Zukunftsaufgabe: Krebsprävention braucht Forschung

Memorandum benennt Defizite und Handlungsfelder für Deutschland

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Energieeinsparung in Bäckereien mittels einer neuartigen textilen Backunterlage

Die anhaltende Energiekrise bringt das Bäckerhandwerk mehr und mehr an seine Grenzen. Allerorts müssen Bäckereien schließen, weil sie die stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas nicht mehr aufbringen können. Der Einsatz energieeffizienter Backöfen und die Optimierung der Produktionsprozesse sind wichtige Bausteine, die helfen, Energie einzusparen. Forscher des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Textile Faserkeramiken TFK in Münchberg haben jetzt einen weiteren wirksamen Baustein entwickelt: eine textile Backunterlage.

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Klein und oho: Mikroorganismen und ihre Bedeutung für unsere Gewässer

Ohne Kleinstlebewesen geht in Ökosystemen nichts: Pilze verdauen Nahrung vor, Parasiten dämmen Blaualgen ein, Wasserflöhe halten aquatische Nahrungsnetze zusammen. Am IGB arbeiten zahlreiche Forschende zu unterschiedlichen Mikroorganismen und erkunden dabei ebenso die Ökologie dieser Lebewesen als auch die Frage, inwieweit sie durch den Klimawandel und andere menschengemachte Veränderungen gefährdet sind. Die Ergebnisse faszinieren, zeigen aber auch, wie bedroht das vielfältige Leben in unseren Gewässern ist – selbst die von Mikroben.

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Funktionsweise des Gedächtnisses dank KI entschlüsseln

Eine Symphonie von elektrischen Signalen und ein dynamisches Geflecht von Verbindungen zwischen Gehirnzellen helfen uns, neue Erinnerungen zu bilden. Mit Hilfe von KI-gestützten Modellen neuronaler Netzwerke arbeiten Forschende des FMI daran, zu entschlüsseln, wie das Gehirn diesen Tanz orchestriert. Ihre jüngste Studie hat einen grossen Fortschritt erzielt bei der genauen Simulation der Veränderungen in den Verbindungen zwischen Neuronen, die die äussere Umgebung wahrnehmen. Somit hat sie die Tür zu einem besseren Verständnis dafür geöffnet, wie unzählige Gehirnzellen Empfindungen in Wahrnehmungen und Gedanken umwandeln. Hier hilft KI, die Funktionsweise echter Gehirne besser zu verstehen.

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Mit der Protonenpumpe zu mehr Wachstum: Mechanismus zur Anpassung an den Klimawandel in Mikroalgen entdeckt

16.10.2023/Kiel/Norwich/Würzburg. Mikroalgen kompensieren Nährstoffmangel mithilfe einer lichtgetriebenen Protonenpumpe, womit sie sich auch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Diesen Mechanismus haben Forschende des GEOMAR Helmholtz Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Universität von East Anglia (UEA) und der Universität Würzburg entdeckt. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen sie heute in der Zeitschrift Nature Microbiology. Die Entdeckung öffnet den Weg für biotechnologische Entwicklungen, die den negativen Auswirkungen veränderter Umweltbedingungen wie der Erwärmung der Ozeane und sogar der sinkenden Produktivität von Nutzpflanzen entgegenwirken könnten.

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Inbetriebnahme der ersten deutschen Forschungsanlage zur Herstellung von Recyclingdüngern aus Trockentoiletteninhalten

Im Rahmen des Forschungsprojekts zirkulierBAR, das am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) koordiniert wird, wurde heute auf dem Gelände der Kreiswerke Barnim GmbH in Eberswalde feierlich eine Urinaufbereitungsanlage sowie ein Humusregal zur Verwertung von Inhalten aus Trockentoiletten eröffnet. Mit der Inbetriebnahme ist das zirkulierBAR Reallabor nun komplett. Die Fertigstellung ist ein wichtiger Meilenstein für Forschung und Praxis im Bereich der regionalen Kreislaufwirtschaft.

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Krankenhauskeim im Dornröschenschlaf: Warum Infektionen mit Acinetobacter baumannii immer wieder aufflammen können

Ein Forschungsteam um Beate Averhoff und Volker Müller von der Goethe-Universität Frankfurt hat einen fundamentalen Mechanismus entdeckt, der dem gefürchteten Krankenhauskeim Acinetobacter baumannii beim Überleben hilft. Dieser Mechanismus macht deutlich, warum der Keim in Krankenhäusern schwer auszurotten ist und Infektionen in Patienten immer wieder aufflammen: Wenn die Lebensbedingungen für die Bakterien zu ungünstig werden, fallen sie in eine Art Dornröschenschlaf. Dann können sie mit gängigen diagnostischen Standards nicht mehr entdeckt und auch nicht mehr abgetötet werden. Aus diesem „tiefen Schlaf“ erwachen sie, wenn sich die Lebensbedingungen wieder besser werden.

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The deep slumber of a hospital pathogen: Why infections with Acinetobacter baumannii can flare up again and again

A research team led by Beate Averhoff and Volker Müller of Goethe University Frankfurt has discovered a fundamental mechanism that helps the dreaded hospital pathogen Acinetobacter baumannii to survive. This mechanism explains why the pathogen is difficult to eradicate in hospitals and why infections flare up again and again in patients: When living conditions become too unfavorable for the bacteria, they fall into a kind of slumber. In this state, conventional diagnostic methods can no longer detect them nor is it possible to kill them off. When living conditions improve again, they awaken from this “deep sleep”.

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Fraunhofer IPA überträgt die Nutzungsrechte an Laborroboter KEVIN® United Robotics Group

Die United Robotics Group (URG) und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA haben im Rahmen ihrer neu geschlossenen
technologischen Partnerschaft eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Inhalt
der Vereinbarung ist der Vertrieb und die Weiterentwicklung des Laborroboters
KEVIN®, der von der URG produziert und vertrieben wird.

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Gendefekt führt bei Frauen eher zu Herzschwäche

Frauen sind stärker betroffen als Männer: Wenn das Gen PRDM16 mutiert ist, wirkt sich das auf den Stoffwechsel von Herzmuskelzellen aus. Das führt zu einer angeborenen Herzschwäche, berichtet ein Team um Sabine Klaassen und Jirko Kühnisch vom ECRC im Fachblatt „Cardiovascular Research“.

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Bier in Gefahr: Zitrusfrüchte aus dem Supermarkt enthalten Hopfen-Schaderreger

Falsche Entsorgung von Obstresten könnte Viroide von Zitrusfrüchten auf Hopfen übertragen und potenziell die Bierlieferung gefährden – so eine Studie der Uni Hohenheim.

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Narcissism and its impact on psychotherapy

Narcissistic personality traits are related to poorer response to psychotherapeutic treatment. This is the result of a German multi-site study with more than 2,000 participants receiving inpatient and outpatient psychotherapy. The findings of the research team at Jena University Hospital and University of Münster, now published in the scientific journal The Lancet Psychiatry, can contribute to further individualization of psychotherapy.

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Narzisstische Wesenszüge und ihr Einfluss auf die psychotherapeutische Behandlung

Narzisstische Persönlichkeitszüge hängen mit einem schlechteren Ansprechen auf psychotherapeutische Behandlung zusammen. Das zeigte eine deutschlandweite Studie mit über 2000 Patientinnen und Patienten aus stationärer und ambulanter Psychotherapie unter Leitung einer Forschungskooperation des Universitätsklinikums Jena und der Universität Münster. Das jetzt im Fachjournal The Lancet Psychiatry veröffentlichte Ergebnis kann zu einer weiteren Individualisierung der Psychotherapie beitragen.

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2023 – A Defining Year for Global Health Action

World Health Summit officially kicks off in Berlin

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2023 – ein wegweisendes Jahr für globale Gesundheit

World Health Summit in Berlin offiziell eröffnet

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Volkswirtschaftlich brisant: Wechseljahre am Arbeitsplatz

Die Ergebnisse der ersten deutschlandweiten Befragung von Frauen über Auswirkungen von Wechseljahresbeschwerden am Arbeitsplatz liegen vor. Ein Interview mit Studienleiterin Prof. Dr. Andrea Rumler von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Am 18. Oktober ist Welt-Menopausetag. Ziel ist es, das Thema Klimakterium mit seinen medizinischen Implikationen und Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit von Frauen stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik zu rücken.

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Was Phytoplankton-Physiologie mit dem Klima zu tun hat: Neue Studie zum Stickstoff-Phosphor-Verhältnis im Ozean

13.10.2023/Kiel. Pflanzliches Plankton spielt eine entscheidende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Eine neue GEOMAR-Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, zeigt, wie Änderungen in den Körperfunktionen des Phytoplanktons, insbesondere bei der Nährstoffaufnahme, die chemische Zusammensetzung des Ozeans und sogar der Atmosphäre beeinflussen können. Dies legt nahe, dass Veränderungen in der Physiologie des marinen Phytoplanktons einen Einfluss auf das globale Klima haben können.

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Erntezeit

Botanischer Garten der HHU im Herbst

Der Herbst ist in den Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eingezogen. Die Blätter färben sich herbstlich, überall hängen Früchte an Sträuchern und Bäumen und im Nutzpflanzengarten stehen Kohl & Co. in voller Pracht. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen will: Der Botanische Garten hat im Oktober noch täglich geöffnet, ab November immer montags bis freitags.

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Parlamentarischer Abend zum Abschluss der Ausstellung „#Krisenalltag – Kommunikation in der Pandemie“

Gemeinsame Pressemitteilung von BfR, BBK und DKKV anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober 2023

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Experten stellen Aktionsplan zu männlicher Infertilität vor

Führende Expertinnen und Experten aus zehn Ländern fordern in einem gemeinsamen Übersichtsartikel Regierungen und Medizinsachverständige auf, die eingeschränkte männliche Fertilität als weitverbreitetes und ernstes medizinisches und gesellschaftliches Problem zu erkennen. Zu den Autoren des Artikels, der in der Fachzeitschrift Nature Reviews Urology erschienen ist, zählen drei Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Münster.

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Takeda Oncology Forschungspreis 2023 an Ann-Kathrin Daum

Bei einigen Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs tragen die Tumorzellen eine Mutation, die das Krebswachstum beschleunigt. Zwar gibt es Wirkstoffe, die dies verhindern, doch häufig entwickeln die Tumore Resistenzen gegen diese Medikamente. Ann-Kathrin Daum hat gezeigt, dass Bindegewebszellen der Tumor-Mikroumgebung den Fettstoffwechsel der Krebszellen ankurbeln und zur Entstehung der Therapieresistenz beitragen. Das Ergebnis könnte ein Ansatz für die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien sein.

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Gallisches Dorf: Pflanzliche Stammzellen wehren sich gegen Viren

Viren sind eine Bedrohung für alle Organismen, auch für Pflanzen. Eine kleine Gruppe von Pflanzenstammzellen wehrt sich jedoch erfolgreich gegen eine Infektion. Marco Incarbone, jetzt am MPIMP Golm, Gabriele Bradamante und ihre Koautoren am Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) zeigen nun, dass Salicylsäure und RNA-Interferenz für diese antivirale Immunität der Stammzellen verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden am 12. Oktober im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

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The last stand – Plant stem cells put up a fight against viruses

Viruses are a threat to all organisms, including plants. A small group of plant stem cells, however, successfully defends itself from infection. Marco Incarbone, now at MPIMP Golm, Gabriele Bradamante and their co-authors at the Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI) uncovered that salicylic acid and RNA interference mediate this antiviral immunity of plant stem cells. The findings were published in PNAS on October 12.

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Ungewollte Kinderlosigkeit im Fokus: Rückblick auf die 35. Jahrestagung der DGA e.V.

Mit der ungewollten Kinderlosigkeit hatte die Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA) ein Thema von zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung in den Fokus ihrer 35. Jahrestagung gestellt.

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Mechanism decoded: how synapses are formed

How are synapses formed, those points of contact that allow the transmission of information from one neuron to the other? Working with an international team, researchers from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) have now uncovered a crucial mechanism and elucidated the identity of the axonal transport vesicles that generates synapses. The findings provide an important basis for promoting the regeneration of nerve cells and counteracting the aging process in the future. The results have just been published in the journal Science.

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