DGTHG und Abbott Medical verleihen Josef Koncz-Preis 2023

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verlieh, gemeinsam mit Abbott Medical, im Rahmen der 52. Jahrestagung 2023 in Hamburg, den mit 5.000 Euro dotierten Josef Koncz-Preis an Dr. rer. nat. Jessica Isabel Selig (35), Nachwuchsgruppenleiterin ‚Cardiac Tissue Engineering with Automated Bioreactor Systems’ an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf, für ihre Arbeit Crosstalk of Diabetic Conditions with Static Versus Dynamic Flow Environment—Impact on Aortic Valve Remodeling.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Autophagy: The molecular regulation of self-eating

Autophagy, or “self-eating”, is an essential cellular quality control mechanism that clears the cell of protein aggregates and damaged organelles. This mechanism is inactive under normal conditions and only triggered upon persistent cellular stress. Researchers from the Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) of the Austrian Academy of Sciences and the Max Perutz Labs uncover a molecular switch that regulates autophagy in plants. Combining evolutionary analysis with a mechanistic experimental approach, they demonstrate that this regulatory mechanism is conserved in eukaryotes. The findings were published on February 10th in the EMBO Journal.

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Zelluläre Müllabfuhr: Wie der “Selbstverzehr” molekular reguliert wird

Autophagie oder „Selbstverzehr“ ist ein wichtiger zellulärer Qualitätskontrollmechanismus zur Beseitigung von Proteinaggregaten und beschädigten Zellteilen. Dieser Mechanismus ist unter normalen Bedingungen inaktiv und wird erst bei anhaltendem Zellstress aktiviert. Forschende des Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Max Perutz Labs haben einen molekularen Schalter entdeckt, der die Autophagie in Pflanzen reguliert. Sie zeigten, dass dieser Regulationsmechanismus in Eukaryoten konserviert ist. Die Ergebnisse wurden im EMBO Journal veröffentlicht.

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Europäisches Exzellenznetzwerk bereitet junge Frauen und Männer auf eine Zukunft in der Spitzenforschung vor

Zwei Doktoranden forschen im Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerk „MonoGutHealth“ am FBN

Daria De Leonardis (27) und Oyekunle John Oladosu (30), zwei Nachwuchswissenschaftler aus Italien und Nigeria, gehören zu den elf Doktorandinnen und Doktoranden des innovativen Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerks „MonoGutHealth“.

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ZMT-Doktorandin Lisa Röpke im Finale von Fotowettbewerb der Royal Photographic Society

Korallensiedler auf 3D-Druck

ZMT-Doktorandin Lisa Röpke erreicht Finale von Fotowettbewerb der renommierten Royal Photographic Society

Mit einem futuristisch anmutenden Bild winziger Korallensiedler schaffte es die Bremerin Lisa Röpke, Doktorandin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), ins Finale eines Fotowettbewerbs der britischen Royal Photographic Society (RPS). Die berühmte Gesellschaft für Fotografie wurde 1853 in London gegründet und zählt zu den ältesten Organisationen ihrer Art weltweit.

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Schluckimpfung aus Vulkanregionen

Die Erfolgsgeschichte der Covid-19-Impfung mit einer mRNA-Technologie soll ein Wirkstoff, der nicht gespritzt, sondern einfach geschluckt wird, noch einmal erheblich verbessern. Mit rund drei Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz dieses Projekt, das die Unternehmen BianoGMP, IFB, Ionovation und CAM-D Technologies, sowie das außeruniversitäre Forschungsinstitut iba und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) bis Ende 2025 umsetzen wollen. Die wichtigsten Mitglieder in diesem Entwicklungsteam aber sind Mikroorganismen, die normalerweise in Vulkangebieten leben.

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Forschung an (noch) lebenden Teilen der Lunge

Prof. Dr. Stéphane Collaud von der Universität Witten/Herdecke kann neue Medikamente und Chemotherapie außerhalb des Körpers testen.

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Wie verändert sich die biologische Vielfalt weltweit? Genaue Trends zu erkennen ist derzeit kaum möglich

Die verfügbaren Monitoringdaten sind wohl zu unpräzise, um verlässliche globale Durchschnittswerte aus den Trends der lokalen Artenvielfalt errechnen zu können. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Forschenden empfehlen, den Wandel der biologischen Vielfalt vorrangig auf lokaler und regionaler Ebene zu bewerten statt diesen global darzustellen. Sie raten zu standardisierten Monitoringprogrammen, ergänzt durch Modelle, die Messfehler und räumliche Ungenauigkeiten berücksichtigen. Die Studie wurde in Ecography veröffentlicht.

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Wie Patientendaten Kranken und Forschenden helfen

FAU-Expertenkommentar über praktischen Nutzen der Medizininformatik-Initiative

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Tarifverständigung am Universitätsklinikum Dresden

Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden haben sich auf ein Tarifergebnis 2023 für das nicht-ärztliche Personal verständigt. Demnach wird es vorbehaltlich der Gremienzustimmung am Universitätsklinikum nicht nur Entgeltsteigerungen geben, sondern auch tarifliche Reglungen zur Entlastung. Damit konnten deutlich verbesserte Einkommens- und Arbeitsbedingungen für das Jahr 2023 vereinbart werden.

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Stiftung-Schmieder-Preis 2022: Studie zur Gliedmaßen-Apraxie

Am 27. Januar 2023 wurde Sarah Stoll, Promotionsstudentin an der Universität Konstanz, mit dem Stiftung-Schmieder-Preis 2022 ausgezeichnet. Ihre Arbeit mit dem übersetzten Titel „100 Jahre nach Liepmann – Läsionskorrelate von Defiziten in der Auswahl und im Gebrauch bekannter und neuartiger Werkzeuge“ untersucht Verhaltensdaten und Gehirnregionen, die mit der Gliedmaßen-Apraxie assoziiert sind. Erstmalig im Rahmen des Neujahrsempfangs des Alumni-Vereins der Universität Konstanz überreichte Dr. Dagmar Schmieder, Stiftungsvorstand der gemeinnützigen Stiftung Schmieder für Wissenschaft und Forschung, den Preis.

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Salz kappt die Energiezufuhr der Immunregulatoren

Wer zu viel Salz isst, schwächt die Energieversorgung von regulatorischen T-Zellen. Das kann sich auf Autoimmunität auswirken, berichtet ein internationales Team – darunter Dominik Müller – in „Cell Metabolism“. Denn wenn sie lahm gelegt sind, können Immunreaktionen aus dem Ruder laufen.

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Zikaden beim Saugen zuschauen, um Pflanzen zu schützen

Die Insekten können das gefährliche Feuerbakterium auf Reben übertragen. Forschende des JKI analysieren Fraßverhalten, um Risiko für den Weinbau zu ermitteln.

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Wie aus Riesen Zwerge wurden

Bei in leeren Schneckenhäusern brütenden Buntbarschen gibt es zwei verschieden grosse Männchentypen: winzige und riesige. Forschende der Universität Bern und der Universität Graz haben nun die Genome der weiblichen und männlichen Buntbarsche analysiert und fanden heraus, wie die Grössen im Zusammenhang mit dem Geschlecht der Fische genetisch festgelegt werden.

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Wie konnte der Mensch ein so großes Gehirn entwickeln?

In Jäger- und Sammlergesellschaften bilden bereits Kinder geschlechtsspezifische Fähigkeiten zur Nahrungssuche aus, um besondere Nahrung verfügbar zu machen. Diese Errungenschaft sowie das Teilen von Nahrung könnte es der menschlichen Spezies ermöglicht haben, ein wesentlich größeres Gehirn zu entwickeln als unsere nächsten lebenden Verwandten. Eine stabilere Energie- und Nährstoffversorgung könnte eine größere Investition in das Gehirn ermöglicht haben. Die Studie wurde in der Zeitschrift Frontiers in Ecology and Evolution veröffentlicht.

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Mission to beat rare cancers

Only one in 100,000 people suffer from a pheochromocytoma, a tumor of the adrenal gland. If the tumor has already metastasized, a radioactive compound can be used to detect malignant cells that have spread to other parts of the body, and to irradiate them from the inside. However, the preparation containing the beta emitter Lutetium-177 can only bind to the tumor if it has sufficient target molecules, which is not always the case. By administering two approved drugs prior to therapy, a research group at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) has succeeded in increasing the number of target molecules for radionuclide therapy in a mouse model, delaying tumor growth.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mission: seltene Krebserkrankungen

Von 100.000 Menschen erkrankt lediglich eine Person an einem Phäochromozytom, einem Tumor der Nebenniere. Hat solch ein Tumor bereits Metastasen ausgebildet, kann ein radioaktives Präparat die im Körper gestreuten, bösartigen Zellen aufspüren und von innen bestrahlen. Nicht jeder Tumor präsentiert jedoch genügend Zielmoleküle für die Radionuklid-Therapie. Dann reicht die Strahlendosis oft nicht aus, um den Krebs einzudämmen. Mithilfe einer der Therapie vorgeschalteten Gabe von zwei Arzneimitteln gelang es einer Forschungsgruppe am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), im Mausmodell die Anzahl der Zielmoleküle zu erhöhen und so das Tumorwachstum anzuhalten.

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Weibliche Rollenvorbilder in der Würzburger Universitätsmedizin

Vor einem Jahr hat das Universitätsklinikum Würzburg den von der UNESCO und UN initiierte Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft zum Anlass genommen, die Serie #WomenInScience ins Leben zu rufen. Hier berichten Forscherinnen der Universitätsmedizin Würzburg über ihren Werdegang und ihre Erfahrungen als Frau in der Wissenschaft, liefern Ideen für mehr Diversität und geben Karrieretipps. Zum ersten Jahrestag hat das Uniklinikum die wichtigsten Statements zusammengefasst.

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When editing bacteria with CRISPR, less is more

HIRI and HZI research team develop approach that increases efficiency of genome editing

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weniger ist mehr – Neue Erkenntnisse zum Bearbeiten von Bakterien mit CRISPR

Forschungsteam des HIRI und HZI entwickeln Ansatz, der eine effizientere Bearbeitung von Bakteriengenomen ermöglicht

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Nature-Studie entdeckt Entstehungsmechanismus für seltene Erbkrankheiten

Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik (MPIMG) und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) haben im Detail aufgeklärt, wie das äußerst seltene erbliche BPTA-Syndrom entsteht: Die Ladungsänderung eines Proteins bringt die zelluläre Selbstorganisation durcheinander, eine Entwicklungsstörung ist die Folge. Das Team identifizierte außerdem hunderte vergleichbare genetische Veränderungen, die unter anderem mit Störungen der Hirnentwicklung oder einer Krebs-Veranlagung in Zusammenhang stehen. Der jetzt im Fachmagazin Nature* beschriebene Mechanismus könnte damit die Ursache für zahlreiche unaufgeklärte Erkrankungen sein.

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Zweite Chance für Moore – neue Studie in „Nature“

Der globale Verlust von Feuchtgebieten ist kleiner als bisher angenommen, das belegt die aktuelle Studie Extensive global wetland loss over the last three centuries. Diese wurde jetzt (Februar 2023) im Wissenschaftsmagazin Nature (DOI: 10.1038/s41586-022-05572-6) veröffentlicht. Moorkundler*innen der Universität Greifswald haben Daten aus ihrer Global Peatland Database und aus den historischen Beständen der Moorbibliothek beigetragen. Die Ergebnisse helfen, die Klimawirkung von Mooren besser einzuschätzen und den Schutz der Moore und sonstiger Feuchtgebiete besser zu planen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Rund ein Viertel weniger Feuchtgebiete in 300 Jahren

Die Trockenlegung von natürlichen Feuchtgebieten hat die Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft sowie den Torfabbau begünstigt, allerdings auch großen Einfluss auf Treibhausgasemissionen, Hochwasserschutz, Nährstoffflüsse und Biodiversität. In einer globalen Studie hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Stanford University rekonstruiert, wo und wann zwischen den Jahren 1700 und 2020 Feuchtgebiete umgewandelt wurden und für welchen Zweck dies geschah.

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Proteintröpfchen als Ursache vieler genetischer Krankheiten

Fehlfunktion von zellulären Kondensaten könnte angeborenen Fehlbildungen, Volkskrankheiten und Krebs zugrunde liegen. Die meisten Proteine sammeln sich in proteinreichen Tröpfchen in der Zelle, den „zellulären Kondensaten“. Solche Proteine besitzen Abschnitte, die als Adressetikett dienen: Sie zeigen das Kondensat an, für das das Protein bestimmt ist. Wenn die Etiketten fehlerhaft sind, können die Proteine im falschen Kondensat landen. Dies könnte laut einem Team von Forschenden aus der klinischen Medizin und der biologischen Grundlagenforschung die Ursache zahlreicher unaufgeklärter Erkrankungen sein. Ihre Ergebnisse sind im Fachjournal Nature erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Helpers in the Assembly of Cellular “Protein Factories”

Ribosomes are the nanomachines of the cell whose task is the correct synthesis of proteins. Researchers at the Heidelberg University Biochemistry Center are studying the emergence of these “protein factories”, also known as ribosomes. Led by Prof. Dr Ed Hurt, they have decoded the special role of a heretofore unexplored biogenesis factor in the maturation of precursor ribosomes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft