Immunabwehr ist der Schlüssel für die Eroberung von Pflanzen an Land

Eine neue Studie unter der Leitung von Hirofumi Nakagami am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln zeigt, dass sich einer der beiden Zweige der Immunabwehr bei Pflanzen wahrscheinlich schon während der Etablierung von Pflanzen an Land entwickelt hat. Dieser Einblick in die prähistorische Pflanzenimmunität könnte sich auf die Züchtung resistenterer Pflanzenarten auswirken.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Was nötig ist, um DNA-Chips zu Speichermedien der Zukunft weiterzuentwickeln

Die Natur zeigt in Form der DNA, wie sich Daten platzsparend und langfristig speichern lassen. An DNA-Chips für die Computertechnik forscht auch die Würzburger Bioinformatik. Drei Angehörige des Lehrstuhls schildern in einem Review in „Trends in Biotechnology“, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, um DNA-Chips als Speichermedien anwendbarer zu machen.

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Immune defense as key for plants conquering land

A new study, led by Hirofumi Nakagami at the Max Planck Institute for Plant Breeding Research in Cologne, Germany, demonstrates that one of the two branches of plant immunity was likely to have evolved early during the establishment of plants on dry land. This insight into prehistoric plant immunity may have implications for breeding more resistant plant species.

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Global study on invasive tree species: Bayreuth researcher investigates dynamics of biodiversity on Kilimanjaro

An international study published in „Nature“ shows for the first time on a global scale for what reasons and to what extent tree species invade ecosystems where they are not native. A total of 226 scientists from 54 countries in all continents contributed to this study on invasive tree species. PD Dr. Andreas Hemp from the University of Bayreuth studied 65 plots at different altitudes on Kilimanjaro in Tanzania.

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Globale Studie zu invasiven Baumarten: Bayreuther Forscher untersucht Dynamik der Artenvielfalt am Kilimanjaro

Eine in „Nature“ veröffentlichte internationale Studie zeigt erstmals im globalen Maßstab, aus welchen Gründen und in welchem Umfang Baumarten in Ökosysteme eindringen, in denen sie nicht heimisch sind. Insgesamt 226 Wissenschaftler*innen aus 54 Ländern in allen Kontinenten haben an dieser Studie zu invasiven Baumarten mitgewirkt. PD Dr. Andreas Hemp von der Universität Bayreuth hat 65 Flächen in verschiedenen Höhenlagen am Kilimanjaro in Tansania untersucht.

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Biodiversität schützt vor Invasionen durch gebietsfremde Baumarten

Die erste globale Studie zeigt das Ausmass der Invasion gebietsfremder Bäume auf der ganzen Welt. Die Nähe zu menschlichen Aktivitäten ist ein entscheidender Faktor für das Auftreten von Invasionen. Einheimische Artenvielfalt kann das Ausmass der Invasion nicht einheimischer Baumarten begrenzen.

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How minimal genetic differences can turn healthy food into a deadly danger

Researchers at the Faculty of Biology at TUD Dresden University of Technology have investigated the interaction between genes and nutrition using the fruit fly as an example. Their results are surprising and show that, minimal genetic differences in the mitochondria can cause healthy food to be lethal and unhealthy food to be good. Accordingly, there is no such thing as optimal diet. The new findings could lay the foundation for personalised nutritional recommendations for humans and make a major contribution to public health.

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Wie minimale genetische Unterschiede gesunde Nahrung zur tödlichen Gefahr machen können

Forschende an der Fakultät Biologie der TU Dresden haben die Wechselwirkung zwischen Genen und Ernährung am Beispiel der Fruchtfliege untersucht und dabei Verblüffendes festgestellt: Demnach können winzigste genetische Unterschiede in den Mitochondrien der Zellen dazu führen, dass gesunde Nahrung tödlich, und schlechte Nahrung gut wirkt. Eine optimale Ernährung gibt es demnach nicht. Die neuen Erkenntnisse könnten den Grundstein für personalisierte Ernährungsempfehlungen für den Menschen und einen großen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit bilden. Bis es soweit ist, muss jedoch noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden.

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Nierenkrankheit genetisch entschlüsselt

Bartter-Syndrom Typ 3 geht auf mehrere Strukturvarianten im Genom zurück. Mithilfe der „Long-read-Sequenzierung“ konnte Janine Altmüller und ihr Team vom Max Delbrück Center, BIH und der Uniklinik Köln die seltene Krankheit genauer analysieren. Die Ergebnisse stellen sie in „Genome Medicine“ vor.

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Mit künstlicher Intelligenz Herzinfarkte vermeiden

Eine neue telemedizinische Plattform, die unter Beteiligung der Universität Witten/Herdecke entsteht, soll die Gesundheit von Patient:innen nach Herzinfarkt verbessern.

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Heat Sensor Protects the Venus Flytrap From Fire

The sensory hairs of the Venus flytrap contain a heat sensor that warns the plant of bush fires. It reacts to rapid temperature jumps, as Würzburg researchers have discovered.

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Hitzesensor schützt die Venus-Fliegenfalle vor Feuer

In den Sinneshaaren der Venus-Fliegenfalle befindet sich ein Hitzesensor, der die Pflanze vor Buschfeuern warnt. Er reagiert auf schnelle Temperatursprünge, wie Würzburger Forschende entdeckt haben.

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Ants can predict queues an avoid them

Ants understand if a place is easily crowded just by looking at it, and use this knowledge to avoid overcrowded food sources in advance, without actually seeing the overcrowding

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Ameisen können Warteschlangen vorhersehen und vermeiden sie

Ameisen erkennen, ob ein Ort schnell überfüllt ist, indem sie ihn einfach nur ansehen, und nutzen dieses Wissen, um überfüllte Nahrungsquellen im Voraus zu meiden, ohne die Überfüllung tatsächlich zu sehen.

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Insecticides affect aquatic insects in unexpected ways

Pesticide pollution of streams in agricultural areas has adverse effects for stream organisms. A new study, led by researchers from the Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB), provides evidence that aquatic insect larvae respond to insecticide exposure with alterations of the genetic program.

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Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: Stiftung Kindergesundheit fordert Unterstützung für Kinderschutz-Gesetz

Zusammen mit 60 Organisationen wirbt die Stiftung Kindergesundheit für eine breite Unterstützung der von Bundesernährungsminister Cem Özdemir geplanten Werbeschranken für Lebensmittel mit einem hohen Zucker-, Fett- oder Salzgehalt.

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Behandlung primärer Lebertumoren signifikant verbessert – Früherkennung entscheidend für den Erfolg der neuen Therapien

Gießen, Hannover, Köln – Leberzellkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) zählt weltweit zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Auch einige Tumore der Gallenwege (biliary tract cancer, BTC), wie beispielsweise das Gallengangskarzinom (Cholangiozelluläres Karzinom, CCC), zählen zu diesen primären Lebertumoren und sind ebenso mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Warum Früherkennung besonders bei Lebertumoren wichtig ist und welche beträchtlichen Fortschritte die Therapien gemacht haben, erläutern die Ausrichter des 24. Deutschen Lebertages im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages.

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Deficiency in certain brain proteins promotes compulsive behavior

Our behavior is controlled through neural circuits in the brain. Molecular disturbances can lead to stereotypical behavior, as seen in neuropsychiatric disorders like obsessive-compulsive and autism spectrum disorders. A research team has now demonstrated that the absence of two proteins, Intersectin1 and Intersectin2, in mice leads to disrupted neural signaling and compulsive repetitive behavior, which is also observed in patients with Intersectin 1 mutations. This supports the idea that such defects can cause neuropsychiatric diseases. The study is published in “Proceedings of the National Academy of Sciences“.

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Studie: Ausfall von bestimmten Proteinen im Gehirn begünstigt zwanghaftes Verhalten

Unser Verhalten wird über neuronale Schaltkreise im Gehirn gesteuert. Störungen auf molekularer Ebene können zu stereotypem Verhalten führen, etwa bei neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Zwangs- und Autismus-Spektrum-Störungen. Ein Forscherteam hat nun gezeigt, dass der Ausfall von zwei Proteinen, Intersectin1 und Intersectin2, bei Mäusen zu einer gestörten Erregungsübertragung im Hirn und zu zwanghaftem repetitiven Verhalten führt, was auch bei Patienten mit Intersectin1 Mutationen zu beobachten ist. Das untermauert, dass solche Defekte neuropsychiatrische Erkrankungen verursachen können. Die Studie ist im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ erschienen.

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Pharmacy: Using starch as a novel drug transporter?

A special type of starch could soon be used as an excipient in medicine to improve the treatment of patients. A research team from Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) has discovered that it makes a suitable drug release system and has advantages over already established excipients. The team reports on its research in the “Journal of Controlled Release”.

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Timing is key in cortisone treatment of inflammation

Research team from the University of Jena, Jena University Hospital and Harvard Medical School clarifies an important mechanism of the effect of cortisone preparations in the treatment of acute and chronic inflammatory diseases

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bei der Behandlung von Entzündungen mit Kortison kommt es auf das richtige Timing an

Forschungsteam der Universität Jena, des Universitätsklinikums Jena und der Harvard Medical School klärt einen wichtigen Mechanismus der Wirkung von Kortisonpräparaten bei der Behandlung von akuten und chronischen Entzündungserkrankungen auf

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20 Jahre multidisziplinäres Krebszentrum am Uniklinikum Dresden

Seit 2003 hat das ehemalige Universitäts KrebsCentrum (UCC) und heutige Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mehr als 120.000 Patientinnen und Patienten behandelt und über 150.000 Behandlungsempfehlungen in fachübergreifenden ärztlichen Konferenzen ausgesprochen. Richtungsweisend ist die enge Verknüpfung von fächerübergreifender Krankenversorgung, patientennaher Krebsforschung und Lehre. Zum Jubiläum lädt eine Ausstellung ein, moderne Krebstherapie und Krebsforschung im Spiegel der Kunst zu entdecken. Zum Festakt kamen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Rheuma & Geschlecht: Diagnose bei Frauen später und Erkrankung häufiger als bei Männern

Frauen ernähren sich gesünder, gehen öfter zu Ärztin oder Arzt und nehmen häufiger Vorsor-geangebote in Anspruch als Männer. Dennoch erhalten Sie die Diagnose über eine rheumatische Erkrankung deutlich später. Und dies, obwohl sie häufiger an Rheuma leiden und gegenüber männlichen Patienten eine erhöhte Krankheitslast angeben. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Überblicksstudie zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Diagnostik und Therapie von Rheumaerkrankungen. Welche Ursachen dahinterstecken und wie die Erkenntnisse in die Versorgung einfließen können, diskutieren Expert:innen auf der digitalen Vorabpressekonferenz anlässlich des DGRh am Mittwoch, den 23. August 2023.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Von den Straßen New Yorks zu Olympia 2024: Trendsport Breaking

Breaking (ursprünglich Breakdance) entstand einst als urbane Subkultur New Yorks in den Straßen der Bronx. Von der Straßen- und Clubkultur entwickelte sich der Sport in organisiertere Strukturen mit Wettkämpfen bis hin zur olympischen Sportart – zum ersten Mal im nächsten Jahr. Intensiv ausgeübt fordert der Sport natürlich auch seinen Tribut: akute Verletzungen und chronische Überlastungen sind keine Seltenheit. Welche das sind, darüber referiert Dr. med. Luise Weinrich, Fachärztin für Orthopädie/Unfallchirurgie (Sportklinik Stuttgart) und GOTS-Expertin auf dem 14. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft