Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen: Neue Fachbegriffe sollen Unterschiede zeigen und Stigmatisierung vermeiden

Gießen, Hannover, Köln – Weltweit warnen Experten seit Jahren und rufen zur Bekämpfung der Epidemie der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) und der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) auf. Um diesen Kampf noch effektiver zu führen, beschlossen im Juni 2023 mehrere internationale hepatologische Fachgesellschaften, neue Fachbegriffe einzuführen. Die Ausrichter des 24. Deutschen Lebertages am 20. November 2023, der das Motto: „Kennen Sie Ihre Leberwerte?“ hat, unterstützen mit dem jährlichen Aktionstag unter anderem die Bekämpfung der NAFLD und informieren im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages über die neuen Begriffe.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Leitlinie zu Bakterieller Vaginose auf S2k-Niveau aktualisiert

Mit der aktualisierten AWMF-Leitlinie zur Bakteriellen Vaginose wurde eine wichtige Handlungsempfehlung auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht, neu strukturiert und von S1 auf S2k-Niveau erhöht. Damit wird der hohen Prävalenz der Bakteriellen Vaginose Rechnung getragen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Altersmedizin trifft auf Mikrobiomforschung: Neue Impulse für die Therapie von Immunerkrankungen

Jüngste Fortschritte in der Mikrobiomforschung ermöglichen neue Systemansätze zur Untersuchung des dynamischen Zusammenspiels zwischen Mikrobiota, ihren Metaboliten sowie den Immun- und Stoffwechselreaktionen des Wirts. Dieses Verständnis eröffnet neue Wege für therapeutische Interventionen bezüglich der Behebung altersbedingter Veränderungen in der Mikrobiota-Wirt-Homöostase. „Solche Eingriffe könnten den fäkalen Mikrobiota-Transfer, kurz FMT, definierte Bakterienkonsortien oder Phagen umfassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wir haben Tausende neue Arten entdeckt

Fast wäre die Tiefsee-Expedition „AleutBio“ kurz vor dem Start gescheitert. Doch aus dem Beinahe-Drama wurde ein großer Erfolg. Wie das gelang, berichtet die Meeresbiologin und Fahrtleiterin Angelika Brandt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entzündungswerte aus dem Spektrometer

Quantifizierung von Akute-Phase-Entzündungsproteinen mit NMR

Die Analyse der Gesamtheit aller kleinen Moleküle eines Organismus, des Metaboloms, hat ein großes Potenzial für die medizinische Diagnostik. Ein deutsches Forschungsteam nutzt dafür Kernresonanz-Spektroskopie (NMR). In ihrer in der Zeitschrift Angewandte Chemie vorgestellten Studie quantifizierten sie Akute-Phase-Proteine aus Serumproben, die als Marker für entzündliche Krankheiten dienen können. Mehrere diagnostische Parameter können so aus einer einzigen kurzen NMR-Messung erhalten werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Tierverhalten zukünftig markerlos erforschen

Einen Datensatz zur automatischen Entschlüsselung des Verhaltens einzelner Vögel eines Schwarms haben Forschende des Exzellenzclusters Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour der Universität Konstanz entwickelt. Damit ist die Erforschung von Verhalten von Tiergruppen rein aus Videoaufnahmen ohne jegliche Verwendung von Markern zukünftig möglich.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stark-Watzinger: „Auch Forschungspolitik braucht mehr Herz“

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger beim Besuch der Deutschen Herzstiftung: Forschung ein „entscheidender Treiber“ für bessere medizinische Versorgung herzkranker Menschen / Unabhängige Institutionen wie Herzstiftung „wichtige Säulen“ für Deutschlands Forschung

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Heat causes increase in occupational accidents

A study conducted by early career researchers from the Universities of Passau and Bern based on data from Switzerland has revealed: On days when temperatures exceed thirty degrees Celsius, the number of occupational accidents increases by 7.4 percent. With office workers, the night is the main cause.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hitze führt zu mehr Arbeitsunfällen

Eine Studie von Nachwuchsforschenden der Universitäten Passau und Bern zeigt anhand von Daten aus der Schweiz: An Tagen mit Temperaturen über 30 Grad steigt die Zahl der Arbeitsunfälle um 7,4 Prozent. Bei Bürokräften liegt die Ursache vor allem in der Nacht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

AI predicts the work rate of enzymes

Bioinformatics: Publication in Nature Communications

Enzymes play a key role in cellular metabolic processes. To enable the quantitative assessment of these processes, researchers need to know the so-called “turnover number” (for short: kcat) of the enzymes. In the scientific journal Nature Communications, a team of bioinformaticians from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) now describes a tool for predicting this parameter for various enzymes using AI methods.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Patterns of biodiversity unveiled

Understanding the origins and preservation of biodiversity is crucial as human impact continues to threaten our planet’s rich variety of life. Often overlooked, narrow-ranged and evolutionary unique species play a vital role in shaping biodiversity. Their concentrated presence, quantified as phylogenetic endemism, reveals important centers of biogeographic and evolutionary history. A new study led by a team of international researchers at the University of Göttingen has now uncovered global patterns and factors influencing phylogenetic endemism in seed plants, providing invaluable insights for conservation efforts worldwide. The findings were published in PNAS.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Muster der Biodiversität entschlüsselt

Der Mensch ist eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt. Um sie zu schützen, ist es wichtig, ihre Ursprünge zu verstehen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Arten, die evolutionär einzigartig sind, das heißt wenige oder keine nah verwandten Arten haben, und nur in einem begrenzten Gebiet vorkommen, also endemisch sind. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun globale Muster der Verbreitung endemischer Samenpflanzen aufgedeckt und Umweltfaktoren ermittelt, die ihren Endemismus beeinflussten. Damit liefern die Forschenden wertvolle Erkenntnisse für den weltweiten Schutz von Biodiversität.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Looking for study participants: Bite splint can prevent damage from teeth grinding

Many people grind their teeth at night, a habit that exerts great force, which in the long run can lead to a considerable loss of tooth enamel and damage to both fillings and crowns. Bite splints are designed to prevent this type of damage. The Carolinum, Goethe University Frankfurt’s dental clinic, is looking for test subjects for a new material study.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Probanden gesucht: Aufbissschiene kann Schäden durch Zähneknirschen verhindern

Viele Menschen knirschen nachts mit ihren Zähnen. Dabei wirken große Kräfte, was langfristig zu erheblichen Verlusten von Zahnschmelz und zu Schäden an Füllungen und Kronen führen kann. Aufbissschienen sollen diesen Schäden vorbeugen. Für eine Materialstudie am Carolinum, dem Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK) der Goethe-Universität, werden nun Probanden gesucht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Welt-Hepatitis-Tag: Deutsche Leberstiftung unterstützt die Elimination der Virushepatitis

Hannover – Am 28. Juli 2023 findet der Welt-Hepatitis-Tag statt. Das diesjährige Motto in Deutschland „Ich warte nicht. Ich handele!“ ist ein Aufruf, aktiv zu werden und sich beispielsweise testen zu lassen oder als Betroffener eine antivirale Therapie zu beginnen. Die Deutsche Leberstiftung unterstützt den Welt-Hepatitis-Tag und das Erreichen der WHO-Zielsetzung, Hepatitis B und C bis 2030 zu eliminieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Blasenentzündungen mit Viren bekämpfen

Basierend auf Bakteriophagen – Viren, welche Bakterien befallen – entwickeln ETH-​Forschende einen neuen Schnelltest, um die Erreger von Harnwegsinfektionen schnell und präzise zu identifizieren. Dies erlaubt es, ein passendes Antibiotikum zielgerichtet einzusetzen. Ausserdem haben die Forscher die Phagen genetisch modifiziert, um die krankheitserregenden Bakterien effizienter zu zerstören.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Versteckter Hunger“ trotz Obst- und Gemüseüberschuss

Haltbar gemachtes lokales Obst und Gemüse kann die Ernährungslage in Ostafrika verbessern

Das internationale Forschungsprojekt „Fruits and Vegetables for all Seasons“ (FruVaSe) unter Leitung der Universität Göttingen hat untersucht, ob lokale und bisher wenig erforschte Obst- und Gemüsearten in Ostafrika verarbeitet und haltbar gemacht werden können, so dass ein größerer Anteil der Ernte als Nahrungsmittel zur Verfügung steht. Auch zeigen sie Wege auf, wie Verarbeitungsreste genutzt werden können. Das Projektteam präsentiert die Ergebnisse und die entwickelten Produkte unter anderem in der Zeitschrift Ernährung im Fokus.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Biosurfactants might offer an environmentally friendly solution for tackling oil spills

Can biosurfactants increase microbiological oil degradation in North Sea seawater? An international research team from the universities of Stuttgart und Tübingen, together with the China West Normal University and the University of Georgia, have been exploring this question and the results have revealed the potential for a more effective and environmentally friendly oil spill response.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Why do we age and how can we stop it?

The aging process begins as early as young adulthood. What causes this process and what factors speed it up? Can regeneration research on the axolotl contribute to slowing down the aging process – or stop it altogether? Where does our longing for “eternal youth” come from? These are the questions researchers from various disciplines at TU Dresden are working on.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

(How) Cells Talk to Each Other: ISTA Scientists Successfully Model Cell Dynamics

Like us, cells communicate. Well, in their own special way. Using waves as their common language, cells tell one another where and when to move. They talk, they share information, and they work together – much like the interdisciplinary team of researchers from the Institute of Science and Technology Austria (ISTA) and the National University of Singapore (NUS). They conducted research on how cells communicate – and how that matters to future projects, e.g. application to wound healing.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Zellen miteinander plaudern: ISTA-Wissenschafter:innen modellieren erfolgreich Zelldynamik

Wie Menschen kommunizieren auch unsere Zellen. Allerdings auf ihre ganz eigene Art. In Form von Wellen, teilen sie sich gegenseitig mit, wann und wohin sie sich bewegen sollen. Sie reden, tauschen Informationen aus und arbeiten zusammen – wie auch uch das interdisziplinäre Forschungsteam des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und der National University of Singapore (NUS). Die Forscher:innen untersuchten, wie die Zellen das machen und welche Bedeutung das für zukünftige Projekte – wie z.B. rund um Wundheilung – haben kann.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie sich Seegras um die Welt verbreitete

20.07.2023/Kiel/Groningen. Seegräser sind die einzigen vollständig unter Wasser lebenden blühenden Meerespflanzen, die Küstenlebensräume auf der ganzen Welt erobert haben. Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung von Professor Dr. Thorsten Reusch, Meeresbiologe am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, rekonstruierte die Besiedlungsgeschichte des Seegrases Zostera marina von dessen Ursprung im Nordwestpazifik über den Pazifik und Atlantik bis ins Mittelmeer. Darüber hinaus stellten sie eine Verringerung der genetischen Vielfalt fest, was Anlass zur Frage gibt, wie gut sich Seegras an das sich verändernde Klima anpassen kann.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Multiple Sklerose: Verhängnisvolle Immunzell-Aktivierung im Darm sichtbar gemacht

LMU-Forschende zeigen, dass autoaggressive T-Zellen in einem bestimmten Bereich des Darmtrakts aktiviert werden – und zwar in Abhängigkeit vom Mikrobiom.

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Tierversuche durch REACH: Zahlen in die Debatte bringen

Bisher 4,2 Millionen Tierversuche im Zuge der europäischen Chemikalienverordnung REACH: Eine Studie aus Konstanz und Baltimore beziffert die Zahl der getöteten Tiere zur Gefahrenbewertung von Chemikalien in der chemischen Industrie

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

#BodyPositivity: More Diversity in Body Shapes

Social media play an important role in users‘ perception of the ideal body – often leading them in an unhealthy direction. Researchers at the University of Würzburg have investigated how this can be counteracted.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft