Es liegt in unseren Genen – und wie sich unser Genom in 3D faltet
30. Januar 2024
Ob wir gesund bleiben oder schwer erkranken, wird von unseren Genen mitbestimmt. Aber auch die Faltung unseres Genoms hat darauf maßgeblich Einfluss, denn die 3D-Genomorganisation regelt, welche Gene an- und abgeschaltet werden. Forschenden um Marieke Oudelaar und Elisa Oberbeckmann am Max-Planck-Institut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften ist es jetzt gelungen, die 3D-Faltung des Hefegenoms im Labor nachzustellen und die zugrunde liegenden Mechanismen zu entschlüsseln.
Den Rüssel stets im Blick behalten
30. Januar 2024
Ganz ähnlich wie wir Menschen beim Greifen nach Gegenständen nutzt das Taubenschwänzchen den Sehsinn, um seinen langen Rüssel auf der Suche nach Nektar zielgenau in der Blüte zu platzieren – so das Ergebnis einer Studie Konstanzer Biolog*innen. Das macht den Falter zu einem spannenden Modellorganismus für die Erforschung der visuellen Steuerung von Gliedmaßen.
Calciumionen als Tumorgift
30. Januar 2024
Die Öffnung von Calciumkanälen führt zu einem tödlichen Calciumeinstrom in Tumorzellen
Calciumionen sind zwar lebensnotwendig für Zellen, wirken in höheren Konzentrationen aber als Gift. Einem Forschungsteam ist es nun gelungen, mit einem Kombinationswirkstoff den Einstrom von Calcium in die Zelle so zu beeinflussen, dass tödliche Konzentrationen entstehen. Eine externe Calciumquelle ist dafür nicht nötig, da nur das gewebeeigene Calcium aktiviert wird, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde.
Calciumionen sind zwar lebensnotwendig für Zellen, wirken in höheren Konzentrationen aber als Gift. Einem Forschungsteam ist es nun gelungen, mit einem Kombinationswirkstoff den Einstrom von Calcium in die Zelle so zu beeinflussen, dass tödliche Konzentrationen entstehen. Eine externe Calciumquelle ist dafür nicht nötig, da nur das gewebeeigene Calcium aktiviert wird, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde.
Globale Agrar- und Ernährungswende würde volkswirtschaftliche Gewinne in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar erzielen
30. Januar 2024
Eine umfassende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme auf der ganzen Welt würde zu sozioökonomischen Gewinnen in Höhe von 5 bis 10 Billionen US-Dollar pro Jahr führen – das zeigt ein neuer globaler Bericht, der von führenden Forschenden der Ökonomie und aus der Food System Economics Commission (FSEC) erstellt wurde. Die bisher umfassendste Studie zur Ökonomie von Agrar- und Ernährungssystemen macht deutlich, dass diese derzeit mehr Wertschöpfung zerstören als sie hervorbringen und dass eine Überarbeitung der politischen Rahmenbedingungen für Ernährungssysteme dringend erforderlich ist.
Kardio-CT als Kassenleistung: Herzstiftung begrüßt G-BA-Beschluss, Anbindung an Kardiologie-Expertise erforderlich
30. Januar 2024
Aufnahme nicht-invasiver Koronarer Computertomographie-Angiographie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen: „Wichtiger Schritt“ zu besserer Versorgung von Menschen mit koronarer Herzkrankheit und einem Risiko für Herzinfarkt und Herztod
Wissenschaftsrat empfiehlt weitere Stärkung von Forschung und wissenschaftlicher Kompetenz des BfS
30. Januar 2024
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) leistet mit seiner Forschung, dem Vollzug gesetzlicher Aufgaben, wissenschaftsbasierter Politikberatung und Kommunikation unverzichtbare Arbeit für den Strahlenschutz der Bevölkerung. Das unterstreicht der Wissenschaftsrat in seiner heute veröffentlichten Bewertung der Behörde. Die wissenschaftlichen Leistungen des BfS zeichnet das Beratungsgremium als sehr gut aus und empfiehlt, Forschung und wissenschaftliche Kompetenz des BfS weiter zu stärken.
Innovativer Ansatz für behandlungsresistente Epilepsie
30. Januar 2024
Neue Stimulationsmethode zeigt im Tiermodell Erfolg bei der Kontrolle von fokalen Epilepsieanfällen
Enzym für die Biokatalyse nutzt Lösungsmittel als Substrat
30. Januar 2024
Viele Anwendungen der chemischen Industrie benötigen als Treibstoff die Moleküle NADH oder NADPH. Ihre Herstellung durch einen Biokatalysator hat das Team von Prof. Dr. Dirk Tischler, Leiter der Arbeitsgruppe Mikrobielle Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum, genau untersucht. Die Forschenden konnten belegen, dass der Biokatalysator Format-Dehydrogenase neben Format auch Formamide umsetzen kann. Zum einen heißt das, dass das Enzym auch die schwer zu lösende C-N-Bindung brechen kann. Zum anderen sind Formamide ein gebräuchliches Lösungsmittel. „Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für schwer lösliche NADH- oder NADPH-abhängige Reaktionen“, so Dirk Tischler.
Metformin in der Schwangerschaft beeinflusst die Gehirnentwicklung der Nachkommen
29. Januar 2024
Mit der Zunahme von Schwangerschaftsdiabetes und metabolischen Störungen in der Schwangerschaft wird auch häufiger Metformin verschrieben. Obwohl bekannt ist, dass das orale Antidiabetikum die Plazentaschranke überwinden kann, sind die Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung des Kindes weitgehend unbekannt. Ein interdisziplinäres Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) konnte nun im Mausmodell zeigen, dass Metformin zwar positive Folgen für die schwangeren Tiere, nicht jedoch für die Nachkommen hat. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal Molecular Metabolism.
The Grave’s Embrace: New research sheds light on Bronze Age family relationships
29. Januar 2024
Researchers find indications of a patrilineal descent system for western Eurasian Bell Beaker communities / Family relationships that link Britain to Luxembourg
Studie: Gruppe von Enzymen hilft in Chloroplasten beim Stressabbau
29. Januar 2024
Stress wie Hitze oder Kälte kann bei Pflanzen etwa in den Chloroplasten, den Orten der Photosynthese, dazu führen, dass reaktiver Sauerstoff bestimmte Proteine oxidiert, das heißt, ihnen Elektronen wegnimmt. In der Folge können sie oft ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Ein Forscherteam um die Kaiserslauterer Professorin Dr. Stefanie Müller-Schüssele hat nun herausgefunden, dass eine Enzym-Gruppe, die Glutaredoxine, helfen, diesen oxidativen Stress abzubauen. Sind sie nicht vorhanden, können die Chloroplasten den Grundzustand nur langsam wiederherstellen, in dem die Proteine in reduzierter Form vorliegen. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Redox Biology“ veröffentlicht.
How waves and mixing drive coastal upwelling systems: New insights into productivity off the coast of Angola
27. Januar 2024
26 January 2024/Kiel. Large coastal upwelling systems along the eastern margins of the Atlantic and Pacific Oceans are among the most productive regions of the world’s oceans. Typically, the strength and timing of upwelling in such systems are linked to the prevailing winds. Interestingly, in some tropical regions, high levels of productivity occur even when the winds are weak. An international team of researchers has now studied the upwelling system off the coast of Angola. They show that productivity in this ecosystem is controlled by the combination of coastal trapped waves and increased mixing on the shelf. The results of the study are published today in the journal Science Advances.
Wie Wellen und Vermischung Küstenauftriebssysteme antreiben: Neue Erkenntnisse zur Produktivität vor Angolas Küste
27. Januar 2024
26.01.2024/Kiel. Große Küstenauftriebsgebiete entlang der östlichen Ränder des Atlantiks und Pazifiks zählen zu den biologisch produktivsten Regionen des Weltozeans. Gewöhnlich hängt das mit den hier vorherrschenden Winden zusammen. Interessanterweise treten in einigen tropischen Regionen hohe Produktivitätswerte auf, selbst wenn die Winde schwach sind. Ein internationales Forschungsteam hat nun das Auftriebssystem vor der Küste Angolas untersucht und konnte zeigen, dass die Kombination von so genannten Schelfrandwellen und verstärkter Durchmischung auf dem Schelf für dieses Phänomen verantwortlich ist. Die Ergebnisse der Studie erscheinen heute in der Fachzeitschrift Science Advances.
Use it or lose it: How seagrasses conquered the sea
27. Januar 2024
26.01.2024/Ghent/Groningen/Kiel/Naples. Seagrasses provide the foundation of one of the most highly biodiverse, yet vulnerable, coastal marine ecosystems globally. They arose in three independent lineages from their freshwater ancestors some 100 million years ago and are the only fully submerged, marine flowering plants. Moving to such a radically different environment is a rare evolutionary event and definitely not easy. How did they do it? New reference quality genomes provide important clues with relevance to their conservation and biotechnological application.
Gene nutzen oder verlieren: Wie Seegräser das Meer erobern
27. Januar 2024
26.01.2024/Gent/Groningen/Kiel/Neapel. Seegräser bilden die Grundlage für eines der artenreichsten und zugleich empfindlichsten marinen Küstenökosysteme der Welt. Sie entwickelten sich vor etwa 100 Millionen Jahren in drei unabhängigen Linien aus ihren im Süßwasser vorkommenden Vorfahren und sind die einzigen vollständig unter Wasser lebenden marinen Blütenpflanzen. Der Wechsel in eine so radikal andere Umgebung ist ein seltenes evolutionäres Ereignis – und er dürfte nicht einfach gewesen sein. Wie gelang den Seegräsern dieser Schritt? Neue hochqualitative Genome für drei Arten liefern Hinweise, die für den Erhalt von Seegras-Ökosystemen und deren nachhaltige Nutzung von Bedeutung sind.
„Ein wichtiges Signal in die Gesellschaft“
27. Januar 2024
Von diesem Preis geht ein wichtiges Signal in die Hochschule und aus der Hochschule in die Gesellschaft hinaus“, sagte Präsident Dr. Marc Hudy bei der feierlichen Verleihung des HAWK-Preises für Genderforschung 2023, den die Hochschule das 2. Mal in der Aula vergab. „Dieser Preis ist eine wichtige Motivation, um die Genderforschung und die damit verbundenen Themenkomplexe an der HAWK zum einen zu würdigen und zum anderen voran zu bringen. Wir brauchen diese Erkenntnisgewinne für die Lehre und dementsprechend dann auch für die Praxis“. Besonders in aktuellen Zeiten gehe davon auch ein politisches Signal für mehr Vielfalt und Gerechtigkeit im Sinne von Artikel 3 des Grundgesetzes aus.
Europas Gewässerqualität: Besser, aber nicht gut genug
26. Januar 2024
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Senckenberg-Wissenschaftler Dr. James Sinclair und Prof. Dr. Peter Haase hat Fließgewässer 23 europäischer Länder untersucht. Anhand wirbelloser Tiere von 1.365 Standorten zeigen sie erstmals in ihrer heute im Fachjournal „Nature Ecology & Evolution“ erschienenen Studie die jährliche Veränderung der ökologischen Qualität der Flüsse seit den 1990er Jahren. Während diese insgesamt zugenommen hat, kam die positive Entwicklung um 2010 zum Erliegen. Die Forschenden warnen, dass der erforderliche „gute“ ökologische Zustand im Durchschnitt in den Fließgewässern nicht erreicht wurde.
Gletscherschmelze zerstört wichtiges Archiv für Klimadaten
26. Januar 2024
Im Rahmen der Initiative Ice Memory haben Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Fribourg und der Universität Ca‘ Foscari in Venedig sowie dem Institut für Polarwissenschaften des italienischen -Nationalen Forschungsrats (CNR) 2018 und 2020 gebohrte Eiskerne vom Corbassière-Gletscher am Grand Combin im Wallis analysiert. Ein Vergleich der beiden Datensätze aus Eisbohrkernen, der im Wissenschaftsmagazin Nature Geoscience veröffentlicht wurde, zeigt: Die Erderwärmung hat zumindest diesen Gletscher als Klimaarchiv weitgehend unbrauchbar gemacht.
Prädiabetes: Typ-2-Diabetes beginnt Jahre vor Ausbruch schleichend – Frühdiagnostik nutzen
26. Januar 2024
Typ-2-Diabetes entwickelt sich in der Regel über viele Jahre, ohne dass die Betroffenen Symptome verspüren. Rechtzeitig erkannt, kann das Risiko für den Ausbruch eines Diabetes mellitus mit einer Lebensstiländerung jedoch um 40 bis 70 Prozent gesenkt werden, sagen die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG). Tatsächlich lässt sich durchschnittlich schon 12 Jahre vor der Diabetesdiagnose eine verminderte Insulinwirkung (Insulinresistenz) im Blut feststellen. Kommt es dann auch noch zu einer Abnahme der Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse, steigen auch die Blutzuckerwerte an.
Genetic monitoring in times of climate change
26. Januar 2024
Genetic diversity is crucial, if species are to adapt to climate change. An international study co-conducted by the Natural History Museum Vienna shows that current efforts to monitor genetic diversity in Europe are incomplete and insufficient. Researchers particularly focused on those regions that will be especially relevant for adaptation to increasing heat and aridity.
Cochrane Review: Testosteronersatz hilft vermutlich nicht bei sexueller Dysfunktion
26. Januar 2024
Mit zunehmendem Alter sinkt bei gesunden Männern als normale Alterserscheinung der Testosteronspiegel. Gleichzeitig kommen mit zunehmendem Alter Unlust und Erektionsprobleme häufiger vor, die aber auch andere Ursachen haben können. Ein Cochrane Review hat nun alle verfügbaren randomisierten kontrollierten Studien zu der Frage gesichtet, ob eine Testosteronersatztherapie bei Männern im mittleren und höheren Alter die sexuelle Funktion verbessern kann. Auch Sicherheitsaspekte wurden untersucht.
23. Jahrestagung der DGBfb e.V. am 27. und 28.09 in Hamburg: Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
26. Januar 2024
Die 23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback (DGBfb) e.V. findet am 27. und 28. September 2024 in Hamburg statt. Themenvorschläge für das Tagungsprogramm können noch bis zum 01.03. eingereicht werden.
Unendliche Umarmung: Neue Forschung enthüllt familiäre Bande in der Bronzezeit
26. Januar 2024
Hinweise auf patrilineares Abstammungssystem der westlichen eurasischen Glockenbecherkultur gefunden – Parallelen in Großbritannien und Luxemburg
Strong GermaN HeaRTS*: Herzchirurg:innen und Bundespolizei im gemeinsamen Einsatz für höchste Leistungsfähigkeit im OP
26. Januar 2024
Berlin, 25.1.2024
Im Januar fand im geschichtsträchtigen Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin eine außergewöhnliche Fortbildung statt, bei der angehende Herzchirurg:innen gemeinsam mit Spezialkräften der Bundespolizei über 36 Stunden für den „täglichen Ernstfall im OP“ trainierten.
Im Januar fand im geschichtsträchtigen Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin eine außergewöhnliche Fortbildung statt, bei der angehende Herzchirurg:innen gemeinsam mit Spezialkräften der Bundespolizei über 36 Stunden für den „täglichen Ernstfall im OP“ trainierten.
Research Syntheses in Educational Psychology
26. Januar 2024
Call for Papers from the Zeitschrift für Psychologie