„Jeder Mensch kann lernen, mehr oder weniger empathisch zu sein“

Prof. Dr. Grit Hein vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) hat im Fachjournal PNAS veröffentlicht, wie sich Empathie übertragen lässt. Beobachtungslernprozesse beeinflussen das Ausmaß, in dem sich eine Person in den Schmerz einer anderen Person einfühlt. Wir können also vom Umfeld Empathie lernen oder verlernen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Expertise rettet Leben – DDG fordert Verbesserungen in der stationären Diabetesversorgung

„Der Klinikaufenthalt wird für Diabetespatient*innen zunehmend gefährlich“, so die Bilanz von Expert*innen auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin. Betroffene sollten sich daher an DDG-zertifizierte Kliniken wenden, die ein hohes Maß an Diabetes-Expertise und Versorgungssicherheit aufweisen. Um Zertifizierungen zu fördern und Kliniken Anreize zu geben, eine entsprechende Expertise vorzuhalten, muss die Krankenhausreform eine adäquate Finanzierung und Förderung der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Diabetologie ermöglichen. Das sei bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

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Deutsche Leberstiftung informiert zum „Tag der Seltenen Erkrankungen“: auch die Leber kann betroffen sein

Hannover – Das Schaltjahr 2024 setzt den „Tag der Seltenen Erkrankungen“ auf seinen angestammten Platz: den seltensten Tag im Kalender. Am 29. Februar 2024 werden unter dem Motto: „Teilt Eure Farben“ bunte und kreative Zeichen gesetzt, um mehr Sichtbarkeit für die Menschen mit einer seltenen Erkrankung zu schaffen. Gleichzeitig stehen die drei wichtigsten Anliegen der Betroffenen im Fokus: Diagnose, Therapie und Forschung. Die Deutsche Leberstiftung unterstützt den internationalen Aktionstag und informiert über seltene Lebererkrankungen, die Wichtigkeit der frühen Diagnose und spezifischen Therapie sowie über Forschungsfortschritte und neuartige Behandlungsoptionen.

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Noch 1 Woche für 6. Deutscher Medienpreis Depressionshilfe bewerben

Experten-Jury um Harald Schmidt würdigt erneut Journalisten, die sich in hervorragender Weise mit der Erkrankung Depression auseinandersetzen – Einreichung endet am 1. März 2024

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Datenbank FOGS gegen illegalen Wildtierhandel am Start

Der globale illegale Wildtierhandel bedroht rund 6.000 geschützte Arten und ihre Populationen. Mit der Referenzdatenbank FOGS und neuen Analysemethoden unterstützt das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) Behörden und Artenschutzverbände darin, konfisziertes Material von Wildtieren verschiedenen Arten und Populationen zuzuordnen. Das FOGS-Datenportal steht nun zur Verfügung.
Ergänzend kommen am 22. und 23. Februar 2024 Vertreterinnen und Vertreter aus Artenschutz, kriminalistischer Ermittlung, Wissenschaft und Politik zum Austausch im Museum Koenig Bonn beim FOGS – Symposium „Wildlife Crime in Deutschland“ zusammen.

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Körpereigenes Molekül könnte Leukämietherapie sicherer machen

Forscher*innen aus Freiburg und München haben ein körpereigenes Molekül entdeckt, das in Tierstudien das Immunsystem im Darm und die Darmflora ausgewogener macht und schwere Nebenwirkungen von Stammzelltransplantationen mindert / Bestätigung in Humanproben

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«Graphene Flagship» nach zehn Jahren abgeschlossen / Graphen-Forschung: Zahlreiche Produkte, keine akuten Ge

Die grösste je auf die Beine gestellte EU-Forschungsinitiative ist erfolgreich zu Ende gegangen: Ende letzten Jahres wurde das «Graphene Flagship» offiziell abgeschlossen. Daran beteiligt waren auch Empa-Forschende, etwa der Molekularbiologe Peter Wick, der im «Workpackage Health and Environment» von Anfang an dabei war – und die Erkenntnisse in diesem Bereich soeben mit internationalen Kollegen in einem umfassenden «Review»-Artikel im Fachjournal «ACS Nano» zusammengefasst hat.

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So alt sind Fisch-Esser wirklich

Schleswig/Kiel. Forschende des Exzellenzclusters ROOTS und des LEIZA finden Methode, nahrungsbedingte Fehler bei Kohlenstoff-Datierungen zu korrigieren. Die Studie korrigiert die Datierung eines wichtigen steinzeitlichen Begräbnisplatzes in Westrussland. Der neue Ansatz kann eine generelle Fehlerquelle von Kohlenstoff-basierten Datierungen beheben. Das Exzellenzcluster ROOTS in Kiel und Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz sind führend an der Studie beteiligt.

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This is how old fish eaters really are

Schleswig/Kiel. Researchers from the ROOTS Cluster of Excellence and LEIZA find a method for correcting nutritional errors in carbon dating. The study corrects the dating of an important Stone Age burial site in western Russia. The new approach can eliminate a general source of error in carbon-based dating. The ROOTS Cluster of Excellence in Kiel and the Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz are leading the study.

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Immer ähnlicher oder immer unterschiedlicher? Für die biologische Vielfalt trifft beides zu

Viele Lebensgemeinschaften werden im Laufe der Zeit zwar ähnlicher werden, aber fast ebenso viele auch unterschiedlicher

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Revolutionäre Zelltherapie: Neustart des Immunsystems stellt Autoimmunerkrankungen ab

Einmalige Infusion von CAR-T-Zellen ersetzt immunhemmende Medikamente

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Bartenwale haben einen einzigartigen Kehlkopf entwickelt, um zu kommunizieren

Laborversuche und Computersimulationen erklären erstmals, wie Bartenwale ihre Stimme erzeugen

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Schlafforschung: Wer schläft, erinnert sich besser an komplexe Zusammenhänge

Schlaf hilft dabei, das Gedächtnis für komplexe Zusammenhänge zu festigen und so die Erinnerung an ganze Ereignisse zu vervollständigen.

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Hochaufgelöste Einblicke in 3,5 Milliarden Jahre alte Biomasse

Forschungsteam untersucht organisches Material der frühen Erde und findet neue Hinweise zur Herkunft und Zusammensetzung

Um etwas über die ersten Organismen auf unserem Planeten zu erfahren, müssen Forschende die Gesteine der frühen Erde analysieren. Diese sind weltweit nur an wenigen Orten an der Oberfläche zu finden. Das Pilbara-Kraton im Westen Australiens ist eine dieser seltenen Fundstellen: Hier treten rund 3,5 Milliarden Jahre alte Gesteine zutage, die Spuren der damals lebenden Mikroorganismen enthalten.

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New Approach to Real-Time Monitoring after Pancreatic Surgery

Complications after pancreatic surgery are common and can be life-threatening. One of the most serious yet common complications is postoperative pancreatic fistula. This condition is diagnosed based on increased concentrations of the pancreatic enzyme alpha-amylase in drainage secretions. Currently, the analysis of these enzymes is routinely conducted on the first and third postoperative day. Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) and the University Hospital Dresden (UKD) now report in the journal Biosensors and Bioelectronics on the development of a portable device that can carry out the enzyme determination continuously and in real time.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Ansatz zur Echtzeit-Überwachung nach Pankreas-Operationen

Komplikationen nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse sind häufig und können lebensbedrohlich sein. Eine der schwersten und zugleich häufigsten Komplikationen ist die postoperative Pankreasfistel. Diagnostiziert wird sie anhand erhöhter Konzentrationen des Bauchspeicheldrüsenenzyms Alpha-Amylase in den Drainagesekreten. Derzeit wird die Analyse dieser Enzyme standardmäßig nur am ersten und dritten postoperativen Tag durchgeführt. Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und des UKD berichten nun im Fachblatt Biosensors and Bioelectronics über die Entwicklung eines portablen Gerätes, das die Enzymbestimmung kontinuierlich und in Echtzeit durchführen kann.

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Neuroprothesen mit Signalen, die das Gehirn versteht

Seit einigen Jahren gibt es Prothesen, die an das Nervensystem angeschlossen sind. Nun legen Forschende an der ETH Zürich nahe, dass solche Neuroprothesen besser funktionieren, wenn sie Signale verwenden, die der Natur nachempfunden sind.

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Alte Genome belegen Down-Syndrom in der Bronze- und Eisenzeit

Forschende des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie haben alte DNA aus einer weltweiten Probensammlung von fast 10.000 prähistorischen und historischen Menschen analysiert, um darin nach Fällen des Down-Syndroms zu suchen, einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch eine zusätzliche Kopie des Chromosoms 21 verursacht wird. In den Genomdaten fanden sie sechs Kinder mit Down-Syndrom. Fünf von ihnen wurden vor mehr als 2.000 Jahren bestattet und keines der Kinder wurde älter als ein Jahr. Obwohl ihre Lebensdauer so kurz war, erhielten sie ein Begräbnis, oft mit Grabbeigaben. Sie scheinen also umsorgte und anerkannte Mitglieder ihrer Gemeinschaften gewesen zu sein.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Innovative Computertomographie verbessert Beurteilung der koronaren Herzkrankheit

Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben gezeigt, dass eine neuartige Computertomographie (CT) mit einem sogenannten Photon-Counting-Detektor (PCD-CT) die Beurteilung der koronaren Herzerkrankung verbessern kann. Durch die ultrahochauflösende PCD-CT lassen sich Blutgefäße und Gefäßablagerungen genauer darstellen als bisher. Mit Hilfe der innovativen Diagnostikmethode konnten in der Mainzer Studie über 50 Prozent der Patient:innen in eine niedrigere Krankheitskategorie eingestuft werden. Die Technologie hat das Potenzial, die Patientenversorgung zu verbessern und Gesundheitskosten zu reduzieren.

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New mechanism for regulating cell division in the bacterial pathogen Klebsiella uncovered

Klebsiella pneumoniae is one of the most common and most dangerous bacterial pathogens impacting humans, causing infections of the gastrointestinal tract, pneumonia, wound infections and even blood poisoning. With the aim of discovering therapeutically exploitable weaknesses in Klebsiella, a research team from the Balance of the Microverse Cluster of Excellence at the University of Jena, Germany has taken a close look at the molecular biology of the bacteria and was able to uncover the importance of a small, non-coding ribonucleic acid (sRNA for short) for the gene regulation of K. pneumoniae. They report their findings in the journal “Proceedings of the National Academy of Sciences”.

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Neuer Mechanismus zur Regulation der Zellteilung im bakteriellen Krankheitserreger Klebsiella aufgedeckt

Klebsiella pneumoniae ist einer der häufigsten und gefährlichsten bakteriellen Krankheitserreger, der im Menschen Infektionen des Magen-Darm-Traktes, Lungenentzündungen, Wundinfektionen bis hin zu Blutvergiftungen auslösen kann. Um Klebsiella in Zukunft besser begegnen zu können, hat ein Forschungsteam des Exzellenzclusters Balance of the Microverse der Universität Jena die Bakterien unter die molekularbiologische Lupe genommen: Dabei hat es die Bedeutung einer kleinen, nicht-kodierenden Ribonukleinsäure (kurz: sRNAs, vom Englischen: small ribonucleic acids) für die Genregulation von K. pneumoniae aufgedeckt. Über ihre Erkenntnisse berichten sie im Fachjournal „PNAS“.

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Mehr Hirn als Wesenszug: Entschlüsselung neuronalen Bahnen der Neugier

Die Faszination für das Unbekannte treibt den Fortschritt an. Dank ihr behaupten sich Lebewesen in einer sich stetig wandelnden Umwelt. Somit prägt Neugier die menschliche Entwicklung wesentlich. Doch was steckt dahinter? Forschende vermuten, dass Neugier weniger eine feste Persönlichkeitseigenschaft ist, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen. Dr. Petra Mocellin und das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Remy am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) haben erstmals einen neuronalen Schaltkreis im Gehirn entschlüsselt, der der Neugier zugrunde liegt.
Die Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Neuron veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zecken & FSME: Forschende erwarten hohe Fallzahlen für 2024

Pressekonferenz der Uni Hohenheim offenbart langfristig steigende Fallzahlen, häufigere „Zecken-Jahre“ und eine hohe Dunkelziffer bei Infektionen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Auch inaktive Raucher dicht mit mikrobiellen Gemeinschaften besiedelt

Internationales Projekt untersucht und weist Kohlenstoffsenken in der Tiefsee nach

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Veränderung der zirkadianen Uhr passt Gerste an kurze Wachstumsperioden an

Botanik: Veröffentlichung in Plant Physiology

Damit Pflanzen zur richtigen Jahreszeit blühen, besitzen sie eine innere Uhr, mit der sie die Tageslichtlänge messen können. Biologinnen und Biologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) beschreiben in einer Studie in der Fachzeitschrift Plant Physiology, dass die Mutation eines bestimmten Gens den Blühzeitpunkt der Gerste nahezu unabhängig von der Tageslänge macht. Diese Mutation kann nützlich für die Züchtung von Sorten sein, die an veränderte Klimabedingungen mit relativ warmen Wintern und heißen, trockenen Sommern angepasst sind.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft