Weitere Verbreitung von Carbapenem-resistentem Acinetobacter baumannii muss vermieden werden

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung von der Universität zu Köln haben eine Studie zu dem Carbapenem-resistenten Bakterium Acinetobacter baumannii durchgeführt. Der Erreger wurde 2017 von der Weltgesundheitsorganisation als einer von zwölf multiresistenten Krankheitserregern identifiziert, für die dringend neue Wirkstoffe benötigt werden. Die Wissenschaftler:innen haben eine weltweite Sammlung von mehr als 300 Proben des Bakteriums auf ihre molekulare Epidemiologie, sprich auf ihre „Verwandtschaftsverhältnisse“ untereinander, überprüft. Die Ergebnisse wurden nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift mBio veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erste Hilfe leicht erklärt

Master-Studierende der Medizin- und Gesundheitspädagogik der SRH Hochschule für Gesundheit erstellen in einem von der Aktion Mensch e. V. geförderten Projekt Lehrmaterialien für einen Erste-Hilfe-Kurs in Leichter Sprache.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

How social media can contribute to species conservation

Photos of plants and animals posted on social media can help protect biodiversity, especially in tropical regions. This is the conclusion of a team of researchers led by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv), the Helmholtz Centre for Environmental Research (UFZ), the Friedrich Schiller University Jena (FSU), and the University of Queensland (UQ). Recently published in BioScience, One Earth, and Conservation Biology, the three studies investigated the benefits of using Facebook data for conservation assessments in Bangladesh. The researchers point out that social media can support species monitoring and contribute to conservation assessments in tropical countries.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Soziale Medien zum Artenschutz beitragen können

Fotos von Tier- und Pflanzenarten, die in den Sozialen Medien geteilt werden, können einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Biodiversität leisten – vor allem in tropischen Gebieten. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität von Queensland (UQ). In drei Studien, die in BioScience, One Earth und Conservation Biology veröffentlicht wurden, zeigen sie am Beispiel Bangladeschs, dass Facebook-Daten einen wichtigen Beitrag zum Biodiversitätsmonitoring und zur Bewertung potenzieller Schutzgebiete leisten können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Online-Vortrag „Ohne Stress zu gesundem Schlaf – fit mit Methode“

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Im Online-Vortrag der APOLLON Hochschule mit dem Titel „Ohne Stress zu gesundem Schlaf – fit mit Methode“ erläutert Psychologin Nicola Johnsen, was gesunden Schlaf ausmacht und wie er erreicht werden kann. Die Veranstaltung beginnt am 15.11.2023 um 18:00 Uhr und wird von Prof. Dr. Viviane Scherenberg moderiert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

ERC Synergy Grant for Björn Schumacher: bats as a guide to extend healthspan

European Research Council (ERC) is funding the project ‘BATPROTECT’ with 11.9 million euros over a period of six years

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kognitives Altern und Persönlichkeit: Kann Offenheit für neue Erfahrungen das Gedächtnis schützen?

Der altersbedingte Abbau der Gedächtnisleistung ist ein bekanntes Phänomen, das in zahlreichen Studien bereits bestätigt wurde. Neue Erkenntnisse aus der Forschung am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) Magdeburg zu individuellen Unterschieden im kognitiven Altern zeigen nun: Die Persönlichkeitseigenschaft „Offenheit für Erfahrungen“ könnte eine positive Verbindung zur Gedächtnisleistung bei Älteren aufweisen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Heidelberg: Umweltministerin Thekla Walker MdL eröffnet Akademisches Jahr

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat das Akademische Jahr 2023/2024 mit einem Festakt eröffnet. Die Beiträge standen sämtlich unter dem Motto „Nachhaltige Entwicklung“. So hielt etwa Thekla Walker MdL, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, den Festvortrag. Marco Grübbel, Leiter Vermögen und Bau Amt Mannheim und Heidelberg, und Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach sprachen mit dem Publikum über Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb. Es wurden ferner herausragende Forschungsarbeiten gewürdigt, die einen wesentlichen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen leisten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Genetische Methoden ermöglichen die Nutzung fossiler Lipide als Biomarker für sauerstoffproduzierende Ur-Bakterien

Neue Studie in Nature Ecology & Evolution liefert wichtige Grundlage für die Entschlüsselung der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Long COVID macht das Denken langsamer

Charakteristisch für die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme bei Long COVID ist eine verlangsamte Informationsverarbeitung. Mit diesem Ergebnis können neuropsychologische Studien des Universitätsklinikums Jena die von Betroffenen oft berichtete kognitive Beeinträchtigung objektiv belegen. Damit wird auch eine Zielgröße für therapeutisches Training und ein Kriterium für die Effektivität von Therapieansätzen aufgezeigt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Residente T-Zellen in Lymphknoten entdeckt

Anders als bislang bekannt, verbleiben bestimmte T-Zellen über längere Zeit in Lymphknoten und speichern dort Informationen zu Immunreaktionen. Das haben Forschende der Uni Würzburg und der Uniklinik Aachen jetzt herausgefunden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Membrane Transporter Ensures Mobility of Sperm Cells

Special proteins – known as membrane transporters – are of key importance for the mobility of sperm cells. A research team from the Heidelberg University Biochemistry Center (BZH) headed by Prof. Dr Cristina Paulino has, with the aid of cryo-electron microscopy, for the first time succeeded in decoding the structure of such a transporter and its mechanism. According to the researchers, these findings will enable a better understanding of the molecular foundations of reproductive capacity and could, in the long term, contribute to developing new approaches to treating fertility disorders and new methods of specific contraception.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The ego-consciousness of the feathered fowl?

Scrape, cluck, lay eggs – that’s it? Anyone involved in chicken farming knows that the animals are capable of much more. Researchers at the Universities of Bonn and Bochum, together with the MSH Medical School Hamburg, have found evidence that roosters could recognize themselves in a mirror. Whether this is successful, however, depends on the experimental conditions – a finding that points beyond the experiment with roosters and could also be of importance for other animal species. The study is now published in the journal PLOS ONE.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Membrantransporter sorgen für Mobilität von Spermienzellen

Für die Beweglichkeit von Spermienzellen sind spezielle Proteine – sogenannte Membrantransporter – von entscheidender Bedeutung. Einem Forschungsteam des Biochemiezentrums der Universität Heidelberg (BZH) unter Leitung von Prof. Dr. Cristina Paulino ist es mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie gelungen, erstmals den Aufbau eines solchen Transporters und dessen Mechanismus zu entschlüsseln. Nach Angaben der Wissenschaftler ermöglichen diese Erkenntnisse ein besseres Verständnis molekularer Grundlagen der Fortpflanzungsfähigkeit und könnten über lange Sicht dazu beitragen, neue Ansätze zur Behandlung von Fertilitätsstörungen und neue Methoden zur spezifischen Verhütung zu entwickeln.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Deceiving cancer to facilitate treatment The effect of the phenotypic plasticity of cancer cells and how to exploit it

Cancer cells are notorious for rapidly changing their phenotype, driving within-host spread and evading treatment. Scientists in Plön used a mathematical model to understand the role of a signal used by cancer cells to control their phenotype. By manipulating these signals, cancer cells can be tricked into a less harmful phenotype that is more responsive to treatments.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Warum sich die New York Times für Bonner Hühner interessiert

Scharren, gackern, Eier legen – das war’s? Wer sich mit Hühnerhaltung befasst weiß, dass die Tiere deutlich mehr können. Forschende der Universitäten Bonn und Bochum haben zusammen mit der MSH Medical School Hamburg Hinweise gefunden, dass sich Hähne in einem Spiegel erkennen könnten. Ob dies gelingt, hängt jedoch von den Versuchsbedingungen ab – ein Ergebnis, das über das Experiment mit Hähnen hinausweist und auch für andere Tierarten von Bedeutung sein könnte. Die Studie ist nun im Journal PLOS ONE veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Lysosomes prove to be quick-change artists

Lysosomes play an important role in cells and tissues, controlling not only the degradation of substances but also cell division and growth. A team led by Professor Volker Haucke and Dr. Michael Ebner at the FMP has investigated how these two functions are related to nutrient availability in the cell. The researchers were able to show for the first time that lysosomes undergo a massive transformation. A signaling lipid acts as a switch between the two states. The findings, published in the journal Cell, could be used to develop drugs that specifically stimulate cells from patients with neurodegenerative or metabolic diseases to break down harmful protein molecules inside the cell.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Verwandlungskünstler Lysosom

Lysosomen haben wichtige Aufgaben in Zellen und Geweben, sie steuern sowohl den Stoffabbau als auch Zellteilung und -wachstum. Wie beides mit dem Nährstoffangebot in der Zelle zusammenhängt, hat ein Team um Prof. Volker Haucke und Dr. Michael Ebner vom FMP untersucht. Die Forschenden konnten erstmals zeigen, dass Lysosomen massiv umgebaut werden. Dabei fungiert ein Signallipid als Schalter zwischen beiden Zuständen. Die im Fachmagazin „Cell“ publizierten Ergebnisse könnten zur Entwicklung von Wirkstoffen genutzt werden, die Zellen von Patienten mit neurodegenerativen oder metabolischen Erkrankungen gezielt dazu anregen, schädliche Eiweißmoleküle im Zellinneren abzubauen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

In unserem neuen Escape Spiel Rätsel aus der Welt der Bestäuber lösen

Eine ganze Stadt für Insekten wieder lebenswert gestalten: Ab sofort können Spielerinnen und Spieler in die faszinierende und bunte Welt von „Project Pollination: A Buzzing Rescue” (https://projectpollination-lib.de/) eintauchen. Das Educational Escape Spiel schärft auf spielerische Weise das Bewusstsein für Bestäuber und Biodiversität.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

EACTS: Positionspapier zur Bestimmung von Gebrechlichkeit (Frailty) vorgestellt

Deutscher Herzchirurg PD Dr. Simon Sündermann präsentiert fachgebietsübergreifenden Konsens zur einheitlichen Bestimmung der Gebrechlichkeit als Risikofaktor bei Eingriffen am Herzen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zentren für Intensivmedizin: „Ein Meilenstein für die Intensivmedizin und die zukünftige Versorgungsqualität“

Der G-BA hat vergangene Woche die Einrichtung von Zentren für Intensivmedizin beschlossen. „Der 19. Oktober 2023 wird in die Geschichte der Intensivmedizin eingehen!“, ist DIVI-Vizepräsident Professor Gernot Marx überzeugt. Die Möglichkeiten, die die neuen Intensivzentren bieten werden, stellen einen Meilenstein in der Patientenversorgung in Deutschland dar. „Wir können jetzt den dringend benötigten Ausbau telemedizinischer Netzwerke vorantreiben und zukünftig gerade kritisch kranken Patienten in kleineren Häusern schnell und unkompliziert helfen“, freut sich der Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen sichtlich.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Einzigartiges Nasenmikrobiom

Studie zeigt individuelle Unterschiede in der Immunantwort der Nase. Forschende der Univer-sität Tübingen geben neue Einblicke in die spezifische Antikörper-Reaktion von körpereige-nem Immunglobulin A. Die Ergebnisse helfen die körpereigene Immunantwort besser zu ver-stehen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Defect in fruit fly respiratory system may provide insights into human aortic aneurysms

A team of researchers led by Leipzig University has gained new insights into the respiratory system of fruit flies – the so-called tracheal system – which could be important for future research into aneurysms. Dr Matthias Behr from the Institute of Biology (Department of Cell Biology) at Leipzig University and his team, together with colleagues from the Max Planck Institute for Multidisciplinary Sciences in Göttingen, carried out genetic, cell biological and biochemical studies on Drosophila embryos.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschende fanden Fehler im Atemorgan von Fruchtfliegen – Neue Erkenntnisse zu menschlichen Aorten-Aneurysmen möglich

Ein Forschungsteam unter Leitung von Wissenschaftler:innen der Universität Leipzig hat neue Erkenntnisse über das Atmungsorgan von Fruchtfliegen – das sogenannte Tracheensystem – erlangt, die künftig bei der Erforschung von Aneurysmen (lokale Aussackungen eines Blutgefäßes) beim Menschen bedeutsam sein können. Dr. Matthias Behr vom Institut für Biologie (Abteilung Zellbiologie) der Universität Leipzig und sein Team haben gemeinsam mit Kolleg:innen des Max-Planck-Instituts für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen Drosophila-Embryonen genetisch, zellbiologisch und biochemisch untersucht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neu entdeckter Wirkstoff blockiert Signalweg der Immunantwort

Wissenschaftler:innen am CeMM, der Medizinischen Universität Wien und der Universität Lausanne gelang erstmals die Identifizierung und Charakterisierung einer neuen chemischen Substanz namens „Feeblin“, die imstande ist, die Wechselwirkung des Transporterproteins SLC15A4 mit dem Adapterprotein TASL zu hemmen. Beide Proteine sind Teil proinflammatorischen Signalwege im Körper. Vom Hemmen des Signalwegs könnten in Zukunft Patient:innen mit Autoimmunerkrankungen wie Systemischer Lupus (SLE), auch genannt Schmetterlingsflechte, profitieren. Die Studie wurde nun in Nature Communications veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft