Empa-Zukunftsfonds: Förderung für kühne Projekte – Chip statt Tierversuche

Mit einem Polymer-Chip und menschlichen Plazenta- und Stammzellen entwickeln Empa-Forscherinnen in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und dem Kantonsspital St.Gallen ein System für Untersuchungen zur Entwicklungstoxizität, das künftig eine echte Alternative zu Tierversuchen darstellen soll. Der Chip erlaubt Studien zum Plazenta-Transport und der Wirkung von Substanzen auf Babys im Mutterleib. Gefragt ist ein derartiges Testsystem für die Entwicklung von neuen Medikamenten oder die Risikobewertung etwa von Nanopartikeln in der Umwelt. Die Zürcher Stiftung ProCare fördert das Projekt, das kürzlich gestartet ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lebensmittelbetrug bei Fischen und Meeresfrüchten untersucht

Bundesamt veröffentlicht Ergebnisse der Operation OPSON XI

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Crown-of-thorns seastar from Red Sea is endemic species

LMU and SNSB researchers have identified coral-eating crown-of-thorns seastars in the Red Sea as distinct species that occurs only in this location.

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Dornenkronenseesterne aus dem Roten Meer sind endemische Art

LMU- bzw. SNSB-Forschende haben korallenfressende Dornenkronenseesterne im Roten Meer als eigene Art identifiziert, die ausschließlich in diesem Lebensraum vorkommt.

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10-Punkte-Paper veröffentlicht: So werden Kinder als Besuchende auf Intensivstationen besser einbezogen

Dürfen Kinder und Jugendliche Papa oder Mama, Oma oder Opa oder auch Freunde auf der Intensivstation oder in der Notaufnahme besuchen? Ist das nicht zu viel für ein Kind? All die Kabel und Schläuche? Das Bangen um Leben und Tod? Seit vielen Jahren wird hierüber kontrovers diskutiert. Typische Kontra-Argumente sind etwa, dass Kinder durch die belastenden Eindrücke traumatisiert werden könnten oder wechselseitige Infektionsgefahr besteht. Es gibt aber auch viele Hinweise darauf, dass ein Besuch unter bestimmten Bedingungen gesundheitsförderlich sein kann – für alle Beteiligten!

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Warum die Verhaltensforschung beim Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt

Wie können Klimaschutzmaßnahmen vom Menschen her geplant und kommunikativ wirksam begleitet werden? Dr. Mirjam Jenny und Prof. Dr. Cornelia Betsch von der Universität Erfurt und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin beantworten diese Frage in einem Beitrag in der heute erschienenen Artikelsammlung der Fachmagazine „Nature Human Behaviour“ und „Nature Climate Change“ unter dem Titel „Human behaviour and climate change“. Darin skizzieren sie die notwendigen wissenschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

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Am meisten zitiert – und einflussreich

Sofia Forslund, Friedemann Paul und Nikolaus Rajewsky gehören zu den meistzitierten Forschenden 2022. Das Unternehmen Clarivate erstellt jedes Jahr das Ranking besonders einflussreicher Forscher*innen. Research.com listet außerdem Klaus Rajewsky als einen der besten Wissenschaftler weltweit.

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Hohe Auszeichnung für Krebsforscherin Ulrike Stein

Ulrike Stein sucht nach Schlüsselmolekülen der Metastasierung, um sie für die Therapie solider Tumore zu nutzen und die Prognose für Krebspatient*innen zu verbessern. Die Metastasis Research Society ehrt sie dafür mit dem diesjährigen Women in Science Achievement Award.

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Ausstellung „Das Ganze der Natur“: Wissenschaft trifft Kunst

Vom mittelalterlichen „Wimmelbild“ bis zur Darstellung digital simulierter Naturphänome: Die Sonderausstellung „Das Ganze der Natur – Kräfte, Ordnungen, Grenzen“ zeigt historische und aktuelle Beispiele, die Natur sinnvoll zu ordnen und als Ganzes darzustellen. Die Verbindung wissenschaftlicher und künstlerischer Darstellungen regt zum Perspektivwechsel an. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums der Natur Hamburg und der Universität Hamburg. Sie ist vom 30. November 2022 bis 27. August 2023 im Museum der Natur Hamburg zu sehen.

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Deutscher Lebertag 2022: Weniger Alkohol – gut für die Leber

Zum Deutschen Lebertag am 20. November 2022 erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) daran, dass hoher Alkoholkonsum die Leber schwer schädigen kann. Die Leber muss aufgenommenen Alkohol abbauen. Das belastet das Organ, da es gleichzeitig für viele lebenswichtige Funktionen wie den Fett- und Zuckerstoffwechsel zuständig ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, beim Konsum von Alkohol im Limit und regelmäßig einige Zeit alkoholfrei zu bleiben. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol hilft, die Leber gesund zu erhalten.

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Kraftwerke der Zellen: Mitochondrien haben „Müllabfuhr“, um mutierte mtDNA zu entsorgen

Kölner Forschungsteam identifiziert ein molekulares Ziel, das zukünftig neue Ansätze zur Behandlung altersbedingter Erkrankungen eröffnen könnte / Veröffentlichung in „Nature Communications“

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PETN senkt das Risiko für Frühgeburten und Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Das ist das Ergebnis einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Studie des Universitätsklinikums Jena, der ersten interventionellen Studie dieser Art in der Geburtsmedizin in Deutschland. Für das primäre Studienziel, eine Mangelversorgung des Babys oder den Tod des Ungeborenen zu vermeiden, war der beobachtete positive Effekt statistisch nicht signifikant.

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Neue Entwicklungen im Gesundheitssystem

Prof. Dr. Dr. Philipp Plugmann von der SRH Hochschule für Gesundheit ist Mitherausgeber eines neuen Sammelbandes zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Gesundheitswesen.

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FAU biologist discovers evidence for intentional communication in female putty-nosed monkeys

Female putty-nosed monkeys deliberately use alarm calls to recruit males to defend the group. This is the conclusion reached by Claudia Stephan, an evolutionary biologist at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), together with colleagues from the Wildlife Conservation Society after conducting observations in the Republic of the Congo. The females kept up their chirping calls until the male took action to defend the group against the predator. This is the first time that intentional vocalization such as this has been observed in the animal kingdom. The researcher has now published her findings in the scientific journal “Animal Behavior and Cognition“.

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Neue Methode enthüllt Kohlenstoffverteilung im Südlichen Ozean

Ozeane und insbesondere die Tiefenwasserzirkulation im Südlichen Ozean spielen und spielten eine wichtige Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Mittels Karbonat-Ionen-Konzentration in Tiefsee-Sedimenten können Forschende abbilden, wie viel Kohlenstoff in der Tiefsee gespeichert war. Dazu hat ein internationales Team, unter anderem vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology eine neue Methode angewandt, um die Art der Kohlenstoffspeicherung zu bestimmen. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal Nature Communications erschienen.

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Gute Lehre in Pandemiezeiten: Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2023 ausgeschrieben

Berlin, Bad Honnef, Frankfurt, 15. November 2022. Bereits zum zehnten Mal loben der Stifterverband, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland den Ars legendi-Fakultätenpreis für Mathematik und Naturwissenschaften aus. Der Preis wird jährlich in den vier Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5000 Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden für ihre herausragenden, innovativen und beispielgebenden Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung ausgezeichnet. Bewerbungsschluss ist der 30. Januar 2023.

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Hominiden in der frühen Altsteinzeit haben bereits vor 780.000 Jahren Fisch gekocht

Fischzähne der archäologischen Fundstelle Gesher Benot Ya’aqov in Israel liefern den frühesten Hinweis auf das Garen von Nahrungsmitteln durch unsere Vorfahren

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Discovery in Parkinson’s research: Lipids influence the formation of protein clumps

After Alzheimer’s, Parkinson’s is the most common neurodegenerative disease in the world. More than six million people worldwide suffer from it. In this disease, alpha-synuclein proteins form thread-like structures called fibrils. When these fibrils clump together, they probably damage nerve cells. A research team has now shown for the first time how lipids bind to the fibril surface and influence the arrangement of the synuclein proteins within the fibrils. As it demonstrated, the drug candidate anle138b binds into a tube-shaped hole inside such a lipidic fibril. The researchers’ findings could open new approaches to diagnosing and treating Parkinson’s disease.

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Neue Erkenntnis in der Parkinson-Forschung: Lipide beeinflussen Aufbau von Protein-Verklumpungen

Nach Alzheimer ist Parkinson die weltweit häufigste neurodegenerative Erkrankung. Bis zu 400.000 Betroffene leiden allein in Deutschland daran. Dabei lagern sich fehlerhafte Alpha-Synuklein-Proteine zu faserartigen Strängen zusammen. Wenn diese sogenannten Fibrillen verklumpen, schädigen sie vermutlich Nervenzellen. Forschende haben nun gezeigt, wie Lipide an der Fibrillen-Oberfläche binden und die Anordnung der Synuklein-Proteine innerhalb der Fibrillen beeinflussen. Sie wiesen zudem nach, wie der Wirkstoffkandidat anle138b in eine Röhre im Innern einer solchen lipidischen Fibrille bindet. Die Erkenntnisse könnten neue Ansätze eröffnen, um Parkinson zu diagnostizieren und zu behandeln.

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Silikonschwamm spürt unbekannte Bakterien auf

Vom Darm bis zum Meeresgrund: Mikroorganismen bevölkern nahezu jeden Lebensraum. Für die Biotechnologie birgt die Vielfalt ihrer Überlebensstrategien großes Potenzial. Die Mehrheit dieser Organismen ist jedoch unbekannt, weil sie sich nicht kultivieren lassen. Um diese „Mikrobielle Dunkle Materie“ besser nutzbar zu machen, hat ein Forschungsteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun einen „Schwamm“ aus porösem, formbarem Silikon entwickelt. Eingebettet in einem Chip saugt sich das Material mit den Mikroorganismen aus der Umgebung voll – die dann für die weitere Forschung zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse wurden in ACS – Applied Material and Interfaces publiziert.

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Certified Phage Research in Braunschweig

As the first institute in Germany, the Leibniz Institute DSMZ has received the GMP certificate according to the country’s Medicines Act – the highest recognition within the sector of pharmaceutics. The DSMZ received the certificate for the DNA-sequencing of therapeutic phages

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Neue Aspekte der Oberflächenbenetzung

Wenn eine Oberfläche nass wird, spielt dabei auch die Zusammensetzung der Flüssigkeit eine Rolle. Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) fanden heraus, dass die Phasentrennung innerhalb der benetzenden Flüssigkeit die Ausbreitungsdynamik direkt beeinflusst. Ihre Erkenntnisse könnten für verschiedene Bereiche von Bedeutung sein, darunter Zellbiologie und Halbleiterherstellung. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

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New aspects of surface wetting revealed

When a surface is getting wet, also the composition of the liquid plays a role in the wetting process. Researchers from the Max Planck Institute for Dynamics and Self-Organization (MPI-DS) found that phase separation within the wetting liquid directly affects the dynamics of spreading. Their findings may be important in various applications, including tissue engineering, biology and semiconductor manufacturing. The study was recently published in the scientific journal PNAS.

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Tumorentstehung: Was erste Läsionen in der Bauchspeicheldrüse verraten

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) weist trotz langjähriger Forschung noch immer eine schlechte Prognose auf. Neben der Erforschung wirksamer Medikamente kann auch eine bessere Früherkennung dazu beitragen, die Prognose von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Schon vor der eigentlichen Erkrankung werden häufig sogenannte Vorläuferläsionen sichtbar.

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Gut und schön: Biodiversität von Wiesen- und Weideflächen kann Gewinn für Natur, Landwirtschaft und Tourismus sein

Ein internationales Team um die Senckenberg-Forscher*innen Dr. Gaëtane Le Provost und Dr. Peter Manning hat in einer langangelegten Studie nachgewiesen, wie wichtig die Biodiversität von Wiesenflächen für ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen und unterschiedliche Interessengruppen ist, vom Tourismus bis zur Landwirtschaft. Die jetzt in der Zeitschrift „Nature Ecology & Evolution“ erschienene Studie weitet dabei erstmals den Blick auf insgesamt 16 Ökosystemleistungen – von ökologisch bis kulturell – und betrachtet die Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Wiesen- und Weideflächen im großen Maßstab.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft