Krankenhauskeim im Dornröschenschlaf: Warum Infektionen mit Acinetobacter baumannii immer wieder aufflammen können

Ein Forschungsteam um Beate Averhoff und Volker Müller von der Goethe-Universität Frankfurt hat einen fundamentalen Mechanismus entdeckt, der dem gefürchteten Krankenhauskeim Acinetobacter baumannii beim Überleben hilft. Dieser Mechanismus macht deutlich, warum der Keim in Krankenhäusern schwer auszurotten ist und Infektionen in Patienten immer wieder aufflammen: Wenn die Lebensbedingungen für die Bakterien zu ungünstig werden, fallen sie in eine Art Dornröschenschlaf. Dann können sie mit gängigen diagnostischen Standards nicht mehr entdeckt und auch nicht mehr abgetötet werden. Aus diesem „tiefen Schlaf“ erwachen sie, wenn sich die Lebensbedingungen wieder besser werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The deep slumber of a hospital pathogen: Why infections with Acinetobacter baumannii can flare up again and again

A research team led by Beate Averhoff and Volker Müller of Goethe University Frankfurt has discovered a fundamental mechanism that helps the dreaded hospital pathogen Acinetobacter baumannii to survive. This mechanism explains why the pathogen is difficult to eradicate in hospitals and why infections flare up again and again in patients: When living conditions become too unfavorable for the bacteria, they fall into a kind of slumber. In this state, conventional diagnostic methods can no longer detect them nor is it possible to kill them off. When living conditions improve again, they awaken from this “deep sleep”.

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Fraunhofer IPA überträgt die Nutzungsrechte an Laborroboter KEVIN® United Robotics Group

Die United Robotics Group (URG) und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA haben im Rahmen ihrer neu geschlossenen
technologischen Partnerschaft eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Inhalt
der Vereinbarung ist der Vertrieb und die Weiterentwicklung des Laborroboters
KEVIN®, der von der URG produziert und vertrieben wird.

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Gendefekt führt bei Frauen eher zu Herzschwäche

Frauen sind stärker betroffen als Männer: Wenn das Gen PRDM16 mutiert ist, wirkt sich das auf den Stoffwechsel von Herzmuskelzellen aus. Das führt zu einer angeborenen Herzschwäche, berichtet ein Team um Sabine Klaassen und Jirko Kühnisch vom ECRC im Fachblatt „Cardiovascular Research“.

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Bier in Gefahr: Zitrusfrüchte aus dem Supermarkt enthalten Hopfen-Schaderreger

Falsche Entsorgung von Obstresten könnte Viroide von Zitrusfrüchten auf Hopfen übertragen und potenziell die Bierlieferung gefährden – so eine Studie der Uni Hohenheim.

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Narcissism and its impact on psychotherapy

Narcissistic personality traits are related to poorer response to psychotherapeutic treatment. This is the result of a German multi-site study with more than 2,000 participants receiving inpatient and outpatient psychotherapy. The findings of the research team at Jena University Hospital and University of Münster, now published in the scientific journal The Lancet Psychiatry, can contribute to further individualization of psychotherapy.

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Narzisstische Wesenszüge und ihr Einfluss auf die psychotherapeutische Behandlung

Narzisstische Persönlichkeitszüge hängen mit einem schlechteren Ansprechen auf psychotherapeutische Behandlung zusammen. Das zeigte eine deutschlandweite Studie mit über 2000 Patientinnen und Patienten aus stationärer und ambulanter Psychotherapie unter Leitung einer Forschungskooperation des Universitätsklinikums Jena und der Universität Münster. Das jetzt im Fachjournal The Lancet Psychiatry veröffentlichte Ergebnis kann zu einer weiteren Individualisierung der Psychotherapie beitragen.

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2023 – A Defining Year for Global Health Action

World Health Summit officially kicks off in Berlin

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

2023 – ein wegweisendes Jahr für globale Gesundheit

World Health Summit in Berlin offiziell eröffnet

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Volkswirtschaftlich brisant: Wechseljahre am Arbeitsplatz

Die Ergebnisse der ersten deutschlandweiten Befragung von Frauen über Auswirkungen von Wechseljahresbeschwerden am Arbeitsplatz liegen vor. Ein Interview mit Studienleiterin Prof. Dr. Andrea Rumler von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Am 18. Oktober ist Welt-Menopausetag. Ziel ist es, das Thema Klimakterium mit seinen medizinischen Implikationen und Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit von Frauen stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik zu rücken.

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Was Phytoplankton-Physiologie mit dem Klima zu tun hat: Neue Studie zum Stickstoff-Phosphor-Verhältnis im Ozean

13.10.2023/Kiel. Pflanzliches Plankton spielt eine entscheidende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Eine neue GEOMAR-Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, zeigt, wie Änderungen in den Körperfunktionen des Phytoplanktons, insbesondere bei der Nährstoffaufnahme, die chemische Zusammensetzung des Ozeans und sogar der Atmosphäre beeinflussen können. Dies legt nahe, dass Veränderungen in der Physiologie des marinen Phytoplanktons einen Einfluss auf das globale Klima haben können.

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Erntezeit

Botanischer Garten der HHU im Herbst

Der Herbst ist in den Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eingezogen. Die Blätter färben sich herbstlich, überall hängen Früchte an Sträuchern und Bäumen und im Nutzpflanzengarten stehen Kohl & Co. in voller Pracht. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen will: Der Botanische Garten hat im Oktober noch täglich geöffnet, ab November immer montags bis freitags.

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Parlamentarischer Abend zum Abschluss der Ausstellung „#Krisenalltag – Kommunikation in der Pandemie“

Gemeinsame Pressemitteilung von BfR, BBK und DKKV anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober 2023

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Experten stellen Aktionsplan zu männlicher Infertilität vor

Führende Expertinnen und Experten aus zehn Ländern fordern in einem gemeinsamen Übersichtsartikel Regierungen und Medizinsachverständige auf, die eingeschränkte männliche Fertilität als weitverbreitetes und ernstes medizinisches und gesellschaftliches Problem zu erkennen. Zu den Autoren des Artikels, der in der Fachzeitschrift Nature Reviews Urology erschienen ist, zählen drei Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Münster.

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Takeda Oncology Forschungspreis 2023 an Ann-Kathrin Daum

Bei einigen Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs tragen die Tumorzellen eine Mutation, die das Krebswachstum beschleunigt. Zwar gibt es Wirkstoffe, die dies verhindern, doch häufig entwickeln die Tumore Resistenzen gegen diese Medikamente. Ann-Kathrin Daum hat gezeigt, dass Bindegewebszellen der Tumor-Mikroumgebung den Fettstoffwechsel der Krebszellen ankurbeln und zur Entstehung der Therapieresistenz beitragen. Das Ergebnis könnte ein Ansatz für die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien sein.

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Gallisches Dorf: Pflanzliche Stammzellen wehren sich gegen Viren

Viren sind eine Bedrohung für alle Organismen, auch für Pflanzen. Eine kleine Gruppe von Pflanzenstammzellen wehrt sich jedoch erfolgreich gegen eine Infektion. Marco Incarbone, jetzt am MPIMP Golm, Gabriele Bradamante und ihre Koautoren am Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) zeigen nun, dass Salicylsäure und RNA-Interferenz für diese antivirale Immunität der Stammzellen verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden am 12. Oktober im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

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The last stand – Plant stem cells put up a fight against viruses

Viruses are a threat to all organisms, including plants. A small group of plant stem cells, however, successfully defends itself from infection. Marco Incarbone, now at MPIMP Golm, Gabriele Bradamante and their co-authors at the Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) uncovered that salicylic acid and RNA interference mediate this antiviral immunity of plant stem cells. The findings were published in PNAS on October 12.

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Ungewollte Kinderlosigkeit im Fokus: Rückblick auf die 35. Jahrestagung der DGA e.V.

Mit der ungewollten Kinderlosigkeit hatte die Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA) ein Thema von zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung in den Fokus ihrer 35. Jahrestagung gestellt.

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Mechanism decoded: how synapses are formed

How are synapses formed, those points of contact that allow the transmission of information from one neuron to the other? Working with an international team, researchers from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) have now uncovered a crucial mechanism and elucidated the identity of the axonal transport vesicles that generates synapses. The findings provide an important basis for promoting the regeneration of nerve cells and counteracting the aging process in the future. The results have just been published in the journal Science.

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Mechanismus entschlüsselt: So entstehen Synapsen

Wie entstehen eigentlich Synapsen, also jene Kontaktstellen, die die Erregungsübertragung von einer Nervenzelle zur anderen ermöglichen? Wissenschaftler vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) haben jetzt zusammen mit einem internationalen Team einen entscheidenden Mechanismus aufgedeckt und die Identität der axonalen Transportvesikel aufgeklärt. Die Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen, um künftig die Regeneration von Nervenzellen zu befördern oder auch Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Im Fachmagazin „Science“ wurden die Ergebnisse soeben vorgestellt.

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Study on the size growth of marine crocodiles in the Jurassic period

The State Museum of Natural History Stuttgart has a globally important collection of marine reptiles with numerous specimens from the time of the so-called Posidonia Shale. The outstanding feature of the ca. 183-182 million year old fossils from southwestern Germany is their extremely good, often complete preservation. The fossils are therefore not only beautiful exhibits, but also invaluable to science. Based on sixty-two fossils from the Posidonia Shale, a team from the State Museum of Natural History Stuttgart led by paleontologist Dr. Michela Johnson, conducted a study on the growth rate of the marine crocodile Macrospondylus bollensis.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Studie zum Größenwachstum von Meereskrokodilen in der Jurazeit.

Das Naturkundemuseum Stuttgart verfügt über eine weltweit bedeutende Sammlung von Meeresreptilen mit zahlreichen Exemplaren aus der Zeit des sogenannten Posidonienschiefers. Die Besonderheit der ca. 183-182 Millionen Jahre alten Fossilien aus Südwestdeutschland ist deren extrem gute, oft vollständige Erhaltung. Die Fossilien sind daher nicht nur schöne Ausstellungsstücke, sondern auch für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert. Auf der Grundlage von zweiundsechzig Fossilien aus dem Posidonienschiefer hat ein Team des Naturkundemuseums Stuttgart um die Paläontologin Dr. Michela Johnson, eine Untersuchung zum Größenwachstum des Meereskrokodils Macrospondylus bollensis durchführt.

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Viren als zielgerichtete Therapeutika

Viren gelten als wichtige Werkzeuge zur Entwicklung neuer Therapeutika gegen Krebs- und Erbkrankheiten. Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB erhält rund 25 Millionen Euro aus Landesmitteln, um in den nächsten fünf Jahren eine Außenstelle »Virus-basierte Therapien« in Biberach aufzubauen. Dort will IGB-Virusforscherin Susanne Bailer mit ihrem Team neue Technologien zur Herstellung und Testung viraler Therapeutika entwickeln. Am 12. Oktober 2023 nahm das Fraunhofer IGB den Zuwendungsbescheid des baden-württembergischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus entgegen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stellungnahme zur Auffrischimpfung gegen COVID-19 in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die DGGG hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) in der DGPM, der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin e.V. (DGPM) sowie der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e.V. (DGPGM) eine Stellungnahme zur Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hochsaison für Atemwegsinfekte: Händewaschen schützt!

In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Atemwegsinfektionen wie Erkältung, Grippe oder COVID-19 besonders leicht. Sorgfältige Hygiene hilft, sich und andere zu schützen. Zum Internationalen Händewaschtag am 15. Oktober 2023 erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an die Bedeutung des Händewaschens und gibt Hygienetipps zum Schutz der Gesundheit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft