Studie zu Pflanzen: Auch Wurzeln können Wärme messen

Pflanzenwurzeln verfügen über ein eigenes Thermometer, um die Temperatur im Boden zu messen und ihr Wachstum daran anzupassen. Das zeigt eine neue Studie unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im „The EMBO Journal“. Bislang ging man davon aus, dass der Pflanzenspross das Wurzelwachstum steuert. Mit umfangreichen Experimenten konnten die Forschenden diese Annahme widerlegen und eine neue Erklärung dafür liefern, wie Wurzeln selbst auf höhere Temperaturen reagieren. Die Ergebnisse könnten dabei helfen, neue Ansätze für die Pflanzenzüchtung zu entwickeln.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Fisch, Meeresfrüchte und Algen im Klimawandel

Was müssen wir tun, damit „blaue“ Lebensmittel (Fisch, Meeresfrüchte und Algen) in einem sich ändernden Klima zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen? Das neue Handbuch, entstanden im Rahmen des Forschungsverbundes „Küstenmeerforschung Nordsee-Ostsee“ KüNO III, bietet einen inhaltlichen Einstieg und konkretisiert Handlungsfelder zur nachhaltigen Nutzung dieser Lebensmittel im Klimawandel.

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Wie die Gruppenjagd im offenen Ozean funktioniert

Verhaltensökolog*innen des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) haben das Jagdverhalten von Tieren in Gruppen untersucht und dabei festgestellt, dass Tiere im Wasser anders jagen als Tiere an Land. Dies liegt wahrscheinlich auch an dem unterschiedlichen Größenverhältnis zwischen Räuber und Beute. Am Beispiel der Gestreiften Marline, die zur Familie der Speerfische gehören, konnten die Forschenden zeigen, dass bei diesen Tieren die Motivation beim Aufteilen der Beute eine größere Rolle spielt als die Rangordnung. Zudem tolerieren die großen Fische gemischte Jagden mit Seelöwen.

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Picknick in der Tiefe – Beobachtungen aus der Tiefsee belegen bisher unbekanntes Verhalten von Kraken

10.07.2023/Kiel. Mit Hilfe von Videos, die auf Schiffsexpeditionen in der Arktis von Unterwasserrobotern aufgenommen wurden, haben Forschende aus Deutschland und Norwegen ein neuartiges Verhalten bei Tiefseekraken erkannt. Sie beobachteten „Dumbo“-Oktopusse der Art Cirrotheutis muelleri, die passiv durch die Wassersäule trieben und zum Fressen zum Meeresboden tauchten. Die Abwärtswanderung zur Nahrungssuche auf dem Meeresboden war bei Kopffüßern bisher unbekannt. Die Ergebnisse werfen auch neues Licht auf das Verhalten von Tiefsee-Cephalopoden und die enge Verbindung zwischen den Lebensräumen im Ozean.

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Measles-Based Vector Vaccine Protects Mice against Influenza A (H7N9) Virus

Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut (PEI), in cooperation with the Philipps-Universität Marburg, used the „recombinant measles vaccine virus“ vaccine platform to test vaccine candidates against the dangerous avian H7N9 influenza virus in an animal model. Vectored vaccines with a blueprint of haemagglutinin (H7) or neuraminidase (N9) induced specific antibodies in mice that could effectively inhibit H7N9 influenza viruses. H7-specific T cells were still detected in the animals two years after vaccination. Vaccination against H7 completely protected the mice against disease after infection. Vaccination against N9 mostly provided protection against a severe disease course.

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Masernbasierter Vektorimpfstoff schützt Mäuse langanhaltend gegen das Influenza-A-Virus H7N9

Mitarbeitende des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) nutzten in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg die Impfstoffplattform „Rekombinante Masernimpfviren“, um Impfstoffkandidaten gegen das gefährliche Vogelgrippevirus H7N9 im Tiermodell zu testen. Vektorimpfstoffe mit Bauplan des Hämagglutinin (H7) bzw. der Neuraminidase (N9) induzierten in Mäusen jeweils spezifische Antikörper, die wirksam H7N9-Grippeviren inhibieren konnten. Zwei Jahre nach der Impfung konnten bei den Tieren noch H7-spezifische T-Zellen nachgewiesen werden. Die Impfung gegen H7 schützte Mäuse bei Infektion vollständig vor Erkrankung, gegen N9 meist vor einem schweren Verlauf.

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Spinnmilbenmännchen helfen Weibchen aus letzter Hülle

Männliche Tiere entkleiden reifende Weibchen, um die erste Paarung für sich zu gewinnen

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With head and leg to the beautiful cut

How do leafcutter ants measure the size of the leaf pieces they cut off? A study by the University of Würzburg now provides answers.

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Mit Kopf und Bein zum schönen Schnitt

Wie bemessen Blattschneiderameisen die Größe der Blattstücke, die sie abtrennen? Eine Studie der Uni Würzburg liefert jetzt Antworten.

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Bis 31. Juli bewerben: Ausschreibung Forschungsförderung Gesundheitsfachberufe

Bis zum Monatsende können sich Interessierte noch für die Forschungsförderung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe der DIVI bewerben. Auf dem Jahreskongress DIVI23 im Dezember vergibt die DIVI-Stiftung wieder eine Forschungsförderung in Höhe von 5.000 Euro für klinische und wissenschaftliche Projekte von Mitarbeitern im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Die einmalige finanziellen Zuwendung soll als Beitrag für Sachmittel und/oder Aufwendungen zur Implementierung und Realisation von wissenschaftlichen Aktivitäten in den Gesundheitsfachberufen dienen.

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Neue Wirkstoffe gegen Krebs: Die Ausgabe 2/2023 des „einblick“ ist erschienen

Gelingt es Forschern, eine Schwachstelle der Krebszellen aufzudecken, ist damit im Idealfall auch ein potenzielles Ziel für eine neue Therapie gefunden. Dann stellt sich als nächstes die Frage: Wie lässt sich dieses Ziel angreifen? Hier kommt eine Arbeitsgruppe des DKFZ ins Spiel, die sich auf die Suche nach geeigneten Wirkstoffen und deren Optimierung spezialisiert hat. Das Team vereint Fachwissen in unterschiedlichen Disziplinen und die nötige Erfahrung für das Feintuning der Moleküle. Denn der Weg zu einem neuen Wirkstoff ist anspruchsvoll. Mehr dazu und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des einblick.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Betroffenen mit ADHS schneller helfen – Prototyp ermöglicht digitale Behandlung per Tablet in Heimanwendung

Das Projekt NeFaH – Neurofeedbacksystem zur digitalen Therapie der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Heimanwendung – bringt Medizin, Therapie und Technik zusammen. Gemeinsam haben das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die MedicalSyn GmbH, die Teleconnect GmbH und die Carus Consilium Sachsen GmbH nun einen Prototyp für die digitale, telemedizinische Neurofeedback-Therapie bei ADHS entwickelt, der für die klinische Anwendung zugelassen werden soll. Diese innovative Lösung ermöglicht eine schnelle Versorgung von Betroffenen auch im ländlichen Raum sowie eine Therapie der Störung ohne Medikamente.

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Dreifachtherapie führt zu langanhaltender Verbesserung bei Mukoviszidose

Der Schleim in den Atemwegen ist weniger zäh, die Entzündung in der Lunge geht deutlich zurück: Diese positiven und langanhaltenden Effekte kann eine Dreifachtherapie bei Patient:innen mit Mukoviszidose erzielen. Das belegen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max Delbrück Center jetzt in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal*. Die Medikation lindert demnach die Lungenerkrankung bei vielen Betroffenen.

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Zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli: Zahl der Länder mit niedrigen Geburtenraten hat weltweit stark zugenommen

Im globalen Durchschnitt bekommen Frauen im Laufe ihres Lebens 2,3 Kinder. Zum Vergleich: Anfang der 1960er lag die zusammengefasste Geburtenziffer noch bei rund 5 Kindern pro Frau. Damit die Kindergeneration die der Eltern zahlenmäßig ersetzt, bedarf es einer Geburtenziffer von 2,1 Kindern pro Frau – dieser Wert wird als Bestands­erhaltungsniveau bezeichnet. Wie Berechnungen aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis von UN-Zahlen zeigen, lebt die Mehrheit aller Menschen heute in einem Land, dessen Geburtenziffer bereits unter das Bestandserhaltungsniveau gesunken ist. In Deutschland ist dies bereits seit 1970 der Fall.

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Warum es auf Bali keine Kängurus gibt (und in Australien keine Tiger)

Mit einem neuen Modell klären Forschende, weshalb vor Millionen von Jahren mehr Tierarten aus Asien den Sprung auf den australischen Kontinent schafften als umgekehrt. Eine wesentliche Rolle spielte das Klima, in dem sich die Arten entwickelt hatten.

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Nutzpflanzen, ganz groß – Botanischer Garten der HHU im Sommer

Pflanzenpracht, soweit das Auge reicht: Der Sommer ist im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eingezogen. Ein Weg in die Nutzpflanzenabteilung lohnt sich ganz besonders, aber auch sonst sind viele botanische Kleinode zu finden. Wen es in den Düsseldorfer Süden verschlägt: Der Botanische Garten hat täglich geöffnet.

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Zucker fürs Fein-Tuning

Auf Antikörpern kann die Stärke der von ihnen ausgelösten Immunreaktion geregelt werden

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Wissenschaft an der DHBW: Nachhaltigkeit im Fokus beim DHBW Forschungstag

Stuttgart, 6. Juli 2023: Der DHBW Forschungstag befasste sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit gestalten: Gesellschaft, Gesundheit, Technologien und Märkte“ und fand dieses Jahr an der Fakultät Technik der DHBW Stuttgart statt. Neben den rund 300 Teilnehmer*innen vor Ort ermöglichte ein Stream zahlreichen weiteren Interessierten, die Veranstaltung online zu verfolgen

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Mit Künstlicher Intelligenz zur alternativen Fleischproduktion

Team aus Hannover automatisiert die Mehlwurm-Produktion – unterstützt vom Mittelstand-Digital Zentrum Hannover der Leibniz Universität Hannover

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Neue Partner für Waldwissen.net – erfolgreiche Internetplattform noch stärker

Im Jahr 2005 ging www.waldwissen.net mit 600 Fachartikeln online. Heute, 18 Jahre später, ist waldwissen.net die wichtigste forstliche Informationsplattform mit über 3.700 ständig aktualisierten Artikeln. Sie wird von den vier Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalten in Österreich (BFW), der Schweiz (WSL), Bayern (LWF) und Baden-Württemberg (FVA) redaktionell geleitet. Nun ist das Waldwissens-Portal, das monatlich von ca. 180.000 Besuchern genutzt wird, um zwei weitere Partner gewachsen.

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Partners in crime: Wie die Kommunikation im Tumor-Mikromilieu die Tumorentwicklung beeinflusst

Damit solide Tumore effizient wachsen können, benötigen sie in der Regel Unterstützung durch nicht entartete, körpereigene Zellen in ihrer Umgebung. Durch die Kommunikation dieser Zellen untereinander entstehen im Umfeld des Tumors wachstumsfördernde Netzwerke. Forschende der Goethe-Universität Frankfurt haben mit Unterstützung der Wilhelm Sander-Stiftung solche Netzwerke untersucht. Dabei haben sie zum einen festgestellt, dass diese Netzwerke sehr widerstandsfähig gegenüber Interventionen sind. Doch gelang es den Forschenden auch, mögliche Schwachstellen zu identifizieren.

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Leibniz-Institut DSMZ zum fünften Mal als familienfreundlich zertifiziert

Seit 2010 zeichnet sich das Leibniz-Institut DSMZ durch eine nachhaltige Personalpolitik aus

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Senckenberg-Meeresforscherin wird Namenspatin für Tiefsee-Art

Senckenberg-Forschende haben mit Kolleg*innen aus den USA und Deutschland eine neue Tiefsee-Assel im Fachjournal „Zootaxa“ beschrieben. Das Tier wurde 2015 im Rahmen der Jungfernfahrt des Forschungsschiffes SONNE gesammelt und stammt aus dem Puerto-Rico-Tiefseegraben im nordwestlichen Atlantik. Anders als erwartet besiedelt die neu entdeckte Asselart einen enormen Tiefenbereich zwischen 4.552 und 8.338 Metern – die größte je nachgewiesene Tiefenverbreitung einer Assel. Benannt wurde die neue Art – Austroniscus brandtae – nach der Senckenberg-Meeresforscherin Prof. Dr. Angelika Brandt in Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Forschungsleistungen und ihres Engagements zum Schutz der Tiefsee.

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Keine Cannabis-Legalisierung ohne Prävention und Forschung

Ob Tabak, Alkohol oder Cannabis – die drogenpolitische Agenda der Bundesregierung sieht neue Regulierungsmaßnahmen für unterschiedliche Suchtmittel vor. Aber welche Folgen haben welche Maßnahmen für den Konsum? Und wie wirkt sich das auf die psychiatrische Versorgung aus? Beim DGPPN-Hauptstadtsymposium am 04.07.2023 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Suchtmedizin und Psychiatrie über die Folgen der neuen Drogenpolitik und insbesondere der Legalisierung von Cannabis für die Psychiatrie.

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Neue Leitlinie der WHO für besseren Schutz von Kindern vor Junkfood-Werbung

Die politische Debatte um ein Verbot von Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, bekommt neuen Antrieb. So hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eben eine neue Leitlinie veröffentlicht, die genau solche Verbote empfiehlt. Zum Leitlinien-Gremium zählte auch Prof. Dr. Jörg Meerpohl, Direktor von Cochrane Deutschland.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft