Wie männliche Moskitos das Vorhandensein nur eines X-Chromosoms kompensieren

Forschungsergebnisse könnten neue Lösungen zur Eindämmung von Malaria anstoßen – Publikation in der Fachzeitschrift Nature

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DNA from the past

Limestone serves as a repository of microbial genetic information

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DNA aus der Vergangenheit

Kalkstein dient als Speicher von mikrobiellen Geninformationen

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Kongress der Augenheilkunde – Zurück zu alter Größe – persönlicher Austausch wichtiger denn je

Der Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) hat zu Vor-Pandemie-Größe zurückgefunden: Vom 28. September bis 1. Oktober kamen 2.966 Fachteilnehmende zur DOG 2023, insgesamt strömten 4.628 Besucherinnen und Besucher ins Berliner Estrel. „Die große Resonanz bestätigt, dass persönlicher Austausch wichtiger ist denn je“, bilanziert DOG-Präsident Professor Dr. med. Dr. h.c. Nikolaos Bechrakis. Neben den Keynote Lectures zählte das Format „Highlights in Translational Science“ zu den Höhepunkten der Jahrestagung.

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New insights into the prognostic power of gene expression signatures in breast cancer

When a woman is diagnosed with breast cancer, the difficult question arises as to which type of treatment is the right one. Gene expression testing is one of the methods used by doctors to help make a prognosis about the course of the disease and, based on this, to select a suitable therapy. However, the reliability of these tests has not been fully established. Scientists from Leipzig University and the Pathologie Hamburg-West institute have now used machine learning to analyse large amounts of data on this question and found that gene expression signatures offer a high degree of certainty in prognosis, but not complete certainty.

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DDG: Verpasst die Krankenhausreform die Chance für echte Patientenorientierung? Eine Reform mit dem Menschen im Fokus

Bundesgesundheitsminister Lauterbach strebt mit der Krankenhausreform Daseinsfürsorge, Qualitätsverbesserung und Entbürokratisierung an. Die Arbeitsfassung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) gibt Einblicke in die geplante Umsetzung. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bemängelt, dass die konkrete Verbesserung der Patientenversorgung zu kurz kommt. Sie warnt vor einem bürokratischen Aufwand durch die parallele Nutzung von Vorhaltevergütung und Fallpauschalen. Die DDG betont die Notwendigkeit, das Wohl und die Sicherheit der Patienten in den Fokus zu rücken und die Sichtweise der Fachgesellschaften stärker zu berücksichtigen.

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BiB.Monitor Wohlbefinden: Geringe Zufriedenheit besonders häufig bei Alleinerziehenden

Wie steht es um den Wohlstand der Bevölkerung? Wie zufrieden ist die Bevölkerung? Wie zufrieden Menschen mit ihrem Leben tatsächlich sind, hängt nicht nur vom Gesundheitszustand oder vom Einkommen ab, sondern auch von anderen demografischen Merkmalen. In seiner ersten Ausgabe untersucht der „BiB.Monitor Wohlbefinden“, inwieweit die Lebenszufriedenheit mit der familiären Situation, der Bildung, der Zuwanderungsgeschichte, Umzugs- und Pendelerfahrungen oder der Entfernung zur älteren Generation zusammenhängt. Dabei wird nicht nur die durchschnittliche Zufriedenheit betrachtet, sondern auch auf die Ränder der „Zufriedenheitsverteilung“ geschaut.

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Neue Erkenntnisse zu Lymphdrüsenkrebs

Forschenden um Prof. Lorenz Thurner ist es im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung mit 151.000 € geförderten Forschungsprojektes am José Carreras Zentrum der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) gelungen, einen möglichen weiteren infektiösen Auslöser bei Hodgkin-Lymphomen zu identifizieren: das Bakterium Rothia mucilaginosa. Zudem wurde für das Mantelzelllymphom gezeigt, dass eine Reaktivität der Lymphom-B-Zell-Rezeptoren gegen ein bestimmtes körpereigenes Eiweiß (LRPAP1) mit einer besseren Prognose vergesellschaftet ist. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig auch für neue therapeutische Ansätze in der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs genutzt werden.

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Schlechte Hygiene-Gewohnheiten: 10% der Menschen waschen ihre Hände nicht nach dem Toilettengang

Am 15. Oktober ist Welttag des Händewaschens. Trotz Corona-Pandemie und umfangreicher Aufklärungskampagnen waschen sich immer noch 10% der Menschen ihre Hände nach dem Toilettengang nicht. Die SRH-Studie enthüllt auch Geschlechterunterschiede im Händewaschverhalten und wirft Fragen zur Wirksamkeit der Aufklärungsmaßnahmen auf. Experten fordern verstärkte Anstrengungen zur Verbesserung der Handhygiene-Gewohnheiten.

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Neue Erkenntnisse ebnen den Weg für Therapien gegen Gehörverlust

Mit dem Älterwerden brauchen viele irgendwann ein Hörgerät. Womöglich ist der Grund dafür ein Signalweg, der die Funktion der Hörsinneszellen steuert und der im Alter nachlässt. Hinweise dafür liefern Forschende der Universität Basel.

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Proteins roll the dice to determine bee sex

Biology: Publication in Science Advances

To date it has been unclear exactly how the sex of a bee is determined. A research team from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) comprising biologists and chemists has now identified a key gene and the molecular mechanism linked with it. In the current issue of the scientific journal Science Advances, they describe how this process is similar to a game involving two dice.

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Proteine würfeln ums Bienengeschlecht

Biologie: Veröffentlichung in Science Advances

Es war bisher unklar, wie genau das Geschlecht eine Biene festgelegt wird. Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aus Biologen und Chemikern hat nun ein Schlüsselgen gefunden und den molekularen Mechanismus, der mit dem Gen verbunden ist. Dass dieser Prozess einem Spiel mit zwei Würfeln ähnelt, beschreiben sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Advances.

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Neue globale Gefährdungseinschätzung der Amphibien

Ein großes internationales Forscherteam hat die Gefährdung von mehr als 8.000 Amphibienarten untersucht. Die Ergebnisse wurden heute in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Koautor und SNSB-Zoologe Frank Glaw hat bei der Bewertung der Amphibien Madagaskars mitgearbeitet, wo fast 5% der weltweiten Amphibienarten leben.

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Zwei von fünf Amphibienarten vom Aussterben bedroht

Im Auftrag der International Union for Conservation of Nature’s Species Survival Commission (IUCN) haben mehr als 100 Forschende – darunter Mark-Oliver Rödel vom Berliner Naturkundemuseum – den Bedrohungsstatus der Amphibienarten erneut untersucht. Sie stufen mehr als 40% aller bekannten Arten als vom Aussterben bedroht ein. Die Zerstörung und Verschlechterung von Lebensräumen sind immer noch die wichtigsten Bedrohungsfaktoren. Aber auch der globale Klimawandel wird für den Amphibienrückgang immer wichtiger. Innerhalb der Amphibien sind Salamander die am stärksten bedrohte Gruppe. Eine neu auftretende Pilzkrankheit könnte verheerende Folgen für Salamander in Europa und den USA haben.

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Fleisch von frei lebendem Wild soll sicherer werden

Europäisches Netzwerk will gesundheitliche Risiken weiter verringern

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Avatare für die Glioblastom-Therapie

Welche neuartigen Therapien am besten gegen einen aggressiven Hirntumor ankommen, wollen Forscher*innen künftig mithilfe einer neuen Plattform testen. Dafür pflanzen sie Zellen des jeweiligen Glioblastoms in Zebrafische ein, berichten die Labore von Gerhardt und De Smet in „EMBO Molecular Medicine“.

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NCT Heidelberg: Benefizkonzert „Takte gegen Krebs“ mit Caroline Adomeit am 3. November

Das diesjährige Benefizkonzert „Takte gegen Krebs“ des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg findet am 3. November im Karlstorbahnhof statt. Die Geigerin Caroline Adomeit unternimmt musikalische Saitensprünge von Tartini, Ravel, Rachmaninov bis hin zu keltisch-irischen Arrangements. Statt Tickets erwerben die Besucher Takte der Kompositionen. Die Erlöse kommen innovativer und angewandter Krebsforschung am NCT Heidelberg zugute – www.nct-takte.de.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD).

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Trend zur Vergrößerung der Augenflecken bei Schmetterlingen

Augenflecken auf Schmetterlingsflügeln sind in der Natur weit verbreitet. Die Farbmuster ähneln auffällig den Augen von Wirbeltieren. Ein internationales Forschendenteam hat nun in einer DNA-basierten Studie einen Trend zu weniger und größeren Augenflecken bei einer Gruppe tropischer Schmetterlinge festgestellt.

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Trend that eyespots enlarge in butterflies

Eye spots, color patterns that resemble the eyes of vertebrates, on butterfly wings are common in nature. A research team involving the Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB) and researchers in Mexico, Brazil and the US, have now identified a trend towards fewer and bigger eyespots in a group of tropical butterflies in a DNA-based study. The research also challenges other scientists to answer further questions such as: Why does evolution lead to the loss of eyespots and the enlargement of just one or two? Does one large patch act as a more intimidating signal than several small ones?

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Recycling organic waste: biodegradable bags not currently recommended

Bags made from biodegradable materials for collecting organic household waste have been available on the market for several years. Now researchers in a large-scale pilot study have conducted an extensive investigation into whether these bags fully decompose. In addition, this — the first of its kind — study also took a look into the consumers interest in using biode-gradable bags. The project was coordinated by the Fraunhofer ICT in collaboration with the University of Bayreuth, the University of Hohenheim and BEM Umweltservice GmbH. The results are in: For numerous reasons, the researchers are not currently recommending the use of biodegradable organic waste bags.

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Understanding the single cell proteome in the context of their tissue

Similar to humans and animals, which adapt their diet or behavior to given environmental conditions, the function and protein composition of single cells also depends on which resources are available in their immediate environment. Using a new approach developed by a research team led by Matthias Mann, Director at the MPI of Biochemistry, it is now possible to analyze this protein composition with a view to the environment of individual cells for the first time. By combining two new methods from the research department, they succeeded in functionally mapping the proteome of single cells with high spatial resolution. The results are published in the journal Nature Methods.

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Das Proteom einzelner Zellen im Gewebekontext verstehen

Wie auch Menschen und Tiere, die ihre Ernährung oder ihr Verhalten an ihre Umweltbedingungen anpassen, hängt auch die Funktion und Proteinzusammensetzung einzelner Zellen davon ab, welche Ressourcen in ihrer unmittelbaren Umgebung zur Verfügung stehen. Durch einen neuen Ansatz des Forschungsteams um Matthias Mann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie, ist es nun erstmals möglich diese Proteinzusammensetzung mit Blick auf die Umgebung einzelner Zellen zu analysieren. Durch die Kombination zweier neuer Methoden gelang es ihnen, das Proteom einzelner Zellen funktionell mit hoher räumlicher Auflösung zu erfassen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Methods publiziert.

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DeepMB: A Deep Learning Framework For High-Quality Optoacoustic Imaging in Real-Time

Researchers at Helmholtz Munich and the Technical University of Munich have made significant progress in advancing high-resolution optoacoustic imaging for clinical use. Their innovative deep-learning framework, known as DeepMB, holds great promise for patients dealing with a range of illnesses, including breast cancer, Duchenne muscular dystrophy, and inflammatory bowel disease. Their findings have been now published in Nature Machine Intelligence.

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DeepMB: Ein Deep Learning Framework für hochauflösende optoakustische Bildgebung in Echtzeit

Forschende von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München haben signifikante Fortschritte bei der Weiterentwicklung der hochauflösenden optoakustischen Bildgebung für den klinischen Einsatz erzielt. Ihr innovatives Deep-Learning-Framework, DeepMB, hat das Potenzial Patient:innen mit verschiedenen Krankheiten wie Brustkrebs, Duchenne-Muskeldystrophie und entzündlichen Darmerkrankungen zu helfen. Ihre Erkenntnisse wurden nun im Fachjournal Nature Machine Intelligence veröffentlicht.

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Distributed workload in the fly brain

Recognizing motion requires an enormous amount of computing power from the brain. A new study from Alexander Borst’s department at the Max Planck Institute for Biological Intelligence shows how the fly brain masters this task: By performing a neuronal computation on three network levels, it distributes the workload over several steps. This is the first time that researchers have deciphered a neuronal network in which one cell type performs the same computation at all network levels. This approach helps fruit flies to reliably recognize different motion patterns – the prerequisite for staying on track.

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