Immunzellen im Gänsemarsch

Es gibt Neuigkeiten aus dem Immunsystem: Dendritische Zellen wandern im Verbund an der Außenseite von Blutgefäßen entlang. Botenstoffe halten dieses dynamische Netzwerk stabil.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Immune Cells in Single File

There is news from the immune system: Dendritic cells migrate in a network along the outside of blood vessels. Local cytokines keep this dynamic network stable.

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Magenbypass bei Adipositas: Ein Drittel weniger Gewicht, bessere Lebensqualität und Leistungsfähigkeit

In der Würzburger Adipositas Studie (WAS) vergleicht ein interdisziplinäres Team am Universitätsklinikum Würzburg die Effekte einer Magenbypass-Operation gegenüber einer intensiven und psychotherapiegestützten Lebensstil-Intervention. Es ist weltweit die erste randomisierte Studie zur Adipositas-Chirurgie, in der als Endpunkte die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität definiert wurden. Die eindrucksvollen Ergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Metabolism“ veröffentlicht.

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Mission Herzchirurgie: Was sagt der Nachwuchs zu Chancen, Herausforderungen und zur Zukunft

Entwicklungspotential bietet und interdisziplinäre Zusammenarbeit voraussetzt. In der Herzchirurgie „denkt man mit den Händen“*; diese manuellen Fähigkeiten müssen trainiert werden. Kaum ein anderes medizinisches Fachgebiet ist so komplex. Über Berufschancen, Fortbildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie spricht Dr. Najla Sadat, Sprecherin des Jungen Forums der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.

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4D printing for nerve stimulation

Specific nerves may be stimulated artificially, for example to treat pain. The finer the nerves, the more difficult it is to attach the required electrodes. Researchers at the Technical University of Munich (TUM) and NTT Research have now developed flexible electrodes produced with 4D printing technology. On contact with moisture, they automatically fold and wrap themselves around thin nerves.

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Significant Progress in Cancer Imaging

Groundbreaking method offers a fast and cost-effective way to observe abnormal metabolic processes live in the magnetic resonance imaging (MRI) scanner / Production of biological contrast agents / Publication in Angewandte Chemie International Edition

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Bedeutender Fortschritt für neue Bildgebung in der Krebsdiagnostik

Wegweisende Methode bietet schnelle und kostengünstige Möglichkeit, krankhafte Stoffwechselvorgänge live im Magnetresonanztomografen zu beobachten / Herstellung von biologischen Kontrastmitteln / Veröffentlichung in Angewandte Chemie International Edition

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Five new embryos and new surrogate mothers added to the Northern White Rhino BioRescue project

Four years since the start of this ambitious project to save the Northern White Rhino from extinction, the BioRescue consortium has made significant progress towards its ultimate aim. Using advanced assisted reproduction technologies, 29 northern white rhino embryos have been created and cryopreserved, ready for a future transfer to a surrogate mother. Most recently, in May 2023, 18 eggs were collected from female Fatu. This resulted in five new embryos created, the highest number of embryos from any collection to date.

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Neue Embryonen und Leihmütter für BioRescue – das Forschungsprojekt zur Rettung der Nördlichen Breitmaulnashörner

Vier Jahre nach Beginn des ehrgeizigen BioRescue-Forschungsprojekts zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns erzielt das BioRescue-Konsortium bedeutende Fortschritte: Mithilfe moderner Technologien der assistierten Reproduktion wurden 29 Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt und in flüssigen Stickstoff eingefroren (cryo-konserviert), um später für den Transfer in eine Leihmutter zur Verfügung zu stehen. Bei der letzten Eizellentnahme im Mai 2023 wurden 18 Eizellen entnommen, aus denen 5 neue Embryonen entstanden sind.

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Warum unser Körper läuft wie geschmiert

Die Reibung in unseren Gelenken ist extrem gering – wie ist das physikalisch überhaupt möglich? Messungen an der TU Wien liefern Erklärungen und Ideen für neue Behandlungsmethoden.

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Poetic birdsong, precisely tuned

Nightingales are well known for their exceptional singing abilities. Researchers from the Max Planck Institute for Biological Intelligence now found that nightingales can flexibly adjust the pitch of certain song parts over a wide range of frequencies to imitate competitors. This strategy is thought to increase their mating chances during the breeding season. Interestingly, the researchers could also observe this behavior in the birds’ wintering grounds in Africa, where they usually do not produce sophisticated song. These findings suggest that a robust neural circuitry allows nightingales to precisely adjust the pitch of their whistle songs to auditory stimuli in real time.

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Melodischer Vogelgesang, präzise gestimmt

Nachtigallen sind weithin für ihre außergewöhnlichen Gesangskünste bekannt. Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz konnten nun zeigen, dass die Männchen während der Paarungszeit nicht nur um die Wette singen um Weibchen anzulocken, sondern den eigenen Gesang flexibel an den ihrer Rivalen anpassen können. Dieses Verhalten konnte in den Brutrevieren in Deutschland und auch im Überwinterungsquartier in Gambia beobachtet werden, wo die Vögel üblicherweise kaum singen. Die Ergebnisse deuten auf die Existenz eines neuronalen Schaltkreises hin, der es den Nachtigallen ermöglicht, bestimmte Komponenten ihres Gesangs in Echtzeit anzupassen.

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DIVI: Eckpunktepapier der Krankenhausreform ist Schritt hin zu zukunftsfähiger Patientenversorgung

„Die notfallmedizinische und intensivmedizinische Versorgung wird sich zukünftig deutlich verbessern“, postuliert der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Felix Walcher (Bildmitte), nach der Vorstellung des Eckpunktepapiers von Bund und Ländern Anfang dieser Woche. Walcher sieht hier die relevantesten, wiederholt kommunizierten, konstruktiven Vorschläge der DIVI für die Neuaufstellung der Notfall- und Intensivmedizin berücksichtigt.

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Fintetuning for antibodies

Antibodies are crucial, not only for treating tumors and infections. Sometimes, however, the immune reaction they trigger can be too strong and end up causing more damage, for example in the case of people infected with Covid-19. Problems such as these can often be avoided by finetuning antibodies, as Prof. Dr. Falk Nimmerjahn from Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) and two of his colleagues in the Netherlands and in the UK have now reported in the journal Nature Immunology.

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Chinese alligator had Asian relatives around 200,000 years ago

University of Tübingen researchers show fossil skull from Thailand belonged to a previously unknown species

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Der China-Alligator hatte noch vor rund 200.000 Jahren asiatische Verwandte

Forscher der Universität Tübingen ordnen einen fossilen Schädel aus dem heutigen Thailand einer bisher unbekannten Art zu

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Welche Radiowellen den Magnetsinn von Zugvögeln stören

Viele Singvögel orientieren sich auf ihren Wanderungen am Erdmagnetfeld. Einem Forschungsteam der Universität Oldenburg ist es nun gelungen, den Frequenzbereich einzugrenzen, innerhalb dessen elektromagnetische Wellen den Magnetkompass der Zugvögel stören. Zugleich liefert das Resultat weitere starke Indizien für die Theorie der Forschenden, dass der Magnetsinn auf einem quantenmechanischen Effekt im Auge der Vögel beruht. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal PNAS erschienen.

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Gelber Rasen muss nicht sein

Pflanzenforscher Norbert Kühn gibt im Interview Tipps, wie Gärten und Balkone an den Klimawandel angepasst werden können

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Staatssekretär Dr. Andre Baumann und EU-Kommissionsvertreter Miguel Avila besichtigen InBiRa-Insektenbioraffinerie

Im Projekt »InBiRa« entwickeln Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart eine Insektenbioraffinerie. Mit deren Hilfe sollen sich neuartige Produkte aus Abfällen herstellen und somit Stoffkreisläufe nachhaltig schließen lassen. Bei einem Besuch am Institut am 12. Juli 2023 informierten sich Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, und Miguel Avila, Referent der Generaldirektion für Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, über die Fortschritte des Vorhabens. Das Projekt wird durch das Landesministerium mit Mitteln der EU gefördert.

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Neuerscheinung der Dr. Rainer Wild-Stiftung: Tagungsband „Drei Jahrzehnte Köpfe und Diskurse“

Aus den verschiedenen fachlichen Blickwinkeln zeichneten die Beitragenden beim 25. Heidelberger Ernährungsforum in ihren Vorträgen „Zukunftsbilder für eine gesunde Ernährung“. Als Orientierungspunkte dienten dabei jeweils Rückblicke, z. B. auf Erarbeitetes oder Bewährtes bzw. aktuelle und zukünftige Fragen und Herausforderungen der gesunden Ernährung heute und morgen

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Bösartiger Tumor bei Kindern: Neuer Krankheitsmechanismus aufgedeckt

Neuroblastome sind bösartige Tumore des Nervengewebes, entwickeln sich aus unreifem Nervengewebe im Körperinneren und können Tochtergeschwülste ausbilden. Sie treten bei Kindern zumeist vor Erreichen des Schulalters auf. Um die Behandlung weiter zu optimieren, müssen die Mechanismen der Tumorentstehung besser verstanden werden. In der Arbeitsgruppe von Prof. Holger Scholz am Institut für Translationale Physiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin wurde mit finanzieller Unterstützung der Wilhelm Sander-Stiftung ein neuer molekularer Signalweg entdeckt, der bei Sauerstoffmangel in Neuroblastomzellen aktiviert wird und das Tumorwachstum fördern kann.

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Neues Verfahren für nachhaltige Fußprothesen

DBU fördert Startup – Energie und Kosten sparen

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Tiefseegraben: Müllhalde am Meeresgrund

Ein Team von Forscher*innen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt, der Universität Basel und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung, hat die aktuell umfangreichste Untersuchung von (Makro-)Plastikmüll in einer Tiefe von bis zu 9600 Metern vollendet. In ihrer im Fachjournal „Environmental Pollution“ erschienenen Studie analysierten die Forschenden die Anzahl, das Material und die Art der Plastikabfälle im pazifischen Kurilen-Kamtschatka-Tiefseegraben. Sie zeigen, dass die meisten Plastiküberreste aus dem regionalen Seeverkehr und der Fischerei stammen. Das Team warnt, dass Tiefseegräben zu „Müllhalden der Meere“ werden könnten.

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Welchen Einfluss haben Smartglasses auf die Interaktionsarbeit im Gesundheitswesen?

Smartglasses bzw. intelligente Brillen kommen schon länger bei der Arbeit im Logistikbereich zum Einsatz. Zunehmend wird jetzt auch ein Einsatz im Gesundheitswesen diskutiert. Anders als in der Logistik sind Gesundheitsberufe aber auf eine vertrauensvolle Interaktion mit Patienten angewiesen. Forschende am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben daher untersucht, wie Patienten das Tragen und die Nutzung von Smartglasses durch Pflegekräfte und Ärzte im Krankenhaus bewerten. Die Studie zeigt, dass das Brillendesign für die Eindrucksbildung am entscheidendsten ist.

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Wer schlauer ist, lebt länger

Schlau sein zahlt sich aus, da bessere kognitive Fähigkeiten zu ausgewogeneren Entscheidungen führen können. Es ist jedoch noch weitgehend unerforscht, wie diese Fähigkeiten im Verlauf der Evolution entstanden sind. Nur wenn schlauere Individuen eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungsrate haben, können sich verbesserte kognitive Fähigkeiten durchsetzen. Wissenschaftler*innen vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung haben nun den Zusammenhang zwischen geistigen Fähigkeiten und Überlebensrate bei Grauen Mausmakis untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Tiere, die in den Kognitionstests am besten abgeschnitten haben, eine längere Lebensdauer aufwiesen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft