Wie sich die Körperabwehr selbst in Schach hält

Immunbotenstoffe sollen nur da wirken, wo sie gebraucht werden. Ein Team um Thomas Blankenstein stellt jetzt in „Nature Immunology“ einen Mechanismus vor, über den das Bindegewebe die Moleküle wie mit einem Schwamm aufsaugt. Eine lebensbedrohliche Verbreitung im Körper wird so offenbar verhindert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Well-armed – How the absence of a protein could help people better cope with the consequences of a stroke

Astrocytes, small star-shaped cells, play an important role in signal transmission in the brain. Since the protein Ezrin is found abundantly in astrocyte tendrils, it is presumed to play a role in brain function. Researchers at the Leibniz Institute on Aging – Fritz Lipmann Institute (FLI) in Jena, Germany, have conducted in vivo studies on the function and role of Ezrin in brain development and the adult brain. While a lack of Ezrin has little effect on development, it does alter signal processing and the shape of astrocytes. These effects appear to effectively mitigate the toxicity of neurotransmitters, particularly glutamate, and thus protect mice from stress (e.g., stroke).

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Gut gewappnet – Wie der Verlust eines Proteins dazu beitragen könnte, Folgen eines Schlaganfalles besser zu verkraften

Für die Signalübertragung im Gehirn spielen Astrozyten, kleine sternförmige Zellen, eine wichtige Rolle. Da das Protein Ezrin vermehrt in den Astrozytenfortsätzen auftritt, wird eine Funktion in der Hirnfunktion vermutet. Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – (FLI) in Jena haben In-vivo-Studien zur Funktion und Rolle von Ezrin in der Hirnentwicklung und im erwachsenen Gehirn durchgeführt. Während der Verlust von Ezrin die Entwicklung kaum beeinflusst, ist die Signalverarbeitung und Form der Astrozyten verändert. Diese Effekte mildern die Toxizität von Neurotransmittern, insbesondere des Glutamats, scheinbar effektiver ab und schützen so Mäuse vor Stress (z.B. Schlaganfall).

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Neuer Mechanismus für Chromosomen-Fehler in Krebszellen entdeckt

Warum wachsen Krebszellen unkontrolliert und widerstehen Anti-Tumor Therapien? Krebsforscher*innen der UMG entdecken gemeinsam mit Biomathematiker*innen aus Koblenz neuen Mechanismus für Genomveränderungen als treibende Kraft der Tumorentwicklung: Mehr Startstellen der DNA-Vervielfältigung führen in Krebszellen zu Fehlverteilungen von genetischen Informationen. Die Forschungsergebnisse sind veröffentlicht in Cell Reports.

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Neue Lancet-Studie: Anpassung von Medikamenten an die DNA verringert Nebenwirkungen

Patientinnen und Patienten haben 30 Prozent weniger schwere Nebenwirkungen, wenn die Medikamentendosis auf ihre DNA abgestimmt ist. Das hat ein internationales Konsortium unter der Leitung des Leiden University Medical Center (LUMC) herausgefunden. Von deutscher Seite war auch das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) am Bosch Health Campus in Stuttgart beteiligt. Die in der Zeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie ist die erste, die den klinischen Nutzen von genetischen Informationen zur Vermeidung von Arzneimittelnebenwirkungen belegt.

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Reducing their Natural Signals: How Sneaky Germs Hide from Ants

Not only humans are social, ants are too. Group members are taking care of sick ones by providing collective hygiene measures. This presents germs with a task. They must circumvent the immunity of an individual ant and avoid the group’s healthcare. A new study now published in Nature Ecology & Evolution reveals that germs develop a sneaky way to escape the ant colony’s defense systems by reducing their detection cues.

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Unentdeckt: Wie Keime die Abwehr ihrer Ameisenwirte umgehen

Nicht nur Menschen sind soziale Wesen, auch im Insektenreich finden sich soziale Merkmale. In einer Gruppe pflegen Ameisen erkrankte Individuen und erschweren mit kollektiven Hygienemaßnahmen die Verbreitung von Krankheitserregern. Keime müssen also nicht nur das Immunsystem einer einzelnen Ameise austricksen, sondern auch die Gesundheitsfürsorge der Gruppe. Wie sie das machen, zeigt nun die neueste Studie von Forscher:innen am ISTA, welche in Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde. Raffinierte Keime entgehen dem Abwehrsystem der Ameisenkolonie, indem sie ihre eigenen Erkennungssignale reduzieren.

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Browsing Herbivores Increase Savanna Resilience to Droughts, Study Finds

Biologist Katja Irob from Freie Universität publishes results of a joint study carried out by German and Namibian researchers in the Journal of Applied Ecology

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Frauen, achtet mehr auf Euer Herz!

Frauenherzen schlagen anders. Aber wie machen sich die Geschlechterunterschiede bei Herzinfarkt, Herzschwäche oder Bluthochdruck bemerkbar? Und was sollten Frauen für die Diagnose, Therapie und Vorsorge beachten? Die Herzstiftung informiert über gendermedizinische Themen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Aktuelle Cochrane Reviews zu Ernährungsanpassungen bei diabetischer Nierenerkrankung

Gleich zwei kürzlich erschienene Cochrane Reviews untersuchen die präventiven und therapeutischen Auswirkungen einer Ernährungsanpassung bei diabetesbedingter Nierenerkrankung. Demnach kann eine reduzierte Salzaufnahme den Blutdruck tatsächlich deutlich senken. Die Auswirkungen einer Eiweißrestriktion auf die Nierenfunktion dagegen bleiben unklar.

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Ernährung und Schluckfunktion bei Multipler Sklerose

SRH Hochschule für Gesundheit lädt am 28. Februar 2023 online zum Health and Study Talk ein.

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Neanderthals hunted elephants: Earliest evidence found of humans killing elephants for food

Analysis of finds from the Neumark-Nord site near Halle provide first indisputable proof of active hunting of elephants by early humans and change our perception of Neanderthal lifeways

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Neue Vorgaben fürs Röntgen – Patientenschutz wird weiter verbessert

BfS aktualisiert Dosis-Vorgaben für Röntgenuntersuchungen

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Neandertaler jagten Waldelefanten: Erster Beweis für Elefantenjagd durch den frühen Menschen

Untersuchung von Funden in Neumark-Nord bei Halle erbringen den ersten eindeutigen Beweis für die Jagd von Elefanten in der menschlichen Evolution und neue Erkenntnisse über die Lebensweise der Neandertaler

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Extreme Artenarmut Stickstoff-umwandelnder Mikroben in europäischen Seen

Gemeinsame Pressemitteilung des Leibniz-Instituts DSMZ und
des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei: Extreme Artenarmut Stickstoff-umwandelnder Mikroben in europäischen Seen

Ein internationales Forschungsteam unter Führung Braunschweiger Mikrobiologen vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH zeigt, dass in den Tiefen europäischer Seen die Entgiftung von Ammonium von einer extrem geringen Biodiversität von Archaebakterien abgesichert wird.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Recovery Cat develops software for psychiatric treatment

In order to improve care for about six million people with severe mental illnesses in Germany, a digital platform has been developed by members of the Department of Psychiatry and Neurosciences at Charité – Universitätsmedizin Berlin at Campus Charité Mitte. The platform, called Recovery Cat, provides patients with individualized therapy plans and monitoring to assist them at home during their outpatient treatment. The aim is to reduce inpatient stays and empower self-driven lifestyles.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Recovery Cat“ entwickelt Software für psychiatrische Behandlung

Um die Versorgung von aktuell rund sechs Millionen schwer psychisch Erkrankten zu verbessern, haben Mitarbeiter*innen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin am Campus Charité Mitte eine digitale Plattform entwickelt. Darauf erhalten Patient*innen individuelle Therapiepläne und Verlaufskontrollen, die sie während der ambulanten Behandlung zuhause unterstützen.

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Ernährungskommunikation in Schwangerschaft und früher Kindheit

Systematische Recherche belegt: gesichertes Wissen für Kommunikationsstrategien fehlt

In der Schwangerschaft sowie im Säuglings- und Kleinkindalter werden entscheidende Weichen für die spätere Gesundheit gestellt. Das trifft in besonderem Maße auf die Ernährung zu. Die systematische Recherche „Ernährungskommunikation in Schwangerschaft und früher Kindheit“ analysiert den internationalen Forschungsstand zu kommunikationsbasierten ernährungsbezogenen Interventionen bei Schwangeren, jungen Familien und Kindern im Alter bis 36 Monaten.

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Mehr Bewegung im Alltag: Kooperationsprojekt hat Förderstrukturen in Zusammenarbeit mit Kommunen entwickelt

Bewegungsmangel ist einer der größten Risikofaktoren für die meisten chronisch-degenerativen Krankheiten wie z. B. Herzkreislauferkrankungen. Allerdings bewegen sich die Menschen in Deutschland zu wenig. Das kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekt „EUBeKo“ von Prof. Dr. Jens Bucksch, Pädagogische Hochschule Heidelberg, und Dr. Birgit Sperlich, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, hat mit Akteur:innen in Kommunen Maßnahmen entwickelt, die eine bewegungsfördernde Umwelt unterstützen. Das Kooperationsprojekt im Forschungsschwerpunkt „Bewegung und Bewegungsförderung“ wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert, im Juni 2019 begonnen und im Dezember 2022 abgeschlossen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Ein neues Werkzeug zur Untersuchung von Prozessen im Kleinhirn

An verschiedenen Erkrankungen, die das motorische Lernen betreffen, sind Prozesse im Kleinhirn beteiligt. Diese besser zu untersuchen, hilft ein neues Werkzeug, das eine Bochumer Arbeitsgruppe entwickelt hat: ein lichtaktivierbares Protein, das mit einem Teil eines erregenden Rezeptors gekoppelt ist. Durch Licht lässt sich dank dieses optogenetischen Werkzeugs ein Signalweg in den Nervenzellen des Kleinhirns aktivieren und seine Auswirkungen beobachten. So konnte die Gruppe um Dr. Ida Siveke aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Herlitze an der Ruhr-Universität Bochum zeigen, dass der Signalweg am kleinhirngesteuerten motorischen Lernen beteiligt ist.

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Deutsche Leberstiftung zum Weltkrebstag: Prävention statt Intervention gilt auch bei Lebererkrankungen und Lebertumoren

Der Weltkrebstag wurde auf dem Weltgipfel gegen Krebs im Jahr 2000 in Paris ins Leben gerufen. Seit 2006 findet der globale Aktionstag – initiiert von der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Organisationen – jährlich am 4. Februar statt. Mit dem Motto „Versorgungslücken schließen“ werden am 4. Februar 2023 Vorbeugung, Früherkennung, Behandlung und Erforschung von Krebserkrankungen weltweit in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch die Deutsche Leberstiftung beteiligt sich daran und stellt die Vermeidung und Bekämpfung von Lebertumoren in den Fokus.

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Widerstandskraft von Savannen steigt durch Einsatz von gemischten wilden Pflanzenfressergemeinschaften

Deutsch-Namibische Kooperationsstudie von Biologin der Freien Universität im „Journal of Applied Ecology“ erschienen

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How dementia quality registries can contribute to better dementia care

The Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) has investigated which key factors are essential in the planning, design, implementation and operation of so-called dementia quality registries. Finally, the AIHTA report formulates „good practice strategies“ for handling these registries by decision-makers in the health sector. Key findings concern data management, governance and reporting structures, data protection and the nature of quality indicators. An important conclusion of the study is that various interdisciplinary aspects from organisational, evaluation and outcome research must be taken into account when setting up and operating a dementia quality registry.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Demenz-Qualitätsregister zu einer besseren Demenzversorgung beitragen können

Das Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) hat untersucht welche Schlüsselfaktoren bei der Planung, Gestaltung, Umsetzung und dem Betrieb sogenannter Demenz-Qualitätsregister wesentlich sind. Abschließend formuliert der AIHTA-Bericht „Good-Practice-Strategien“ für den Umgang von Entscheidungsträger*innen im Gesundheitswesen mit diesen Registern. Zentrale Ergebnisse betreffen v.a. das Datenmanagement, Governance- und Reporting-Strukturen sowie Datenschutz und Qualitätsindikatoren. Wichtiges Fazit der Studie: Interdisziplinäre Aspekte aus der Organisations-, Evaluations- und Outcomeforschung müssen im Aufbau und Betrieb eines solchen Registers unbedingt mitbedacht werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Besteht in meiner Familie ein erhöhtes Krebsrisiko?

Etwa fünf bis zehn Prozent aller Krebserkrankungen entstehen aufgrund einer erblichen Veranlagung. In den betroffenen Familien tritt Krebs zumeist gehäuft auf. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar informiert das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) darüber, wann es sinnvoll sein kann, ein mögliches erbliches Krebsrisiko abzuklären und wohin sich Ratsuchende wenden können. Das Institut für Klinische Genetik des Universitätsklinikums Carl Gustav Dresden setzt als eines der deutschlandweit größten Zentren zur Abklärung von erblichem Krebs auf eine besonders umfassende genetische Analyse.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft