Neuer, vielversprechender Ansatz in der Gentherapie: Schädliche Mutationen erfolgreich überlisten

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Zoya Ignatova von der Universität Hamburg hat eine neuartige Strategie entwickelt, mittels künstlich konstruierter Transfer-RNAs (tRNA) genetisch bedingte Mutationen zu unterdrücken. Diese Mutationen können zu schweren Krankheiten führen. Die Tests, die erfolgreich an Patientenzellen und Mäusen durchgeführt wurden, könnten einen neuen Ansatz zur Bekämpfung verschiedener und heute unheilbarer Krankheiten liefern. Die Ergebnisse der Studie wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit“

Neuer Sachstandsbericht zu Klimawandel und Gesundheit erschienen

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Better Health Care Thanks to AI

Medicine is becoming increasingly complex, not least due to new technologies. Artificial Intelligence (AI) aims to help doctors manage the flood of information and make the best possible decisions for their patients. With the recently founded AI Center for Health Care, the state of Bremen is promoting cross-institute cooperation on this future topic through the U Bremen Research Alliance – and is bolstering health research in Bremen.

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Desert ant increase the visibility of their nest entrances in the absence of landmarks

Researchers at the Max Planck Institute for Chemical Ecology report in Current Biology that in the absence of other visual cues, desert ants build higher nest hills to facilitate homing of foraging nest mates.

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Wüstenameisen erhöhen in Abwesenheit von Landmarken die Sichtbarkeit ihres Nesteingangs

Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie berichten in der Zeitschrift Current Biology, dass Wüstenameisen höhere Nesthügel bauen, um futtersuchenden Arbeiterinnen die Rückkehr ins Nest zu erleichtern, wenn andere visuelle Orientierungshilfen fehlen.

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Von der Methode zur Haltung: Eine Heranführung an die aktive Patientenbeteiligung in der Gesundheitsforschung

Um Gesundheitsforschung bedarfsgerechter zu gestalten, ist es wichtig, Patientinnen und Patienten aktiv am Forschungsprozess zu beteiligen. Eine neue Veröffentlichung des DLR Projektträgers bietet hierfür Anregungen und praktische Tipps. Sie richtet sich insbesondere an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der klinischen Forschung.

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Neuer Leitlinienbeauftragter für Altersmedizin: „Wir können für die Bedürfnisse multimorbider Menschen sensibilisieren“

Neuer Leitlinienbeauftragter der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ist Dr. Klaus Friedrich Becher, Chefarzt der Allgemeinen und Geriatrischen Rehabilitation an der Klinik Wartenberg in Oberbayern. Er übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als DGG-Beauftragter der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

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Franco-German AI Partnership: DFKI and Inria at Viva Technology 2023

In the 60th anniversary year of the signing of the Élysée Treaty, DFKI and Inria will present partner projects, startups, and their concept for Europe’s digital sovereignty at Viva Technology 2023, Paris, June 14-17. The French national research institute for computer science and the German Research Center for Artificial Intelligence will demonstrate computer-brain interfaces for use outside the lab, among other things. Together with eight other academic partners and the states of North Rhine-Westphalia and Saarland, they form the Franco-German Tech Lab in Hall 1, Stand D11 of the Tech and Start-up Fair.

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Intelligente Gehirne nehmen sich mehr Zeit für schwierige Aufgaben

Haben intelligente Menschen ein „schnelleres“ Gehirn? Forschende des BIH und der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit einem Kollegen aus Barcelona machten den überraschenden Befund, dass Versuchspersonen die bei Intelligenztests besser abschnitten zwar einfache Probleme schneller lösen konnten, sie für schwierige Aufgaben jedoch mehr Zeit benötigten als Teilnehmende, die mit niedriger Punktzahl abschnitten.

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Nutzungsaufgabe verändert die Natur

Forschende diskutieren Entwicklung der Artenvielfalt auf brachliegenden Flächen

In den vergangenen 50 Jahren sind immer mehr Menschen vom Land in die Stadt gezogen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in oder nahe einer Stadt. Bis 2050 wird ein Anstieg auf etwa 70 Prozent erwartet. Zurück bleiben verlassene Felder, Weiden, Minen, Fabriken und ganze Dörfer. Seit den 1950er Jahren ist die Fläche der brachliegenden Landschaft weltweit auf ungefähr 400 Millionen Hektar angewachsen. Kriege und der Klimawandel treiben die Entwicklung zusätzlich voran. Wie sich die Veränderung auf die Natur auswirkt, ist noch wenig verstanden.

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Health information increases whole grain consumption – a little bit

Whole grain products are healthy, but not particularly popular. However, providing information of their benefits can change that, at least a little bit. This is demonstrated by a recent study conducted by the University of Bonn, involving over 300 people between the ages of 18 and 39. But despite receiving relevant information daily for two weeks, the effect was relatively small. The researchers therefore believe that education alone is unlikely to achieve the recommended consumption levels. The study has now been published in the journal „Appetite.“

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Gesundheits-Informationen steigern Vollkorn-Konsum – ein wenig

Vollkorn-Produkte sind gesund, aber nicht sonderlich populär. Mit einer besseren Aufklärung über ihre Wirkung lässt sich das jedoch zumindest ein wenig ändern. Das belegt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, an der gut 300 Personen zwischen 18 und 39 Jahren teilnahmen. Obwohl sie zwei Wochen lang täglich entsprechende Informationen erhielten, war der Effekt allerdings relativ gering. Mit Aufklärung allein lassen sich die empfohlenen Verzehrmengen daher wohl kaum erreichen, meinen die Wissenschaftlerinnen. Die Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift „Appetite“ erschienen.

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Microbes powered by electricity

In microbial electrosynthesis, microorganisms use CO2 and electricity to produce alcohol, for example. How this process works biologically, however, has only been speculated about until now. Researchers at the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology (Leibniz-HKI) have now been able to confirm experimentally for the first time that the bacteria use electrons from hydrogen and can produce more chemical substances than previously known.

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A rapid diagnostic test to detect multiple resistance determinants against the important carbapenem antibiotics

In 2050, the number of people dying as a result of infection with antibiotic-resistant bacteria could rise to ten million, according to WHO forecasts. For targeted therapies and to prevent the spread of antibiotic resistance, rapid and accurate diagnosis of resistance is essential. A new rapid test developed by DZIF researchers in cooperation with the company Coris BioConcept now makes it possible to detect over 95 percent of carbapenem resistance in patients infected with the widespread pathogenic bacterium Acinetobacter baumannii.

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Früherkennung der Sepsis durch Maschinelles Lernen

Verbundprojekt SCIDATOS zeigt, dass klinische „Ground Truth“ einen Goldstandard für die Sepsis-Diagnose darstellen kann

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Diagnostischer Schnelltest für multiple Resistenzen gegen das wichtige Antibiotikum Carbapenem

Im Jahr 2050 könnte die Zahl der Menschen, die an den Folgen einer Infektion mit Antibiotika-resistenten Bakterien sterben, laut Prognosen der WHO auf zehn Millionen ansteigen. Für gezielte Therapien und zur Verhinderung der Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen ist die schnelle und genaue Diagnose der Resistenzen wesentlich. Ein neuer von DZIF-Forschenden in Kooperation mit der Firma Coris BioConcept entwickelter Schnelltest ermöglicht es nun, über 95 Prozent der Carbapenem-Resistenzen in Patient:innen zu detektieren, die mit dem weitverbreiteten pathogenen Bakterium Acinetobacter baumannii infiziert sind.

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Ein Algorithmus für schärfere Protein-Filme

Proteine sind biologische Moleküle, die in sämtlichen Lebensformen beinahe alle biochemischen Aufgaben übernehmen. Dabei führen die winzigen Strukturen ultraschnelle Bewegungen aus. Um diese dynamischen Prozesse künftig genauer als bisher ergründen zu können, haben Forschende einen neuen Auswertungsalgorithmus entwickelt, mit dem sich Messungen an Freie-Elektronen-Röntgenlasern wie dem SwissFEL effizienter auswerten lassen. Diesen stellen sie nun im Fachblatt Structural Dynamics vor.

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Gesunde Nieren trotz Bluthochdrucks

Eine Mutation, die zu starkem Bluthochdruck führt, schützt zugleich die Niere vor den Folgeschäden der Erkrankung. Das berichten Forschende um Enno Klußmann vom Max Delbrück Center und DZHK in „Kidney International“. Nun suchen sie nach Strategien, um die Effekte des veränderten Gens therapeutisch zu nutzen.

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Deutsche Leberstiftung zum Tag der Organspende: Eine Lebertransplantation rettet Leben

Am 3. Juni 2023 findet in Düsseldorf die zentrale Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Organspende statt. Unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“ wird gedankt, informiert und gleichzeitig auf die Wichtigkeit einer individuellen Entscheidung in Bezug auf die Organspende hingewiesen. Offensichtlich besteht Aufklärungsbedarf: Die Organspendezahlen sind im Jahr 2022 gesunken und nur 40 Prozent der Deutschen hatten ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert. Die Deutsche Leberstiftung informiert anlässlich des Tages der Organspende über lebensrettende Lebertransplantationen.

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Nature-inspired compounds chop up cancer gene’s RNA

The cancer gene MYC drives unrestrained growth of most human cancers. It has been called the “Mount Everest” of cancer research because of the difficulty of designing medications that can disable it, and the expectation that an effective MYC drug could help so many cancer patients. Research groups from the The Wertheim UF Scripps Institute in Florida, the Max Planck Institute of Molecular Physiology in Dortmund and the University of Münster have joined forces and climbed that peak by developing Nature-inspired compounds chopping up MYC’s RNA. This innovative RNA degrader approach could also open new routes to summit other similarly hard-to-treat diseases.

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Biophotonik-Forschung: Zelluläre Transporter im Blick behalten

Biophotonik-Professor Thomas Hellerer und Doktorand Thomas Kellerer der Hochschule München entwickeln ein innovatives Bildgebungsverfahren, das winzige Wirkstofflieferanten beispielsweise von mRNA-Impfstoffen in der Zelle in Echtzeit trackt – und gleichzeitig Informationen über deren Umwelt liefert.

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Kryokonservierung von Eierstockgewebe wird ab 
1. Juli 2023 von den Kassen übernommen

Die Fruchtbarkeitserhaltung durch Kryokonservierung ist am 11. Mai 2019 gesetzliche Kassenleistung geworden. Doch bis diese Verbesserung in der Praxis bei den Betroffenen ankommt, werden mehr als vier Jahre vergangen sein. Ab dem 1. Juli dieses Jahres wird als letzter Schritt voraussichtlich auch die Kryokonservierung von Eierstockgewebe direkt von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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Digitale klinische Studien mit Smartwatches – HAWK-Forschungspapier in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine

Prof. Dr. rer. medic. Sinje Gehr, Dr. Nandha Kumar Balasubramaniam und Prof. Dr. rer. nat. Christoph Rußmann vom Gesundheitscampus Göttingen an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen haben ein Forschungspapier in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht. Der Gesundheitscampus Göttingen ist eine Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim, Holzminden, Göttingen (HAWK). Thema: Datenerfassung und Auswertung in klinischen Studien zur Herz- und Gefäßgesundheit mit patientenbezogenen Endpunkten.

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New study reveals ‘moonlighting’ function of part of the brain’s protein destruction machine at synapses

A major component of the cell’s protein destruction machine moonlights at brain synapses

A new study by researchers at the Max Planck Institute for Brain Research discovered a ‘moonlighting’ function carried out by a complex that normally works to degrade proteins in cells – this protein destruction machine is called the proteasome. The scientists found, by counting and visualizing individual protein complexes, that one part of the proteasome (the 19S regulatory complex) was abundant near brain synapses where it regulates synaptic proteins and transmission on its own – without its partner.

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Neue Studie enthüllt „Nebenjob“ von Teilen der Proteinvernichtungsmaschine des Gehirns an den Synapsen

Eine neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung hat einen „Nebenjob“ eines Komplexes aufgedeckt, der normalerweise für den Abbau von Proteinen in den Zellen zuständig ist: das Proteasom. Durch Zählen und Sichtbarmachen einzelner Proteinkomplexe fanden die Wissenschaftler:innen heraus, dass ein Teil des Proteasoms (der 19S-Regulationskomplex) in der Nähe von Gehirnsynapsen reichlich vorhanden ist, wo er synaptische Proteine und die Übertragung allein – ohne seinen Partner – reguliert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft