Korallen in uralter Symbiose

Die Analyse von Stickstoffisotopen bezeugt die älteste bislang nachgewiesene Fotosymbiose in Korallen

Auch vor knapp 400 Millionen Jahren lebten Korallen bereits in Symbiose mit Algen. Das hat ein Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz durch die Analyse von Stickstoffisotopen an fossilen Korallen aus der Eifel und dem Sauerland festgestellt. Damit haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die bislang älteste Fotosymbiose in Korallen nachgewiesen. Die Fotosymbiose könnte erklären, warum prähistorische Korallenriffe trotz nährstoffarmer Umgebung enorme Ausmaße erreichten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Der häufigsten Herzrhythmusstörung begegnen die Spezialisten am HDZ NRW jetzt mit neuartiger Ablationstechnologie

Prof. Dr. Philipp Sommer, Direktor der Klinik für Elektrophysiologie/Rhythmologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, freut sich, seinen Patientinnen und Patienten als einer der ersten Spezialisten deutschlandweit ein neues Mapping- und Ablationssystem anbieten zu können.

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Paradiesvögel: Sex und die wunderbare Mechanik des Rades

Das Rad des zu den Paradiesvögeln zählenden männlichen Reifelvogels bietet einen faszinierenden Anblick, ist es doch kreisrund und gleicht auf den ersten Blick mehr der Blüte einer exotischen Pflanze als dem, was wir als Vogel kennen. Wie die Forscher einer austro-australischen Studie unter Leitung der Vetmeduni nun erstmals nachweisen konnten, steckt hinter diesem außergewöhnlichen Balzverhalten eine ganz besondere physische Fähigkeit. Diese Gabe unterscheidet die Reifelvögel von allen anderen Vögeln und hat neben dem sichtbaren auch einen hörbaren Effekt. Eine gleichermaßen attraktive wie komplexe Kombination, der potenzielle Partnerinnen schwerlich widerstehen können.

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Storing CO2, but the right way

Two Hereon studies call for clear framework conditions for CO2 sequestration in coastal areas

A digital twin for projections, an independent body for certification and new legal structures for monitoring. This should help projects for CO2 storage in coastal areas, according to two recent studies with lead authorship or participation of the Helmholtz-Zentrum Hereon. The two papers were recently published in Environmental Research Letters and Elementa. The expertise of the Hereon authors is primarily aimed at politics and business.

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Rapid genome analysis of a Whippet sighthound sets new standard for biodiversity research

The continuing global loss of biodiversity is making it increasingly necessary to rapidly collect and analyse genetic information on endangered species. In a joint project, the Department of Human Genetics at Bioscientia Institute for Medical Diagnostics GmbH in Ingelheim am Rhein and the LOEWE Centre for Translational Biodiversity Genomics (LOEWE-TBG) in Frankfurt, both in Germany, have sequenced and analysed the complete genome of a Whippet sighthound in less than a week. This advance could have a lasting impact on genome research in species and biodiversity conservation. The study has been published in the journal “GigaByte”.

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Schnelle Genomanalyse eines Windhundes setzt neuen Maßstab für Artenschutz-Forschung

Der fortschreitende weltweite Verlust an Artenvielfalt macht es zunehmend erforderlich, genetische Informationen bedrohter Arten schnell zu erfassen und auszuwerten. Die Abteilung für Humangenetik des Bioscientia Instituts für Medizinische Diagnostik GmbH in Ingelheim am Rhein und das hessische LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) haben in einem Kooperationsprojekt in weniger als einer Woche das komplette Genom eines Windhundes erfasst und ausgewertet – ein Fortschritt, der die Genomforschung im Arten- und Biodiversitätsschutz nachhaltig beeinflussen könnte. Die Studie wurde im Fachjournal „GigaByte“ veröffentlicht.

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Plasticisers impair normal brain function in vertebrates

Researchers at the University of Bayreuth have discovered that the plasticisers DEHP and DINP have negative effects on normal brain function in vertebrates. These plasticisers are used in products such as PVC, paints, and cosmetics. The researchers reported their findings in the journal Ecotoxicology and Environmental Safety.

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Leberzirrhose – ein schleichender, unbemerkter Prozess: 25. Deutscher Lebertag setzt auf Aufklärung und Früherkennung

Hannover, Gießen, Köln – Johann Wolfgang von Goethe formulierte: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ Bezogen auf Ereignisse, auf deren Verlauf man sowieso keinen Einfluss hat, kann Nichtwissen das Leben möglicherweise einfacher machen. Geht es jedoch um den eigenen Körper – und speziell um die Lebergesundheit – ist Wissen von großer Bedeutung. Warum die Leberzirrhose sich schleichend und meist unbemerkt entwickelt, so gefährlich ist und welche Möglichkeiten es zur Früherkennung und Prävention gibt, thematisieren die Ausrichter im Vorfeld des 25. Deutschen Lebertages, der am 20. November 2024 stattfindet.

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Testosterone: a male and a female sex hormone

One way the ‘male hormone’ testosterone works is by binding to the androgen receptor. Researchers at the Technical University Munich (TUM) and the Max Planck Institute for Biological Intelligence have succeeded in breeding chickens without the androgen receptor for the first time. This allowed them to study how androgen signaling affects development and appearance: animals of both sexes are infertile. In addition, some – but not all – outer physical traits are underdeveloped. This illustrates the importance of testosterone for both sexes. However, it also shows that the androgen signaling pathway alone does not make a rooster.

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Testosteron: ein männliches und weibliches Sexualhormon

Ein Wirkungsweg des „Männerhormons“ Testosteron erfolgt über die Bindung an den Androgenrezeptor. Forscher*innen an der Technischen Universität München (TUM) und des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz ist es erstmals gelungen, Hühner ohne Androgenrezeptor zu züchten. So konnten sie untersuchen, wie sich speziell der Androgen-Signalweg auf die Entwicklung und das Aussehen auswirkt: Tiere beiderlei Geschlechts sind unfruchtbar. Zudem sind einige – aber nicht alle – äußerlichen Geschlechtsmerkmale unzureichend ausgeprägt. Dies veranschaulicht, wie wichtig Testosteron ist, und zwar für beide Geschlechter. Es zeigt aber auch: der Androgen-Signalweg alleine macht noch keinen Hahn.

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Gentherapie verbessert Herzfunktion bei hypertropher Kardiomyopathie

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf haben in einer wegweisenden Studie gezeigt, dass die dauerhafte Aktivierung der Tubulin-Tyrosinierung eine neue Behandlungsoption für die genetische Herzkrankheit hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) sein könnte. HCM führt zu einer Verdickung der Herzmuskulatur und beeinträchtigte die diastolische Funktion. Sie ist die häufigste genetisch bedingte Kardiomyopathie und die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod bei jungen Menschen.

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Frühe Hilfen in Deutschland kommen an – auch Familien in Armutslagen werden erreicht

Die Versorgung psychosozial belasteter Familien mit kleinen Kindern von 0-3 Jahren in Deutschland hat sich deutlich verbessert: Das zeigen die Daten des Monitorings der Bundesstiftung Frühe Hilfen. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. (DJI) hat den Bericht jetzt veröffentlicht.

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Plant Guard Cells can Count Environmental Stimuli

Plants adapt their water consumption to environmental conditions by counting and calculating environmental stimuli with their guard cells. Plant researchers from Würzburg report this in ‘Current Biology’.

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Pflanzliche Schließzellen können Umweltreize zählen

Pflanzen passen ihren Wasserverbrauch an die Umweltbedingungen an, indem sie mit ihren Schließzellen Umweltreize zählen und verrechnen. Das berichten Pflanzenforscher der JMU in „Current Biology“.

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Neue Attributionsforschung zeigt Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Feuerdynamiken und Gesundheit

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend die Dynamik von Bränden weltweit und verstärkt die Rauchentwicklung. Die daraus resultierende Luftverschmutzung gefährdet die öffentliche Gesundheit. Das ist das Ergebnis zweier neuer Attributionsstudien zu den Auswirkungen des Klimawandels, die mit Beteiligung des PIK entstanden sind und in Nature Climate Change veröffentlicht wurden. Die erste Studie zeigt, dass die verbrannten Flächen weltweit von 2003 bis 2019 aufgrund des Klimawandels um 15,8 Prozent zugenommen haben. Aufbauend darauf untersucht die zweite Studie, wie der Klimawandel mit einem weltweiten Anstieg der Todesfälle durch feuerbedingte Luftverschmutzung zusammenhängt.

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Referenzrahmen zur „Modularen (Teil)Qualifizierung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Hauswirtschaft“ aktualisiert

Neue Impulse für digitale Lernformate und Standardisierung der Kompetenzfeststellung

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Wildbienen profitieren von Bio-Landbau – Unterschiede in der Flächenbewirtschaftung wirken sich auf Populationen aus

Je ausgedehnter biologisch bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen sind, desto besser können sich Populationen einer bestimmten Mauerbienenart entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam unter der Leitung des Ulmer Bienenexperten Dr. Samuel Boff. Die Studie, die nun in der Fachzeitschrift Science of the Total Environment veröffentlicht wurde, weist nicht nur nach, dass in Gebieten, in denen chemische Pestizide eingesetzt werden und weniger Blüten als Nahrungsquellen verfügbar sind, weniger Bienen leben. Die Untersuchung belegt auch, dass eine konventionelle Landbewirtschaftung die Fortpflanzungskommunikation von Wildbienen stören kann.

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Unsichtbare Schmerzen sichtbar machen – Umfrage zeigt: Menschen mit Schmerzen fühlen sich stigmatisiert

Über 90 Prozent der Menschen mit einer neurologischen und/oder Schmerzerkrankung fühlen sich stigmatisiert. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Arbeitskreises Patientenorganisationen der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Rund 1.200 Betroffene nahmen an der Befragung teil, die von fünf Patientenorganisationen durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim vorgestellt. Für Betroffene von chronischen Schmerzen fand auf dem Kongress zudem ein Patiententag unter dem Motto „Zukunft ohne Stigma“ statt. Den Mitschnitt stellen wir Ihnen bei Interesse gern kostenfrei zur Verfügung.

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lebensmittelwarnung.de-App knackt Marke von 100.000 Downloads

Bund und Länder hatten Neuentwicklung erst im Sommer vorgestellt

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Darmbakterium mit Schutzfunktion

Marburger Mikrobiolog*innen finden probiotischen Schutz gegen Entzündungen

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Wind energy: Misinformation about wind farms is widespread

Study by the University of Hohenheim: misinformation about wind farms is widely accepted. This is more due to worldviews than a lack of knowledge.

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Windenergie: Falschinformationen über Windräder sind weit verbreitet

Studie der Uni Hohenheim und des ZPID: Falschinformationen zu Windrädern stoßen auf hohe Akzeptanz. Das liegt mehr an der Weltanschauung als an fehlendem Wissen.

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Vaccine against the MERS coronavirus tested as safe and effective in phase Ib clinical trial

The MERS coronavirus—MERS stands for “Middle East Respiratory Syndrome”—causes severe respiratory diseases with a high mortality rate. To date, there is neither a vaccine nor a specific treatment. The safety, immunogenicity and optimal dosing regimen of the MVA-MERS-S vaccine candidate developed at the DZIF have now been investigated in a phase Ib study in healthy individuals who were previously infected with the related coronavirus SARS-CoV-2. The study, led by Prof Marylyn Addo at the University Medical Center Hamburg-Eppendorf, has shown that the vaccine is safe and effective.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Impfstoff gegen das MERS-Coronavirus in klinischer Phase Ib-Studie als sicher und wirksam getestet

Das MERS-Coronavirus – MERS steht für „Middle East Respiratory Syndrome“ – verursacht schwere Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Bisher gibt es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Die Sicherheit, Immunogenität und das optimale Dosierungsschema des im DZIF entwickelten Impfstoffkandidaten MVA-MERS-S wurden nun in einer Phase-Ib-Studie an gesunden Personen untersucht, die zuvor mit dem verwandten Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert waren.

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Alzheimer-Krankheit: Frühdiagnose per Bluttest rückt in greifbare Nähe

Wenn Menschen an Alzheimer erkranken, kann es viele Jahre dauern, bis sie typische Symptome haben. Dann werden sie durch das Absterben der Nervenzellen zunehmend vergesslicher und die Orientierung verschlechtert sich. Die Forschung zu Verfahren der Frühdiagnose ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die Krankheit vor dem Auftreten erster Symptome sichtbar wird.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft