Forschende der JGU entdecken bisher unbekannte Art der Molekülbewegung

Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung und der University of Texas at Austin haben eine bislang unbekannte Art der Molekülbewegung entdeckt: Dringen sogenannte Gastmoleküle in Tröpfchen aus DNA-Polymeren ein, diffundieren sie nicht ungeordnet hindurch, sondern durchschneiden sie geordnet in einer scharfen, wellenartigen Front.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Openly Available Geodata for High-resolution Maps for Targeted Mosquito Control

To enhance existing strategies for controlling the Aedes aegypti mosquito, geoinformation scientist Dr Steffen Knoblauch has created a high-resolution environmental suitability map for Rio de Janeiro (Brazil) that can help identify areas most conducive to breeding. It is based on advanced geospatial big data methods – leveraging openly available geodata such as satellite imagery, street view images, and climate data – that the researcher developed at Heidelberg University’s Interdisciplinary Center for Scientific Computing (IWR) and at HeiGIT (Heidelberg Institute for Geoinformation Technology).

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Frei verfügbare Geodaten für hochauflösende Karten zur gezielten Bekämpfung von Stechmücken

Mit dem Ziel, existierende Strategien zur Bekämpfung der Stechmücke Aedes aegypti zu verbessern, hat der Geoinformatiker Dr. Steffen Knoblauch eine hochauflösende Umwelteignungskarte für Rio de Janeiro (Brasilien) erstellt. Sie kann bei der Identifizierung von Gebieten helfen, die die Vermehrung der Mücken begünstigen. Grundlage dafür bilden raumbezogene Big-Data-Methoden, die der Wissenschaftler am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg und am HeiGIT (Heidelberg Institute for Geoinformation Technology) entwickelt hat. Dabei kommen frei verfügbare Geodaten wie Satelliten- und Street-View-Bilder sowie Klimadaten zum Einsatz.

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Aus dem Gleichgewicht: Bei chronischen Darmentzündungen ist Stoffwechsel massiv gestört

Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) zeigt, wie bei Darmentzündungen die Stoffwechselaktivität und damit die Kommunikation zwischen Darmgewebe und Mikrobiom zusammenbricht. / Publikation in Nature Communications.

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Gleiche Ökosysteme fordern unterschiedliche Lösungen

Während sich die Welt auf die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme konzentriert, insbesondere mit der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen und dem neuen EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur, vermittelt eine neue Studie eine klare Botschaft: Wenn es um die Wiederherstellung der Natur geht, passt nicht eine Methode überall. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen und der Freien Universität Berlin fand heraus, dass selbst Ökosysteme, die oberflächlich betrachtet ähnlich aussehen, sehr unterschiedlich auf dieselben Wiederherstellungsmethoden reagieren können. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Ecography veröffentlicht.

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Wunderwelt Kuppelgewächshaus

Botanischer Garten der HHU

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) feiert 2025 ihr 60-jähriges Jubiläum. In ihrem Botanischen Garten steht eine weitere Jubilarin: ikonische „Kuppel“ wird 50 Jahre alt, eine kleine Ausstellung im Eingangsbereich würdigt das Ereignis. Das Kuppelgewächshaus beherbergt Pflanzen aus der Mittelmeerklimazone, von denen jetzt viele in voller Blüte stehen. Insbesondere die Natternköpfe mit ihren zum Teil über einen Meter großen Blütenständen fallen sofort ins Auge. Der Garten ist bis Ende September täglich bis 19:00 Uhr geöffnet.

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What 60 million years of stable ecosystems teach us about today’s loss of species

From mastodons to giant deer—large herbivores have shaped the Earth’s landscapes for millions of years. A new study led by the University of Gothenburg, with contributions from researchers at the Museum für Naturkunde Berlin and institutions in Spain, now reveals how these giants responded to major environmental changes—and how their ecosystems managed to remain stable, even as many species vanished.

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Was 60 Millionen Jahre stabile Ökosysteme über den heutigen Artenverlust lehren

Von Mastodonten über urzeitliche Nashörner bis zu Riesenhirschen: Große Pflanzenfresser prägen seit Millionen von Jahren die Landschaften der Erde. Eine neue Studie unter Leitung der Universität Göteborg mit Beteiligung von Forschenden aus dem Museum für Naturkunde Berlin und Spanien zeigt nun, wie diese Giganten auf tiefgreifende Umweltveränderungen reagierten – und wie ihre Ökosysteme es dennoch schafften, stabil zu bleiben, obwohl viele Arten verschwanden.

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Hightech in Höhenlage: Erlanger MRT erreicht die Anden

Von Gewinnern des Deutschen Zukunftspreises gespendetes Gerät in peruanischem Krankenhaus angekommen – drei Teams des Uniklinikums helfen in Südamerika

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Darmkrebs-Screening per Smartphone?

Die Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung werden in Deutschland bislang nur unzureichend genutzt. Das gilt auch für den Nachweis von Blut im Stuhl. Die immunologischen Stuhltests können winzige Mengen von Blut im Stuhl aufspüren. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind der Frage nachgegangen, ob eine Smartphone-basierte Testung eine aussagekräftige Alternative bzw. Ergänzung zum klassischen Labortest sein könnte.

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Wie das Gehirn den Verlust von Nervenzellen kompensiert

Wissenschaftler des Instituts für Physiologie der Universitätsmedizin Mainz haben entschlüsselt, wie das Gehirn in der Lage ist, seine Funktion bei einem Verlust von Nervenzellen weitestgehend aufrechtzuerhalten. Bei Untersuchungen im Tiermodell fand das Forschungsteam heraus, dass sich neuronale Netzwerke in der Großhirnrinde innerhalb eines kurzen Zeitraums reorganisieren, indem andere Nervenzellen die Aufgaben der verlorenen Neuronen übernehmen. Diese neuen Erkenntnisse könnten die Grundlage für zukünftige Forschung zu natürlichen Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson bilden. Die Studie wurde jetzt in Nature Neuroscience veröffentlicht.

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Study Traces Transmission Routes in Largest Diphtheria Outbreak in Western Europe in 70 Years

In 2022, Western Europe experienced the largest surge in reported diphtheria infections in 70 years. Clinical and genomic data from the outbreak point toward transmission routes along established migration pathways into Europe. Rapid interventions successfully contained the outbreak, yet strains from that period continue to cause new infections in the region.

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Wie alles begann

Stoffwechsel des frühesten Lebens auf der Erde rekonstruiert

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Tag der Organspende: Neue minimalinvasive Zelltherapie nutzt eine Hornhaut für viele Patient*innen

Noch immer warten Menschen in Deutschland bis zu einem Jahr auf eine Hornhautspende, um wieder sehen zu können. Jetzt gibt es Hoffnung: Bietet eine neue Zelltherapie aus Japan einen Ausweg aus dem Spendermangel? Professor Dr. med. Claus Cursiefen, Generalsekretär der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG), ordnet die Innovation ein und ruft anlässlich des Tags der Organspende auf, über die eigene Spendenbereitschaft nachzudenken.

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S3-Leitlinie zum Magenkarzinom aktualisiert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie zum Magenkarzinom aktualisiert. Besonders relevant: neue Inhalte zur verbesserten Prävention, auch bei familiär erhöhtem Risiko, sowie zu neuen Biomarkern und zielgerichteten Therapien.

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Grösster Diphtherieausbruch in Westeuropa seit 70 Jahren: Studie zeichnet erstmals Übertragungswege nach

Ein Diphtherieausbruch im Jahr 2022 führte in Westeuropa zum stärksten Anstieg gemeldeter Infektionen seit 70 Jahren. Klinische und genomische Daten des Ausbruchs deuten auf eine Übertragungsquelle entlang etablierter Migrationsrouten nach Europa hin. Eine rasche Reaktion konnte den Ausbruch eindämmen, doch immer noch führen Bakterienstämme von damals zu Neuinfektionen in der Region.

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Cholesterol-lowering drugs have no antidepressive effect

Lipid-lowering medicines, known as statins, are prescribed in cases of high cholesterol levels, to reduce the risk of atherosclerosis, heart attack and stroke. The results of some small studies suggest that statins could also have an antidepressive effect. Researchers from Charité – Universitätsmedizin Berlin have now conducted an extensive study to investigate this claim. However, they could not verify that statins cause any antidepressive additional effects. As a result, the researchers suggest following the general guidelines and prescribing statins to help lower cholesterol, but not to manage depression. The study has now been published in the JAMA Psychiatry* journal.

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Cholesterinsenker wirken nicht antidepressiv

Fettsenker, sogenannte Statine, werden bei hohen Cholesterinwerten verschrieben, um vor Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen. Dass Statine außerdem antidepressiv wirken könnten, darauf weisen Ergebnisse kleinerer Studien hin. Dem gingen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin nun in einer kontrollierten Studie nach. Sie konnten allerdings keine antidepressiven Zusatzeffekte durch Statine nachweisen. Die Forschenden empfehlen daher die Verordnung von Statinen als Cholesterinsenker gemäß den allgemeinen Leitlinien, nicht aber zur Behandlung von Depressionen. Die Studie ist jetzt im Fachmagazin JAMA Psychiatry* erschienen.

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Wissenschaft im Gespräch: Kommunikation der Zellen

Wissenschaft im Gespräch: Mit der Kommunikation von Zellen im Organismus befasst sich der Journalist Wolfgang Heim in einer Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Michael Boutros und Dr. Josephine Bageritz. Prof. Boutros ist Sprecher des SFB 1324 „Mechanismen und Funktionen des Wnt-Signalwegs“ – einer von mehreren Sonderforschungsbereichen an der Universität Heidelberg, in denen zu grundlegenden Fragestellungen der Lebenswissenschaften geforscht wird. Diese Verbünde internationaler Spitzenforschung präsentieren sich in der Reihe „Überlebensstrategien“, die die Universität gemeinsam mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen durchführt. Beitrag acht ist als Video auf dem zentralen Portal heiONLINE abrufbar.

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Lichtsteuerung erlaubt gezielte Gewebemodellierung

Synthetische Biologie: Zwei Veröffentlichungen in Nature Communications

Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der ETH Zürich haben zusammen mit Kollegen aus Edinburgh und Freiburg neue Technologien entwickelt, mit denen sie mit Hilfe von Licht das Verhalten von Zellen hochpräzise steuern können. Die neuen Verfahren können entscheidende Fortschritte in den Bereichen Gewebezucht (engl. Tissue Engineering) und Synthetische Biologie erzielen, wie die Autoren in zwei Veröffentlichungen in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications erläutern.

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Wege durch unerforschte Gebiete – Neues Großgerät „Pathfinder“ stärkt Pharmaverfahrenstechnik an der TU Braunschweig

Das Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) der TU Braunschweig hat sein Biotechnikum um einen hochmodernen Tellerseparator der GEA Group erweitert. Mit dem kontinuierlichen Fortschritt in der biopharmazeutischen Forschung wächst auch der Bedarf an leistungsfähiger technischer Infrastruktur. Ein zentraler Prozessschritt in biotechnologischen Verfahren ist die effiziente und präzise Trennung von Zellen und Kulturüberständen, die jetzt mit dem neuen Großgerät schonend und effizient durchgeführt werden können. Damit eröffnet es neue Möglichkeiten in der Bioverfahrenstechnik und unterstützt die vollständige Abbildung der Wertschöpfungskette biotechnologischer Prozesse im Pilotmaßstab.

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Fluorescent light reveals invisible smoke at high altitudes – as currently from Canadian wildfires across Europe

Leipzig. The fluorescence lidar technology does not only enable a better determination of the origin of particles in the atmosphere. The method can also visualise particle layers that were previously practically invisible. This is the conclusion drawn by a team from the Leibniz Institute for Tropospheric Research (TROPOS) from the evaluation of 250 hours of lidar measurements over Leipzig in 2022 and 2023. The researchers had repeatedly observed very thin layers of smoke at high altitudes, which originated from forest fires in Canada but could not be seen using conventional methods.

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Fluoreszenzlicht macht unsichtbaren Rauch in großen Höhen sichtbar– wie aktuell von Kanadischen Waldbränden über Europa

Leipzig. Mit der Fluoreszenz-Lidar-Technik lässt sich nicht nur die Herkunft von Partikeln in der Atmosphäre besser bestimmen. Das Verfahren kann auch bisher praktisch unsichtbare Partikelschichten sichtbar machen. Das schlussfolgert ein Team vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) aus der Auswertung von 250 Stunden an Lidar-Messungen über Leipzig in den Jahren 2022 und 2023. Die Forschenden hatten dabei mehrfach sehr dünne Rauchschichten in großen Höhen beobachtet, die von Waldbränden in Kanada stammten, aber mit klassischen Methoden nicht zu sehen waren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schlaganfall-Nachsorge neu denken: Europäische Modelle und konkrete Perspektiven für Deutschland

Dank verbesserter Akutversorgung und strukturierter Frührehabilitation können viele Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten heute besser versorgt werden als noch vor einigen Jahrzehnten. Doch was kommt dann? Wer kümmert sich um Betroffene mit langanhaltenden Beeinträchtigungen, wenn die Klinikentlassung erfolgt ist und die Reha abgeschlossen?

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Broad-spectrum antiviral compounds discovered

An interdisciplinary research team involving the German Center for Infection Research (DZIF) has identified two antiviral drug candidates effective against a wide range of viruses. The study demonstrates how combining computer-aided modeling with laboratory validation can speed up the development of new antiviral drugs. The researchers used computer simulations to search for specific metabolic processes necessary for viral reproduction but not vital for the cell itself. Using this method, the team identified two active agents that successfully combated various viruses in initial laboratory tests. The study was recently published in the journal Communications Biology.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft