Die Paläontologische Gesellschaft wählt die Westfälischen Plesiosaurier zum Fossil des Jahres 2026

Das Fossil des Jahres wird im Jahr 2026 durch die Westfälischen Plesiosaurier repräsentiert, die ein Erfolgsmodell der Evolution darstellen. Die Westfälischen Plesiosaurier umfassen vier Gattungen, die vor über 135 Millionen Jahren in den Meeren des Mesozoikums in unterschiedlichen Formen lebten, bis sie am Ende der Kreidezeit ausstarben.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Tropen-Zeitmaschine: Mit einem Teelöffel Schlamm in die Vergangenheit

Lange Zeit glaubten Forschende, dass das Klima der Tropen und Subtropen alle Spuren alten genetischen Materials zerstört. Eine neue Übersichtsarbeit widerlegt nun dieses Dogma. Die Studie zeigt, wie alte Umwelt-DNA in tropischen Sedimenten über Tausende und in manchen Fällen sogar bis zu einer Million Jahre hinweg erhalten bleiben kann. Die Autor*innen betonen, dass die Methode ein revolutionäres Werkzeug darstellt, um Biodiversitätsverlust und Klimaresilienz, aber auch die Geschichte des Menschen besser zu verstehen. Gleichzeitig plädieren sie eindringlich für enge Kooperationen und den Aufbau von Forschungskapazitäten in tropischen Ländern.

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Isabell Horn im Podcast: „Ich habe durch die depressiven Phasen gelernt, dass ich viel liebevoller mit mir umgehen muss“

In der neuen Folge des Podcasts „Raus aus der Depression“ von ARD Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention begrüßen Entertainer Harald Schmidt und Psychiater Prof. Ulrich Hegerl Schauspielerin Isabell Horn. Bekannt wurde Isabell Horn mit Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Bettys Diagnose“. Im Podcast berichtet sie offen über drei depressive Episoden in ihrem Leben – ausgelöst durch berufliche Umbrüche, die Geburt ihrer Tochter sowie die Corona-Pandemie.

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Sonne in den Bergen: Auch im Winter auf UV-Schutz achten

Wer an sonnigen Tagen Wintersport in den Bergen genießt, sollte Sonnencreme und Sonnenbrille dabeihaben. Normalerweise ist hierzulande im Winter kein UV-Schutz notwendig. Aber es gibt Ausnahmen: Auf Schnee in Höhenlagen kann die Sonnenstrahlung so stark sein, dass sie Haut und Augen schädigt. „Viele unterschätzen die UV-Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini. „Sonnencreme und Sonnenbrille gehören beim Ausflug in die Berge auch im Winter mit ins Gepäck.“

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Studie zur Gesundheitsförderung: Spielerisch fit durchs Studium mit „ExerRise“

Gemeinsam oder alleine, mit Spaßfaktor und kostenlos – diese Kriterien erfüllen die acht bewegungsbasierten Spiele, die im Rahmen des Projektes „ExerRise“ von Forschenden des Instituts für Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg gemeinsam mit Projektpartnern entwickelt wurden. Sie sollen wissenschaftlich basiert die Gesundheit der Studierenden fördern und sind online sowie auf dem Campus verfügbar.

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Nature Physics: Zebra Fish Embryos Use Geometry to Shape Life

Life begins with a single fertilized cell that gradually transforms into a multicellular organism. This process requires precise coordination; otherwise, the embryo could develop serious complications. Scientists at ISTA have now demonstrated that the zebrafish eggs, in particular their curvature, might be the instruction manual that keeps cell division on schedule and activates the appropriate genes in a patterned manner to direct correct cell fate acquisition. These insights, published in Nature Physics, could help improve the accuracy of embryo assessments in IVF.

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Nature Physics: Zebrafisch-Embryos nutzen Geometrie als Bauplan des Lebens

Wie sich eine einzige befruchtete Zelle zu einem vielzelligen Organismus entwickelt, ist genauestens abgestimmt. Fehler in diesem System haben schwerwiegende Folgen für den Embryo. Forschende am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zeigen nun, dass die Zebrafische möglicherweise die Krümmung ihrer Eizellen als Leitfaden nutzen, der sicherstellt, dass sich die Zellteilung an den Zeitplan hält und die entsprechenden Gene in einem bestimmten Muster aktiviert, die das Schicksal der Zellen steuert. Die in Nature Physics veröffentlichten Erkenntnisse könnten dabei helfen, die Embryo-Beurteilung bei künstlicher Befruchtung im IVF-Verfahren zu verbessern.

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How a Fungus Leads to Tissue Growths in Maize

When a maize plant is attacked by the fungus Ustilago maydis, tumor-like tissue growths occur at the site of infection. How the pathogen causes this response in its host has long been unknown. But a University of Bonn study has now shown how the fungus takes over the plant’s function for forming lateral roots. The findings have been published in the journal New Phytologist.

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Wie ein Pilz Gewebewucherungen in Mais erzeugt

Wenn der Pilz Ustilago maydis eine Maispflanze befällt, bilden sich am Ort der Infektion tumorähnliche Gewebewucherungen. Wie der Erreger seinen Wirt dazu bringt, war bislang ein Rätsel. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, dass er dazu ein Programm der Pflanze für die Bildung der Seitenwurzeln zweckentfremdet. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift New Phytologist erschienen.

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Expensive food makes children fat

When food prices skyrocket during an economic crisis, it is primarily urban populations and people with low levels of education who are affected. This can have lifelong negative health consequences – such as stunted growth in children. A research team at the University of Bonn has now demonstrated such long-term effects using the example of the „Asian financial crisis“ in the 1990s. At that time, turmoil on the financial markets led to a drastic increase in the price of rice, Indonesia’s most important staple food, which left measurable traces in the development of children. The study was published in the journal „Global Food Security.“

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Teure Lebensmittel machen Kinder dick

Wenn in einer Wirtschaftskrise die Lebensmittelpreise explodieren, trifft das vor allem die Stadtbevölkerung und Menschen mit niedriger Bildung. Die Folgen wirken sich unter Umständen ein Leben lang aus – etwa in einer geringeren Körpergröße betroffener Kinder. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bonn jetzt am Beispiel der „Asienkrise“ in den 1990-er Jahren gezeigt. Damals kam es durch Turbulenzen am Finanzmarkt zu einer drastischen Verteuerung von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel Indonesiens, die messbare Spuren in der Entwicklung von Kindern hinterlassen hat. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ veröffentlicht.

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How a heat wave in 2003 has changed the North Atlantic until today

Extreme events change the ecology of oceans abruptly: For example, a marine heat wave in 2003 had such strong effects on species composition and trophic interactions of the subpolar North Atlantic that these impacts last until today. Researchers led by the Thünen Institute of Sea Fisheries in Bremerhaven just described this. The study has recently been published in Science Advances.

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Wie eine Hitzewelle im Jahr 2003 den Nordatlantik bis heute verändert

Extremereignisse verändern die Ökologie im Meer sprunghaft: Eine einzige marine Hitzewelle im Jahr 2003 hat beispielsweise Artenzusammensetzung und Nahrungsnetz-Beziehungen im Nordatlantik so beeinflusst, dass die Folgen bis heute wirken. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven nachgewiesen. Die Studie ist jetzt in Science Advances erschienen.

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So viele Gewebespenden wie noch nie – eine Gemeinschaftsleistung!

Hannover – 01.01.2026: Eine gute Nachricht zum Jahresbeginn: Noch nie wurden in Deutschland so viele Gewebe gespendet wie im vergangenen Jahr. Obwohl es prozentual nicht mehr Zustimmungen gab als 2024, war die Anzahl der Meldungen, der Aufklärungsgespräche und damit auch der Personen, die Gewebe gespendet haben, erkennbar höher als 2024. 9.640 Patient:innen konnten mit einem Transplantat aus dem Netzwerk der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) versorgt werden. Das ist eine Steigerung von 15,2 % zum Vorjahr – ebenfalls ein Rekordwert.

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Gute Vorsätze für eine gesunde Leber: Deutsche Leberstiftung gibt Empfehlungen für ein lebergesundes neues Jahr

Hannover – Auch zum diesjährigen Jahreswechsel werden viele Menschen gute Vorsätze fassen. Und wieder stehen Gesundheit, Wohlbefinden und bewusster Lebensstil ganz oben auf der Liste: Laut einer aktuellen Umfrage zählen hierzulande „gesünder essen“, „mehr Sport treiben“, „abnehmen“ und „weniger Alkohol trinken“ zu den beliebtesten Vorsätzen. Die Deutsche Leberstiftung ruft dazu auf, im Jahr 2026 verstärkt an die Lebergesundheit zu denken – und die „Wohlstandskrankheit“ Fettleber zu bekämpfen. Denn bewusste Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum, ausreichende Bewegung und ein gesundes Körpergewicht gehören zu den wichtigsten Faktoren, um die Leber langfristig zu schützen.

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HDZ NRW wird offizielles Ausbildungszentrum für erweiterte Wiederbelebung

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, wurde von der American Heart Association (AHA) als offizielles Ausbildungszentrum für „Advanced Cardiovascular Life Support“ (ACLS) anerkannt. Damit kann das Zentrum ab dem kommenden Jahr eigenständig nach weltweitem Standard der amerikanischen Fachgesellschaft zertifizierte Fortbildungen zur erweiterten klinischen Wiederbelebung durchführen.

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Hirngesund durchs neue Jahr: „Ausreichend Bewegung ist bereits die halbe Miete“

Alzheimer und Schlaganfall sind zwei häufige und gefürchtete neurologische Krankheiten. Doch man kann aktiv vorbeugen und damit sein persönliches Risiko, eine der beide Diagnosen zu erhalten, deutlich absenken. Gerade Bewegung und Sport lohnen sich. Das zeigte eine aktuell zu Weihnachten publizierte Studie aus „BMC Public Health“ [1]. Ein aktiver Lebensstil und ausreichend Schlaf hatten sogar einen schützenden Effekt bei Menschen mit genetischer Vorbelastung für diese Krankheiten. Diese Maßnahmen lohnen sich also für alle Menschen und sollten ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für 2026 stehen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Pilz neutralisiert die Abwehr von Borkenkäfern – und nutzt sie gegen die Käfer

Der insektenpathogene Pilz Beauveria bassiana entgiftet die Abwehrstoffe der Käfer, die aus pflanzlichen Vorstufen stammen, und kann die Insekten erfolgreich infizieren.

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Fungus turns bark beetles’ defenses against them

The insect-pathogenic fungus Beauveria bassiana detoxifies the defense substances of the beetles, which originate from plant precursors, and can successfully infect these insects.

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Gesünder ins neue Jahr starten: Vier Vorsätze, ein Ziel

Mehr Bewegung, bewusster Medienkonsum, weniger Alkohol, mit dem Rauchen aufhören– gute Vorsätze, die bei vielen zum Jahreswechsel auf der To-Do-Liste stehen. Damit es auch klappt mit der Umsetzung, haben wir ein paar Tipps für Sie. An erster Stelle stehen Bewegung und Sport – damit können Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit vorbeugen, Stress abbauen, das Immunsystem stärken und die psychische Gesundheit verbessern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Start des Deutschen Registers für Chronische Rhinosinusitis: Meilenstein für die HNO-Versorgung

Nach mehr als zweijähriger intensiver Vorbereitung ist es soweit: Das Deutsche Register für Chronische Rhinosinusitis (CRS-Register) ist offiziell gestartet. Das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AeDA) setzt neue Maßstäbe in der strukturierten Erfassung von Diagnostik, Therapie und Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit chronischer Rhinosinusitis.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Von Bauchschmerzen zur innovativen Zelltherapie

Team der Universitätsmedizin Magdeburg erzielt anhaltenden Therapieerfolg bei seltener Autoimmunerkrankung

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Inflammation fuels one of the most aggressive forms of cancer

Researchers at the University of Cologne discovered a new mechanism used by one of the most aggressive forms of lung cancer to escape treatment, paving the way for more efficient future therapies / publication in “Nature Communications”

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entzündung fördert eine der aggressivsten Krebsarten

Wissenschaftler*innen der Universität zu Köln haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der es ermöglicht, dass eine der aggressivsten Formen von Lungenkrebs der Behandlung entgeht, und eröffnet damit neue Möglichkeiten für effizientere Therapien / Veröffentlichung in “Nature Communications“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Brain Research: “Pulse Generators” Grow and Shrink as Memories Are Formed

Memories and learning processes are based on changes in the brain’s neuronal connections and, as a result, in signal transmission between neurons. For the first time, DZNE researchers have observed an associated phenomenon in living brains – specifically in mice. This mechanism concerns the cellular pulse generator for neuronal signals (the “axon initial segment”) and had previously only been documented in cell cultures and in brain samples. A team led by neuroscientist Jan Gründemann reports on this in the journal “Nature Neuroscience”, alongside experts from Switzerland, Italy, and Austria. Their study sheds light on the brain’s ability to adapt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft