Macht der Mikroben: Wie die Psyche die Darmgesundheit beeinflusst

Eine bahnbrechende Studie eines internationalen Forschungsteams hat eine wichtige Verbindung zwischen Gehirn und Darm aufgedeckt. Sie erklärt, wie psychische Zustände das Darmmikrobiom beeinflussen und dadurch Immunprobleme und andere Krankheiten auslösen können. Die jetzt in der Fachzeitschrift Cell veröffentlichte Arbeit führt aus, dass das Gehirn über die Brunner-Drüsen im Dünndarm die Zusammensetzung des Darmmikrobioms beeinflusst. Dieses neue Verständnis der komplexen Mechanismen, über die sich psychische Zustände auf die körperliche Gesundheit auswirken können, zeigt neue Möglichkeiten für therapeutische Interventionen auf, etwa bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mind Over Microbiome: How Mental States Impact Gut Health

A groundbreaking study has uncovered a critical brain-gut connection that links psychological states to changes in the gut microbiome, with profound implications for immune function and stress-related health conditions. The research, now published in the journal Cell, reveals how stress-sensitive brain circuits influence the composition of gut bacteria through Brunner’s glands in the small intestine. It sheds light on the intricate mechanisms by which mental states can impact physical health, pointing to new possibilities for therapeutic intervention, for example against inflammatory bowel disease.

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Sea surface temperature record in the southwestern Pacific: Coral colony reveals warmest temperatures in over 600 years

International study uses data obtained from the analysis of the honeycomb coral Diploastrea heliopora to reconstruct sea surface temperatures of the Fijian archipelago

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Lebensmittelforschung und mittelständische Lebensmittelindustrie treffen sich bei der FEI-Jahrestagung 2024

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein wesentlicher Impulsgeber und ein Schlüsselinstrument für die Innovationsaktivitäten der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Diese Quintessenz zog FEI-Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Kröner auf der Jahrestagung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e. V. (FEI), die vom 10. bis 12. September in Hamburg stattfand. In ihrem Rahmen stellte er auch die Bilanz der letztjährigen Forschungsförderung vor.

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Will customers accept a little in their cafeteria meals?

We eat too much meat and this not only has a negative impact on health but is also damaging for the environment and climate. Cafeteria owners are increasingly open to the idea of serving smaller portions of meat – especially for cost reasons. But how do you encourage to choose smaller portions of meat? Researchers at the University of Bonn have been investigating this question at a cafeteria in a rehabilitation clinic. The desired effect was the biggest when the team at the cafeteria simply served smaller portions of meat and only topped them up when this was requested. This approach was also largely accepted by patrons. The results have now been published in “Environment and Behavior.”

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Cross-Industry-Event: THWS und Region Mainfranken GmbH geben Impulse für Unternehmen

Klimaresilienz – Digitalisierung – Automatisierung: Austausch zu
branchenübergreifenden Innovationen auf der Vogelsburg

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Kortex in der Petrischale: Neues Gehirnorganoid bildet menschliche Kortexbereiche nach

Hirnorganoide bieten einzigartige Einblicke in das menschliche Gehirn. Nun hat die Gruppe von Jürgen Knoblich am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine neue Method entwickelt, mit der WissenschaftlerInnen Hirnorganoide mit ausgeprägten kortikalen Bereichen erzeugen. Diese Organoide ähneln auch in ihrem Aufbau der typischen Strukturierung in Vorder- bis Rückseite. Gemeinsam mit KollegInnen am Human Technopole und der Universität von Milan-Bicocca berichten sie über diese Methode, die WissenschaftlerInnen einen tieferen Einblick in die menschliche Entwicklung des Gehirns bietet. Die Studie erscheint am 18. September im Nature Methods

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Cortex in a dish: new brain organoid model replicates human cortical domains

Brain organoids provide unique insights into the human brain. Now, the group of Jürgen Knoblich at the Institute of Molecular Biotechnology (IMBA) of the Austrian Academy of Sciences, developed a new method that allows scientists to cultivate brain organoids with distinct cortical areas and front-to-back patterning. Together with collaborators at the Human Technopole and the University of Milan-Bicocca, they reported a method that gives scientists a deeper look into human-specific brain development and disorders. The new method is reported in Nature Methods on September 18.

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Was die Klimakrise mit der Gesundheit macht

Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Uniklinikum lädt zur 25. Jahrestagung nach Dresden. | Konferenz verdeutlicht die Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit.| Expertinnen und Experten beobachten körperliche Auswirkungen, Ängste, veränderte Lebenspläne junger Menschen und psychische Störungen.

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Pandemiefolgen: Corona-Maßnahmen haben tiefe Spuren bei Kindern, Jugendlichen und Eltern hinterlassen

Die Coronapandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen haben deutliche Spuren bei Kindern, Jugendlichen und Eltern hinterlassen: Einer aktuellen Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zufolge sind die Verschlechterungen in der mentalen Gesundheit, der körperlichen Aktivität und dem allgemeinen Wohlbefinden auch weiterhin spürbar. Die Befunde der Studie basieren auf umfassenden Analysen europaweiter Befunde sowie Datenauswertungen auf Grundlage der repräsentativen COMPASS-Panelbefragung.

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Bakterien als Vorbild: Synthetischer Mini-Motor mit enormer Kraft entwickelt

• Völlig neuer Mechanismus entwickelt
• Rotierende Bänder zur Fortbewegung
• Hoffnung auf Einsatz in Nanorobotern im Organismus

Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben einen künstlichen Motor auf supramolekularer Ebene entwickelt, der eine beeindruckende Kraft entfalten kann. Dieser Aufziehmotor ist ein winziges Band, aus speziellen Molekülen. Bei Energiezufuhr richtet sich dieses Band aus, bewegt sich wie eine kleine Flosse und kann dadurch Objekte anschieben. Die Energie dafür kommt erstmals von einem chemischen Treibstoff.

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Denis Abu Sammour erhält Förderpreis für wegweisende Forschung in der computergestützten molekularen Gewebeanalyse

Denis Abu Sammour, Gruppenleiter Bioinformatik am CeMOS der Hochschule Mannheim, wurde im Rahmen der Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg mit dem Förderpreis für Wissenschaft und Forschung der ROMIUS Stiftung ausgezeichnet. In seiner Arbeit entwickelte Abu Sammour eine Software für die computergestützte, präzise Analyse von Gewebeproben mittels bildgebender Massenspektrometrie, die Fehler bei der visuellen Inspektion vermeidet. Diese Methode wird bereits in der Krebsforschung eingesetzt und hat großes Potenzial für weitere Anwendungen, insbesondere in der Arzneimittelentwicklung und personalisierten Medizin.

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Scientists from 33 European countries join forces to generate reference genomes for the continent’s biological diversity

The European Reference Genome Atlas (ERGA) pilot project reports its success in uniting scientists from across Europe to produce high-quality reference genomes for 98 species. This marks a significant milestone in the quest to create a high-quality reference genome database for all European animals, plants and fungi. The pilot project was co-initiated in 2021 by the then ERGA chair Dr Camila Mazzoni from the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) with input from the entire community. This continental effort sets the stage for a new, inclusive and equitable model for biodiversity genomics, as reported in an article published today in the journal “npj Biodiversity”.

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Europas biologischer Vielfalt auf der Spur: Forschende aus 33 Ländern erstellen Referenzgenome von 98 Arten

Wissenschaftler:innen aus ganz Europa ist es im Rahmen des Pilotprojekts des European Reference Genome Atlas (ERGA) gelungen, hochwertige Referenzgenome für 98 Arten zu erstellen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in ihrem Vorhaben, eine Referenzgenom-Datenbank für alle europäischen Tiere, Pflanzen und Pilze zu schaffen. Die ehemalige ERGA-Vorsitzende Dr. Camila Mazzoni vom Leibniz-IZW initiierte das Pilotprojekt im Jahr 2021 als dezentrales Kooperationsprojekt mit dem Input aller Genomforschenden in Europa. Dieses neuartige, integrative Vorgehen zeigt, welche Herausforderungen und welche Chancen mit einem solchen Gemeinschaftsprojekt in der Biodiversitätsgenomik verbunden sind.

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Gehirn zerlegt Essvorgang in verschiedene Phasen

Die Nahrungsaufnahme ist auf Ebene der Nervenzellen offenbar ähnlich organisiert wie ein Staffellauf: Im Laufe des Essvorgangs wird das Staffelholz zwischen verschiedenen Teams von Neuronen weitergereicht, bis wir uns schließlich die passende Energiemenge zugeführt haben. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in einer aktuellen Studie. Mit diesem komplexen Mechanismus stellt das Gehirn vermutlich sicher, dass wir weder zu wenig noch zu viel Nahrung zu uns nehmen. Funktioniert er nicht richtig, können möglicherweise Essstörungen wie Magersucht oder Binge-Eating-Attacken die Folge sein.

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„Boomers go Alzheimer“: DGN fordert zum Welt-Alzheimertag einen Ausbau der Versorgungsstrukturen

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Die gute Nachricht: Es gibt verbesserte Möglichkeiten der Früherkennung und die Zulassung von spezifischen Alzheimer-Antikörpertherapien wird auch in Europa in Kürze erwartet. Demgegenüber stehen die steigende Prävalenz und die Herausforderung, Betroffene so frühzeitig zu diagnostizieren, dass sie von der spezifischen Behandlung auch profitieren können. Derzeit sind die Versorgungsstrukturen darauf aber nicht ausgelegt. In einer Videoreihe bringen DGN-Expertinnen und -Experten den medizinischen Status quo in Sachen Therapie und Diagnostik auf den Punkt und diskutieren Lösungen für eine verbesserte Versorgungsstruktur.

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Jetzt aber Futter bei die Fische – umweltfreundlich, bitte!

Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel kann man viel für die eigene Gesundheit tun – und auch zu einem mehr oder weniger umweltfreundlichen Konsum beitragen. Das gilt auch für Fische und ihr Futter. Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher mit Futtermitteln für Aquakultur und Aquaponik. Ihr Ziel ist es, die Ernährung der Fische in der Aufzucht zu optimieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

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Better cosmetics thanks to better microbiome models

• New model of the skin microbiome allows laboratory testing in realistic conditions
• Impact of cosmetic ingredients on microbial communities is now measurable
• Scientifically substantiated efficacy claims are growth drivers for the cosmetics industry

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Bessere Kosmetika dank besserer Mikrobiom-Modelle

• Neues Modell des Hautmikrobioms ermöglicht wirklichkeitsnahe Labortests
• Auswirkungen von Kosmetikstoffen auf die Bakteriengemeinschaft auf der Haut werden messbar
• Wissenschaftlich belegte Wirkversprechen sind Wachstumstreiber für Kosmetikindustrie

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76. Kongress der DGU e.V.: Einladung zur Eröffnungs-Pressekonferenz im Congress Center Leipzig

In Leipzig werden in wenigen Tagen über 6000 internationale Fachbesucherinnen und Fachbesucher zur 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) erwartet. Der DGU-Kongress ist die wichtigste Wissenschafts- und Fortbildungs-Plattform der Urologie im deutschsprachigen Raum und die weltweit drittgrößte urologische Fachtagung.

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Leinen los: Mit innovativer Therapie die Autoimmunerkrankung hinter sich lassen

FAU-Forschungsteam gelingt ein entscheidender Durchbruch

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Darmmikroben beeinflussen, wo Immunzellen sitzen

Mikrobielle Gemeinschaften sind im Magen-Darm-Trakt von Mäusen ungleich verteilt – was wiederum Auswirkungen auf Immunzellpopulationen hat. Das berichten Forschende vom Experimental and Clinical Reserach Vener des Max Delbrück Center und der Charité – Universitätsmedizin Berlin in „Gut Microbes“.

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Wie Bakterien aktiv „passive“ Physik nutzen, um Biofilme zu bilden

Wenn wir an Bakterien denken, dann stellen wir uns vielleicht einzelne Zellen vor, die in einer Flüssigkeit schwimmen. Tatsächlich sozialisieren sich bakterielle Zellen jedoch häufig, ähnlich wie Menschen. Sie nutzen Oberflächen, um sich zu komplexen heterogenen Gemeinschaften zusammenzuschließen, die sogenannten Biofilme. Innerhalb einer Gruppe sind Bakterien eines Biofilms extrem widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen Umwelteinflüssen, – eine entscheidende Eigenschaft, die es extrem schwierig macht, biofilmassoziierte Infektionen mit Antibiotika zu behandeln.

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Wie ein fehlgeleitetes Immunsystem Gelenkentzündungen nach einem Zeckenstich aufrechterhält

Neue Studie entschlüsselt zentrale Mechanismen hinter antibiotikaresistenter Lyme-Arthritis (ARLA)

Ein Team aus der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) zeigt, wie bestimmte Zellen unseres Immunsystems zuerst die durch einen Zeckenstich ausgelöste Borrelien-Infektion bekämpfen und dann bei manchen Menschen eine Fehlreaktion auslösen, die zu einer chronischen Gelenkentzündung führt. Dieses Wissen hilft nicht nur bei der Diagnose und Behandlung von ARLA, sondern liefert auch Hinweise darauf, wie Infektionen und das Immunsystem bei anderen Krankheiten wie der rheumatoiden Arthritis zusammenwirken.

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Start der Woche der Wiederbelebung 2024 – Kino-Spot mit Kaya Yanar in über 300 Kinos

Nürnberg. Heute startet die Woche der Wiederbelebung 2024. Diese Aktionswoche soll das lebensrettende Wissen über Reanimationsmaßnahmen verstärkt in die Öffentlichkeit rücken und die Reanimationsquote der Ersthelfenden erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) hat gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) die Aktionswoche initiiert. Bis zum 22. September finden auch in diesem Jahr wieder deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen statt, um Menschen für die Bedeutung der Reanimation zu sensibilisieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft