früher als gedacht in zwei Zelllinien | Science Advances
In der Großhirnrinde befinden sich dicht an dicht unterschiedliche Nervenzellen, die unser Denken, Wahrnehmen und Handeln ermöglichen. Doch wie diese Zelltypen entstehen, während das Gehirn sich entwickelt, ist noch nicht vollständig geklärt. Irene Varela-Martínez, Postdoktorandin am Institute of Science and Technology Austria (ISTA), verfolgt deren Ursprünge wie eine Stammbaumdetektivin der Nervenzellen. Ihre neue in Science Advances veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Vorläuferzellen von Neuronen, anders als gedacht, sehr früh in zwei verschiedene Linien aufspalten und so verschiedene Typen von Neuronen hervorbringen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Beyond COVID-19: Fundamental principles that shape pandemics
• Pandemics follow common fundamental principles despite their differences • The course of pandemics arises from the interplay of biological, mathematical, and social mechanisms • Understanding these principles can improve preparedness and response to future pandemics Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Hoffnung in Zeiten der Klimamüdigkeit: Neun Erfolgsgeschichten aus Mooren weltweit
Eine neue internationale Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Ambio, eröffnet eine ermutigende Perspektive auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Während Moore häufig im Zusammenhang mit Degradierung und Treibhausgasemissionen diskutiert werden, stellt die Studie neun sogenannte „Bright Spots“ aus aller Welt vor. Die Beispiele reichen von gemeinschaftlich getragenen Renaturierungsinitiativen und großflächigen Wiedervernässungsprogrammen bis hin zu innovativen Formen der Nasslandwirtschaft und Kunstprojekten die den Menschen wieder eine Verbindung zu Moorlandschaften herstellen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wilde Kapuzineraffen bevorzugen Steine, die sich beim Nüsseknacken bereits bewährt haben
Eine neue Studie liefert experimentelle Belege dafür, dass sich wilde Kapuzineraffen bei der Auswahl von Steinwerkzeugen nicht allein an physikalischen Merkmalen orientieren, sondern auch sichtbare Hinweise auf eine frühere Nutzung berücksichtigen. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Universität São Paulo untersuchten, wie nussknackende Kapuzineraffen zwischen Steinen unterschiedlicher Härte und Optik wählen und ob Hinweise auf frühere Nutzung – erkennbar an Schlagspuren – einen größeren Einfluss auf die Auswahl haben als die intrinsischen Materialeigenschaften eines Steins. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klimawandel verschiebt die Verbreitung von Schmetterlingen weltweit
Der Marburger Ökologe Stefan Pinkert verbindet lokale Erfassungen zur bisher umfassendsten globalen Analyse der Arealverschiebungen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klimawandel führt zu globalen Veränderungen in der Schmetterlingsverbreitung
Viele Areale wachsen, manche schrumpfen; Veränderungen weit größer ist als bisher angenommen – alle Kontinente betroffen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
The scale of butterfly range shifts is far greater than previously known — affecting every continent
A new global study shows butterflies are on the move as the climate warms, with far more species expanding their ranges than contracting. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Malaria Causes Permanent Damage to Phagocytes in the Spleen
Macrophages formed in the bone marrow can only assume the function of embryonal phagocytes, or “scavenger cells,” to a certain degree according to a study by the University of Bonn and the Peter Doherty Institute for Infection and Immunity at the University of Melbourne. The researchers have demonstrated that malaria infection causes permanent damage to resident CD163 macrophages in the spleen, which are responsible for cleaning the blood, recycling iron and communicating with other cells involved in the body’s immune response. Their findings could harbor potential not only for more effective malaria vaccines but also for developing drugs and treatments…
Malaria schädigt Fresszellen in der Milz dauerhaft
Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Auflage von „Das deutsche Gesundheitssystem für Dummies“
Jan-Marc Hodek leitet an der RWU den Studiengang Gesundheitsökonomie. Und er ist Autor des Buches „Das deutsche Gesundheitssystem für Dummies“, das nun in der zweiten, überarbeiteten Auflage erscheint. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Bündnis fordert Mindeststandards für Qualität und Sicherheit von Glukosemesssystemen
Kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) sind ein zentrales Instrument der modernen Diabetestherapie. Sie steuern Therapieentscheidungen, warnen vor Unter- und Überzuckerungen und sind Grundlage automatisierter Insulinabgabe. Doch in Europa fehlen bislang spezifische, verbindliche Mindeststandards für die Messqualität solcher Systeme. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wechsel von Milch zu fester Nahrung prägt die Reifung des Immunsystems
LMU-Forschende entdecken im Mausmodell einen Signalweg, über den die Ernährung die Reifung des Immunsystems beeinflusst. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutscher Rheumatologiekongress 2026 stellt Lebensalter, Immuntherapien und KI in den Mittelpunkt
Wie verändert sich die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen (ERE) im höheren Lebensalter? Welche Perspektiven eröffnen zelluläre Therapien bei Autoimmunerkrankungen? Und wie können Instrumente der Künstlichen Intelligenz den klinischen Alltag sinnvoll unterstützen? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Deutschen Rheumatologiekongresses (RhK) 2026, der vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig stattfindet. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) lädt zu ihrem 54. Jahreskongress Rheumatologinnen und Rheumatologen sowie Fachärztinnen und Fachärzte angrenzender Disziplinen herzlich ein. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Herzmuskelerkrankungen im Magnetfeld erkennen
Die MagMa-Studie des Deutschen Herzzentrums der Charité zeigt erstmals prospektiv, dass die strahlungsfreie Magnetokardiographie Erkrankungen des Herzmuskels mit hoher Genauigkeit erkennen und die weitere Diagnostik gezielter steuern könnte. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
