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Krafttraining aktiviert Muskelreparatur
Ein Forschungsteam der Universitäten Hildesheim, Bonn und Freiburg hat entschlüsselt, wie Muskeln auf Krafttraining reagieren. Die Befunde helfen, Trainingsprogramme für Athlet*innen und Patient*innen zu verbessern und einem Muskelverlust im Alter entgegenzuwirken. Krafttraining gilt als unerlässlich für die Aufrechterhaltung der Muskulatur. Selbst für ältere Menschen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation moderates Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche. Dies wirke dem Verlust der Muskelkraft entgegen. Die neue Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ vorgestellt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DGP fordert deutlich höhere Tabaksteuern: Wissenschaft muss Vorrang vor Lobbyinteressen haben
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) fordert deutlich höhere Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte. Die wissenschaftliche Evidenz für deren Wirksamkeit ist eindeutig: Höhere Preise senken den Konsum und erschweren insbesondere Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die Nikotinabhängigkeit. Anlässlich der jüngsten Berichte des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Professor Hendrik Streeck, stellen die Lungenfachärzte zudem klar: Gesundheitspolitische Entscheidungen müssen sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren – nicht an den Interessen der Tabakindustrie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Trockenheit verändert Schädlingsbefall
Trockenperioden stellen die Landwirtschaft vor steigende Herausforderungen: Sie beeinflussen nicht nur das Wachstum von Kulturpflanzen, sondern auch deren Wechselwirkungen mit Schädlingen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat untersucht, wie verschiedene Stufen von Trockenheit die Anfälligkeit von Zuckerrüben gegenüber der schädigenden Rübenfliege beeinflussen. Die Studie zeigt, dass mäßige Trockenheit die Entwicklung der Larven fördert, während sich starke Trockenheit sowohl auf die Pflanzen als auch auf die Schädlinge nachteilig auswirkt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Botany veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DGP-Kongress 2027: Abstracteinreichung bis 21. September geöffnet
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) lädt Forschende aus Klinik, Praxis und Wissenschaft ein, sich mit eigenen Arbeiten am 67. DGP-Kongress zu beteiligen, der vom 3. bis 6. März 2027 in Köln stattfindet. „Die Abstracts zeigen, welche Themen die Pneumologie bewegen, wo neue Erkenntnisse entstehen und welche Entwicklungen die Patientenversorgung künftig prägen werden“, sagt Kongresspräsidentin Prof. Antje Prasse. „Wir sind eine wissenschaftliche Fachgesellschaft – und genau das soll sich auch im Kongressprogramm widerspiegeln.“ Beiträge können bis zum 21. September 2026 über das Kongressportal übermittelt werden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Erkenntnisse zur Entstehung der akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung
Greifswalder Publikation im internationalen Magazin Molecular Biomedicine veröffentlicht Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Greifswald hat einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der das Verständnis der akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, der sogenannten Pankreatitis, erweitert. Die Ergebnisse der Studie wurden im internationalen Fachmagazin Molecular Biomedicine publiziert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Vögel offline mit KI bestimmen: Neue App erfasst Tierlaute direkt auf dem Smartphone
Die Identifizierung von Vogelstimmen mit Künstlicher Intelligenz ist mittlerweile zum Standard im Naturschutz geworden. In abgelegenen Regionen wird die praktische Anwendung jedoch oft durch das Fehlen eines Mobilfunknetzes behindert. Die neue App „BirdNET Live“ ändert das: Ihre KI-Modelle erkennen mehr Arten als andere Apps und laufen vollständig lokal auf dem Smartphone – ganz ohne Internetverbindung. So können Forschende, Ranger-Teams und Citzen Scientists selbst in den entlegensten Winkeln der Welt strukturierte akustische Erhebungen durchführen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Identify birds offline using AI: New app records animal sounds directly on your smartphone
Identifying bird songs using artificial intelligence has now become standard practice in nature conservation. However, in remote regions, practical application has often been hampered by the lack of a mobile network. The new BirdNET Live app is changing that: its AI models recognise more species than other apps and run entirely locally on the smartphone – without any internet connection at all. This enables researchers, rangers and citizen scientists to carry out structured acoustic surveys even in the most remote corners of the globe. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Strategien zum Erhalt einheimischer Kakaosorten
Der Massenanbau von Kakao verdrängt in Anbauländern wie Peru häufig einheimische Sorten. Doch lokale Kakaosorten liefern besonders aromatische Bohnen und tragen zur genetischen Vielfalt bei. Wie sich hoher Ertrag und genetische Vielfalt verbinden lassen, hat nun ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen und der Forschungsorganisation „Bioversity International“ gezeigt: Sie veredelten ausgewachsene Bäume mit besonders ertragreichen Züchtungsvarianten, wodurch der Ertrag bereits nach drei Jahren um 59 Prozent stieg. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Agronomy for Sustainable Development veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Invasive species hit the Global South significantly harder than previously assumed
Study involving JLU corrects previous assumptions regarding invasive species and shows paths for a new international environmental policy to reduce species extinction Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Kompaktes Mikroskop macht bisher Unsichtbares sichtbar
Mit einem kompakten Mikroskop wollen Bielefelder Forschende sichtbar machen, was bisher verborgen blieb, und so Krankheiten besser verstehen: Das Forschungsteam um Dr. Henning Ortkraß und Dr. Marcel Müller wird in Kürze ein Start-up gründen und das neuartige Mikroskop „Lightweaver“ auf den Markt bringen. Dafür werden sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,15 Millionen Euro aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer gefördert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Is the licensed Zaire ebolavirus vaccine suitable to combat the current Bundibugyo ebolavirus outbreak?
Researchers at the German Primate Center – Leibniz Institute for Primate Research in Göttingen provide evidence of possible cross-protection through an already licensed Zaire ebolavirus vaccine. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Invasive Arten treffen den Globalen Süden deutlich härter als bisher angenommen
Studie mit Beteiligung der JLU korrigiert bisherige Annahmen zu invasiven Arten und zeigt Wege für eine neue internationale Umweltpolitik zur Reduzierung des Artensterbens auf Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ist der zugelassene Zaire-Ebolavirus-Impfstoff geeignet, den aktuellen Bundibugyo-Ebolavirus-Ausbruch zu bekämpfen?
Forschende vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen liefern Hinweise auf einen möglichen Kreuzschutz durch einen bereits zugelassenen Zaire-Ebolavirus-Impfstoff. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Der P-tau 217 Alzheimer-Biomarker ist präklinisch überraschend schwach
Die Fehlfaltung des Amyloid-β-Proteins ist der stärkste blutbasierte Prädiktor für die Alzheimer-Krankheit im symptomfreien Stadium. Sie zeigt das Risiko Jahre vor der klinischen Diagnose und deutlich früher an als der weit verbreitete Plasmabiomarker P-tau 217. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Gerwert (ProDi, Ruhr-Universität Bochum). Das Forschungsteam analysierte Blutproben aus 17 Jahren von 779 Probanden der bevölkerungsbasierten ESTHER-Kohorte des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), um die Leistungsfähigkeit führender Blutbiomarker über den gesamten Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu vergleichen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Large-Scale Brain Analysis Reveals Multiple Pathways to Placebo Effects on Pain
An international research consortium led by the University of Duisburg-Essen analysed brain imaging data from 16 studies involving 409 participants and found that different placebo induction methods engage distinct neural mechanisms. The study was published in Nature Communications on 17 July 2026. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Placebo-Schmerzlinderung beruht auf unterschiedlichen neuronalen Mechanismen
Der Placeboeffekt beruht nicht auf einem einheitlichen Mechanismus im Gehirn. Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung der Universität Duisburg-Essen analysierte Hirnbildgebungsdaten aus 16 Studien mit insgesamt 409 Teilnehmenden und identifizierte unterschiedliche neuronale Signalwege. Die Ergebnisse wurden am 17. Juli 2026 in Nature Communications veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schwankungen des Hirnzustands beeinflussen die Bereitschaft zur Bildung von Erinnerungen
Neurowissenschaftliches Team der Universität Tübingen entdeckt, dass spontane interne Änderungen im Gehirn kurze Fenster der verstärkten Plastizität im Erinnerungssystem öff-nen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Changes in brain state influence the readiness to form memories
University of Tübingen neuroscientists find that spontaneous internal fluctuations in the brain lead to brief periods of increased plasticity in memory systems Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pusten statt bluten: Gerät misst Fettverbrennung in der Atemluft
Forschende der ETH Zürich haben ein Gerät entwickelt, dass den Aceton-Gehalt der Atemluft präzise nachweisen kann, wie ein Massenspektrometer. Aceton entsteht, wenn der Körper Fett verbrennt. Dank einer Smartphone-App, die den Proband:innen in Echtzeit Anleitungen gibt, kann das Handgerät auch von Laien zuverlässig bedient werden. In Zukunft sollen so Diäten und Therapien bei Stoffwechselkrankheiten genauer überwacht und personalisiert werden können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Der individuelle genetische Hintergrund steuert die Evolution von Krebs
Warum entwickeln sich Krebserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse liefern neue Einblicke in die frühesten Phasen der Tumorentwicklung und könnten langfristig einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebsmedizin bedeuten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mechanism for flexible thinking and learning identified in the brain
The tree-like extensions of nerve cells in the brain, known as dendrites, possess a wide range of functional capabilities, whose role in cognitive processes had previously been unknown. Researchers at Humboldt University in Berlin have now discovered that these biological mechanisms enable flexible learning. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mechanismus für flexibles Denken und Lernen im Gehirn identifiziert
Die astartigen Fortsätze der Nervenzellen im Gehirn, die Dendriten, besitzen eine Vielzahl an funktionalen Fähigkeiten, deren Rolle in kognitiven Prozessen bisher unklar war. Nun haben Forschende an der Humboldt-Universität zu Berlin herausgefunden, dass diese biologischen Mechanismen flexibles Lernen ermöglichen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Internationale Konferenz zur Evolutionsmedizin in Kiel
Jahrestagung der Gesellschaft für Evolutionsmedizin und öffentliche Gesundheit (ISEMPH) an der CAU zu evolutionsbiologischen Grundlagen in medizinischen Anwendungsfeldern wie Antibiotikaresistenzen, Tumorevolution und chronischen Krankheiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Rechts- oder Linksrüssler?
Vergleichbar zur Rechts- oder Linkshändigkeit beim Menschen besitzen Falter eine bevorzugte Seite, auf die sie bei der Nektarsuche ihren Rüssel ausstrecken. Diese Beobachtung machten Konstanzer Biolog*innen in ihrer aktuellen Studie. Sie sehen in dieser „Rüssligkeit“ einen effizienten Umgang der Natur mit den begrenzten Rechenkapazitäten des Insektengehirns. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Vitamin B3 for the gut: From basic discovery to clinical translation
Innovation Transfer Award recognizes a long-standing collaboration between researchers at University Medical Center Schleswig-Holstein (UKSH), the Cluster of Excellence Precision Medicine in Chronic Inflammation(PMI), and CONARIS Research Institute AG. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft