Ein neuer Kanal für Berührung

Der Tastsinn ist elementar für uns – und trotzdem kaum verstanden. Jetzt hat das Team um Gary Lewin am Max Delbrück Center einen zweiten Ionenkanal entdeckt, der mit der Wahrnehmung von Berührung zu tun hat. Elkin1 könne ein Angriffspunkt für die Schmerztherapie sein, schreibt das Team in „Science“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Onkologie und Wirkstoffforschung: Gemeinsame Erfolge bei seltenem Magen-Darm-Krebs

Wie lassen sich gastrointestinale Stromatumoren (kurz: GIST) behandeln und neue Therapien entwickeln? Diesen Fragen gehen die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Daniel Rauh (TU Dortmund) und Prof. Dr. Sebastian Bauer (Westdeutsches Tumorzentrum, UK Essen sowie Medizinische Fakultät Universität Duisburg-Essen) gemeinsam nach. Seit mehr als zehn Jahren kämpfen die Essener Onkologie und die Dortmunder Wirkstoffforschung gegen den seltenen Magen/Darm-Krebs GIST. Aktuelle Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit wurden jetzt im Journal of Clinical Oncology und in Nature Communications veröffentlicht.

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ICARUS – Geschichte und Zukunft eines visionären Forschungsprojekts

In seinem neuen Buch „The Internet of Animals“ erzählt Martin Wikelski die Geschichte von ICARUS – einem internationalen Großprojekt zur wissenschaftlichen Beobachtung von Tierverhalten aus dem Weltraum. Das Buch zeigt außerdem, wie wir Menschen von Tieren lernen können, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

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Ökosystem See: Stickstoff wird bislang unterschätzt

Gerät das ökologische Gleichgewicht eines Sees aus dem Lot, ist das meist auf erhöhte Nährstoffeinträge zurückzuführen. Die Folge: verstärktes Algenwachstum, Sauerstoffmangel, toxische Blaualgenblüten, Fischsterben. Um dem entgegenzuwirken, wird im Rahmen des Seenmanagements bislang v.a. Phosphor kontrolliert. Dieses Dogma bringt nun eine im Fachjournal Nature Communications erschienene Studie ins Wanken, die das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gemeinsam mit der Universität Aarhus (Dänemark) und der Estonian University of Life Sciences (Estland) durchführte. Die Forschenden zeigen, dass weltweit auch Stickstoff ein entscheidender Treiber für das Algenwachstum in Seen ist.

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HörCentrum bietet schnellen Weg für individuelle Therapie

HörCentrum bündelt am Uniklinikum Expertise bei Hörstörungen und Ohrerkrankungen. //
Patientinnen und Patienten werden in drei spezialisierte Sprechstunden vermittelt. // Kooperationen mit Hörakustikerinnen und -akustikern verbessert die Versorgung im ländlichen Raum.

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Fibre against pounds: Resistant starch supports weight loss

A diet based on resistant starch promotes a favorable composition of the gut microbiome in obese people. This leads to weight reduction and measurable positive health outcomes such as improved insulin sensitivity. These were the findings of an international research team led by Professor Weiping Jia from Shanghai Jiao Tong University, Professor Aimin Xu from the University of Hong Kong and Professor Gianni Panagiotou from Friedrich Schiller University Jena. The study has been published in the journal “Nature Metabolism”.

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Verdanken wir das Leben auf der Erde dem kosmischen Staub?

Staub aus dem All, der sich in Schmelzlöchern von Eisschilden angesammelt hat, könnte in der Frühzeit der Erde die präbiotische Chemie in Gang gesetzt und am Laufen gehalten haben. Mit einem Computermodell haben Forschende der ETH Zürich und der Universität Cambridge dieses Szenario überprüft.

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Ballaststoffe gegen Pfunde: Wie resistente Stärke beim Abnehmen hilft

Eine auf resistenter Stärke basierende Ernährungsweise fördert eine günstige Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei Fettleibigen. Dies führt zu einer Gewichtsreduzierung sowie positiven gesundheitlichen Effekten, darunter eine verbesserte Insulinsensitivität. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Professor Weiping Jia von der Shanghai Jiao Tong Universität, Professor Aimin Xu von der Universität Hong Kong und Professor Gianni Panagiotou von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Studie ist im Fachjournal „Nature Metabolism“ erschienen.

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Kleine Zellpopulation mit großer Wirkung

Endothelzellen kleinster Gefäße erweisen sich als vielversprechendes therapeutisches Ziel bei Organfibrose

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Scientists develop novel RNA- or DNA-based substances to protect plants from viruses

Individually tailored RNA or DNA-based molecules are able to reliably fight off viral infections in plants, according to a new study by the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), which was published in the „International Journal of Molecular Sciences“. The researchers were able to fend off a common virus using the new active substances in up to 90 per cent of cases. They also developed a method for finding substances tailored specifically to the virus. The team has now patented the method.

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Overcrowding increases tree mortality, perhaps explaining higher biodiversity in tropical forests

When a tree is surrounded by many similar individuals, its mortality increases, which is probably caused by specialised pathogens or herbivores. This effect occurs in forests all over the world, but is more pronounced in rare tropical tree species, which could contribute to the astonishing tree species diversity of tropical forests. This was discovered by a team of 52 scientists led by Lisa Hülsmann, Professor of Ecosystem Analysis and Simulation at the University of Bayreuth, and Florian Hartig, Professor of Theoretical Ecology at the University of Regensburg. Their results have now been published in Nature.

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Dichtestress verstärkt das Absterben von Bäumen, was die höhere Artenvielfalt in tropischen Wäldern erklären könnte

Wenn ein Baum von vielen gleichartigen Individuen umgeben ist, steigt seine Mortalität an, was wahrscheinlich durch spezialisierte Krankheitserreger oder Pflanzenfresser verursacht wird. Dieser Effekt tritt in Wäldern auf der ganzen Welt auf, ist aber bei seltenen tropischen Baumarten ausgeprägter, was zu der erstaunlichen Baumartenvielfalt tropischer Wälder beitragen könnte. Dies fand ein Team von 52 Wissenschaftler*innen unter der Leitung von Lisa Hülsmann, Professorin für Ökosystemanalyse und -simulation an der Universität Bayreuth, und Florian Hartig, Professor für Theoretische Ökologie an der Universität Regensburg, heraus. Ihre Ergebnisse wurden nun in Nature veröffentlicht.

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„Selten allein“ – Kunst lässt Betroffene sichtbar werden

Uniklinikum Dresden beteiligt sich am Welttag der Seltenen Erkrankungen (29. Februar). // Ausstellung „Selten allein“ im Universitäts Kinder- und Frauenzentrum zeigt Kunst von Betroffenen. // Expertinnen und Experten vom UniversitätsCentrum für Seltene Erkrankungen laden zum Kinotag ein.

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Ensuring teeth are protected and maintained despite eating disorders

Incidences of eating disorders such as bulimia and anorexia are becoming more common, especially among young people. In addition to the urgent need for medical and psychological therapy, the dental health of those afflicted also bears consideration. A new offer from Goethe University’s Center for Dentistry, Oral and Maxillofacial Medicine (Carolinum) offers advice, prevention and therapy.

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Licht ins Dunkel bringen – der neue UDE-Prof. Jens Voskuhl macht’s!

Wie bekommt man aus Licht mehr als nur Infos zur Emission? Prof. Dr. Jens Voskuhl entwickelt an der Universität Duisburg-Essen spezielle Leuchtpigmente – sogenannte Luminophore –, die Licht in einem breiten Farbspektrum abgeben. Bisher Junior-Professor an der Fakultät für Chemie hat Voskuhl nun die Professur für Organische Chemie II angenommen.

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Anti-Aging-Medikament Rapamycin verbessert Immunfunktion dank Endolysosomen

Schutz vor Zunahme entzündungsfördernder Faktoren im Alter

Rapamycin gilt als vielversprechendes Anti-Aging-Medikament, das die Gesundheit im Alter verbessert und den altersbedingten Rückgang der Immunfunktion mildert. Eine Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns hat in Fruchtfliegen entdeckt, dass Rapamycin die so genannten Endolysosomen aktiviert, die eine ähnliche Funktion wie der Magen in unserem Zellen haben.

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Wie die Raumfahrt bei Gelenkkrankheiten hilft

FAU-Forschende finden bei ESA-Studie Veränderungen des Gelenkknorpels

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Inceptor: Ein zunehmend wichtiges Ziel für die Diabetes-Therapie

Forschungsarbeiten am insulinhemmenden Rezeptor, bekannt als Inceptor, geben Hoffnung für den Schutz von Betazellen und auf eine kausale Therapie für Diabetes. Eine neue Studie an Mäusen mit ernährungsbedingter Adipositas zeigt, dass das Ausschalten von Inceptor die Regulierung des Blutzuckerspiegels verbessert. Dies rückt Inceptor für die Behandlung von Typ-2-Diabetes weiter in den Fokus. Die Ergebnisse, erarbeitet in Kooperation zwischen Helmholtz Munich, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München, tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Diabetesforschung bei.

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Rising Focus on ‚Inceptor‘ as a Type 2 Diabetes Therapeutic Target

Research targeting the insulin-inhibitory receptor, called inceptor, unveils promising avenues for beta cell protection, offering hope for causal diabetes therapy. A novel study in mice with diet-induced obesity demonstrates that the knock-out of inceptor enhances glucose regulation, prompting its further exploration as a drug target for type 2 diabetes treatment. These findings, led by Helmholtz Munich in collaboration with the German Center for Diabetes Research, the Technical University of Munich, and the Ludwig-Maximilians-University Munich, drive advancements in diabetes research.

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Elefanten, Giraffen & Co fördern vielfältige Ökosysteme

Forschungsteam zeigt mit Meta-Analyse enorme ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser

Elefanten in Europa, Riesen-Wombats in Australien und Bodenfaultiere in Südamerika – solche großen Pflanzenfresser prägten viele Millionen Jahre lang die Ökosysteme an Land. Viele starben aus, als der Mensch sich global ausbreitete. Welche dramatischen Folgen das für die Ökosysteme hatte, ist nicht vollständig geklärt. Im Vergleich zu früher sind große Pflanzenfresser selten geworden. Heute sind die Arten mit weniger Individuen vertreten und viele sind vom Aussterben bedroht.

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Textile Innovationen für die ambulante Gesundheitsversorgung

Therapiewissenschaftler*innen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) untersuchen den Einsatz von Zukunftstechnologien für ein gelingendes Altern. In einem neuen Projekt mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Fokus auf die Oberlausitz wirkt die Universität eng mit Unternehmen zusammen.

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Nervenzellen im visuellen System von Fliegen sind überraschend heterogen verschaltet

Die Analyse des Konnektoms von Drosophila melanogaster im Rahmen des FlyWire-Konsortiums gibt neue Einblicke in die Organisation des Sehsystems

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Hijacking in the immune system

HCMV reprograms cellular defence mechanisms

The human cytomegalovirus, HCMV for short, lies dormant unnoticed in the body of most people for their entire lives. In immunocompromised individuals, however, the virus can cause life-threatening infections. It infects dendritic cells, a specific type of cell in the immune system. Although the majority of them are infected, only a few of them immediately execute the virus’s genetic programme. Researchers at TWINCORE, Centre for Experimental and Clinical Infection Research, have now been able to show which signalling pathways of the innate immune system the virus is targeting in order to have itself produced by the host cells.

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Kidnapping im Immunsystem

HCMV programmiert zelluläre Abwehrmechanismen um

Das humane Cytomegalievirus, kurz HCMV schlummert bei den meisten Menschen ein Leben lang unbemerkt im Körper. In immungeschwächten Individuen kann das Virus allerdings lebensgefährliche Infektionen verursachen. Es befällt dendritische Zellen, einen bestimmten Typ Zellen im Immunsystem. Die Mehrzahl von ihnen wird zwar infiziert, aber nur in wenigen wird das genetische Programm der Viren sofort ausgeführt. Forscherinnen und Forscher am TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, konnten jetzt zeigen, welche Signalwege des angeborenen Immunsystems das Virus angreift, …

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Diagnostische Tests der Psychologie suchen und finden

Mit der 30., aktualisierten Auflage des Verzeichnisses der Testverfahren aus allen Bereichen der psychologischen und pädagogischen Diagnostik ist seit Januar 2024 eine neue Übersicht über alle derzeit 8.661 in PSYNDEX Tests dokumentierten Testverfahren online verfügbar. Die Tests aus dem Register können z. B. ganz praktisch sowohl in der Psychotherapie als auch wissenschaftlich in der Forschung eingesetzt werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft