DFG und Leopoldina zur EU-Debatte um neue genomische Techniken in der Pflanzenzucht

Anlässlich der anstehenden Beratungen von Bundesrat und Bundestag zum EU-weiten Umgang mit Pflanzen, die mit neuen genomischen Verfahren gezüchtet worden sind, haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute eine Ad-hoc-Stellungnahme veröffentlicht. Darin bekräftigen sie ihre Unterstützung für den von der Europäischen Kommission am 5. Juli 2023 vorgeschlagenen Verordnungsentwurf.

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Neue Einblicke in die Genetik des Gemeinen Kraken: Genom auf Chromosomenebene entschlüsselt

Wissenschaftlicher Meilenstein ermöglicht vertiefte Einblicke in die Evolution und Biologie von Octopus vulgaris

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„Die Pandemie von Übergewicht und Diabetes stoppen“: Heinrich-Wieland-Preis für Münchner Forscher

Immer mehr Menschen weltweit sind von Übergewicht betroffen. Oftmals folgen darauf Diabetes, schwere Herzkreislauferkrankungen und viele andere Komplikationen. Um diese globale Gesundheitskrise zu bekämpfen, benötigen wir effektive Medikamente: Prof. Matthias Tschöp von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM), ein Pionier auf diesem Gebiet, hat die zentralen Mechanismen der Gewichtsregulierung entschlüsselt und Medikamente entwickelt, die Übergewicht und dessen Folgen effektiver denn je behandeln bzw. vorbeugen können. Für seine bahnbrechende Arbeit erhält er am 19.10.23 in München den mit 100.000 Euro dotierten Heinrich-Wieland-Preis der Boehringer Ingelheim Stiftung.

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Die Untersuchung heutiger Salamander Hinweise auf das Fressverhalten früher Landwirbeltiere

In einer Untersuchung anlysierte ein internationales Team um Dr. Daniel Schwarz und Prof. Dr. Rainer Schoch vom Naturkundemuseum Stuttgart das Fressverhalten von heute lebenden Salamandern und nutzte die Ergebnisse anschließend, um Rückschlüsse auf das Verhalten früher Tetrapoden zu ziehen.

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The study of modern salamanders provides clues to the feeding behavior of early terrestrial vertebrates

An international team led by Dr. Daniel Schwarz and Prof. Dr. Rainer Schoch of the State Museum of Natural History Stuttgart, Germany, studied the feeding behavior of extant salamanders and subsequently used the results of these analyses to draw conclusions about the feeding behavior of early tetrapods.

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Bundesagentur fördert Forschungsprojekt der FU zur Entwicklung eines neuen antiviralen Wirkstoffs

Internationales Antivirus-Projekt MUCBOOST um Prof. Dr. Daniel Lauster vom Institut für Pharmazie erhält weitere 2,5 Millionen Euro / eines von bundesweit vier ausgezeichneten Projekten

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Psychologisches Wissen für alle

Psychologisches Wissen: Verständlich, verlässlich, für alle! Das ist das Motto von KLARpsy. In einem Symposium des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID) am 18. Oktober 2023 an der Universität Trier wurde das Angebot der Öffentlichkeit vorgestellt.

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DGIM überschreitet Marke von 30 000 Mitgliedern – Starke Stimme für die Innere Medizin

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) hat Ende September die Marke von 30 000 Mitgliedern überschritten. Mit dem Beitritt von Dr. med. Sebastian Pointner aus Kiel erreichte die Fachgesellschaft diesen Meilenstein. Der Arzt in Weiterbildung schätzt an der DGIM vor allem das umfangreiche eLearning-Angebot zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung. Als Europas größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft verzeichnet die DGIM weiterhin ein starkes Wachstum. Besonders erfreulich aus DGIM-Sicht: Unter den Neumitgliedern sind viele unter 40 Jahren, die Mehrheit ist zudem weiblich.

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Scientists develop novel nanoparticles that could serve as contrast agents

Special nanoparticles could one day improve modern imaging techniques. Developed by researchers at Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), the properties of these unique nanoparticles change in reaction to heat. When combined with an integrated dye, the particles may be used in photoacoustic imaging to produce high-resolution, three-dimensional internal images of the human body, the team reports in the journal „Chemical Communications“.

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Studie: Neuartige Nanopartikel als Kontrastmittel?

Spezielle Nanopartikel könnten künftig dabei helfen, moderne bildgebende Verfahren zu verbessern. Entwickelt wurden sie von Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das Besondere: Die Nanopartikel reagieren auf Wärme und verändern dabei ihre Eigenschaften. In Kombination mit einem integrierten Farbstoff könnten die Teilchen in der photoakustischen Bildgebung eingesetzt werden, um hochauflösende, dreidimensionale Bilder des Körperinneren zu erzeugen. Die Studie wurde im Fachjournal „Chemical Communications“ veröffentlicht.

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Anhaltend hohe arbeitsbezogene Beschwerden und stetig steigende Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen

Auf anhaltend hohe arbeitsbezogene Beschwerden der Beschäftigten und stetig steigende Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) anlässlich des Erscheinens des Fehlzeiten-Reports 2023 hingewiesen. Der Report beleuchtet die Auswirkungen der aktuellen Krisen auf Unternehmen und die Gesundheit der Beschäftigten. Er zeigt unter anderem, dass Betriebe und Organisationen, die von ihren Mitarbeitenden als zukunftsfähig eingeschätzt werden, im Schnitt weniger berufliche Fehlzeiten und gesündere Beschäftigte haben.

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Forschungsansätze wollen belegen, dass Metakognition einen positiven Effekt u.a. bei Schlafstörungen haben kann

Wenn man aufgeregt ist, dann kann man nicht schlafen. Das kennt jeder. Diese Aufregung ist zumeist gedanklich bedingt. Man grübelt über Probleme und findet nicht zur Ruhe. Daraus kann sich eine Ein- und Durchschlafstörung, eine sogenannte Insomnie, herausbilden – und sogar chronisch werden. Um dies zu verhindern, gibt es schlafhygienische Maßnahmen oder Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie. Das hilft vielen Menschen, manchen aber auch nicht. Für diese Gruppe von Patienten verfolgen Psychologen den Ansatz, dass es helfen könnte, sich nicht allein mit den Gedanken, die sich ein Mensch macht, zu beschäftigen, sondern auch damit, wie derjenige diese bewertet.

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Wie emotionale Unterstützung Schmerzen reduzieren kann

Schmerzen hat man nicht allein. Das soziale Umfeld hat einen Einfluss darauf, wie Betroffene Schmerzen wahrnehmen und erleben. So kann eine soziale Unterstützung das Wohlbefinden von Menschen mit chronischen Schmerzen verbessern. Sind Angehörige und Freunde jedoch übermäßig besorgt, wirkt sich dies negativ auf das Schmerzerleben aus und verstärkt damit die Beeinträchtigungen. „Soziale Aspekte von Schmerz und Schmerztherapie“ ist eines der Schwerpunktthemen des diesjährigen Schmerzkongresses der Deutschen Schmerzgesellschaft und der DMKG. Auf der Pressekonferenz am 19. Oktober 2023 werden Expertinnen und -experten Möglichkeiten zur Verbesserung der Schmerzbewältigung und -therapie vorstellen.

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KI-Modelle identifizieren Biodiversität anhand von Tierstimmen im tropischen Regenwald

Tierlaute zeigen sehr gut an, wie es um die Biodiversität auf tropischen Wiederbewaldungsflächen bestellt ist. Das hat ein Team um Professor Jörg Müller mit Tonaufnahmen und KI-Modellen nachgewiesen.

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AI Models Identify Biodiversity From Animal Sounds in Tropical Rainforests

Animal sounds are a very good indicator of biodiversity in tropical reforestation areas. Researchers led by Würzburg Professor Jörg Müller demonstrate this by using sound recordings and AI models.

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“We Need a Fair And Sustainable Multilateralism.”

World Health Summit 2023 ends with clear demands. A majority of speakers were women.

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“Wir brauchen einen fairen und nachhaltigen Mulitlateralismus.”

World Health Summit 2023 endet mit klaren Forderungen. In den Panels: Mehr Sprecherinnen als Sprecher.

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Der Schatz der Birnbäume

Die Klaus Tschira Stiftung fördert ein Projekt, das altes Wissen um Obstsorten mit dem genetischen Fingerabdruck zusammenbringt.

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Was war zuerst da – Schwimmblase oder Lunge?

Haben Haie eine Schwimmblase, die ihnen wie den meisten anderen Fischen dabei hilft, im Wasser zu schweben? Diese Frage sorgte vor rund 150 Jahren noch für hitzige Diskussionen. Wie bereichernd diese auch heute noch sein können, das zeigen jetzt Forschende aus Jena und Tübingen. Sie haben einen Briefwechsel zwischen Charles Darwin und Ernst Haeckel aus dem Jahr 1868 entdeckt, in dem diese ausführlich über ein mögliches Schwimmblasen-Rudiment bei Haien diskutieren. Durch den schriftlichen Austausch der beiden Vordenker lässt sich die damalige Evolutionsforschung hautnah miterleben. Die Hauptrolle in diesem Austausch spielt aber ein weniger prominenter, jüngerer Kollege.

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Zukunftsaufgabe: Krebsprävention braucht Forschung

Memorandum benennt Defizite und Handlungsfelder für Deutschland

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Energieeinsparung in Bäckereien mittels einer neuartigen textilen Backunterlage

Die anhaltende Energiekrise bringt das Bäckerhandwerk mehr und mehr an seine Grenzen. Allerorts müssen Bäckereien schließen, weil sie die stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas nicht mehr aufbringen können. Der Einsatz energieeffizienter Backöfen und die Optimierung der Produktionsprozesse sind wichtige Bausteine, die helfen, Energie einzusparen. Forscher des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Textile Faserkeramiken TFK in Münchberg haben jetzt einen weiteren wirksamen Baustein entwickelt: eine textile Backunterlage.

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Klein und oho: Mikroorganismen und ihre Bedeutung für unsere Gewässer

Ohne Kleinstlebewesen geht in Ökosystemen nichts: Pilze verdauen Nahrung vor, Parasiten dämmen Blaualgen ein, Wasserflöhe halten aquatische Nahrungsnetze zusammen. Am IGB arbeiten zahlreiche Forschende zu unterschiedlichen Mikroorganismen und erkunden dabei ebenso die Ökologie dieser Lebewesen als auch die Frage, inwieweit sie durch den Klimawandel und andere menschengemachte Veränderungen gefährdet sind. Die Ergebnisse faszinieren, zeigen aber auch, wie bedroht das vielfältige Leben in unseren Gewässern ist – selbst die von Mikroben.

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Funktionsweise des Gedächtnisses dank KI entschlüsseln

Eine Symphonie von elektrischen Signalen und ein dynamisches Geflecht von Verbindungen zwischen Gehirnzellen helfen uns, neue Erinnerungen zu bilden. Mit Hilfe von KI-gestützten Modellen neuronaler Netzwerke arbeiten Forschende des FMI daran, zu entschlüsseln, wie das Gehirn diesen Tanz orchestriert. Ihre jüngste Studie hat einen grossen Fortschritt erzielt bei der genauen Simulation der Veränderungen in den Verbindungen zwischen Neuronen, die die äussere Umgebung wahrnehmen. Somit hat sie die Tür zu einem besseren Verständnis dafür geöffnet, wie unzählige Gehirnzellen Empfindungen in Wahrnehmungen und Gedanken umwandeln. Hier hilft KI, die Funktionsweise echter Gehirne besser zu verstehen.

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Mit der Protonenpumpe zu mehr Wachstum: Mechanismus zur Anpassung an den Klimawandel in Mikroalgen entdeckt

16.10.2023/Kiel/Norwich/Würzburg. Mikroalgen kompensieren Nährstoffmangel mithilfe einer lichtgetriebenen Protonenpumpe, womit sie sich auch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Diesen Mechanismus haben Forschende des GEOMAR Helmholtz Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Universität von East Anglia (UEA) und der Universität Würzburg entdeckt. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen sie heute in der Zeitschrift Nature Microbiology. Die Entdeckung öffnet den Weg für biotechnologische Entwicklungen, die den negativen Auswirkungen veränderter Umweltbedingungen wie der Erwärmung der Ozeane und sogar der sinkenden Produktivität von Nutzpflanzen entgegenwirken könnten.

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Inbetriebnahme der ersten deutschen Forschungsanlage zur Herstellung von Recyclingdüngern aus Trockentoiletteninhalten

Im Rahmen des Forschungsprojekts zirkulierBAR, das am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) koordiniert wird, wurde heute auf dem Gelände der Kreiswerke Barnim GmbH in Eberswalde feierlich eine Urinaufbereitungsanlage sowie ein Humusregal zur Verwertung von Inhalten aus Trockentoiletten eröffnet. Mit der Inbetriebnahme ist das zirkulierBAR Reallabor nun komplett. Die Fertigstellung ist ein wichtiger Meilenstein für Forschung und Praxis im Bereich der regionalen Kreislaufwirtschaft.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft