Harnstoff: Überraschender Kraftstoff für Meeresmikroben

Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie zeigen, dass Harnstoff eine wesentliche Energiequelle für ammoniak-oxidierende Archaeen (AOA) im offenen Ozean ist. AOA in Küstengewässern hingegen bevorzugen Ammonium. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie legt nahe, dass organischer Stickstoff viel wichtiger für die Produktivität der Ozeane ist als bisher vermutet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Rote Liste: Tagfalter zunehmend gefährdet

Von den 207 in Deutschland etablierten Arten und Unterarten der Tagfalter und Widderchen sind mittlerweile 103, also fast die Hälfte, bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Das geht aus der neuen Roten Liste der Tagfalter und Widderchen hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum (RLZ) veröffentlicht hat. Besonders dramatisch ist die Situation beim Mosel-Apollofalter. Diese weltweit nur in Deutschland vorkommende Unterart des Apollofalters wurde erstmals als „Vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Der Loreley-Dickkopffalter gilt nun offiziell als in Deutschland ausgestorbene Art.

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Comeback of the Biphenomycins

HIPS researchers lay the groundwork for developing a new family of potent antibiotics

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Das Comeback der Biphenomycine

HIPS-Forschende legen den Grundstein für die Entwicklung einer neuen Familie potenter Antibiotika

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Bedrohte Steppenlandschaft in Deutschland

Die Federgras-Steppe ist die Pflanzengesellschaft des Jahres 2026. Wo sie in Deutschland vorkommt und warum wir sie in Zukunft brauchen werden.

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Klimaschonende Milchkuhhaltung: ein Gewinn für Umwelt und Betriebe

Leitfaden für Landwirtschaft – Ziel: weniger Treibhausgase

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Kochen fürs Herz

Neues Kochbuch der Deutschen Herzstiftung mit Rezepten der herzgesunden mediterranen Küche von TV- und Sternekoch Christian Henze: „Herzgesunde Küche tut nicht nur gut, sie ist auch unfassbar lecker“

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New Research Group Leader at the Max Planck Institute for Medical Research

In March 2026, Kevin Jahnke will establish a research group on ‘Biomembrane Engineering’ at the new Heilbronn site of the Max Planck Institute for Medical Research. Its focus will be on engineering synthetic lipid nano- and microstructures, with the aim of investigating the biophysics of both cells and lipid vesicles.

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Neuer Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung

Zum März 2026 wird Kevin Jahnke die Forschungsgruppe „Biomembrane Engineering“ am neuen Standort des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heilbronn aufbauen. Der Schwerpunkt der Gruppe wird darauf liegen, synthetische Lipid-Nano- und -Mikrostrukturen mit dem Ziel zu entwickeln, die biophysikalischen Eigenschaften von Zellen und Lipidvesikeln zu untersuchen.

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Säugetiere: Länger leben durch Kastration und Verhütung

Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, hat untersucht, wie sich verschiedene Formen der Fortpflanzungsunterbindung auf die Lebenserwartung von Säugetieren in Zoos auswirken. Grundlage waren Daten von 117 Arten, die weltweit in Zoos und Aquarien gehalten werden, ergänzt durch eine Metaanalyse von 71 bereits publizierten Studien. Das Ergebnis: Sowohl langfristige hormonelle Verhütung als auch dauerhafte chirurgische Sterilisation erhöhen die Lebensdauer, im Schnitt um zehn Prozent.

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Cats’ purrs reveal who’s who better than their meows

A new study by researchers from the Museum für Naturkunde Berlin and the University of Naples Federico II shows: a domestic cat’s purr reveals far more about its individual identity than its meow. While meows are highly flexible and vary strongly depending on the situation, a cat’s purr remains stable and individually recognizable. Using automatic speech-recognition methods and drawing on the Animal Sound Archive at the Berlin Natural History Museum, the research team analyzed calls from domestic and wild cats and found that domestication has particularly increased the variability of meowing.

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Neue S3-Leitlinie: Evidenzbasierte Hilfe bei cannabisbezogenen Störungen

Cannabis birgt insbesondere bei regelmäßigem und übermäßigem Konsum erhebliche gesundheitliche Risiken: Cannabisbezogene Störungen – darunter Missbrauch, Abhängigkeit und Entzugssyndrome – treten häufiger auf als gemeinhin vermutet wird. Eine neue S3-Leitlinie bündelt nun erstmals evidenzbasierte Empfehlungen für Diagnostik, Therapie und Versorgung von Jugendlichen und Erwachsenen mit cannabisbezogenen Störungen.

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Mehr Leistung durch Heterosis: IPK-Forschungsteam entschlüsselt das Zusammenspiel der Gene

Ein internationales Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat eine Methode entwickelt, die erklärt, warum Kreuzungen zwischen homozygoten Elternpflanzen – sogenannte Hybride – oft deutlich produktiver sind als ihre Eltern. Dieses als Heterosis bekannte Phänomen ist entscheidend für die Steigerung des Ertrags wichtiger Nutzpflanzen wie Weizen oder Mais. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

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HMU Erfurt weiht großen neuen Forschungsbereich ein

Ihr Besuch zeigt den hohen Stellenwert der Forschung im Freistaat. Katharina Schenk, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie in Thüringen, folgte der Einladung der HMU Erfurt zur Einweihung neuer Forschungslabore. Dabei lobte sie die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Landesregierung mit dem privaten Hochschulsektor in diesem Bereich.

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Ein Trojanisches Pferd für künstliche Aminosäuren

Forschende der ETH Zürich haben ein bakterielles Transportsystem so umgebaut, dass es grosse Mengen an unnatürlichen Aminosäuren, getarnt als Trojanisches Pferd, effizient in die Zellen einschleusen kann.

Alle Lebewesen stellen ihre Proteine aus den gleichen 20 Aminosäuren her. Durch zusätzliche unnatürliche Aminosäuren können Designerproteine mit erweiterten Funktionen erzeugt werden.

Das neue System ermöglicht die effiziente biotechnologische Massenproduktion solcher Designerproteine. Die Anwendungen reichen von präzise wirkenden Medikamenten über effizientere Katalysatoren bis hin zu verbesserten bildgebenden Verfahren.

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Neue Bestandsaufnahme zeigt: Deutschlands Gentechnikforschung steht unter Druck – bietet aber enormes Potenzial 

Die neue Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland“ der Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) zeigt, dass zahlreiche gesetzliche und administrative Hürden die Entwicklung moderner Gentechnik und Biotechnologie in Deutschland bremsen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Forschung hierzulande über enorme wissenschaftliche Stärken verfügt, die durch gezielte politische Reformen erheblich besser genutzt werden könnten. 

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Wie sich Mikrotubuli an der zellulären Signalverarbeitung beteiligen

Mikrotubuli sind an der Kommunikation in der Zelle aktiv beteiligt, indem sie empfangene Signale an die Funktionseinheiten der Zelle weiterleiten. Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und des Departements Biomedizin der Universität Basel haben nun erstmals strukturell aufgeklärt, wie diese Proteinstränge des Zellskeletts dies genau bewerkstelligen. Das könnte helfen, in diese Kommunikation einzugreifen und zum Beispiel Tumorwachstum zu verhindern. Die Studie ist im Wissenschaftsmagazin Cell erschienen.

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Ein Unglück kommt selten allein: Wie eine Grippevirusinfektion das Immunsystem schwächt

Infektions- und Lungenforschung: Internationales Team unter Leitung der JLU identifiziert vielversprechendes Zielmolekül als neue Behandlungsoption für schwere Influenza

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Artenreiche Saatmischungen steigern Futtererträge und mindern Düngerbedarf

Internationale Studie mit Kieler Beteiligung in Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Eine höhere Pflanzenvielfalt auf landwirtschaftlich genutztem Grasland kann Erträge deutlich steigern – und das bei einem geringeren Einsatz von Stickstoffdünger. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlichte internationale Studie, an der auch die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) maßgeblich beteiligt war. Die Ergebnisse weisen auf einen zentralen Baustein für eine nachhaltigere Landwirtschaft hin.

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ASH 2025: Berichte der Expertinnen & Experten aus dem Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) sind jetzt online!

Heute endete das 67. Meeting der American Society of Hematologie (ASH). Dieser weltweit wichtigste Kongress zu hämatologischen Erkrankungen fand vom 06.-09. Dezember 2025 in Orlando (USA) statt. Präsentiert wurden Daten, von denen viele das Potential haben, die Versorgung von Lymphom-Patient:innen nachhaltig zu verbessern. Die diesjährigen Kongressberichte aus dem Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) ordnen diese ein: <https://lymphome.de/ash2025>

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„Perspectives from the Global South“ Team veröffentlicht „Executive Report on Regenerative Agriculture” während COP30

Das Team „Perspectives from the Global South” des Max-Planck-Instituts veröffentlichte auf der COP30 in Belém den Executive Report, in dem regenerative Landwirtschaft und resiliente Ernährungssysteme vorgestellt werden. Der Bericht hebt indigenes Wissen, Landrenaturierung und Klimaanpassung hervor und fordert politische Entscheidungsträger dazu auf, sich an den lokalen Gegebenheiten zu orientieren. Er enthält Erkenntnisse aus Gemeinschaften des Globalen Südens und unterstützt nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft.

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A New Spin on an Old Material:Yu Ogawa’s ERC Project to Uncover How Nature Makes Cellulose– & to Recreate It in the Lab

Human history would be unthinkable without cellulose – the framework of plant cell walls. Yet we do not fully grasp how nature spins long sugar chains into the ordered architecture that gives cellulose its strength, nor can we replicate this structure when reworking what nature creates. With an ERC Consolidator Grant, Yu Ogawa will investigate how proteins in plants, algae and bacteria align sugar chains into ultra-thin, highly ordered fibers – and then rebuild key steps of this process in the lab. The platform will be miniature, but the long-term potential far-reaching: a blueprint for manufacturing cellulose from scratch and tuning its architecture for a bio-based, closed-loop economy.

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Gießener Forschende züchten ozonresistente Reissorten

Wichtiger Beitrag zur Ernährungssicherung in Zeiten des globalen Wandels – Reisanbau in in Ländern wie Bangladesch durch steigende Ozonbelastung gefährdet

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Elephants, Giraffes and Rhinos Go Where the Salt Is

In some regions in Africa, large herbivores struggle to get enough sodium. As many of the continent’s protected areas are in regions where salt levels are low, this scarcity may also affect conservation efforts, according to UZH researchers.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Elefanten, Giraffen und Nashörner leben dort, wo es genug Salz hat

In manchen Regionen Afrikas können insbesondere die grossen Pflanzenfresser ihren Natriumbedarf nur unzureichend decken. Da viele Schutzgebiete in salzarmen Gebieten liegen, hat diese Knappheit auch Folgen für den Natur- und Tierschutz, sagen Forschende der UZH.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft