Aktueller Themenband zu Gen- und Zelltherapien der AG Gentechnologiebericht

Die Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) hat eine aktuelle Übersicht zu Gen- und Zelltherapien herausgegeben. Die umfangreiche Publikation, die in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Gentherapie (DG-GT) und dem German Stem Cell Network (GSCN) entstanden ist, richtet sich an ein breites Publikum. Der Bedarf an sachkundigen Informationen über Entwicklungen der Gentechnologie ist groß. Hierbei sind Transparenz und ein verantwortungsvoller Umgang mit neuen Technologien unbedingt erforderlich.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mikroplastik ist nicht gleich Mikroplastik – physikalische Eigenschaften sind wichtig für die Interaktion mit Zellen

Neue Erkenntnisse eines Forscherteams des Sonderforschungsbereich 1357 – Mikroplastik der Universität Bayreuth enthüllen, dass scheinbar identische Mikroplastik-Modellpartikel verschiedener Hersteller sich in ihren Eigenschaften stark unterscheiden, und deshalb unterschiedlich mit Zellen interagieren. Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die Forschung zu den potenziellen Risiken von Mikroplastik, da viele Studien auf solche Modellpartikel zurückgreifen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Blutkrebs: Bessere Versorgung nach innovativer Zelltherapie

Am Uniklinikum kommen neuartige Stammzell- und CAR-T-Zell-Therapien erfolgreich zum Einsatz. Das Projekt SPIZ verbessert die Versorgung von Betroffenen – auch im ländlichen Raum. Das sachsenweite Projekt wird mit 4,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfond des Bundes gefördert. Nun wird die erste Patientin nach einer Antikörpertherapie (CAR-T-Zellen) über das Projekt betreut, das Versorgungslücken in Sachsen schließen soll – passend zum Motto des diesjährigen Weltkrebstages, der am 4. Februar 2024 begangen wird.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Can telemedicine be an alternative to on-site physiotherapy care?

Researcher from the Hochschule für Gesundheit in Bochum, Germany: „Telemedicine is effective for musculoskeletal pain and an option to on-site therapy“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kann Telemedizin eine Alternative zur physiotherapeutischen Versorgung vor Ort sein?

Forscherin der HS Gesundheit: „Telemedizin ist wirkungsvoll bei muskuloskelettalen Schmerzen und eine zusätzliche Option zur Therapie vor Ort“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erste Leitlinie zu nicht-hormoneller Verhütung erschienen

Die neue AWMF-Leitlinie zur nicht-hormonellen Empfängnisverhütung (Kontrazeption) beinhaltet Empfehlungen, die sich an aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft orientiert. Die Anwendung und Effektivität nicht-hormoneller Verhütungsmethoden wird ausführlich diskutiert, um Patientinnen und Patienten sowie Paaren eine bestmögliche Beratung zu ermöglichen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lab-grown canine skin provides a canvas for testing medical treatments

Reproducible in-vitro canine skin has been grown in a laboratory setting for the first time by researchers at the Fraunhofer Institute for Interfacial Engineering and Biotechnology IGB. The research team developed a full-thickness dog skin equivalent based on native skin cells. This makes it possible to precisely test medical treatments in vitro on the sensitive skin of dogs. The skin equivalent can even be used to test the compatibility of care products such as shampoo or soap – eliminating the need for animal testing.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hundehaut aus dem Labor ermöglicht Tests medizinischer Therapeutika

Erstmals ist es gelungen, eine reproduzierbare In-vitro-Hundehaut im Labor herzustellen. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB haben das Vollhaut-Äquivalent auf Basis echter Hautzellen entwickelt. Es ermöglicht, die Wirkung medizinischer Therapeutika für die empfindliche Hundehaut präzise zu testen. Auch Pflegemittel wie Shampoo oder Fellseife lassen sich damit auf Verträglichkeit untersuchen – ganz ohne Tierversuche.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zebrafish Navigate to Find Their Comfortable Temperature

Zebrafish are smaller than your little finger, with a brain no more than half the size of a pinhead. Yet these animals possess an efficient navigation system that enables them to find their way back to spots in the water where the temperature suits them. This has been revealed in a recent study by the University of Bonn and University Hospital Bonn together with the Technical University of Munich (TUM), whose findings have been published in the journal “Current Biology.”

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zebrafische navigieren zu ihrer Wohlfühl-Temperatur

Zebrafische sind kürzer als ein kleiner Finger, ihr Gehirn ist kaum halb so groß wie ein Stecknadelkopf. Dennoch verfügen die Tiere über ein effizientes Navigationssystem. Es erlaubt ihnen, zu Stellen im Wasser zurückzufinden, an denen die für sie passende Temperatur herrscht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Technischen Universität München (TUM). Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Current Biology erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wechseljahre: Diese Risiken fürs Herz sollten Frauen kennen

Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren verlangen für Frauenherzen besondere Aufmerksamkeit. Welche Risikofaktoren für Herz und Kreislauf rücken besonders in den Fokus der Herzmedizin? Und wie schützen sich Frauen bereits vor der Menopause? Herzstiftung klärt auf

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Vorstufe des Cholesterins schützt Zellen vor Ferroptose

Eine Vorstufe des Cholesterins, die bislang als schädlich eingestuft wurde, kann Krebszellen vor dem Zelltod schützen. Diese in Nature veröffentlichte Erkenntnis öffnet der Krebsforschung neue Türen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Precursor of Cholesterol Protects Cells From Ferroptosis

A precursor of cholesterol, previously categorised as harmful, can protect cancer cells from cell death. This finding, published in Nature, opens new doors for cancer research.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Homo sapiens erreichte das nördliche Europa schon vor 45.000 Jahren

Forschende berichten über neue Fossilien des H. sapiens aus der Ilsenhöhle in Ranis. Diese wurden auf ein Alter von ca. 45.000 Jahren datiert und zusammen mit klingenförmigen, teils beidseitig bearbeiteten Steingeräten gefunden, Leitformen des Lincombian-Ranisian-Jerzmanowician (LRJ) Technokomplexes. Die neuen Entdeckungen dokumentieren die frühsten H. sapiens in Mittel- und Nordwesteuropa und auch erstmals, dass H. sapiens Träger des LRJ in Europa sind. Die Klingenspitzen sind mit Funden aus Europa von Mähren und dem südlichen Polen bis zu den Britischen Inseln verknüpft. H. sapiens errreichte Nordwesteuropa also einige Tausend Jahre vor dem Aussterben der Neandertaler in Südwesteuropa.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Identify, engage, assassinate: How seahorse-like toxins kill insects

Max Planck researchers from Dortmund reveal the first-ever detailed structure of the bacterial toxin Mcf1

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lebertumoren – Prävention und Früherkennung: Deutsche Leberstiftung sensibilisiert zum Weltkrebstag 2024

Am 4. Februar 2024 richtet die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) den Weltkrebstag aus. Der Aktionstag wurde auf dem Weltgipfel gegen Krebs im Jahr 2000 in Paris ins Leben gerufen. Das dreijährige Kampagnenthema (2022 bis 2024) lautet „Versorgungslücken schließen“ und fokussiert in diesem Jahr verstärkt die Einbeziehung von Führungskräften. Die Deutsche Leberstiftung, zu deren Aktionsfeldern die Versorgungsverbesserung von Patienten mit Lebertumoren sowie die Aufklärung über Prävention, Diagnostik und Therapien zählen, unterstützt den Weltkrebstag. Anlässlich steigender Fallzahlen und hoher Mortalitätsraten bei Lebertumoren informiert die Stiftung im Rahmen des Aktionstages.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Time travel through genomics

Viruses adapt quickly to new conditions, which is accompanied by a change in their genome. This also applies to a special group of viruses, the bacteriophages. A research team from Poland, the Netherlands and Germany has now successfully reconstructed numerous old phage genomes. These include a genome that is around 1,300 years old and is very similar to the modern Mushuvirus mushu, which infects intestinal bacteria. This contradicts the widespread assumption of a ubiquitous high mutation rate in viruses and thus expands our understanding of their evolution. The researchers have published their findings in the journal “Nature Communications”.

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Klimaresilienz – Moose als Lehrmeister der Anpassungen

Wie Pflanzen die Erde eroberten und sich an neue, herausfordernde Verhältnisse anpassen können, untersucht das MAdLand Projekt unter Beteiligung der Uni Osnabrück.

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Zeitreise durch die Genomik

Viren passen sich schnell an neue Bedingungen an, was mit einer Veränderung ihres Genoms einhergeht. Das gilt auch für eine spezielle Gruppe von Viren, den Bakteriophagen. Ein Forschungsteam aus Polen, den Niederlanden und Deutschland hat nun erfolgreich zahlreiche alte Phagen-Genome rekonstruiert. Darunter ein rund 1.300 Jahre altes Genom, das eine sehr hohe Ähnlichkeit zu dem modernen, Darmbakterien befallenden „Mushuvirus mushu“ aufweist. Das widerspricht der verbreiteten Annahme einer generell hohen Mutationsrate bei Viren und erweitert somit das Verständnis für deren Evolution. Die Ergebnisse haben die Forschenden im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

News on drug-induced skin swelling / Researchers identify novel risk locus in the genome for ACE inhibitor-induced

Angioedema is a rare but potentially life-threatening adverse reaction to ACE inhibitors. In a joint analysis of eight European study collectives, researchers from the University Hospital Bonn (UKB), the University of Bonn and the Federal Institute for Drugs and Medical Devices (BfArM) for the first time conducted a genome-wide association study (GWAS) with more than 1,000 affected individuals. They identified a total of three risk loci in the genome. These included a new locus that had not previously been associated with the risk of ACE inhibitor-induced angioedema. The results of the study have now been published in the „Journal of Allergy and Clinical Immunology“.

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Zustiftung von 60 Millionen Euro für die Rhön Stiftung Eugen und Ingeborg Münch

Zum zehnjährigen Bestehen haben Eugen und Ingeborg Münch der Rhön Stiftung Finanzanlagen im Wert von rund 60 Millionen Euro zugestiftet. Damit schließt die Stiftung zu den größten Stiftungen im Ge-sundheitsbereich in Deutschland auf. „In den ersten zehn Jahren hat sich die Stiftung gut etabliert und viele relevante Themen in der Fachöffentlichkeit in die Diskussion gebracht. Diese Wirkung möchte ich mit der Zustiftung noch verstärken und ihre Rolle als Stiftung im Gesundheitswesen, die gehört wird und Gewicht hat, zementieren“, so Eugen Münch.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

S2k-Leitlinie zur vaginal-operativen Geburtshilfe veröffentlicht

Die AWMF-Leitlinie zur vaginal-operativen Geburtshilfe behandelt eine der häufigsten geburtshilflichen Interventionen. Dargelegt werden Empfehlungen, die als Grundlage und Rückhalt für die indikationsgerechte Entscheidung zur sowie Durchführung der vaginal-operativen Geburt dienen sollen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Patientenkongress Depression für Betroffene und Angehörige: „Gemeinsam statt einsam“

Am 1. Juni 2024 in der Alten Oper Frankfurt/M. – mit prominenten Stimmen wie Harald Schmidt und Torsten Sträter – Anmeldung ab sofort möglich

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Von Bohne, Erdnuss und Linse – Botanischer Garten stellt Schmetterlingsblütler in den Mittelpunkt

Der bedeutenden Rolle die Schmetterlingsblütler widmet sich das der Botanischen Garten der Universität Ulm im Jahr 2024. Denn Bohnen, Kichererbsen oder Linsen stehen unter anderem bei der deutschlandweiten Woche der Botanischen Gärten im Mittelpunkt. Außerdem umfasst das Angebot des Botanischen Gartens Bestimmungs-, Mikroskopier- und Fotokurse sowie jahreszeitlich angepasste Führungen am Sonntag und die Botanische Mittagspause. Daneben gibt es Programmpunkte speziell für Kinder und Jugendliche und die beliebten Feste im Sommer und Herbst.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

It is in our genes – and how our genome folds in 3D

Whether we stay healthy or become seriously ill is determined by our genes. But also, the folding of our genome has a significant influence on this, as the 3D genome organization regulates which genes are switched on and off. Researchers led by Marieke Oudelaar and Elisa Oberbeckmann at the Max Planck Institute (MPI) for Multidisciplinary Sciences have now succeeded in recreating the 3D folding of the yeast genome in the laboratory and deciphering the underlying mechanisms.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft