Neuer Therapieansatz bei HER2-positivem Brustkrebs entdeckt

Resistenzen gegen HER2-gerichtete Therapien sind häufig ein Problem zur Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Brustkrebs. Daher ist die Identifizierung neuer Therapien für diese Patientengruppe wichtig. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) konnten bereits darstellen, dass das Enzym EDI3 mit Veränderungen im Stoffwechsel von Krebszellen in Verbindung steht. Ihre jetzt veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Hemmung von EDI3 ein neues therapeutisches Ziel bei Patientinnen mit therapieresistentem ER-HER2+ Brustkrebs sein kann.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New potential therapeutic approach for HER2-positive breast cancer discovered

Resistance to HER2-targeted therapies can be a problem when treating patients with HER2-positive (HER2+) breast cancer. Therefore, the identification of new therapies for this patient group is important. Researchers at the Leibniz Research Centre for Working Environments and Human Factors in Dortmund (IfADo) have already shown that the enzyme EDI3 is associated with changes in the metabolism of cancer cells. Their most recent results reveal that inhibiting EDI3 may be a new therapeutic target in patients with therapy-resistant ER-HER2+ breast cancer.

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Innovationen vorantreiben: Erfolgreiche Auftaktveranstaltung „CITAH“

Das im Januar 2023 gestartete, europäische digitale Innovationszentrum CITAH („Cross-Industry Transformation in Agriculture and Health“) lud am 7. März 2023 zur Auftaktveranstaltung nach Oldenburg ein. Zahlreiche Teilnehmende aus der Weser-Ems-Region kamen mit den Forschenden ins Gespräch und verschafften sich einen Überblick in die umfangreichen Beratungs- und Weiterbildungsangebote des Zentrums.

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Eileiter-Entfernung als Vorbeugung gegen Eierstockkrebs akzeptiert

Frauen mit abgeschlossener Familienplanung können sich bei geplantem Unterleibseingriff die Eileiter vorbeugend entfernen lassen. Die hormonproduzierenden Eierstöcke bleiben dabei erhalten. Diese Maßnahme kann das Risiko für Eierstockkrebs wesentlich senken. Eine von der Frauenklinik des Universitätsklinikums Jena initiierte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Verfahren zu einem routinemäßigen Präventionsstandard in Deutschland etabliert.

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Medikamente im Alter: Videoanalyse zeigt Anwendungsfehler

Je älter Menschen werden, desto mehr Medikamente müssen sie in der Regel einnehmen – möglichst vorschriftsgemäß nach Verordnung und Packungsbeilage. Das funktioniert leider nicht immer so gut, wie es sollte: Tabletten werden mit dem Obstmesser in ungleiche Hälften zerteilt und Tropfen ohne Lesebrille auf den Löffel gezählt. Solche Anwendungsfehler betreffen auch Patient:innen, die geistig fit sind, ohne fremde Hilfe im eigenen Haushalt leben und selbstständig ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin aufsuchen.

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IPK-Forscher entdecken mittels TurboID neue meiotische Proteine in Arabidopsis thaliana

Genetische Variation in der Züchtung beruht auf Rekombinationsereignissen während der Meiose. Während der Prophase I sind die Chromosomen entlang der Chromosomenachsen angeordnet. Diese Anordnung ist für die meiotische Rekombination und die genetische Vielfalt der Keimzellen entscheidend. Ein Forscherteam unter der Leitung des IPK Leibniz-Instituts hat nun erstmals einen TurboID (TbID)-basierenden Ansatz in Arabidopsis thaliana zur Identifizierung von Proteinen, die sich in räumlicher Nähe der meiotischen Chromosomenachsen finden, genutzt. Dabei wurden nicht nur bereits bekannte, sondern auch neue meiotische Proteine entdeckt. Die Ergebnisse wurden im Journal „Nature Plants“ veröffentlicht.

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Scientists Transform Algae into Unique Functional Perovskites with Tunable Properties

Scientists from TU Dresden transformed mineral shells of algae into functional perovskites with unique crystal structures and controllable electro-optical properties.

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Forschende verwandeln Algen in einzigartige funktionale Perowskite mit gewünschten Eigenschaften

Forschende der TU Dresden haben mineralische Algenschalen in funktionale Perowskite mit einzigartigen Kristallstrukturen und steuerbaren elektrooptischen Eigenschaften umgewandelt.

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Gehirntumore im Visier: Neuer Wirkstoffkandidat in klinischer Studie

Klinische Studien sind ein Meilenstein in der Entwicklung sicherer und wirksamer Medikamente und Therapien. Ein von Helmholtz Munich entwickelter Antikörper startet jetzt in eine klinische Phase-1-Studie. Gemeinsam mit dem Unternehmen ITM Isotope Technologies Munich und dem Universitätsklinikum Münster wollen Forschende damit die Behandlung von Patient:innen mit Gehirntumoren verbessern.

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Targeting brain tumors: new drug candidate in clinical trial

Clinical trials are a milestone in the development of safe and effective drugs and therapies. An antibody developed by Helmholtz Munich is now entering a phase 1 clinical trial. Together with the radiopharmaceutical company ITM Isotope Technologies Munich and Münster University Hospital, researchers hope to improve the treatment of patients with brain tumors.

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Wald vom Weltraum aus kartiert

Das Thünen-Institut für Waldökosysteme veröffentlicht erstmals deutschlandweite Waldkarten, die auf aktuellen Satellitendaten und terrestrischen Daten der Bundeswaldinventur 2012 basieren

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_Höchste Auflösung in drei Dimensionen

LMU-Forscher haben eine superauflösende Mikroskopiemethode entwickelt, mit der molekulare Strukturen im dreidimensionalen schnell unterschieden werden können.

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Steinwerkzeuge von Affen und frühen Menschen überraschend ähnlich

Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) haben in Thailand von Altweltaffen geschaffene Artefakte entdeckt, die Steinwerkzeugen früher Vertreter der Gattung Homo ähneln. Bisher ging die Fachwelt davon aus, dass unsere frühen Vorfahren diese scharfkantigen Steinwerkzeuge absichtlich gefertigt haben und diese den Beginn der Steinwerkzeugproduktion – einem Alleinstellungsmerkmal während der Evolution der Homininen – einläuten. Eine neue Studie stellt nun bisherige Erkenntnisse über die Ursprünge der bewussten Werkzeugherstellung in unserer eigenen Abstammungslinie in Frage.

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Problem Schmerzmittelkonsum

In vielen Bereichen des Spitzen- und Leistungssports ist das Thema „Schmerzmittelkonsum“ zu einem Problem geworden – dies zeigt die weltweite Literaturrecherche einer Köln-Koblenzer Forschungsgruppe um Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk, in der die Daten von über 6.000 Studien ausgewertet wurden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Deutschen Ärzteblatt publiziert.

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Gentechnische Veränderungen nachweisen

Internationale Konferenz zu GVO-Analysen und neuen genomischen Techniken findet vom 14.-16.März in Berlin statt

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Regulation des menschlichen Stoffwechsels viel komplexer als gedacht

Der menschliche Stoffwechsel ist ein kompliziertes, fein abgestimmtes Netzwerk, in dem Stoffe in den Zellen abgebaut, umgebaut und aufgebaut werden. Enzyme steuern die biochemischen Reaktionen. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat nun mit einer neuen Methode herausgefunden, dass die Regulation des Stoffwechsels komplexer ist als vermutet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdeckten bei 33 Enzymen bislang unbekannte Wechselwirkungen, in denen Moleküle deren Funktion beeinflussen. Die Ergebnisse sind bedeutend für die Entwicklung von Medikamenten gegen Stoffwechselkrankheiten.

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Lebensmittel in Niedersachsen fair verteilen statt verschwenden

Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück zeigt Herausforderungen und Lösungswege auf, um Obst, Gemüse und Milchprodukte großflächig zu retten – erstmals empirische Daten zur Situation der Tafeln

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Cause of leukaemia in trisomy 21

People with a third copy of chromosome 21, known as trisomy 21, are at high risk of developing Acute Myeloid Leukaemia (AML), an aggressive form of blood cancer. Scientists led by the Department of Paediatrics at University Hospital Frankfurt have now identified the cause: although the additional chromosome 21 leads to increased gene dosage of many genes, it is above all the perturbation of the RUNX1 gene – a gene that regulates many other genes – that seems to be responsible for AML pathogenesis. Targeting the perturbed regulator could pave the way for new therapies.

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Zwerge und Riesen auf Inseln sterben besonders leicht aus

Inseln sind Lebensraum für viele Tierarten mit einzigartigen Eigenschaften, darunter sogenannte Zwerge, die im Vergleich zu ihren Verwandten auf dem Festland eine sehr geringe Größe erreichen, sowie Riesen, die wiederum vergleichsweise groß werden. Forschende fanden nun heraus, dass Arten, deren Körpergröße sich besonders stark von der ihrer Festlandsverwandten unterscheidet, mit größerer Wahrscheinlichkeit aussterben. Ihre Studie, die im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde, zeigt außerdem, dass die Aussterberate von Säugetieren auf Inseln weltweit durch die Ankunft des Menschen deutlich angestiegen ist.

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Dwarfs and giants on islands more likely to go extinct

Islands are home to animal species with many unique features, including dwarfs that evolved to very small sizes compared to their mainland relatives, and giants that evolved to large sizes. A team of researchers from the German Centre of Integrative Biodiversity Research (iDiv) and Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) has now found that species that evolved to more extreme body sizes compared to their mainland relatives have a higher risk of extinction than those that evolved to less extreme sizes. Their study, which was published in Science, also shows that extinction rates of mammals on islands worldwide increased significantly after the arrival of modern humans.

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Life in the smoke of underwater volcanoes

Disconnected from the energy of the sun, the permanently ice-covered Arctic deep sea receives miniscule amounts of organic matter that sustains life. Bacteria which can harvest the energy released from submarine hydrothermal sources could thus have an advantage. On research missions with the research vessel Polarstern, scientists from Germany found bacteria uniquely adapted to this geo-energy floating in deep-sea waters. They describe the role of these bacteria for biogeochemical cycling in the ocean.

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Leben im Rauch der Unterwasservulkane

Die arktische Tiefsee liegt fernab der lebensspendenden Energie der Sonne, und nur winzige Mengen an organischem Material, welches Leben speist, kommen dort an. Einige Bakterien nutzen stattdessen die Energie, die von unterseeischen Vulkanen freigesetzt wird. Auf Expeditionen mit dem Forschungsschiff Polarstern haben Forschende aus Deutschland nun Bakterien entdeckt, die auf einzigartige Weise an diese Geoenergie angepasst sind. Sie beschreiben die Rolle dieser Bakterien für die biogeochemischen Kreisläufe im Meer.

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Renate und Karlheinz Schmidt Preis für naturwissenschaftliche Grundlagenforschung für Lorenzo Bonaguro von der Uni Bonn

Dr. rer. nat. Lorenzo Bonaguro vom LIMES-Institut der Universität Bonn ist Preisträger des erstmalig verliehenen Renate und Karlheinz Schmidt-Preises für naturwissenschaftliche Grundlagenforschung. Der Preis, der eine herausragende Veröffentlichung auf dem Gebiet der Biochemie an der Universität Bonn auszeichnet, wird in Kooperation mit der Bonner Universitätsstiftung vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

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„Ethische Aspekte des medizinischen Kampfes gegen das Altern“ – Vortrag in der Reihe „Science & Society“

Welche Bedeutung hat die moderne Medizin für unser Selbstverständnis vom Leben, für unsere Lebensentwürfe? Wie wirken sich die neuen Möglichkeiten in der medizinischen Vorhersage und Prävention auf die individuelle Lebensplanung aus? Welche Rolle spielt die medizinische Behandlung und technische Unterstützung für ein gutes Leben im Alter? Diese und weitere spannende Fragen beantwortet der Bioethiker Prof. Dr. Mark Schweda von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in seinem Vortrag „Ethische Aspekte des medizinischen Kampfes gegen das Altern“ im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ am 16. März 2023 im Hörsaal des Abbe-Zentrums Beutenberg in Jena (Beginn: 16.00 Uhr)

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Sterblich unter Unsterblichen: Forscher*innen entschlüsseln das Genom von Hydra oligactis

Eine Hydra aus dem Piburger See in Tirol könnte neue Erkenntnisse über diese außergewöhnlichen Tiere liefern. Die Erbinformation des Süßwasserpolypen der Art Hydra oligactis wurde am Institut für Zoologie der Universität Innsbruck zum ersten Mal vollständig entschlüsselt. Diese Leistung der Arbeitsgruppen von Bert Hobmayer und Peter Ladurner ist deswegen so interessant, weil Hydra oligactis sich in einer Eigenschaft grundlegend von anderen Hydrenarten unterscheidet: Sie kann sterben.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft