Wie Altern das Blutsystem von Menschen und Mäusen verändert

Das Reservoir an Blutstammzellen schrumpft mit dem Alter. Es wird zunehmend von Stammzellen dominiert, die Immunzellen hervorbringen, die mit chronischen Entzündungen in Verbindung stehen. Das veröffentlichten Forschende vom Center for Genomic Regulation und vom Institute for Research in Biomedicine, beide Barcelona, sowie vom DKFZ in der Fachzeitschrift Nature. Die Entdeckung könnte helfen, die chronischen Entzündungen zu erklären, die im Laufe des Alters auftreten und uns anfälliger für Krankheiten machen. Sie könnte außerdem dazu beitragen, Frühwarnzeichen für ungesunde Alterungsprozesse lange vor dem Auftreten von Symptomen oder der Entwicklung von Blutkrebs zu erkennen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Live View: Stress-Induced Changes in Generations of Cancer Cells

Cancer cells respond to stress with greater diversity. Drugs that affect DNA replication, or radiation that causes direct DNA damage, lead to increasingly diverse offspring over multiple cell generations. This increases the tumor’s genetic complexity and facilitates the development of resistance to therapy. UZH researchers have now investigated the emergence of cellular diversity in real time.

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Live verfolgt: Wie Stress Krebszellen über Generationen verändert

Krebszellen reagieren auf Stress mit mehr Diversität. Wirkstoffe, die vor der Zellteilung die DNA-Verdoppelung stören, oder Strahlung, die DNA-Schäden verursacht, führen über Generationen hinweg zu immer unterschiedlicheren Tochterzellen. Das erhöht die genetische Komplexität des Tumors und die Resistenzbildung gegen Therapien. UZH-Forschende untersuchten das Entstehen von zellulärer Vielfalt nun in Echtzeit.

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Hand2 und nachwachsende Gliedmaßen: Positionscode der Wunderlurche gefunden

Mit seiner faszinierenden Fähigkeit, Gliedmaßen und innere Organe komplett nachwachsen
zu lassen, ist der mexikanische Axolotl das ideale Modell für die Erforschung von Regeneration. Wissenschaftler:innen aus dem Labor von Elly Tanaka am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien haben nun eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: sie fanden jenes Signal, das Zellen mitteilt, welcher Teil des Arms regeneriert werden soll – und nutzten es gleich, um die Identität der Zellen während ihrer Entwicklung neu zu programmieren. Die Studie wurde heute in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

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Hand2: positional code that allows axolotls to regrow limbs found

With its fascinating ability to regrow entire limbs and internal organs, the Mexican axolotl is the ideal model for studying regeneration. Scientists from the lab of Elly Tanaka at IMBA now found a factor that tells cells which part of the arm to regenerate – and used it to reprogram the identity of cells as they develop. This breakthrough for the regeneration research field has implications for tissue engineering, including in human tissues. The study was published in the journal Nature today.

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Unlocking the secrets of bat immunity

Organoids unveil new defense mechanisms against zoonotic viruses

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Neue Einblicke in die antivirale Abwehr bei Fledertieren

Organoide enthüllen effektive Immunmechanismen gegen zoonotische Viren

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AI for Photonics at the Laser World of Photonics 2025

In its special show „Photonics meets Robotics: AI Success Stories“ Laser World of Photonics 2025 will be focusing on the future field of cyberphotonics, and the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen is playing a key role in this. Researchers from the institute will give presentations on specific applications and exhibit research results to show how AI and other digital methods are already increasing quality and efficiency in photonics, robotics and laser-based, highly automated manufacturing processes. The special show in Hall A3.433 builds a bridge between LASER and the parallel automatica.

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AI for Photonics auf der Laser World of Photonics 2025

Mit der Sonderschau »Photonics meets Robotics: AI Success Stories« richtet die Laser World of Photonics 2025 den Blick auf das Zukunftsfeld Cyberphotonics. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen wirkt dabei maßgeblich mit. Mit anwendungsnahen Fachvorträgen und anhand von Exponaten zeigen Forschende des Instituts, wie AI und andere digitale Methoden schon heute zu gesteigerter Qualität und Effizienz in der Photonik, Robotik und laserbasierten hochautomatisierten Fertigungsprozessen sorgen. Die Sonderschau in der Halle A3.433 schlägt die Brücke zwischen der LASER und der parallelen automatica.

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Nebenwirkungsmanagement bei Krebs: S3-Leitlinie Supportive Therapie aktualisiert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie zur Supportiven Therapie bei onkologischen Patient*innen aktualisiert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Behandlungsempfehlungen zum Nebenwirkungsmanagement der Immuntherapie, der Kardio- und zentralen Neurotoxizität sowie zur Behandlung von Nebenwirkungen bei Bestrahlung des Urogenitaltraktes. Die S3-Leitlinie entstand unter Federführung der Deutschen Krebsgesellschaft, vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft „Supportive Maßnahmen in der Onkologie“, der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie sowie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie.

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Neue Wege zur Fachliteratur: CINAHL im ZB MED-Fernzugriff

Ab sofort steht die pflege- und gesundheitswissenschaftliche Fachdatenbank CINAHL (Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature) allen registrierten ZB MED-Nutzer:innen kostenfrei zur Verfügung. Der Zugang für die wissenschaftliche Recherche erfolgt unkompliziert über den Fernzugriff. Vom Ausbau der digitalen Angebote bei ZB MED profitieren alle Nutzenden mit Wohnsitz in Deutschland.

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Maifischrekord in der Mosel – Hoffnung für bedrohte Wanderfischart

„In der Mosel und im Rhein kündigt sich 2025 ein außergewöhnlich gutes Jahr für den äußerst seltenen Maifisch (Alosa alosa) an“, freut sich Bernd Mockenhaupt, Biologe bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Am Mosel-Fischpass in Koblenz konnten bislang 24 Maifische beim Aufstieg beobachtet werden – ein neuer Rekord an dieser Anlage – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Art in der Mosel bereits als ausgestorben galt.

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Grundwasserschatz entdecken: Bildungsprojekt bringt verborgene Lebensräume ins Klassenzimmer

Das Grundwasser ist für viele unsichtbar – und doch lebenswichtig. Nicht nur sichert es als größte Süßwasserreserve unsere Trinkwasserversorgung, es ist auch ein faszinierender Lebensraum, dessen Vielfalt und ökologische Bedeutung bislang kaum im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Dies wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz nun ändern: Mit einer praxisnahen Lehrerhandreichung, dem dazu passenden „Grundwasserkoffer“ und der ersten App zur Erfassung der Grundwasserbiodiversität in Deutschland.

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Who Responds to Carbon Footprint Labels? The Key Role of Political Ideology

Researchers from the University of Hamburg Business School and INSEAD reveal that political ideology strongly influences whether carbon footprint labels on food products shift consumers’ choices toward more sustainable options. In two studies, as the proportion of products labeled increased, liberal and moderate American consumers chose lower-emission foods, while conservative consumers remained unaffected. Their study has been published in Nutrients, a first-quartile scientific journal in the field of nutrition.

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Wer reagiert auf CO₂-Labels? Die entscheidende Rolle der politischen Einstellung

Forschende der Hamburg Business School der Universität Hamburg und von der INSEAD in Fontainebleau, Frankreich, zeigen, dass die politische Einstellung maßgeblich beeinflusst, ob Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Kaufverhalten durch CO₂-Fußabdruck-Labels auf Lebensmitteln in Richtung nachhaltigerer Optionen verändern. Je höher der Anteil der gelabelten Produkte, desto stärker wählten liberal und moderat eingestellte US-Verbraucherinnen und -Verbraucher klimafreundlichere Produkte. Bei konservativ eingestellten Personen blieb das Kaufverhalten hingegen weitgehend unverändert.

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Technologien für den Einsatz von KI – 4 Millionen Euro für anwendungsnahe Forschung

Sensoren für präzise Lebensmittelüberwachung, eigenständige Maschinensteuerung, sensitive Beinprothesen und integrative Softwareplattformen – vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften forschen an Technologien, die mit Künstlicher Intelligenz interagieren. Jedes Vorhaben wird von der Carl-Zeiss-Stiftung mit rund einer Million Euro gefördert.

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Schluckstörungen nach Schlaganfall: Praktisches Wissen zu Dysphagie und Trachealkanülen-Management

Wie erkennt man eine schlaganfallbedingte Schluckstörung frühzeitig? Wann ist eine Trachealkanüle erforderlich – und wann kann diese wieder entfernt werden? Und wie gelingt die sichere Dekanülierung in der interprofessionellen Zusammenarbeit? Rund 80 Prozent aller Patientinnen und Patienten leiden nach ihrem Schlaganfall an einer Dysphagie – trotzdem ist die Erkennung wie auch Therapie kein prominentes Thema im Medizinstudium oder in der logopädischen Ausbildung.

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Seit 123 Millionen Jahren blüht es auf der Erde

Team der Leibniz Universität Hannover und der Universität Bonn weist nach, wann Blütenpflanzen in der Erdgeschichte aufgekommen sind

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Kleine Prozesse – große Wirkung: Wie kleinräumige Strömungen die Artenvielfalt rund um die Kapverdischen Inseln formen

Warum ist das Meer rund um die Kapverdischen Inseln so ungewöhnlich produktiv, obwohl es mitten in einem nährstoffarmen Gebiet des Ozeans liegt? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt Daten aus zwei Jahrzehnten interdisziplinärer Beobachtungen ausgewertet. Die Analyse zeigt: Drei kleinskalige physikalische Prozesse – Wirbel, interne Wellen und Windfelder – fördern maßgeblich den Transport von Nährstoffen aus der Tiefe an die Oberfläche und beeinflussen, welche Arten sich wo im Ozean ansiedeln. Die Studie liefert wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung eines Digitalen Zwillings des Ozeans.

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Small-Scale, Big Impact: New Insights to Marine Biodiversity around the Cape Verde Islands

Why is the ocean around the Cape Verde Islands teeming with life despite lying in one of the most nutrient-poor regions of the Atlantic? A study led by GEOMAR provides answers. By analysing two decades of interdisciplinary observational data, the researchers identified three key small-scale physical processes — eddies, internal waves and wind-driven island wakes — that drive the upward transport of nutrients to the surface. These local dynamics boost biological productivity and shape the distribution of marine species. The study provides a valuable foundation for the further development of a digital twin of the ocean.

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From Weed to Power Tool

New study by the ROOTS Cluster of Excellence provides evidence of intensive rye cultivation with manuring in northern Central Europe since the Roman Empire.

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Vom Unkraut zum Machtmittel

Neue Studie des Exzellenzclusters ROOTS belegt intensiven Roggenanbau mit Düngung im nördlichen Mitteleuropa seit der römischen Kaiserzeit.

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Genetik: Wie springende DNA das Erbgut umkrempelt

In unserem Erbgut steckt mehr Bewegung, als man denkt: Fast die Hälfte des menschlichen Genoms besteht aus Transposons – kurzen DNA-Stücken, die in der Lage sind, ihren Platz im Erbgut zu verändern: Sie „springen“ von einer Stelle zur anderen und sie verteilen sich dabei im Genom nicht gleichmäßig, sondern sind oft in Gruppen gebündelt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun herausgefunden, wie es zu dieser Gruppenbildung kommt. Möglich macht das ein physikalischer Effekt, der das Erbgut an Ort und Stelle auffaltet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Biophysical Journal veröffentlicht. (DOI: https://doi.org/10.1016/j.bpj.2025.03.038)

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie man ohne Gehirn schwimmen kann

Viele Mikroorganismen können sich in Flüssigkeiten zielgerichtet bewegen. Wie schaffen die das eigentlich, ohne komplexes Nervensystem? Forschungen der TU Wien liefern Erklärungen.

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Doktorandin Hanna Eisenberg belegt zweiten Platz bei FameLab Bremerhaven

Wissenschaftliche Themen klingen häufig sehr kompliziert. Doch oftmals verstecken sich hinter Fachbegriffen und Grafiken Dinge, die jede:r aus dem Alltag kennt. Formate wie Science Slam ermöglichen Forschenden, ihre Themen verständlich einem fachfremden Publikum vorzustellen. Beim diesjährigen FameLab in Bremerhaven hat Hanna Eisenberg von der Hochschule Bremerhaven in einem Kurzvortrag einen Einblick in ihre Forschung gegeben und damit den zweiten Platz belegt. Am 24. Juni nimmt sie am Deutschlandfinale in Bielefeld teil.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft