DNAzymes for a pioneering cancer therapy

Biology: Federal Ministry of Research, Technology and Space funds new research project

The Federal Ministry of Research, Technology and Space (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – BMFTR) is funding a promising new therapy approach to fighting cancer at Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU). In the “DNAmazing” project, the team headed by Dr Manuel Etzkorn is collaborating with Professor Dr Philipp Lang from University Hospital Düsseldorf (UKD) to develop a highly selective therapeutic agent and found a new company to get it into clinical trials. The funding totals 3.2 million euros over a period of two and a half years.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bluthochdruck im Fokus: EU-„Safe Hearts Plan“ und neue Aufklärungsmaterialien der Hochdruckliga

Mit dem „Safe Hearts Plan“ setzt die Europäische Kommission seit Dezember 2025 einen klaren Schwerpunkt auf die Prävention, Früherkennung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – der häufigsten Todesursache in der EU. Hypertonie wird darin als zentraler und zugleich häufig unentdeckter oder unzureichend kontrollierter Risikofaktor hervorgehoben. Prognosen zufolge könnten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zum Jahr 2050 ohne gezielte Gegenmaßnahmen um bis zu 90 Prozent zunehmen. Vor diesem Hintergrund intensiviert die Deutsche Hochdruckliga ihre Aktivitäten zur Prävention und stellt neues Informationsmaterial zur Verfügung, das Betroffene und Fachkreise praxisnah unterstützt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie verändern Weltraumflüge den Organismus? Bioinformatiker werten dafür Geninformationen aus

In der Weltraumforschung sind bemannte Missionen zum Mond und mittelfristig auch zum Mars geplant. Wie sich ein längerer Aufenthalt im All auf den Organismus auswirkt, wird daher auf der Raumstation ISS erforscht. Ein Team um Bioinformatiker Andreas Keller an der Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit Kollegen der Stanford University untersucht, wie sich bei einem Weltraumflug der Austausch von Geninformationen im Inneren von Zellen verändert. Ihre Erkenntnisse haben sie im renommierten Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Woher kommt die Nahrung für Algen auf dem grönländischen Eis?

Die Arktis erwärmt sich viermal schneller als der Rest unserer Erde. Das von den grönländischen Eispanzern abschmelzende Eis trägt erheblich zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Ein wichtiger Faktor dabei: pigmentierte Algen auf dem Eis. Sie verdunkeln die Gletscher-Oberfläche, reduzieren also die Albedo, und beschleunigen so die Gletscherschmelze. Zwei aktuelle Studien unter Beteiligung von GFZ-Forschenden zeigen nun, dass sowohl das unterliegende Eis als auch Mineralstaub aus der Umgebung genug Nährstoffe liefern können, damit die Algen jeden Sommer blühen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Effiziente „Horizonterweiterung“ für Chatbots: Sequenzmodelle profitieren von dosierter Nichtlinearität

– Chatbots wie ChatGPT basieren auf Machine Learning-gesteuerten Sequenzmodellen
– Für die Qualität der Anwendungen ist die Art des Modells entscheidend
– Forschende belegen: bei der Verarbeitung kontextbezogener Zusammenhänge übertrafen Modelle mit dosierter Nichtlinearität rein lineare und vollständig nichtlineare Modelle
– Die Integration dosierter Nichtlinearität wird als allgemein nützliches Designprinzip für daten-effiziente Sequenzmodelle angesehen
– Für die Analyse neuronaler Aufzeichnungen sind die Ergebnisse ebenfalls relevant: hier können kombinierte Modelle nicht nur Verhalten vorhersagen, sondern auch grundlegende Berechnungsprinzipien des Gehirns aufzeigen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie erforscht man eine Gottheit?

Neues Projekt des „schwimmenden Professors“ Dr. Andreas Fath von der Hochschule Furtwangen

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Mehr Teilhabe für Menschen mit Demenz durch Lokale Allianzen

Die Vernetzung von professionellen und informellen Hilfen verbessert die Teilhabe und die Unterstützung von Menschen mit Demenz. Dies zeigt die Evaluation des Bundesprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“. Das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) hat den Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Begleitung vorgelegt. Die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebene Evaluierung analysiert die zwischen September 2020 und Dezember 2024 geförderten Netzwerke und deren Wirkungen auf die lokale Versorgungslandschaft. Die Förderung Lokaler Allianzen durch das Bundesseniorenministerium läuft noch bis Ende 2026.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

City Life Makes for Less Picky Eaters

New study reveals urban ants more willing to accept low-quality food – a potential warning sign for urban ecosystems

A new study published in the journal Urban Ecosystems has revealed that the common black garden ant (Lasius niger) behaves differently depending on whether it lives in a bustling city or the quiet countryside. The researchers, led by an international team from Ukraine, Germany, and Poland, found that urban ants are much more willing to accept low-concentration sugar solutions, which their rural counterparts typically reject. These findings suggest that the pressures of city living may be fundamentally altering their nutritional landscape.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Deutsche Leberstiftung vergibt Freistellungs-Stipendium für klinisches hepatologisches Projekt

Hannover, 9. Februar 2026 – Mit ihrem Freistellungs-Stipendium fördert die Deutsche Leberstiftung die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie. Für 2026 beschloss das Gutachterkomitee die Förderung eines multizentrischen Registers zur Hepatischen Sarkoidose.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Organspenden 2025: Universitätsklinikum Dresden deutschlandweit erneut vorn

Innovatives Tool unterstützt am Uniklinikum bei der Identifikation von potenziellen Organspendern. Öffentlichkeitswirksame Aktionen sensibilisieren und klären auf – Wirkung ist spürbar. Organspendezahlen in Deutschland auf Höchststand seit 2012 – Bedarf an Spenderorganen weiterhin hoch.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Auch Krebs-Langzeitüberlebende profitieren von gesundem Lebensstil

Auch viele Jahre nach einer Krebsdiagnose lohnt es sich, auf einen gesunden Lebensstil zu achten: Langzeit-Krebsüberlebende, die nicht rauchen, sich ausreichend bewegen und ein gesundes Körpergewicht halten, leben deutlich länger als Betroffene mit ungesünderen Gewohnheiten. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mehrsprachigkeit, Notfallknopf, größere Schrift: Was sich Senior*innen von der Betrugsradar-App wünschen

Im Rahmen eines Workshops haben Senior*innen eine von Studierenden der Universität Hildesheim entwickelte App Betrugsradar+ weiterentwickelt. Ziel der App ist es, Senior*innen zu helfen, telefonische Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen. Nun gibt es erste Ergebnisse und Impulse für die Weiterarbeit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kinder weltweit folgen Blicken nach denselben kognitiven Prinzipien

Zu erkennen, wohin andere Menschen schauen und worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten, ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Interaktion, Kommunikation und Zusammenarbeit. Dennoch beruhen viele Annahmen über universelle Aspekte sozialer Kognition bislang vor allem auf Daten aus westlichen, wohlhabenden und urbanen Gesellschaften. Eine neue Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Leuphana Universität Lüneburg erweitert diesen Blick deutlich: Es wurden mehr als 1.300 Kinder aus 17 Gemeinschaften in 14 Ländern auf fünf Kontinenten untersucht – mithilfe einer an verschiedene Kulturen angepassten Aufgabe auf dem Tablet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Extreme Witterung führt zu erhöhten Verlusten bei Wasservögeln

In Berlin werden derzeit vermehrt tote oder geschwächte Wasservögel wie Höckerschwäne und Kormorane an und in Gewässern sowie auf Eisflächen gefunden. Diese Beobachtungen sorgen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Besorgnis. Ein Teil dieser Verluste ist jedoch eine begleitende Erscheinung strenger Winterperioden und aus naturschutzfachlicher Sicht kein ungewöhnlicher Vorgang. Vor eigenständigen Rettungsversuchen von eingefrorenen Wasservögeln wird dringend gewarnt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Taxiing through the Gut: Formic Acid in the Microbiome

Researchers at Goethe University Frankfurt have discovered a surprising role for formic acid in the human gut: The small molecule acts as a kind of “taxi” for electrons – both within bacteria and, likely, also between different microorganisms. The gut bacterium Blautia luti produces formic acid as part of a metabolic trick that allows it to respond flexibly to what is available in the gut. In addition to carbohydrates, the bacterium can also metabolize toxic carbon monoxide derived from the body’s own hemoglobin degradation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit dem Taxi durch den Darm: Ameisensäure als Verbindung im Mikrobiom

Forscher der Goethe-Universität haben eine überraschende Rolle der Ameisensäure im menschlichen Darm entdeckt: Das kleine Molekül fungiert als eine Art „Taxi“ für Elektronen – sowohl innerhalb von Bakterien als wahrscheinlich auch zwischen verschiedenen Mikroorganismen. Das Darmbakterium Blautia luti bildet die Ameisensäure für einen Stoffwechseltrick, mit dem es flexibel auf das Angebot im Darm reagieren kann. Neben Kohlenhydraten kann es giftiges Kohlenmonoxid aus dem körpereigenen Hämoglobin-Abbau abbauen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Technology transfer for Corallopyronin A successfully completed with Phyton Biotech

Phyton Biotech has successfully transferred the manufacturing process for the microbial production of Corallopyronin A (CorA). CorA is a novel anti-infective agent with the potential to address neglected tropical diseases. This achievement marks a significant step forward in the Company’s specialty GMP fermentation capabilities and supports the broader clinical development program led by the University Hospital Bonn (UKB), the Helmholtz Centre for Infection Research (HZI) and the German Center for Infection Research (DZIF).

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Ceremonial handover at Leibniz-LSB@TUM: Prof. Dr. Corinna Dawid officially honored

With a ceremony in the lecture hall of the Alte Akademie in Freising, the Leibniz Institute for Food Systems Biology at the Technical University of Munich (Leibniz-LSB@TUM) yesterday, February 5, 2026, celebrated the handover of office to its Scientific Director Prof. Dr. Corinna Dawid. The event honored the change in leadership that took place in May 2025 and also marked an important institutional moment following the completion of the latest institute evaluation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Technologietransfer für Corallopyronin A mit Phyton Biotech erfolgreich abgeschlossen

Phyton Biotech hat den Herstellungsprozess für die mikrobielle Produktion von Corallopyronin A (CorA) erfolgreich übertragen. CorA ist ein neuartiger Wirkstoff gegen Infektionen, der das Potenzial hat, vernachlässigte Tropenkrankheiten zu bekämpfen. Dieser Erfolg stellt einen bedeutenden Fortschritt für die speziellen GMP-Fermentationskapazitäten des Unternehmens dar und unterstützt das umfassendere klinische Entwicklungsprogramm, das unter der Leitung des Universitätsklinikums Bonn (UKB), des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) steht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Bluttest ermöglicht tierfreundlichere Krebsforschung

Forschende der Universität Marburg entwickeln Methode zur präzisen Tumorüberwachung im Mausmodell

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Käferschnecke der Herzen: Online-Publikum gibt neuer Tiefsee-Art einen Namen

Im Rahmen einer Social-Media-Aktion haben die Senckenberg Ocean Species Alliance, der wissenschaftliche Verlag Pensoft Publishers und der Science-YouTuber „Ze Frank“ einen Namen für eine neu entdeckte Käferschnecke aus der Gattung Ferreiraella gesucht. Aus über 8.000 in den sozialen Medien eingereichten Vorschlägen wählte das Forschungsteam, das die neue Art beschrieben hat, den Namen Ferreiraella populi aus. Der lateinische Zusatz „populi“ bedeutet wörtlich übersetzt „der Menschen“ und würdigt die gemeinschaftliche Namensfindung. Die Studie, in der die neue Käferschneckenart vorgestellt wird, ist heute in der Fachzeitschrift „Biodiversity Data Journal“ erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Two accomplices in the spotlight: When the interaction between fungi and bacteria becomes a dangerous alliance

Researchers discover new co-infection strategies of Candida albicans and Enterococcus faecalis

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zwei Komplizen im Visier: Wenn das Zusammenspiel zwischen Pilz und Bakterium zur gefährlichen Allianz wird

Forschende entdecken neue Koinfektions-Strategien von Candida albicans und Enterococcus faecalis

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Increasing Pesticide Toxicity Threatens UN Goal of Global Biodiversity Protection by 2030

At the 15th UN Biodiversity Conference (COP15) in Montreal, Canada, in 2022, nations committed to reducing the risks associated with pesticide use in agriculture by 50% by 2030. A new study by a research team from RPTU Kaiserslautern-Landau, published in the journal Science, reveals that this global target is now under serious threat. Using a novel analytical method, the researchers assessed trends in pesticide toxicity worldwide and found that current trajectories fall far short of the 2030 goal. The study concludes that immediate, coordinated action across nearly all countries is essential to reverse the trend and meet the UN commitment.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zunehmende ausgebrachte Toxizität von Pestiziden gefährdet UN-Ziel eines weltweiten Biodiversitätsschutzes bis 2030

Bis 2030 die Risiken von Pestiziden, die in der Landwirtschaft ausgebracht werden, um 50 Prozent zu reduzieren, das hatten sich die Länder der Erde 2022 auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada zum Ziel gesetzt. Ein Forschungsteam der RPTU Kaiserslautern-Landau hat die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden mit einem neuen Verfahren analysiert und nachgewiesen, dass diese UN-Zielerreichung gefährdet ist. In der Studie, die im Fachmagazin Science erschienen ist, folgern die Autoren, dass nahezu alle Länder weltweit umgehend starke Anstrengungen unternehmen müssen, um das UN-Ziel noch erreichen zu können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft