Wie ein defekter Zelltransport im Gehirn eine seltene Form der Epilepsie auslöst
28. Juni 2025
Citrat ist essenziell für den Stoffwechsel und die Entwicklung von Nervenzellen. Ein Transportprotein für Citrat in den Membranen, genannt SLC13A5, spielt dabei eine zentrale Rolle und wurde in der Vergangenheit mit einer besonders schweren Form der epileptischen Enzephalopathie in Verbindung gebracht. Wissenschaftler:innen des CeMM haben die Funktion und Struktur des Membrantransporters SLC13A5 umfassend erforscht und konnten dabei die Mechanismen dieser Erkrankung aufdecken sowie die Grundlage für eine weiterführende Erforschung der Epilepsie – und anderer Krankheiten – schaffen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht (DOI 10.1126/sciadv.adx3011).
When Tumors Turn Invasive: New Research on Ovarian Cancer
28. Juni 2025
A team of researchers led by Professor Matthias Mann at the Max Planck Institute of Biochemistry in Munich and Professor Ernst Lengyel at the University of Chicago (USA) has taken a major step toward understanding and treating low-grade serous ovarian cancer (LGSC), a form of ovarian cancer that primarily affects younger women and is largely resistant to standard chemotherapy. By combining cutting-edge Deep Visual Proteomics – a breakthrough technology pioneered by the Matthias Mann’s team – with spatial transcriptomics, the researchers uncovered how benign ovarian tumors progress into invasive and metastatic cancer, and identified a promising new treatment strategy.
Wenn Tumore invasiv werden: Neue Erkenntnisse aus der Forschung zu Eierstockkrebs
28. Juni 2025
Ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. Matthias Mann vom MPI für Biochemie in Martinsried und Prof. Ernst Lengyel von der University of Chicago, USA, hat einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung des niedriggradigen serösen Ovarialkarzinoms (LGSC) geleistet. LGSC ist einer Form von Eierstockkrebs, der vor allem bei jüngere Frauen auftritt und weitgehend resistent gegen Standard-Chemotherapien ist. Durch die Kombination der Deep Visual Proteomics-Technologie mit der räumlichen Transkriptomik, konnten die Forschenden zeigen, wie gutartige Eierstocktumoren zu invasivem und metastasierendem Krebs fortschreiten. Das Team schlägt eine mögliche neue Behandlungsstrategie vor.
Künstliches Brustgewebe, um Muttermilch zu verstehen
28. Juni 2025
Forschende der ETH Zürich entwickelten ein menschliches Modell von milchbildendem Brustgewebe mithilfe von 3D-Druck und Zellen aus Muttermilch. Im Gewebemodell produzierten die Zellen Bestandteile menschlicher Milch. Das Modell soll helfen, die Prozesse der Milchbildung besser zu verstehen.
IPK-Forschungsteam entdeckt SCEP3 als Schlüsselprotein für die Meiose
27. Juni 2025
Forschende am IPK Leibniz-Institut haben ein bisher unbekanntes Protein entdeckt, das eine zentrale Rolle bei der pflanzlichen Reproduktion spielt. Das Protein SCEP3 ermöglicht es Pflanzen, während der Meiose ihre Chromosomen – die Träger der Erbinformation – zu durchmischen und präzise zu verteilen. Dieser Prozess ist entscheidend für den Erhalt der genetischen Vielfalt. Die Ergebnisse der Studie wurden heute in der Fachzeitschrift „Nature Plants“ veröffentlicht.
Wie sich das frühe Herz entwickelt
27. Juni 2025
Der Ionenkanal PIEZO2 verarbeitet nicht nur Berührungsreize. Wie ein Team um Annette Hammes vom Max Delbrück Center in Nature Cardiovascular Research berichtet, ist er auch für das Wachstum der Herzkranzgefäße wichtig. Die Erkenntnisse könnten helfen, angeborene Herzleiden besser zu verstehen.
Gefährdete Säugetiere: Populationen auf kleinen Inseln sind genetisch gesünder
27. Juni 2025
Forschende aus München und London zeigen, dass kleinere Inseln der Schlüssel zum langfristigen Überleben seltener Säugetiere in Indonesien sein könnten.
Calcium channel in the ear: How a tiny mistake affects hearing
27. Juni 2025
Researchers at the University Medical Center Göttingen (UMG) and the Göttingen Cluster of Excellence „Multiscale Bioimaging“ (MBExC) have shown how a minimal change in a single ion channel increases the sensitivity of sensory cells in the inner ear. Even soft sounds, such as a whisper, are perceived more clearly, but can cause prolonged overloading, which can ultimately lead to long-term hearing loss. These findings deepen our understanding of how sound information is encoded in the ear. The results have been published in the journal „Science Advances“.
Kalziumkanal im Ohr: Wie ein winziger Fehler das Hören beeinflusst
27. Juni 2025
Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Göttinger Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“ (MBExC) zeigen, wie die minimale Veränderung eines einzelnen Ionenkanals die Empfindlichkeit der Sinneszellen im Innenohr erhöht. Bereits leise Geräusche wie ein Flüstern werden besser wahrgenommen, verursachen aber eine anhaltende Überlastung, die langfristig den Verlust des Gehörs begünstigen kann. Diese Erkenntnisse vertiefen das Verständnis dafür, wie Schallinformationen im Ohr verarbeitet werden. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Science Advances“ erschienen.
Further insights into the consequences of abnormal chromosome numbers
27. Juni 2025
It has been known for several years that abnormal chromosome numbers lead to protein imbalances in the affected cells. Researchers at RPTU have now investigated the detailed effects of such imbalances. Surprisingly, they found that imbalanced proteome changes impair mitochondrial function. This, in turn, could be relevant for the drug treatment of cancer. The results are published in the journal Nature Communications.
Folgen einer abnormalen Chromosomenzahl weiter entschlüsselt
27. Juni 2025
Dass eine abnormale Chromosomenzahl zu einem Proteinungleichgewicht in den betroffenen Zellen führt, ist seit einigen Jahren bekannt. Wie sich ein solches Ungleichgewicht im Detail auswirkt, haben Forschende der RPTU untersucht. Dabei haben sie überraschenderweise festgestellt, dass Proteomveränderungen die Funktion der Mitochondrien beeinträchtigen. Das wiederum könnte für die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen relevant sein. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal Nature Communications erschienen.
Unmasking hazardous compounds in cosmetics, skincare products and perfumes
27. Juni 2025
JLU scientists use new analytical methodology – Significant detection of hazardous compounds and their effects on cells
Viele unbekannte Schadstoffe in Kosmetika, Pflegeprodukten und Parfüms nachgewiesen
27. Juni 2025
JLU-Wissenschaftlerinnen nutzen neue Analysemethode – Aussagekräftiger Nachweis von Schadstoffen und deren Effekte auf Zellen
Flowering plants use a pseudoenzyme to form indole
27. Juni 2025
A catalytically inactive enzyme enables the formation of free indole for plant defense and communication.
Neu: Menopause@work – Leitfaden für Unternehmen
26. Juni 2025
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und BARMER veröffentlichen praktische Empfehlungen für Unternehmen zur Gesundheitsförderung von Mitarbeiterinnen in den Wechseljahren.
• Praxisleitfaden für Unternehmen: So lassen sich Leistung und Wohlbefinden von Mitarbeiterinnen in den Wechseljahren gezielt fördern
• Konkrete Maßnahmen gegen Fachkräftemangel: 40 Millionen Fehltage pro Jahr vermeiden
• Entwickelt von Expertin Prof. Dr. Andrea Rumler und Autorin Miriam Stein – wissenschaftlich fundiert, mit klarem Anwendungsbezug
Neue Leitlinie zu Glomerulonephritiden: Bessere Versorgung für unterschätzte Nierenkrankheit – Schäden vermeiden
26. Juni 2025
Glomerulonephritiden (GN) sind mit etwa einem Viertel die häufigste Ursache für ein Nierenversagen und somit auch für eine lebenslange Dialyse oder Nierentransplantation. Dabei sind diese meist autoimmunbedingten Nierenentzündungen oft behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und mit modernen Medikamenten therapiert werden. Um die Versorgung zu verbessern, liegt nun erstmals eine S3-Leitlinie mit strukturierten, evidenzbasierten Empfehlungen vor (1). Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften * sowie Patientenvertreterinnen und -vertretern entwickelt.
Membran oder Stoffwechsel, was war zuerst da?
26. Juni 2025
LMU-Forschende zeigen einen möglichen Mechanismus für Stoffwechselprozesse ohne Zellmembranen in wassergefüllten Poren.
Die Rolle des Darmmikrobioms bei Erkrankungen: Leopoldina-Vorlesung des Ernährungswissenschaftlers Dirk Haller
26. Juni 2025
Als Mikrobiom wird die Gesamtheit der Mikroorganismen bezeichnet, die den menschlichen Körper besiedeln – sowohl innen als auch außen. Der größte Teil davon befindet sich im Darm. Das Darmmikrobiom ist, ähnlich wie ein Organ, von zentraler Bedeutung für die Gesundheit. In einem Vortrag an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gibt Prof. Dr. Dirk Haller, Professor für Ernährung und Immunologie an der TU München, Einblicke in dieses „Organ“ der besonderen Art und erläutert die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mikrobiom, Ernährung, Immunsystem und Erkrankungen. Zuvor erhalten neue Mitglieder der Leopoldina ihre Mitgliedsurkunden.
How excessive fat tissue affects our blood vessels – new insights into vascular health in obesity
26. Juni 2025
Obesity plays a crucial role in how severely blood vessels are damaged – and this depends on where excessive fat accumulates in the body. This is the finding of a research team from the German Centre for Cardiovascular Research (DZHK) and the University Medical Center Göttingen (UMG), working together with international collaborators.
„Schrumpfende“ Dorsche: Wie der Mensch das Erbgut der Fische verändert
26. Juni 2025
25.06.2025/Kiel. Überfischung dezimiert nicht nur Bestände, sie greift auch in das Erbgut von Fischen ein. So sind Dorsche in der zentralen Ostsee heute nicht nur seltener, sondern auch deutlich kleiner als früher. Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass die Tiere deutlich langsamer wachsen, und sie konnten diese Veränderung auch im Erbgut der Fische nachweisen. Intensive Fischerei hat Auswirkungen auf die Genome überfischter Bestände – mit langfristigen Folgen für ihre Entwicklung. Die Ergebnisse werden heute in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.
“Shrinking” Cod: How Humans have altered the Genetic Make-Up of Fish
26. Juni 2025
25 June 2025/Kiel. Overfishing not only depletes fish stocks — it also alters the genetic blueprint of marine life. In the central Baltic Sea, cod (Gadus morhua) have not only become scarcer, but also significantly smaller than in the past. Researchers at the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel have now shown for the first time that Eastern Baltic cod grow markedly more slowly than they once did, and that this change is reflected in their genome. Intensive fishing pressure triggers genetic responses in overexploited stocks, with long-term implications for their future development. The findings are published today in the journal Science Advances.
Preisausschreibungen der DGNI: Nachwuchsförderungspreis, Zukunftspreis, Pflege- und Therapiepreis, NeuroIntensivpreis
26. Juni 2025
Die Bewerbung für die DGNI-Preisausschreibungen läuft! Arbeiten Sie an einem innovativen Forschungsprojekt in der NeuroIntensivmedizin? Oder an einem Projektthema, bei dem eine patientenorientierte Pflege und Therapie in der NeuroIntensivmedizin im Vordergrund steht? Oder an einer neuen Technologie für Neuromonitoring, Data Mining oder künstliche Intelligenz, die in der NeuroIntensivmedizin angewandt werden kann? Dann können Sie sich für einen der ausgeschriebenen Preise bewerben, die auf der nächsten Jahrestagung, der ANIM 2026 – Arbeitstagung Neurointensivmedizin, 04.02.2026 bis 09.02.2026 in Dortmund –, feierlich überreicht werden.
Experteninterview: Angehörigenberatung in NeuroIntensivstation und Frühreha – Krankheit betrifft die ganze Familie!
26. Juni 2025
Wenn ein Familienangehöriger wegen einer schweren Schädigung des Gehirns behandelt werden muss, ist das auch für die Angehörigen eine schwierige Situation, die meistens unvorbereitet eintritt. Für Angehörige von Patienten auf der Neurointensivstation und in der Frührehabilitation kann es sehr hilfreich sein, einen Angehörigenberater als Hauptansprechpartner an ihrer Seite zu haben. Dr. med. Volker Ziegler, Klinik für neurologische Frührehabilitation und neurologische Intensivmedizin Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, gibt mit seinem Team Einblicke, wie Angehörige von der Aufnahme über den Klinikaufenthalt bis hin zur Entlassung in Therapie und Betreuung persönlich einbezogen werden können.
Educational Research Volume on the Covid-19 Pandemic Now Available in English: A Focus on Children’s and Adolescents
26. Juni 2025
The edited volume School in Distance – Childhood in Crisis is now available in English through Springer. The publication fills a major research gap by shedding light on how children, adolescents, and their families view their experiences of the Covid-19 pandemic.
Steuererhöhungen auf Tabak- und Nikotinprodukte: Aktionsbündnis fordert konsequentere Tabakkontrolle in Deutschland
25. Juni 2025
Deutschland setzt mit seiner mangelhaften Tabakkontrolle viele Menschenleben aufs Spiel – gibt jedoch im Gesundheitssystem viel Geld aus, um Menschenleben zu retten. Deshalb fordern das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) mit seinen 20 Mitgliedsorganisationen, darunter die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung (DLS), mehr Tabakkontrolle in Deutschland ab sofort durchzusetzen. Dazu zählen ein konsequenter Nichtraucherschutz, Förderung von Hilfsangeboten zum Rauchstopp, verbesserter Jugendschutz sowie ein Aromenverbot für E-Zigaretten.