Neue Schutzfunktion von Antidiabetika nachgewiesen

SGLT2-Hemmer könnten Entstehung ernährungsbedingter Stoffwechselerkrankungen verhindern: In der Therapie von PatientInnen mit Diabetes mellitus Typ 2 werden seit einigen Jahren erfolgreich SGLT2-Hemmer eingesetzt. Auch zur Behandlung der chronischen Herz- und Niereninsuffizienz finden diese Antidiabetika breite Anwendung. Mit den neuesten Forschungsergebnissen eines Teams um die Endokrinologin und Diabetologin Susanne Kaser von der Univ.-Klinik für Innere Medizin I kann SGLT2-Hemmern nun auch eine bislang unerforschte Funktion für die Vorbeugung von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes zugeschrieben werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Novel Imaging Technology Reveals Role of Immune Cells in Early Diabetic Cataract Development

Diabetic complications may start during the pre-diabetic state

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Neuartige Bildgebungstechnologie enthüllt die Rolle von Immunzellen bei der Entstehung des diabetischen Katarakts

Diabetische Komplikationen können bereits im prädiabetischen Zustand beginnen

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Wegweisende Studie zur „Antibabypille für den Mann“ – Bayreuther Biochemiker an der Wirkstoff-Identifizierung beteiligt

Eine neue, in „Nature Communications“ veröffentlichte vorklinische Studie ist wegweisend für die Entwicklung einer „Antibabypille für den Mann“: einer Tablette, die vom Mann vor dem Sexualverkehr eingenommen wird und eine Schwangerschaft der Frau verhindert. US-amerikanische Forscher*innen haben in Tierversuchen erfolgreich einen biochemischen Mechanismus getestet, der die Spermien des männlichen Partners vorübergehend unfruchtbar macht. Einer der Ko-Autoren dieser Studie, der Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn, war wesentlich an vorangegangenen Studien beteiligt, die den für diesen Mechanismus entscheidenden Wirkstoff identifiziert haben.

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Schlaganfall-Einsatz-Mobil („Mobile Stroke Unit“) verbessert die Prognose der Betroffenen

Eine „Mobile Stroke Unit“ (MSU) ist ein speziell ausgestatteter Rettungswagen, in dem Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf einen ischämischen Schlaganfall schon am Einsatzort versorgt werden können. Eine Datenauswertung bestätigte [1], dass der Einsatz von MSU mit signifikant weniger Folgeschäden für die Betroffenen einhergeht. Allerdings gab es keinen Effekt auf die Sterblichkeit. Gemäß einer ökonomischen Betrachtung [2] führt der Einsatz von MSU zu mehr qualitätskorrigierten Lebensjahren (QALY), die Mehrkosten pro QALY seien im international akzeptierten Rahmen und damit vertretbar. Daher sollten MSU nach Ansicht der DGN in Zukunft zum Versorgungsstandard gehören.

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Buch-Neuerscheinung: „Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen der stationären Altenhilfe“

Die katho-Professorinnen Sabrina Schmidt, Julia Steinfort-Diedenhofen und Karla Verlinden haben gemeinsam mit Autorin Charlotte Rimbach (ehemalige katho-Studentin) das Buch „Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen der stationären Altenhilfe Herausforderungen für die Soziale Arbeit“ geschrieben, das heute im Verlag Barbara Budrich erschienen ist.

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Neues Positionspapier aus der ARL zur Krankenhausversorgung in Nordwestdeutschland

Was haben die Versorgung im Krankheitsfall und Raumplanung miteinander zu tun? Neben der medizinischen Grundversorgung, die für alle zugänglich und erreichbar sein sollte, machen vor allem lebensbedrohliche Erkrankungen und Notfälle deutlich, wie wichtig im Ernstfall eine schnelle und wohnortnahe Versorgung und damit eine gut erreichbare Verteilung von Krankenhäusern im Raum ist. Für eine alternde Gesellschaft gilt dies sogar in verstärktem Maße.

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Solar-Powered Ice Production and Solar Drying in Kenya: Fraunhofer ISE Hands Over Plant to Local NGO

In the SolCoolDry project, funded by the German Federal Agency for Agriculture and Food (BLE), the Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems ISE, together with the company Innotech Ingenieursgesellschaft mbH and Kenyan partners, has developed a system that uses solar thermal and photovoltaic energy to generate drying heat and produce ice. The lack of electricity in rural areas makes it difficult for fishermen and farmers in Africa to preserve or refrigerate their products. This reduces their income and threatens food security. As a result, up to 30 percent of food spoils on its way to the market. The plant has now been handed over to the local partners in Mwazaro in southern Kenya.

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Wie navigieren Bienen?

Wie navigieren Bienen? Dieser Frage gehen der Neurobiologe Randolf Menzel und der Informatiker Tim Landgraf in einem von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Forschungsprojekt an der Freien Universität Berlin nach.

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Pungent Ginger Compound Puts Immune Cells on Heightened Alert

Ginger has a reputation for stimulating the immune system. New results from the Leibniz Institute for Food Systems Biology at the Technical University of Munich (Leibniz-LSB@TUM) now support this thesis. In laboratory tests, small amounts of a pungent ginger constituent put white blood cells on heightened alert. The study also shows that this process involves a type of receptor that plays a role in the perception of painful heat stimuli and the sensation of spiciness in food.

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KI mit Infrarot-Imaging ermöglicht präzise Darmkrebs-Diagnostik

Künstliche Intelligenz und Infrarot-Bildgebung klassifizieren Tumoren automatisch und sind schneller als bisherige Methoden.

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Ablation bei Vorhofflimmern: Verringert zu viel Herzfettgewebe den Therapieerfolg?

Münchener Forscher untersuchen epikardiales Fett und sein Risikopotenzial für wiederkehrende Rhythmusstörungen trotz Eingriffs. Studie trägt zu mehr Therapieeffizienz bei

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Wie das Gehirn Wärme und Kälte erkennt

Wenn wir Dinge berühren, nehmen wir gleichzeitig ihre Temperatur wahr. Dafür ist eine ganz bestimmte Region des Gehirns verantwortlich, berichten Forscher*innen des Max Delbrück Center um James Poulet in „Nature“. Sie haben im hinteren Teil der Inselrinde einen „thermischen Kortex“ entdeckt.

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Medikamentenentwicklung: Studie identifiziert neue Bindestellen für zielgerichtete Therapien

Bereits seit vielen Jahren forscht das Team von Principal Investigator Georg Winter am CeMM an der Entwicklung einer neuen Generation an Medikamenten, die durch gezielten Abbau schadhafter, krankheitserregender Proteine mittels sogenannter Degrader höhere Therapieerfolge erzielen. In ihrer aktuellen Studie, veröffentlicht im Journal of the American Chemical Society (JACS), präsentieren die Wissenschafter:innen eine neue Methode, um zielgerichtet neue Moleküle zu identifizieren, die als Degrader fungieren und damit für Medikamente herangezogen werden könnten.

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Diagnostik von Blut- und Knochenmarkkrebs: Thüringer Forscher entwickeln Chip für einfachen Bluttest

Das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie (fzmb GmbH) aus Bad Langensalza entwickelt in einem neuen EU-Projekt einen Chip, der eine bessere Früherkennung von Krebserkrankungen der Blutzellen und des Knochenmarks ermöglichen soll. Gemeinsam mit elf Organisationen aus Europa und Israel soll in dem Projekt SANGUINE ein günstiger Bluttest entwickelt werden, der derartige „hämatologischen Malignome“ früh und zuverlässig detektiert.

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Positionspapier skizziert Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung von Endometriose

Endometriose ist eine gutartige, für Betroffene aber sehr schmerzhafte Erkrankung und betrifft derzeit ca. 10 bis 15 Prozent der Frauen in der reproduktiven Lebensphase. Bis zur Diagnose müssen diese in Deutschland und Österreich allerdings durchschnittlich 10 Jahre warten. Das gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Endometriose e.V. (AGEM) und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie e.V. (AGE) herausgegebene Positionspapier erläutert die identifizierten Defizite und erörtert Änderungsvorschläge. Beide Arbeitsgemeinschaften unterstützen die Selbsthilfeorganisation Endometriosevereinigung Deutschland e.V.

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Genetic switch makes the eyes of male bees large and of female bees small

Biology: Publication in Nature Communications

Bee researchers at Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) headed by Professor Dr Martin Beye have identified a new gene in honeybees, which is responsible for the dimorphic eye differentiation between males and females of the species. The researchers have now presented this gene and the evolutionary genetic conclusions they have drawn from it in the scientific journal Nature Communications.

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Praxiswissen gegen schlechte Luft im Auto

Neue Hygienerichtlinie für Klimaanlagen im Auto
VDI/ZDK 6032 Blatt 2

Die Klimaanlage ist bei einer sommerlichen Autofahrt für viele selbstverständlich. Allerdings wird sich zu wenig um die hygienerelevante Wartung der Klimaanlage gekümmert; sei es von Seiten der Nutzer, der Werkstatt oder der Hersteller. Dabei kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Hier setzt die neue Richtlinie VDI/ZDK 6032 Blatt 2„Lufttechnik; Luftqualität in Fahrzeugen; Hygieneanforderungen an die Lüftungstechnik; Pkw/Lkw“ an.

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Protecting bats at wind turbines

An international team of 21 researchers and ecological consultants, including the Museum für Naturkunde Berlin, published a study on the protection of bats at wind turbines in the journal Mammal Review. Against the background of an extensive data set, the authors argue that acoustic recordings can reliably predict the number of bats killed by wind turbines This can then be used to derive the extent of the adjustments to turbine operation necessary to protect the bats. However, a prerequisite for a reliable collision risk assessment is a standardised survey whose results can be compared and referenced with other datasets.

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Schutz von Fledermäusen an Windenergieanlagen

Forschende und Gutachter:innen unter Beteiligung des Berliner Naturkundemuseums veröffentlichten in der Zeitschrift „Mammal Review“ eine Studie zum Schutz von Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA). Die Autor:innen argumentieren vor dem Hintergrund eines umfangreichen Datensatzes, dass akustische Aufnahmen die Zahl der an WEA zu Tode kommenden Fledermäusen gut vorhersagen können. Daraus lässt sich der Umfang der für den Schutz der Fledermäuse notwendigen Anpassungen des Anlagenbetriebs ableiten. Voraussetzung für eine verlässliche Bestimmung des Kollisionsrisikos ist jedoch eine standardisierte Erfassung, deren Ergebnisse mit anderen Datensätzen verglichen und referenziert werden können.

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Urgetreide: Sortenwahl und handwerkliches Können sind Erfolgsrezept

Uni Hohenheim schließt vermutlich weltgrößten Urgetreide-Versuch ab / Auch bei Einkorn große Sortenunterschiede / Tipps für Landwirtschaft, Müllerei und Bäckerei

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In Kooperation mit der Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder verleiht die DGTHG den Werner Klinner-Preis 2023

Der Werner Klinner-Preis wird für patientennahe wissenschaftliche Publikationen verliehen, die die chirurgische oder interdisziplinäre Behandlung angeborener Herzfehler bei Kindern und Jugendlichen zum Inhalt haben. In diesem Jahr verlieh die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie gemeinsam mit der Asamoah Stiftung den Preis an Dr. med. Christoph H. H. Jaschinski, Mag. iur., Wissenschaftlicher Koordinator der Sektion Kinderherzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg, für seine Arbeit Psychosocial Impact of Congenital Heart Diseases on Patients and Their Families: A Parent’s Perspective.

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Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verleiht 2023 den Georg-Wilhelm Rodewald Preis

Den Georg-Wilhelm Rodewald Preis der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. erhielt 2023 Dr. med. Tim Berger MD (31), Assistenzarzt in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg, für seine Arbeit Composition of the surgical team in aortic arch surgery – a risk factor analysis.

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Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verleiht Hans Georg Borst-Preis für besondere Forsc

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verlieh im Rahmen der 52. Jahrestagung 2023 in Hamburg den Hans Georg Borst-Preis, dotiert mit 1.000 Euro, an Dr. med. Nora Göbel (41), Oberärztin in der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart, für ihre Arbeit „Partial versus complete sternotomy for surgical aortic valve replacement – results of a multicentre study“.

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DGTHG verleiht 2023 den Franz-Köhler-Preis für besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verlieh im Rahmen der 52. Jahrestagung 2023 in Hamburg den Franz-Köhler-Preis, dotiert mit 7.500 Euro, für besondere Leistungen in der Forschung oder klinischen Praxis an Herrn Lars Saemann (28), PostDoc an der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Halle (Saale), für seine Arbeit Monitoring of perfusion quality and prediction of donor heart function during ex-vivo.

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