Forschung Frankfurt: Ordnung in der Zelle
7. Februar 2024
Wie es Bakterien schaffen, auch unter den widrigsten Umweltbedingungen ihre „innere Ordnung“ aufrecht zu erhalten, untersucht Prof. Inga Hänelt an der Goethe-Universität. In einem Beitrag der neuen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ erklärt die Forscherin, wie Bakterien ein mehrstufiges Krisenmanagement für die Aufnahme von lebenswichtigem Kalium aufgebaut haben – und welche Pläne sie und ihre Kolleg*innen mit der Clusterinitiative SCALE haben, die gerade die erste Hürde im Wettbewerb der Exzellenzinitiative genommen hat. In weiteren Beiträgen gibt das Forschungsmagazin der Goethe-Universität unter dem Titel „(Un)Ordnung“ Einblicke etwa zu den Themen Populismus, Rebellionen und Saatgutbanken.
Die älteste Farbe Österreichs!
7. Februar 2024
Mit 12 Millionen Jahren sind Pigmente in fossilen Schneckenschalen aus Österreich die ältesten bisher bekannten unverändert erhaltenen Farbstoffe aus der Gruppe der Polyene. Der Nachweis gelang Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums Wien und der Universität Göttingen.
Syphilis-Like Diseases Already Prevalent in the Americas before the Arrival of Columbus
7. Februar 2024
Researchers from the Universities of Basel, Zurich and Sao Paulo and the NHM Vienna have discovered the genetic material belonging to the pathogen Treponema pallidum in the bones of people who died in Brazil 2,000 years ago. This is the oldest confirmed discovery of the pathogen to date and proves that people were dying from syphilis-like diseases, so-called treponematoses, long before Columbus sailed to the Americas. The new findings, published in the scientific journal Nature, call into question previous theories on the spread of syphilis by the Spanish conquistadors.
New growth factor for the liver
6. Februar 2024
A healthy liver is capable of completely regenerating itself. Researchers from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU), University Hospital Düsseldorf (UKD) and the German Diabetes Center (DDZ) have now identified the growth factor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), which is important for this regenerative capacity. In cooperation with the Hannover Medical School and the University Medical Center Mainz, they also showed that higher levels of MYDGF can be detected in the blood of patients following partial removal of the liver. In the scientific journal Nature Communications, they also report that this growth factor stimulates the proliferation of human hepatocytes in a tissue culture.
Neuer Wachstumsfaktor für die Leber
6. Februar 2024
Die gesunde Leber besitzt die Fähigkeit, sich komplett zu regenerieren. Forschende von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), vom Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und vom Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) identifizierten nun den Wachstumsfaktor MYDGF (Myeloid-Derived Growth Factor), der für diese Regenerationsfähigkeit wichtig ist. Sie zeigten weiterhin in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Mainz, dass MYDGF vermehrt im Blut von Patienten nach Teilentfernung der Leber nachweisbar ist. In Nature Communications beschreiben sie auch, dass dieser Wachstumsfaktor die Vermehrung menschlicher Leberzellen in der Gewebekultur anregt.
WELTkinderkrebstag: Krebs bei Kindern in einkommensschwachen Ländern
6. Februar 2024
Die meisten der krebskranken Kinder in Deutschland haben mittlerweile gute Chancen geheilt zu werden. Aber wie sieht die Situation der jungen Betroffenen in Thailand, Indien, Jordanien oder Südamerika aus? Rund um den Weltkinderkrebstag am 15. Februar 2024 berichtet das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) über die Situation krebskranker Kinder aus einigen seiner Partnerländer und wie internationale Zusammenarbeit Kindern weltweit zugutekommen kann.
Das „Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).
New findings on Bacteroides thetaiotaomicron physiology under bile stress
6. Februar 2024
A small RNA modulates the growth of the microbes
New study warns: global warming and invasive species threaten seagrass meadows in the Mediterranean
6. Februar 2024
The rise in sea temperature and salinity in the Mediterranean and the immigration of invasive species could endanger the structure and biodiversity of its seagrass meadows, which play an essential role in the marine environment. This is the conclusion reached by an international team of researchers led by the Leibniz Centre for Tropical Marine Research (ZMT) in a study recently published in the journal „Science of The Total Environment“.
Von Bauernhofromantik und Hightech-Landwirtschaft
6. Februar 2024
Fraunhofer IAO und Werksviertel-Mitte in München präsentieren Zukunftsszenarien für urbane Lebensmittelproduktion und -versorgung
Uniklinikum belebt Service der Grünen Damen und Herren neu
5. Februar 2024
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben ein offenes Ohr und viel Zeit für Patientinnen und Patienten. // Das Angebot am Uniklinikum soll nach dem Neustart nun weiter ausgebaut werden. // Erweitert wird auch die Anzahl der Klinikbereiche, die den Service anbieten – darunter auch die Notaufnahme.
Matrix Remodeled: Der Einfluss der Zellumgebung auf das Sehvermögen
5. Februar 2024
Die Verarbeitung von visuellen Informationen beginnt mit einer zielgerichteten und balancierten Kommunikation zwischen Nervenzellen in der Netzhaut über Synapsen. Proteine in der Umgebung von Nervenzellen spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung, Reifung und Funktion dieser Synapsen. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum konnte gemeinsam mit weiteren Arbeitsgruppen zeigen, dass der kombinierte Verlust von vier Proteinen zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Funktion der Netzhaut, einer verminderten visuellen Bewegungsverarbeitung sowie deutlichen synaptischen Veränderungen führt.
Förderprogramm für Neue Materialien in der Medizintechnik
5. Februar 2024
Mit dem Förderprogramm „innovate! Akademie“ für Neue Materialien in der Medizintechnik unterstützt die Joachim Herz Stiftung interdisziplinäre, innovative und risikoreiche Forschungsvorhaben an den Schnittstellen von Medizin, Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften. Bewerben können sich Wissenschaftler:innen, die ihre Forschung in die praktische Anwendung bringen möchten und einer Forschungseinrichtung in Deutschland angehören. Die Bewerbung ist bis zum 15. April 2024 möglich.
Down to the Core of Poxviruses: ISTA Researchers Uncover the Architecture of Poxvirus Cores
5. Februar 2024
A recent re-emergence and outbreak of Mpox brought poxviruses back as a public health threat, underlining an important knowledge gap at their core. Now, a team of researchers from the Institute of Science and Technology Austria (ISTA) lifted the mysteries of poxviral core architecture by combining various cryo-electron microscopy techniques with molecular modeling. The findings, published in Nature Structural & Molecular Biology, could facilitate future research on therapeutics targeting the poxvirus core.
Des (Pocken-)Virus Kern: ISTA-Forschende entschlüssen Architektur von Pockenvirus-Kernen
5. Februar 2024
Der jüngste Ausbruch von Mpox-Viren brachte Pockenviren wieder auf die Tagesordnung der öffentlichen Gesundheit, und machte dabei eine wichtige Wissenslücke deutlich – im Kern der Sache. Nun lüftete ein Forschungsteam des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) die Geheimnisse der Kernarchitektur von Pockenviren – durch die Kombination verschiedener Kryo-Elektronenmikroskopie-Techniken mit molekularer Modellierung. Die Ergebnisse, die im Journal Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht wurden, könnten den Grundstein für die künftige Erforschung neuer Therapeutika legen.
An infectious gibbon ape leukaemia virus is colonising a rodent’s genome in New Guinea
5. Februar 2024
A research team catches a glimpes of a rare recent case of retrovirus integration. Retroviruses are viruses that multiply by incorporating their genes into the genome of a host cell. If the infected cell is a germ cell, the retrovirus can then be passed on to the next generation as an “endogenous” retrovirus (ERV) and spread as part of the host genome in that host species. In vertebrates, ERVs are ubiquitous and sometimes make up 10 per cent of the host genome. However, most retrovirus integrations are very old, already degraded and therefore inactive – their initial impact on host health has been minimised by millions of years of evolution.
Das infektiöse Gibbon-Affen-Leukämie-Viren kolonisiert das Genom eines Nagetiers in Neuguinea
5. Februar 2024
Ein Forschungsteam beobachtet einen seltenen, aktuellen Fall von Retrovirus-Integration. Retroviren sind Viren, die sich vermehren, indem sie ihr genetisches Material in das Erbgut einer Wirtszelle einbauen. Ist die infizierte Zelle eine Keimzelle, kann das Retrovirus anschließend als „endogenes“ Retrovirus (ERV) an Nachkommen weitergegeben werden und sich als Teil des Wirtsgenoms in einer Art verbreiten. In Wirbeltieren sind ERVs allgegenwärtig und machen bis zu 10% des Wirtserbgutes aus. Die meisten Retrovirus-Integrationen sind sehr alt, teilweise abgebaut und inaktiv – ihre anfänglichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Wirts sind durch Millionen von Jahren der Evolution nivelliert.
Genschere repariert defekte Immunzellen
3. Februar 2024
Bestimmte erbliche Gendefekte führen zu einer überschießenden Immunantwort, die tödlich enden kann. Mithilfe der Genschere CRISPR-Cas9 lassen sie sich reparieren, die Abwehrreaktion normalisiert sich. Das berichtet das Team um Klaus Rajewsky vom Max Delbrück Center in „Science Immunology“.
Mechanism discovered that protects tissue after faulty gene expression
3. Februar 2024
A study at the CECAD Cluster of Excellence in Aging Research has identified a protein complex that is activated by defects in the spliceosome, the molecular scissors that process genetic information. Future research could lead to new therapeutic approaches to treat diseases caused by faulty splicing / publication ‘Nucleic Acid Research’
Mechanismus zum Schutz des Gewebes nach fehlerhafter Genablesung entdeckt
3. Februar 2024
Eine Studie des Alternsforschungs-Exzellenzclusters CECAD hat einen Proteinkomplex identifiziert, der von Defekten im sogenannten Spliceosom aktiviert wird, der molekularen „Schere“, die Erbinformation zuschneidet. Weitere Studien könnten zu neuen Therapieansätzen von durch Fehlfunktionen des sogenannten Spliceosoms verursachten Krankheiten führen / Veröffentlichung in „Nucleic Acid Research“
Experte für psychiatrische Erkrankungen an die Universitätsmedizin Magdeburg berufen
3. Februar 2024
Von Iowa nach Magdeburg: Zum 1. Februar 2024 ist Prof. Dr. Thomas Nickl-Jockschat dem Ruf an die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gefolgt und besetzt den Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie. Damit übernimmt der 46-Jährige auch die Leitung der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Zuvor war er an der Universität Iowa in den USA sowie an der RWTH in Aachen tätig. Sein Fokus liegt auf der Erforschung genetischer Wurzeln und Umweltfaktoren, die einen Einfluss auf psychische Störungen wie Schizophrenie oder Autismus-Spektrum-Störungen haben.
Neurons can feel the pulse in the brain
3. Februar 2024
UR Researchers at the Faculty for Biology and Preclinical Medicine publish study in Science
Die Proteinverbindung, die die Befruchtung einleitet
2. Februar 2024
Ein ETH-Forschungsteam visualisiert erstmals die Befruchtungsdynamik menschlicher Eizellen durch Simulationen auf Hochleistungsrechnern. Die Simulationen zeigen, wie sich ein Protein auf der Spermienoberfläche durch Freisetzung von Zink-Ionen nach einer Befruchtung der Eizelle verändert. Dies verhindert, dass das verformte Protein an eine Andockstelle auf der Eizellen-Oberfläche binden kann. Die entschlüsselten Mechanismen könnten neue Wege aufzeigen, um Unfruchtbarkeit zu behandeln oder medikamentöse Verhütungsmethoden zu entwickeln.
Epigenetischer Status entscheidet über Metastasierung
2. Februar 2024
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universität Heidelberg untersuchten an Mäusen, wie sich streuende Tumorzellen am Ort der Metastasierung verhalten: Einige Krebszellen beginnen sogleich, zur Metastase auszuwachsen. Andere dagegen verlassen das Blutgefäß und können dann in eine lange Ruhephase verfallen. Entscheidend dafür, welchen Weg die Krebszellen einschlagen, ist ihr epigenetischer Status. Das bestätigten auch Experimente mit Tumorzelllinien. Die Ergebnisse könnten wegweisend für neue diagnostische und therapeutische Ansätze sein.
Wissenschaft verbindet – offener Diskurs und internationale Zusammenarbeit sind unabdingbar
2. Februar 2024
Die unter dem Motto „Wissenschaft verbindet“ zusammengeschlossenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften sind bestürzt über die antidemokratischen und nationalistischen Ansätze in Deutschland, die einzelne Personen und ganze Gruppen bedrohen und ausgrenzen. Dies schadet dem Wissenschaftsstandort Deutschland. Wissenschaft ist angewiesen auf Weltoffenheit, internationale Zusammenarbeit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie die Freiheit von Forschung und Lehre. Alle Mitglieder der mathematisch-naturwissenschaftlichen Gesellschaften sind aufgerufen, in ihrem Umfeld ein klares Signal für eine weltoffene, demokratische Gesellschaft und eine freie Wissenschaft zu setzen.
Bielefelder Biotechnologen entschlüsseln Q10-Biosynthese
2. Februar 2024
CeBiTec-Forschende mit Studie im Fachmagazin Molecular Cell
Das Coenzym Q10 ist für den menschlichen Stoffwechsel essenziell. Es ist mit Vitaminen verwandt – muss aber von gesunden Menschen nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird vom Körper selbst produziert. Wie das Coenzym gebildet wird, war bisher nur für Bakterien bekannt. Für andere Zellen, zum Beispiel von Menschen oder Pflanzen, fehlte ein entscheidender Schritt. Wissenschaftlern des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld ist es gelungen, diese Lücke zu schließen.