Neue antimikrobielle Peptide in Ameisengift entdeckt / Forschende schließen jahrhundertalte Wissenslücke

Im Gift von Rossameisen, Waldameisen und Co. steckt mehr als bislang angenommen: Ein Forscherteam der Freien Universität Berlin und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat erstmals nachgewiesen, dass das säurehaltige Sprühgift dieser Ameisen ein komplexer Cocktail aus Peptiden (kleinen Eiweißen) und weiteren bioaktiven Substanzen ist. Diese schützen die Nester vor Krankheitserregern. Die Entdeckung der neuen Peptide hat Bedeutung für die medizinische Wirkstoffforschung und eröffnet neue Perspektiven auf die Immunabwehr und den Umgang mit Mikroben in sozialen Insektengemeinschaften. Die Studie ist im Fachmagazin Science Advances erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

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