Outdoor-Sport: Das ist wichtig bei starker Hitze und hoher UV-Belastung

Bewegung und Sport sind auch bei Hitze wichtig. Doch was müssen Sportler bei Extrem-Temperaturen und hoher UV-Belastung beachten? Darüber referiert Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Osnabrück, auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lost in translation: New vulnerability of the aging brain discovered

An international research team involving the Leibniz Institute on Aging – Fritz Lipmann Institute (FLI) in Jena, the Scuola Normale Superiore Pisa, and Stanford University has discovered that in the aging brain, certain proteins are lost even though their mRNA blueprints remain intact. The reason for the loss is not increased degradation, but rather a manufacturing error: ribosomes get stuck on sections rich of basic amino acids, preventing the production of important proteins needed for DNA repair and ribosome assembly. This finding provides new insights into brain aging and neurodegenerative diseases.

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„Lost in Translation“: Neue Schwachstelle des alternden Gehirns entdeckt

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Jenaer Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI), der Scuola Normale Superiore Pisa und der Stanford University hat entdeckt, dass im alternden Gehirn bestimmte Proteine verloren gehen – obwohl ihre mRNA-Baupläne weiterhin vorhanden sind. Die Ursache ist kein verstärkter Abbau, sondern ein Fehler bei der Herstellung: Ribosomen geraten bei Abschnitten, die reich an basischen Aminosäuren sind, ins Stocken, sodass wichtige Proteine, etwa die für die DNA-Reparatur und den Aufbau der Ribosomen, nicht mehr produziert werden. Diese Störung liefert neue Einblicke in die Gehirnalterung und neurodegenerative Erkrankungen.

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An Bord – HHU-Studierende auf Forschungsfahrt mit der FS Heincke

Biologiestudium

Das Biologiestudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) findet nicht nur im Hörsaal statt, sondern auch auf hoher See. Im April 2025 unternahmen sechs Bachelor- und Masterstudierende eine Forschungslehrfahrt auf der FS Heincke, einem Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Zusammen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Bremerhaven und München lernten sie, wie Forschungsarbeit auf den Decksplanken aussieht.

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FAU: Hoffnungsschimmer für Long-COVID-Betroffene

Ergebnis der reCOVer-Studie: Medikament BC007 lindert Erschöpfung

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Standard-Test alleine reicht nicht aus, um Tuberkulose bei Immungeschwächten vorherzusagen

In vielen Teilen Europas ist Tuberkulose selten, doch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – etwa nach Organtransplantation oder bei einer HIV-Infektion – kann diese bakterielle Infektion nach wie vor sehr gefährlich sein. Standard zur Diagnose ist oft der „QuantiFERON-TB-Gold-Plus“-Test, der bei immungeschwächten Patienten allein jedoch nur geringe Aussagekraft hat. Das zeigte nun eine im Fachjournal The Lancet Regional Health – Europe veröffentlichte Studie aus elf Ländern, die von Martina Sester, Professorin für Immunologie an der Universität des Saarlandes und Christoph Lange, Medizinischer Direktor am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum geleitet wurde.

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European XFEL reveals quantum fluctuations in complex molecules

Due to the Heisenberg uncertainty principle of quantum physics, atoms and molecules never come completely to rest, even in their lowest energy state. Researchers at European XFEL in Schenefeld near Hamburg have now been able to directly measure this quantum motion in a complex molecule for the first time. For this, however, as they report in the journal Science, they had to make the molecule explode in the process.

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European XFEL macht erstmals Quantenfluktuationen in komplexen Molekülen direkt sichtbar

Aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation der Quantenphysik kommen Atome und Moleküle selbst im niedrigsten Energiezustand nie ganz zur Ruhe. Forschende am European XFEL in Schenefeld bei Hamburg haben diese Quantenbewegung nun erstmals in einem komplexen Molekül direkt messen können. Dabei mussten sie das Molekül allerdings zerbersten lassen, wie sie im Wissenschaftsmagazin Science berichten.

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Bevölkerungsgeschichte der Südkaukasus Region

Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland, Georgien, Armenien und Norwegen hat die alte DNA von 230 Individuen aus 50 archäologischen Fundstätten in Georgien und Armenien analysiert. Im Rahmen des Max Planck-Harvard Research Center for the Archaeoscience of the Ancient Mediterranean, das gemeinsam von Johannes Krause, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, und Philipp Stockhammer, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, geleitet wird, rekonstruiert diese Studie die genetischen Interaktionen der Populationen im Südkaukasus im Laufe der Zeit bis hinunter auf die Ebene der individuellen Mobilität.

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Es kommt nicht nur auf die Größe an

Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Universität Turku stellt die traditionelle Annahme einer universal gültigen männlichen Dominanz bei Säugetieren infrage. Die Analyse von Daten aus drei Jahrzehnten über in freier Wildbahn lebende Berggorillas zeigt, dass deren Hierarchien, die lange Zeit als streng männlich dominiert galten, gar nicht so eindeutig sind. Die Ergebnisse verdeutlichen die Komplexität der Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern bei Menschenaffen und deuten darauf hin, dass das Patriarchat beim Menschen eher ein kulturelles Konstrukt als ein Erbe der Primaten ist.

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Fachkompetenz und Teamgeist: Angebote für Fortbildung und Vernetzung in der multidisziplinären Parkinsonversorgung

Parkinson ist eine progressive neurologische Erkrankung mit vielfältigen motorischen und nicht-motorischen Symptomen. Die individuelle und ganzheitliche Behandlung erfordert eine enge Kooperation von Fachdisziplinen wie Neurologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Pflege. „Die koordinierte Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen kann die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern“, betont Prof. Kathrin Brockmann, erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e. V. Die medizinische Fachgesellschaft unterstützt gezielt Initiativen, welche die multidisziplinäre Versorgung stärken.

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Sonnenenergie für die Spitzenmedizin

Uniklinikum Dresden nimmt eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb. | Anlage auf Haus 130 speist Energie direkt in den Stromkreislauf des OncoRay ein. | Energiemanagement definiert Flächen im Klinikum, um weitere PV-Anlagen zu errichten.

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How immune cells communicate to fight infections and cancer

An interdisciplinary team of scientists from the Berlin Institute of Health at Charité (BIH), the Max Delbrück Center, the German Cancer Research Center (DKFZ), the Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine (HI-STEM) and Queen Mary University of London, UK, has developed a technology to decode immune cell communication. By measuring interactions between cells, the method offers insights into how the human body fights viral infections, how malfunctions can lead to autoimmune diseases and why immunotherapies work for some people but not others.

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Wie Immunzellen kommunizieren, um Infektionen und Krebs zu bekämpfen 

Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), des Max Delbrück Center, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine (HI-STEM) und der Queen Mary University of London, UK, hat eine Technologie zur Entschlüsselung der Immunzell-Kommunikation entwickelt. Damit lässt sich aus der Interaktion der Immunzellen ablesen, wie der menschliche Körper Virusinfektionen bekämpft, inwiefern Fehlfunktionen zu Autoimmunerkrankungen führen und warum Immuntherapien bei manchen Menschen wirken und bei anderen nicht.  

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Fighting infections with the power of the microbiome

DZIF funds HZI project to develop a living biotherapeutic

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit der Kraft des Mikrobioms gegen Infektionen

DZIF fördert HZI-Projekt zur Entwicklung eines lebenden Biotherapeutikums

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Dem größten Huhn Europas auf der Spur

Am 1. August begann die diesjährige Erhebungsphase im Rahmen des bayernweiten Auerhuhn-Monitorings. Bis Ende Oktober werden bayernweit erneut die Vorkommen der größten europäischen Art unter den Rauhfußhühern erfasst. Erstmals können die Aufnahmen dabei mithilfe einer eigens für das Auerhuhn entwickelten App direkt digital erfasst werden, was die Datenerhebung vor Ort erleichtert und vereinheitlicht. Ziel ist es, langfristig einen Bestandstrend dieser seltenen, streng geschützten Art zu ermitteln und Veränderungen der Lebensräume zu erkennen und einzuordnen.

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Einsamkeit bei der Prävention besser mitdenken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals einen Bericht über Einsamkeit und ihre Folgen herausgegeben. Demnach birgt der tief empfundene, unfreiwillige Kontaktmangel unter anderem erhebliche Risiken für die Gesundheit. „Das Thema Einsamkeit und seine Folgen wird in Deutschland über die Generationen hinweg noch unterschätzt“, ist Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), sicher. Sie fordert, das mögliche Vorliegen von Einsamkeit bei der Prävention stärker zu berücksichtigen.

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How Molecules Break and Form Bonds

European XFEL has succeeded in observing the formation of new bonds in individual molecules using extremely short X-ray flashes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Moleküle Bindungen knüpfen und lösen

Am European XFEL ist es nun gelungen, mit extrem kurzen Röntgenblitzen das Entstehen neuer Bindung in einzelnen Molekülen zu beobachten.

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THWS-Stipendiatin Dalia Mahdy schließt Promotion erfolgreich ab und verstärkt das Team des TTZ in Bad Kissingen

THWS-Promotionsstipendium überbrückt Finanzierungslücken für Nachwuchswissenschaftler

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EU Organic Label: Better When It Says “Organic”

To positively influence purchase decisions, sustainability labels must convey a clear signal rather than remain abstract. Using the EU’s “Green Leaf” organic logo as an example, researchers from the universities of Bonn, Newcastle (UK) and Corvinus (Hungary) demonstrate that simple design tweaks reduce consumers’ uncertainty, bolster their trust in the products, and thus increase their willingness to buy. The two‑study-paper appears in the journal „Agribusiness“ and is already available online.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

EU-Bio-Siegel: Besser, wenn „Bio“ draufsteht

Um Kaufentscheidungen positiv zu beeinflussen, sollten Nachhaltigkeitslabels ein klares Signal setzen und nicht abstrakt sein. Am Beispiel des „Green Leaf“, des Bio-Siegels der EU, zeigen Wissenschaftlerinnen der Universitäten Bonn, Newcastle (Großbritannien) und Corvinus (Ungarn), dass einfache Änderungen des Designs die Unsicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher verringert, ihr Vertrauen in die Produkte stärkt und damit die Kaufbereitschaft erhöht. Das auf zwei Studien basierende Paper wird im Wissenschaftsjournal „Agribusiness“ veröffentlicht; es ist bereits vorab online zugänglich.

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Nikotin in Berliner Gewässern

Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben verschiedene Berliner Gewässer auf Nikotin untersucht. Sie fanden es in jeder Wasserprobe, jedoch schwankten die Konzentrationen stark; zwischen 7 und etwa 1.500 Nanogramm pro Liter. Das Nikotin aus weggeworfenen Kippen gelangt vor allem über Starkregen und die Kanalisation in die Gewässer: In Gewässern mit Kanalisationsanschluss waren die Konzentrationen im Schnitt etwa doppelt so hoch wie in Gewässern ohne Kanalisationseinleitungen. Niederschläge führten zu einem Anstieg des Nikotins, insbesondere in Kanälen, wo die Konzentrationen daraufhin bis zu 16-mal höher waren.

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Neue S3-Leitlinie zu Speicheldrüsentumoren veröffentlicht

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes veröffentlicht. Von der Diagnostik über die chirurgische Therapie bis hin zur molekularen Klassifizierung – die neue Leitlinie bietet Handlungsempfehlungen für die bestmögliche Behandlung von Patient*innen mit Speicheldrüsentumoren. Die S3-Leitlinie entstand unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNOKHC) und der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) sowie unter Mitwirkung von 14 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft