Wer bohrt am schnellsten im Mittelmeer? Auswertung eines Langzeit-Experiments zur Bioerosion

Wilhelmshaven, den 27.07.2016. Senckenberg-Wissenschaftler haben in einem 14-jährigen Experiment die Bioerosion im Mittelmeerraum untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal „Biogeosciences“ erschienenen Studie zeigt das interdisziplinäre Wissenschaftler-Team, dass sich bohrende Makroorganismen nach etwa fünf Jahren dauerhaft auf kalkigem Substrat ansiedeln, und nach 14 Jahren etwa 30 Prozent der Karbonate zerstört haben. Das Experiment ist sowohl eines der längsten, als auch das erste außerhalb der Tropen durchgeführte Langzeitprojekt zur Bioerosion. In Folge von Klimawandel und Ozeanversauerung wird Bioerosion in den Meeren voraussichtlich stärker zunehmen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)