FLI erstmals auf der Grünen Woche in Berlin – Forschung für gesunde Tiere – und den Schutz von Mensch und Umwelt

Seit über 100 Jahren forscht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für die Tiergesundheit – zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Mithilfe moderner Diagnostik, präventiver Ansätze und digitaler Unterstützung werden unsichtbare Gefahren frühzeitig erkannt und Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen entwickelt.
Zum 100. Jubiläum der Grünen Woche in Berlin ist das FLI erstmals beim Messeauftritt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) in Halle 23a dabei. Unter dem Themenschwerpunkt Tierhaltung präsentiert das FLI an Stand 605 unterschiedlichste Aspekte seiner Forschung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Aufräumhilfe für Zellen: Beschleunigter Proteinabbau als Mittel gegen Krebs?

###ACHTUNG EMBARGO BIS 7.1.2026 11:00h####
Damit Zellen gesund bleiben, müssen sie beschädigte, überflüssige oder gefährliche Proteine zuverlässig entsorgen. Das geschieht über das sog. Ubiquitin-Proteasom-System, nicht mehr benötigte Eiweiße werden markiert und anschließend in ihre Bestandteile zerlegt. Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung des CeMM, von AITHYRA- und dem MPI für molekulare Physiologie in Dortmund hat nun eine neue Klasse kleiner Moleküle beschrieben, die diesen Mechanismus gezielt verstärken und im Kampf gegen Krebs und andere Erkrankungen großes Potential aufweisen könnten. Die Studie wurde in Nature Chemistry (DOI: 10.1038/s41557-025-02021-5) publiziert.

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Vortrag Bluthochdruck und Nierenprobleme: Was ist Ursache und was ist Folge?

Welche lebenswichtigen Aufgaben übernehmen unsere Nieren – und was passiert, wenn sie aus dem Takt geraten? Welche Auswirkungen hat eine Nierenkrankheit auf unsere Gesundheit? Warum können Nierenerkrankungen und Bluthochdruck sich gegenseitig verstärken? Diese Fragen stehen am 20. Januar 2026 ab 18:30 Uhr im Mittelpunkt eines kostenfreien Online-Vortrags der Bluthochdruck Universität – einem digitalen Angebot der Deutschen Hochdruckliga e.V. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten.

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Vorhofflimmertherapie im Wandel: Begleiterkrankungen gezielt behandeln, Vorhofflimmerlast verringern

Ein AFNET/EHRA Positionspapier

Ein internationales Expert:innengremium hat Empfehlungen zur Verbesserung der Behandlung von Ppatient:innen mit Vorhofflimmern veröffentlicht. Die Publikation fasst die Ergebnisse der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz zusammen – einer zweitägigen Tagung von mehr als 80 namhaften Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie, die im Mai 2025 gemeinsam vom Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) veranstaltet wurde. Am 15. Dezember 2025 wurde der Konsensbericht in der Fachzeitschrift EP Europace publiziert (1).

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Transforming AF Management by Targeting Comorbidities and Reducing AF Burden – an AFNET/EHRA position paper

An international panel of experts published recommendations to improve care of atrial fibrillation patients. The paper summarizes the results of the 10th AFNET/EHRA consensus conference – a two-day meeting of more than 80 renowned experts from academia and industry in May 2025 which was jointly organized by the Atrial Fibrillation NETwork (AFNET) and the European Heart Rhythm Association (EHRA). On 15 December 2025, the consensus report was published in the EP Europace journal (1).

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Neue klinische Standards stärken „Antimicrobial Stewardship“ in der Tuberkuloseversorgung

Weltweit nehmen die Resistenzen gegen Antibiotika zu. Das gilt auch für Wirkstoffe, die für die Behandlung von Tuberkulose zentral sind, wie Bedaquilin. Ein internationales Expertengremium aus 32 Ländern hat deshalb erstmals spezifische „Antimicrobial Stewardship“-Standards für die Tuberkuloseversorgung vorgelegt. Die in der Fachzeitschrift International Journal of Tuberculosis and Lung Disease erschienenen Empfehlungen zielen darauf ab, Tuberkulose stärker in „Antimicrobial Stewardship“-Strukturen zu verankern, das Resistenzmonitoring und die Diagnostik zu optimieren und die Qualität der Therapie nachhaltig zu verbessern.

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New clinical standards strengthen antimicrobial stewardship in tuberculosis care

Resistance to antibiotics is increasing worldwide. This also applies to drugs that are central to the treatment of tuberculosis (TB), such as bedaquiline. An international panel of experts from 32 countries has therefore presented specific antimicrobial stewardship standards for TB care for the first time. The recommendations, published in the International Journal of Tuberculosis and Lung Disease, aim to anchor tuberculosis more firmly in antimicrobial stewardship structures, optimize resistance monitoring and diagnostics, and improve the quality of treatment in the long term.

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Organic carbon in a submarine pressure cooker

Where does hydrogen in the deep sea come from? An international team led by the University of Bremen addressed this question and discovered an unexpected process occurring beneath the sparsely studied hydrothermal fields at extremely slow-spreading mid-ocean ridges that could play an important role. Particularly at sites where liquids circulate through sediments. Samples from the Jøtul Hydrothermal Field off Norway were analyzed for the study. The findings have been published in the professional journal Communications Earth & Environment.

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Organischer Kohlenstoff im submarinen Schnellkochtopf

Woher kommt der Wasserstoff in der Tiefsee? Dieser Frage ging ein internationales Team unter Leitung der Universität Bremen nach und stieß auf einen eher unerwarteten Prozess, der unter den wenig erforschten Hydrothermalfeldern an extrem langsam spreizenden mittelozeanischen Rücken eine wichtige Rolle spielen könnte. Insbesondere dort, wo Flüssigkeiten durch Sedimente zirkulieren. Hierzu analysierten sie Proben aus dem Jøtul-Hydrothermalfeld vor Norwegen. Ihre Ergebnisse hat jetzt das Fachjournal Communications Earth & Environment veröffentlicht.

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Wandernde Süßwasserfische fallen in der Bonner Konvention durch das Raster

Die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten berücksichtigt wandernde Süßwasserfische bislang unzureichend. Von den mehr als 1.100 gelisteten wandernden Arten sind lediglich 23 Süßwasserfische, obwohl diese weltweit bedroht sind und dringend international koordinierte Schutzmaßnahmen benötigen. Ein neuer Artikel in Nature Reviews Biodiversity, der von Forschenden der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie der University of Nevada, Reno, veröffentlicht wurde, zeigt das bislang ungenutzte Potenzial der Bonner Konvention zur Verbesserung des Schutzes wandernder Süßwasserfische auf.

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Die Paläontologische Gesellschaft wählt die Westfälischen Plesiosaurier zum Fossil des Jahres 2026

Das Fossil des Jahres wird im Jahr 2026 durch die Westfälischen Plesiosaurier repräsentiert, die ein Erfolgsmodell der Evolution darstellen. Die Westfälischen Plesiosaurier umfassen vier Gattungen, die vor über 135 Millionen Jahren in den Meeren des Mesozoikums in unterschiedlichen Formen lebten, bis sie am Ende der Kreidezeit ausstarben.

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Tropen-Zeitmaschine: Mit einem Teelöffel Schlamm in die Vergangenheit

Lange Zeit glaubten Forschende, dass das Klima der Tropen und Subtropen alle Spuren alten genetischen Materials zerstört. Eine neue Übersichtsarbeit widerlegt nun dieses Dogma. Die Studie zeigt, wie alte Umwelt-DNA in tropischen Sedimenten über Tausende und in manchen Fällen sogar bis zu einer Million Jahre hinweg erhalten bleiben kann. Die Autor*innen betonen, dass die Methode ein revolutionäres Werkzeug darstellt, um Biodiversitätsverlust und Klimaresilienz, aber auch die Geschichte des Menschen besser zu verstehen. Gleichzeitig plädieren sie eindringlich für enge Kooperationen und den Aufbau von Forschungskapazitäten in tropischen Ländern.

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Isabell Horn im Podcast: „Ich habe durch die depressiven Phasen gelernt, dass ich viel liebevoller mit mir umgehen muss“

In der neuen Folge des Podcasts „Raus aus der Depression“ von ARD Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention begrüßen Entertainer Harald Schmidt und Psychiater Prof. Ulrich Hegerl Schauspielerin Isabell Horn. Bekannt wurde Isabell Horn mit Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Bettys Diagnose“. Im Podcast berichtet sie offen über drei depressive Episoden in ihrem Leben – ausgelöst durch berufliche Umbrüche, die Geburt ihrer Tochter sowie die Corona-Pandemie.

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Sonne in den Bergen: Auch im Winter auf UV-Schutz achten

Wer an sonnigen Tagen Wintersport in den Bergen genießt, sollte Sonnencreme und Sonnenbrille dabeihaben. Normalerweise ist hierzulande im Winter kein UV-Schutz notwendig. Aber es gibt Ausnahmen: Auf Schnee in Höhenlagen kann die Sonnenstrahlung so stark sein, dass sie Haut und Augen schädigt. „Viele unterschätzen die UV-Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini. „Sonnencreme und Sonnenbrille gehören beim Ausflug in die Berge auch im Winter mit ins Gepäck.“

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Studie zur Gesundheitsförderung: Spielerisch fit durchs Studium mit „ExerRise“

Gemeinsam oder alleine, mit Spaßfaktor und kostenlos – diese Kriterien erfüllen die acht bewegungsbasierten Spiele, die im Rahmen des Projektes „ExerRise“ von Forschenden des Instituts für Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg gemeinsam mit Projektpartnern entwickelt wurden. Sie sollen wissenschaftlich basiert die Gesundheit der Studierenden fördern und sind online sowie auf dem Campus verfügbar.

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Nature Physics: Zebra Fish Embryos Use Geometry to Shape Life

Life begins with a single fertilized cell that gradually transforms into a multicellular organism. This process requires precise coordination; otherwise, the embryo could develop serious complications. Scientists at ISTA have now demonstrated that the zebrafish eggs, in particular their curvature, might be the instruction manual that keeps cell division on schedule and activates the appropriate genes in a patterned manner to direct correct cell fate acquisition. These insights, published in Nature Physics, could help improve the accuracy of embryo assessments in IVF.

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Nature Physics: Zebrafisch-Embryos nutzen Geometrie als Bauplan des Lebens

Wie sich eine einzige befruchtete Zelle zu einem vielzelligen Organismus entwickelt, ist genauestens abgestimmt. Fehler in diesem System haben schwerwiegende Folgen für den Embryo. Forschende am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zeigen nun, dass die Zebrafische möglicherweise die Krümmung ihrer Eizellen als Leitfaden nutzen, der sicherstellt, dass sich die Zellteilung an den Zeitplan hält und die entsprechenden Gene in einem bestimmten Muster aktiviert, die das Schicksal der Zellen steuert. Die in Nature Physics veröffentlichten Erkenntnisse könnten dabei helfen, die Embryo-Beurteilung bei künstlicher Befruchtung im IVF-Verfahren zu verbessern.

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How a Fungus Leads to Tissue Growths in Maize

When a maize plant is attacked by the fungus Ustilago maydis, tumor-like tissue growths occur at the site of infection. How the pathogen causes this response in its host has long been unknown. But a University of Bonn study has now shown how the fungus takes over the plant’s function for forming lateral roots. The findings have been published in the journal New Phytologist.

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Wie ein Pilz Gewebewucherungen in Mais erzeugt

Wenn der Pilz Ustilago maydis eine Maispflanze befällt, bilden sich am Ort der Infektion tumorähnliche Gewebewucherungen. Wie der Erreger seinen Wirt dazu bringt, war bislang ein Rätsel. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, dass er dazu ein Programm der Pflanze für die Bildung der Seitenwurzeln zweckentfremdet. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift New Phytologist erschienen.

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Expensive food makes children fat

When food prices skyrocket during an economic crisis, it is primarily urban populations and people with low levels of education who are affected. This can have lifelong negative health consequences – such as stunted growth in children. A research team at the University of Bonn has now demonstrated such long-term effects using the example of the „Asian financial crisis“ in the 1990s. At that time, turmoil on the financial markets led to a drastic increase in the price of rice, Indonesia’s most important staple food, which left measurable traces in the development of children. The study was published in the journal „Global Food Security.“

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Teure Lebensmittel machen Kinder dick

Wenn in einer Wirtschaftskrise die Lebensmittelpreise explodieren, trifft das vor allem die Stadtbevölkerung und Menschen mit niedriger Bildung. Die Folgen wirken sich unter Umständen ein Leben lang aus – etwa in einer geringeren Körpergröße betroffener Kinder. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bonn jetzt am Beispiel der „Asienkrise“ in den 1990-er Jahren gezeigt. Damals kam es durch Turbulenzen am Finanzmarkt zu einer drastischen Verteuerung von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel Indonesiens, die messbare Spuren in der Entwicklung von Kindern hinterlassen hat. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ veröffentlicht.

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How a heat wave in 2003 has changed the North Atlantic until today

Extreme events change the ecology of oceans abruptly: For example, a marine heat wave in 2003 had such strong effects on species composition and trophic interactions of the subpolar North Atlantic that these impacts last until today. Researchers led by the Thünen Institute of Sea Fisheries in Bremerhaven just described this. The study has recently been published in Science Advances.

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Wie eine Hitzewelle im Jahr 2003 den Nordatlantik bis heute verändert

Extremereignisse verändern die Ökologie im Meer sprunghaft: Eine einzige marine Hitzewelle im Jahr 2003 hat beispielsweise Artenzusammensetzung und Nahrungsnetz-Beziehungen im Nordatlantik so beeinflusst, dass die Folgen bis heute wirken. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven nachgewiesen. Die Studie ist jetzt in Science Advances erschienen.

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So viele Gewebespenden wie noch nie – eine Gemeinschaftsleistung!

Hannover – 01.01.2026: Eine gute Nachricht zum Jahresbeginn: Noch nie wurden in Deutschland so viele Gewebe gespendet wie im vergangenen Jahr. Obwohl es prozentual nicht mehr Zustimmungen gab als 2024, war die Anzahl der Meldungen, der Aufklärungsgespräche und damit auch der Personen, die Gewebe gespendet haben, erkennbar höher als 2024. 9.640 Patient:innen konnten mit einem Transplantat aus dem Netzwerk der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) versorgt werden. Das ist eine Steigerung von 15,2 % zum Vorjahr – ebenfalls ein Rekordwert.

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Gute Vorsätze für eine gesunde Leber: Deutsche Leberstiftung gibt Empfehlungen für ein lebergesundes neues Jahr

Hannover – Auch zum diesjährigen Jahreswechsel werden viele Menschen gute Vorsätze fassen. Und wieder stehen Gesundheit, Wohlbefinden und bewusster Lebensstil ganz oben auf der Liste: Laut einer aktuellen Umfrage zählen hierzulande „gesünder essen“, „mehr Sport treiben“, „abnehmen“ und „weniger Alkohol trinken“ zu den beliebtesten Vorsätzen. Die Deutsche Leberstiftung ruft dazu auf, im Jahr 2026 verstärkt an die Lebergesundheit zu denken – und die „Wohlstandskrankheit“ Fettleber zu bekämpfen. Denn bewusste Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum, ausreichende Bewegung und ein gesundes Körpergewicht gehören zu den wichtigsten Faktoren, um die Leber langfristig zu schützen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft