DDG: G-BA Richtlinie zur Videoschulung bedarf wichtiger Anpassungen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) plant aktuell in einer Anpassung der Richtlinien zu den DMP-Anforderungen, auch die Videoschulung zu ermöglichen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), ihre Arbeitsgemeinschaften „Diabetes & Technologie“ und „Pädiatrische Diabetologie“ sowie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendendokrinologie (DGKED), der Bundesverband der niedergelassenen Diabetologen e.V. (BVND) und der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) begrüßen dies, fordern aber in ihrer gemeinsamen Stellungnahme an den G-BA wichtige Anpassungen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Rückenschmerz durch Überlastung – was tun? Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS)

Bei Rückenschmerzen muss als erstes immer unterschieden werden zwischen spezifischem und unspezifischem, sowie akutem und chronischem Rückenschmerz. Welche Ursachen diesen Schmerzen zugrunde liegen, in welchen Sportarten die höchsten Inzidenzen zu sehen sind und welche konservativen Behandlungsansätze es gibt, darüber referiert Prof. Jürgen Freiwald, Sportwissenschaftler an der Universität Wuppertal und Experte der GOTS auf dem 14. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).

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Raupe Nimmersatt: 60 Millionen Jahre alte Fraßspuren

Gemeinsame Nutzung von Nahrungspflanzen als treibende Kraft für die Vielfalt von Insekten

Forschende des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Frankfurt haben entschlüsselt, welche Faktoren die enorme Vielfalt von pflanzenfressenden Insekten bestimmen. In ihrer heute im Fachjournal „PNAS“ erschienen Studie zeigen sie, dass sich die Diversität der herbivoren Insekten in den letzten 60 Millionen Jahren hauptsächlich durch die gemeinsame Nutzung von Nahrungspflanzen entwickelte. Hierfür analysierte das Forschungsteam die Fraßspuren von Gliedertieren an mehr als 45.000 fossilen Blättern.

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Research Team Identifies Human Odorant Receptor for Horse Stable Odor

Para-cresol is an aromatic compound with a strong horse stable-like odor. It contributes to the off-flavor of some foods, but it is also detectable as a characteristic odorant in whiskey and tobacco, as well as in the urine of various mammals. A research team led by the Leibniz Institute of Food Systems Biology at the Technical University of Munich has now discovered which odorant receptor humans use to perceive para-cresol.

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Artificial intelligence will soon be able to write doctor’s letters

Around 150 million doctor’s letters are written every year in Germany. This takes precious time which could be used elsewhere. The “doctor’s letter generator”, which is currently being developed by scientists from the Fraunhofer Institute for Intelligent Analysis and Information Systems IAIS, could provide a solution for creating the document in a fraction of the time. The application is based on a combination of algorithms and artificial intelligence that is applied for Natural Language Processing (NLP). The new white paper “Natural Language Processing in the Medical Sector” lists the numerous additional opportunities for hospitals when they use NLP.

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Künstliche Intelligenz wird bald Arztbriefe schreiben

Rund 150 Millionen Arztbriefe werden pro Jahr in Deutschland geschrieben. Das kostet Zeit, die an anderer Stelle fehlt. Abhilfe könnte der »Arztbriefgenerator« schaffen, der das Dokument in einem Bruchteil der Zeit erstellen kann und derzeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer IAIS entwickelt wird. Die Anwendung basiert auf einer Kombination aus Algorithmen und Künstlicher Intelligenz, die beim sogenannten Natural Language Proces-sing (NLP) eingesetzt wird. Welch vielfältige Chancen sich darüber hinaus durch NLP für Krankenhäuser ergeben, steht im neuen Whitepaper »Natural Language Processing in der Medizin«.

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Forschungsteam identifiziert menschlichen Geruchsrezeptor für Pferdestallgeruch

Para-Kresol ist eine aromatische Verbindung, die stark nach Pferdestall riecht. Sie trägt in einigen Lebensmitteln zu einem Fehlgeruch bei, ist aber auch als charakteristischer Geruchsstoff in Whiskysorten und Tabak sowie im Urin verschiedener Säugetiere nachweisbar. Ein Forschungsteam unter Führung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun herausgefunden, mit welchem Geruchsrezeptor Menschen para-Kresol wahrnehmen.

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Machine learning meets behavioral neuroscience: allowing for a more precise phenotyping

A new computer program allows scientists to observe the behavior of multiple animals simultaneously and over extended periods, while automatically analyzing their motion. What may seem obvious marks a significant milestone, and paves the way for robust and accessible standardization and evaluation of such complex observations.

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Maschinelles Lernen trifft auf Verhalten und Neurowissenschaften

Ein neues Computerprogramm ermöglicht es WissenschaftlerInnen, das Verhalten mehrerer Tiere gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten, indem es ihre Bewegungen analysiert. Was sich liest wie eine Selbstverständlichkeit, dürfte einen Meilenstein markieren. Denn bisher war es nicht möglich, solche komplexen Beobachtungen wissenschaftlich standardisiert auszuwerten.

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Melanomforschung: Ob die Immuncheckpoint-Therapie wirkt, entscheidet Interleukin-17

Immun Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sind hochwirksame Medikamente in der modernen Krebstherapie. Ihr Einsatz hat auch bei Melanompatient:innen die Überlebenschancen verbessert. Aber nicht alle Erkrankten profitieren gleichermaßen. Ein Team von Forschenden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und Deutschem Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), Partnerstandort Essen/Düsseldorf, hat nun einen Faktor gefunden, der das Ansprechen auf die ICI-Therapie maßgeblich beeinflusst: das Zytokin Interleukin-17, kurz IL-17. Die Ergebnisse wurden kürzlich in „Nature Cancer“ veröffentlicht.

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PM: Kein Ethik-Votum für DIVI-Schwangerenregister notwendig

Seit rund sieben Monaten ist das DIVI-Register „Schwangere und postpartale Patientinnen auf der Intensivstation – kurz DIVI-Schwangerenregister – online. Es wurde ins Leben gerufen, um anhand von anonymisierten Patientendaten einen Überblick über notwendige Behandlungen und Anzahl schwangerer Patientinnen auf den Intensivstationen zu bekommen – und mit dem Wissen zukünftig die Situation der jungen Frauen und ihrer ungeborenen Kinder zu verbessern. „Einige Kollegen zögern noch mit der Dokumentation ihrer Fälle und fragen nach einem Ethik-Votum“, erklärt der medizinisch-wissenschaftliche Leiter des Registers, Professor Thomas Standl.

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Wildtiermanagement: Neue Professur an der Vetmeduni

Der Lebensraum für Wildtiere wird weltweit kleiner. Je mehr die angestammten Lebensräume für Rehe und Hasen, aber auch für Wölfe und Bären schrumpfen, desto größer werden die Flächen, die von Menschen und Tieren gemeinsam genutzt werden. Konflikte sind dadurch unweigerlich vorprogrammiert. Dieser Herausforderung widmet sich die Veterinärmedizinische Universität Wien nun verstärkt und schreibt derzeit eine neue Tenure Track Professur für den Forschungsbereich „Movement Ecology“ aus.

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Vaccination can strategically support the protection of poultry against highly pathogenic avian influenza (HPAI)

Group of international scientist review options of surveillance-flanked HPAI vaccination
The highly pathogenic avian influenza virus (HPAIV) of the subtype H5 has progressed from sporadic seasonal occurrences to a continuous and nearly global panzootic in wild birds. This raises HPAIV incursion pressure into poultry holdings, as well as the risks of secondary spread and human exposure at the poultry-human interface. A group of international scientists outlines how vaccination with zero-tolerance for infection can be achieved by usefully supplementing multiple layers of appropriate surveillance.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Geflügelpest: Impfstrategie mit flankierender Überwachung kann den Schutz von Geflügel unterstützen

Gruppe internationaler Wissenschaftler skizziert die Möglichkeiten

Infektionen mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAIV) des Subtyps H5 haben sich von einem sporadischen saisonalen Geschehen zu einer kontinuierlichen und nahezu weltweiten Panzootie bei Wildvögeln ausgeweitet. Dies erhöht den Druck einer Einschleppung in Geflügelbestände sowie das Risiko einer sekundären Ausbreitung zwischen Haltungen und der Exposition an der Schnittstelle zwischen Mensch und Geflügel. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler skizziert, wie eine Impfung mit Nulltoleranz für Infektionen erreicht werden kann, indem mehrere Ebenen geeigneter Überwachungsmethoden sinnvoll kombiniert werden.

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Mehr Diversität in der Psychologie und Psychotherapie

Die Universität Witten/Herdecke beruft Dr. Jan Schürmann-Vengels auf die Juniorprofessur für Spezifische Tätigkeitsfelder der Klinischen Psychologie.

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Ungeregelter Betrieb alter Windenergieanlagen tötet viele Fledermäuse – wirksamer Schutz wäre einfach umzusetzen

Fledermäuse lassen sich an Windenergieanlagen (WEA) wirksam schützen, wenn die Anlagen bei hoher Fledermausaktivität zeitweise abgestellt werden. Über eine derartige Betriebssteuerung lässt sich ein Fledermaus-freundlicher Betrieb der Anlagen erreichen. Dennoch laufen rund drei Viertel der WEA in Deutschland ohne diese Regulierung, da darauf abgestimmte Leitlinien erst nach deren Inbetriebnahme verabschiedet wurden. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ermittelte nun exemplarisch, dass an derartigen alten WEA in zwei Monaten mehrere Hundert Tiere zu Tode kommen können.

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Neue Methode inhibiert Laktat-Transporter selektiv und schafft neue therapeutische Ansatzpunkte

Wissenschaftler:innen am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien haben eine neue Methode entwickelt, die es ermöglicht, wichtige Laktat-Transporter, die mit Krebs und zahlreichen anderen Krankheiten in Verbindung gebracht werden, gezielt zu hemmen. Dies könnte insbesondere für die Behandlung von Krebs einen neuen Ansatzpunkt bieten. Die Studie wurde jetzt in Cell Chemical Biology veröffentlicht.

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Promotion zum Problem der Diskriminierung im Gesundheitswesen erfolgreich verteidigt

Maximiliane Hädicke hat Ihre Promotion zum Thema „Die medizinische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsinkongruenz/Geschlechtsdysphorie und das Problem der Diskriminierung im Gesundheitswesen“ erfolgreich verteidigt.

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Zur Kommentierung freigegeben: Version 4 der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz

Die Version 4 der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz steht ab sofort bis zum 08.09.2023 zur öffentlichen Konsultation bereit. Fachkreise und Interessierte sind eingeladen, das komplett überarbeitete Kapitel „Medikamentöse Therapie“ der Leitlinie kritisch zu begutachten und zu kommentieren.

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Cell biology: How cellular powerhouses call for help when under stress

Originally, the powerhouses of higher cells, the mitochondria, were independent organisms. Researchers at Goethe University Frankfurt have investigated to what extent their metabolism has blended with that of their host cells in the course of evolution, using the example of a mitochondrial stress response. They have discovered that mitochondria send two different biochemical signals. These are processed together in the cell and trigger a support mechanism to restore cellular balance (homeostasis). The work was partly done within the ENABLE cluster initiative (now EMTHERA) at Goethe University Frankfurt.

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Zellbiologie: Wie zelluläre Kraftwerke unter Stress Hilfe anfordern

Die Kraftwerke höherer Zellen, die Mitochondrien, waren ursprünglich eigenständige Lebewesen. Wie sehr sich ihr Stoffwechsel im Laufe der Evolution mit dem ihrer Wirtszellen verschränkt hat, haben Wissenschaftler:innen der Goethe-Universität Frankfurt am Beispiel einer Stressreaktion von Mitochondrien untersucht. Sie fanden heraus, dass die Mitochondrien zwei unterschiedliche biochemische Signale senden. Diese werden in der Zelle miteinander verarbeitet und starten ein Unterstützungsprogramm, um das zelluläre Gleichgewicht (Homöostase) wiederherzustellen. Die Arbeiten wurden unter anderem im Rahmen der Clusterinitiative ENABLE (fortgeführt als EMTHERA) der Goethe-Universität gemacht.

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Wasserreinigung mit Biotechnologie: Forschende finden neuen Ansatz durch Kombination von Pilzen und Bakterien

Stickstoff, vor allem in Form von anorganischem Nitrit und Nitrat, ist eine der größten stofflichen Belastungen in Süßgewässern und menschlichen Abwässern. Forscherinnen und Forscher des chinesischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen in Xiamen und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben eine natürliche Pilz-Bakterien-Kombination identifiziert, die Nitrat besonders effizient und konstant verstoffwechselt. Dies könnte für die Weiterentwicklung der Biotechnologie in der Wasseraufbereitung entscheidend sein und ist ein weiterer Beleg für die wichtige Rolle von Pilzen in aquatischen Ökosystemen.

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Studie der TH Deggendorf belegt den Erfolg von Klinikclowns in Seniorenheimen

In den vergangenen drei Jahren untersuchte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) die Wirkung von Klinikclowns auf Seniorinnen und Senioren in Langzeitpflegeeinrichtungen in der CAsHeW- Studie (Studie zu Clownsinterventionen in Altenhilfeeinrichtungen – soziale Hilfeleistung unter Berücksichtigung emotionaler Wesensaspekte), in Kooperation mit dem Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. und finanziert vom Bundesministerium für Gesundheit.

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Voreilige Schlussfolgerung: das haben psychotische Störungen und Verschwörungstheorien gemeinsam

Publikationspreis 2022/2023 der Frankfurter Stiftung für Forschung und Bildung: Artikel zu Verschwörungstheorien und paranoidem Wahn ausgezeichnet

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Das genetische Erbe unserer ausgestorbenen Ahnen

Genfluss einer extinkten Gorilla-Population zu rezenten Berggorillas entdeckt

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft