ZALF-Studie: Silizium-Düngung steigert Weizenerträge und Wasserverfügbarkeit

Für eine in der Fachzeitschrift “Science of the Total Environment” erschienene Studie unter Leitung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) wurden erstmals die Auswirkungen von Silizium-Düngung auf Weizenerträge untersucht. In einem Feldversuch auf Grenzertragsböden in Brandenburg bildeten die Pflanzen deutlich mehr Biomasse aus: Der Ertrag im Vergleich zur konventionell bewirtschafteten Fläche stieg um 80 Prozent. Auch die Bindung von Kohlenstoff im Boden sowie die Verfügbarkeit von Wasser verbesserten sich durch die Düngung deutlich. Perspektivisch könnte dies die Robustheit der Pflanzen gegenüber Dürreepisoden verbessern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

African rhinos share retroviruses not found in Asian rhinos or other related species

Rhinoceros belong to a mammalian order called odd-toed ungulates that also include horses and tapirs. They are found in Africa and Asia. Until recently, evidence suggested that throughout their evolutionary history, gammaretroviruses such as Murine leukemia virus had not colonised their genomes, unlike most other mammalian orders.

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Brustrekonstruktion: Erstmals mit OP-Roboter Gewebe vom Bauch entnommen

Am Universitätsklinikum Freiburg wurde erstmals in Deutschland eine robotergestützte Gewebeentnahme zur mikrochirurgischen Brustrekonstruktion durchgeführt / Das minimalinvasive Verfahren kann Komplikationen vermeiden / Hohe technische und medizinische Anforderungen

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20 Millionen Euro für neue Sensortechnologien in der Medizin

Hochpräzise, neuartige Sensortechnologien können Diagnoseverfahren und Therapiemethoden entscheidend verbessern. An den Universitäten Ilmenau, Jena, Freiburg und Ulm erforschen vier interdisziplinäre Projektteams in den kommenden sechs Jahren neue Verfahren zur Optimierung von Hörgeräten, zu unterstützender Chirurgie bei der Tumorentfernung, zur Proteinsequenzierung sowie der Erkennung und Analyse von Atemwegsviren. Je fünf Millionen Euro erhalten die Teams im Rahmen des Programms CZS Durchbrüche von der Carl-Zeiss-Stiftung. Fünf weitere Projekte zu Sensortechnologien an Hochschulen für angewandte Wissenschaften wurden bereits im März bewilligt.

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Käfer und ihre Biodiversität in totem Holz

Welche Art von Energie fördert die Biodiversität von Käfern, die im Wald in Totholz leben? Das kommt ganz darauf an, wo die Käfer in der Nahrungspyramide stehen.

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Beetles and Their Biodiversity in Dead Wood

Which energy type promotes the biodiversity of beetles living in dead wood in the forest? That depends entirely on where the beetles are in the food chain.

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Meilenstein der Herzchirurgie: Herz-Lungen-Maschine seit 70 Jahren erfolgreich im Einsatz

Jährlich werden bundesweit ca. 90.000 Herzoperationen durchgeführt, davon rund 60.000 unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine“, erklärt Prof. Dr. Volkmar Falk, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. „Dank der Herz-Lungen-Maschine sind seit nunmehr 70 Jahren Herzoperationen durchführbar, die zuvor nahezu undenkbar waren. Das komplexe Medizingerät übernimmt, durch Aufrechterhaltung des Kreislaufs außerhalb des Körpers, die Herz- und Lungenfunktion der Patient:innen während einer Operation am offenen Herzen.“

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Detailliertes Bild der menschlichen Netzhaut

In einem hochaufgelösten Atlas zeigen Forschende aus Basel und Zürich auf, wie sich die menschliche Netzhaut entwickelt. Dazu verwendeten sie unter anderem eine neue Technik, mit der sie über 50 Proteine gleichzeitig sichtbar machen können. Der Atlas hilft Wissenschaftler:innen, Krankheiten besser zu erforschen.

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Der Neuronaut – ein Adventurespiel rund um die Multiple Sklerose

Das Multiple-Sklerose-Zentrum der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden unter der Leitung von Prof. Tjalf Ziemssen hat im Mai das erste Level des Lernspiels „Neuronaut Adventure“ veröffentlicht. Dafür arbeiten die Medizinerinnen und Mediziner mit einem interdisziplinären Team um den Spieledesigner und Mediziner Oscar Freyer und den Cartoonisten Phil Hubbe zusammen. Das Spiel richtet sich an MS-Betroffene und -Interessierte.

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„GanzTierStark“ – Verbindliche Vorgaben für mehr biologische und regionale Produkte in Kantinen nötig

Handlungsempfehlungen an die Politik zum Abschluss des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „GanzTierStark“, das vom Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin geleitet wurde

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Viele Menschen über Mikroplastik besorgt

Verbrauchermonitor des Bundesinstituts für Risikobewertung: Was die Bevölkerung über Risiken im Alltag denkt

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Alzheimer: Modulation der Zellmembran beeinflusst Bildung von Amyloid-β

Die Zugabe langkettiger Fettsäuren kann Zellmembranen verdicken und die Aktivität eines Schlüsselenzyms verändern, wie LMU-Wissenschaftler in Zellkulturen zeigen.

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DMW-Walter-Siegenthaler Preis 2023 für Publikation zur Palliativversorgung in Pandemiezeiten

Die Studie hat die klinische Versorgung Schwerkranker und Sterbender in der ersten Welle der COVID-19 Pandemie untersucht

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Vögel und Biologger – auf die richtige Form und Position kommt es an

Biologger werden auf Vögeln häufig zu Forschungszwecken angebracht und sammeln wichtige Daten. Anhand des Waldrapps – einem vom Aussterben bedrohten Vogel – untersuchte ein Forschungsteam unter Leitung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni nun im Windkanal den aerodynamischen Einfluss dieser Apparate. Dabei zeigte sich, dass sich die Geräte massiv auf den Energieverbrauch und die zurückgelegten Flugdistanzen auswirken. Durch aerodynamische Optimierung und die richtige Positionierung am Körper der Vögel lassen sich jedoch die nachteiligen Effekte deutlich reduzieren.

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Bluthochdruck – eine Gefahr auch schon für Kinder

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über eine unterschätzte, jedoch zunehmend häufige Kinderkrankheit.

Am 17. Mai findet wie in jedem Jahr seit 2005 der Welt-Hypertonie-Tag statt. Das Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist es, über den Bluthochdruck zu informieren und das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Volkskrankheit in der Bevölkerung zu schärfen. Das ist leider auch bitter nötig, stellt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme fest: Unter einem zu hohen Blutdruck leidet bereits heute fast jeder Dritte in Deutschland. Bei den über 60-Jährigen ist sogar jeder Zweite von Bluthochdruck betroffen. Aber was hat diese Alterskrankheit mit Kindern zu tun?

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Warum unsere Ausscheidungen Gold wert sind – Loo:topia auf der re:publica 2023

Klimawandel, Wasserknappheit, steigende Energie-, Dünger- und Nahrungsmittelpreise. All das hängt auch mit unserem linearen Sanitärsystem zusammen, das wertvolle Nährstoffe und kostbares Trinkwasser verschwendet. Doch so muss es nicht sein. Ein Netzwerk von Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stellt auf der re:publica 2023 vom 05. – 07. Juni Alternativen und Lösungen vor – Loo:topia: Die Vision einer nachhaltigen Sanitär- und Nährstoffwende, die natürliche Kreisläufe schließt und Ressourcen schont.

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Welche Personen, die darauf angewiesen wären, leben tatsächlich in barriere-reduzierten Wohnungen?

Ältere Menschen verbringen viel Zeit zu Hause und in der Nähe ihres Wohnortes. Die Wohnverhältnisse sichern ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, insbesondere wenn sie in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der barrierefreie Zugang zur Wohnung und zu den Räumen innerhalb der Wohnung ist eine wichtige Voraussetzung für die tägliche Mobilität. Doch erfüllen die Wohnungen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen diese Anforderungen?

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Bremer Bürgermeister Bovenschulte besucht das ZMT: „Ein Leuchtturm der Wissenschaft“

Das Land Bremen als Standort international beachteter Forschung – ein weiteres Beispiel dafür hat sich Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte heute (4. Mai 2023) angesehen: Er besuchte das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT). Es ist das deutschlandweit einzige Institut, das sich der natur- wie auch der gesellschaftswissenschaftlichen Erforschung der tropischen und subtropischen Küstenökosysteme widmet.

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Rettungswege für den Stör: Forschende schlagen Artenschutzmaßnahmen an Staudämmen vor

Störe sind eigentlich Überlebenskünstler, es gibt sie schon seit über 200 Millionen Jahren. Heute sind jedoch alle 26 verbliebenen Störarten vom Aussterben bedroht. Wehre und andere Querbauwerke in den Flüssen behindern die Wanderfische nicht nur auf ihrem Weg zu den Laichplätzen, viele Tiere sterben auch in den Turbinen der Wasserkraftwerke. Konventionelle Fischaufstiege sind für Störe vielfach nicht artgerecht ausgelegt. Forschende unter Leitung der chinesischen Yunnan Universität, der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des IGB legen nun eine Handlungsempfehlung vor, wie Störe mit Umgehungsrinnen an Staustufen geschützt werden, und diese als zusätzlichen Lebensraum nutzen können.

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Nach der Umweltkatastrophe werden wieder Baltische Störe besetzt: IGB führt Wiederansiedlungsprogramm an der

Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle führen gemeinsam mit dem Nationalpark Unteres Odertal und der Teichwirtschaft Blumberger Teiche einen Besatz mit Baltischen Stören in der Oder durch. Am 8. Mai 2023 werden rund 2.000 Jungtiere bei Stützkow in die Freiheit entlassen. Ursprünglich sollten die Tiere bereits im Herbst 2022 ausgewildert werden, doch das war aufgrund der menschengemachten Oder-Katastrophe nicht möglich. Nun startet ein neuer Anlauf. Ziel des Programms ist es, eine sich selbst erhaltende Störpopulation im Fluss aufzubauen und so die imposanten Wanderfische vor dem Aussterben zu bewahren.

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TU Ilmenau entwickelt bio-inspiriertes Mikrofon zur Spracherkennung

Die Technische Universität Ilmenau hat gemeinsam mit Forschungspartnern ein Mikrofon entwickelt, das von der Biologie inspiriert ist und Schall ähnlich wie das menschliche Ohr aufnimmt. Das Mikrofon könnte helfen, die Spracherkennung zur Steuerung einer Vielzahl von digitalen Anwendungen zu verbessern. Das neue Verfahren könnte in Zukunft akustische Gesamtsysteme aus Mikrofon und Spracherkennung sogar effizienter machen, sodass sie weniger Energie verbrauchen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten des Fachgebiets Mikro- und nanoelektronische Systeme der TU Ilmenau und seiner Forschungspartner wurden soeben im renommierten internationalen Fachmagazin Nature Electronics veröffentlicht.

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Wo ist der Baumschläfer? – Helfen Sie uns bei der Suche! (gemeinsame PM mit dem Landesamt für Umwelt LfU)

(Freising, 5.5.2023) Er schläft viel, lebt zurückgezogen vor allem im Bergwald: der Baumschläfer. Seit über zehn Jahren wurde der streng geschützte und extrem seltene Bilch in Bayern nicht mehr gesichtet. Bei der Suche nach dem kleinen Kletterkünstler mit den Knopfaugen brauchen wir ihre Unterstützung! Sind Sie der Glückspilz, der den Baumschläfer entdeckt?

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Chemisches Signal schützt Wanderheuschrecken vor Kannibalismus

Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigen in einer neuen Studie in der Zeitschrift Science zusammen mit Partnern aus China und der Universität Halle, dass die Europäische Wanderheuschrecke Locusta migratoria die Verbindung Phenylacetonitril (PAN) bildet, um sich bei zunehmender Populationsdichte gegen Fraßangriffe durch Artgenossen zur Wehr zu setzen. Bei Heuschrecken, die diesen Wirkstoff nicht mehr produzieren konnten, nahm die Kannibalismusrate zu. Außerdem identifizierten die Forschenden in den Heuschrecken den Geruchsrezeptor für PAN. Die Entdeckung eines Anti-Kannibalismus-Pheromons bietet neue Ansätze für die Heuschreckenbekämpfung

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Scientists “revive” Stone Age molecules

Breakthroughs in ancient genome reconstruction and biotechnology are now revealing the rich molecular secrets of Paleolithic microorganisms. In a new study published in Science, a transdisciplinary team of researchers led by the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology, the Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology, and Harvard University reconstructed bacterial genomes of previously unknown bacteria dating to the Pleistocene. Using their genetic blueprints, they built a biotechnology platform to revive the ancient bacteria’s natural products.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschende erwecken Steinzeit-Moleküle wieder zum „Leben“

Auf der Grundlage Zehntausende Jahre alter, zerstückelter DNA haben Wissenschaftler*innen das Genom einer Gruppe von bisher unbekannten Bakterien rekonstruiert und ein prähistorisches Molekül wiederhergestellt. Für dieses nun in Science veröffentlichte Ergebnis haben sich Forschende verschiedenster Fachbereiche – von Archäologie über Bioinformatik bis Chemie – zusammengeschlossen: Mit den dafür entwickelten bioinformatischen Methoden wollen sie nach neuen Wirkstoffen suchen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft