Schlagwort: Medizin
Fraunhofer WKI im Wissenschaftsschaufenster: Die bunte Welt der Pilze
Vom 18. bis 20. März 2026 präsentiert das Fraunhofer WKI im Wissenschaftsschaufenster Braunschweig (Waisenhausdamm 8) erste Zwischenergebnisse des Projekts »LuminousNetworks«. Bei »LuminousNetworks« steht Pilzmyzel als Material im Mittelpunkt. Als nachhaltiger und funktionaler Werkstoff ist Myzel bereits ein Gamechanger in der Biowerkstoffentwicklung. Durch die Arbeiten des im Projekt beteiligten Künstlers Malte Taffner erstrahlen die Pilze aber auch in einem ganz neuen Licht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie biomedizinische Translation eine bessere Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen ermöglichen kann
Seltene Erkrankungen gelten noch immer als „Waisen der Medizin“ – oft spät erkannt, unzureichend erforscht und schwer behandelbar. Doch neue datengetriebene, genomische und partizipative Ansätze versprechen einen Paradigmenwechsel. Von nationalen Registern über KI-gestützte Diagnostik bis hin zu patientenentwickelten Apps und hochauflösender 3D-Gewebeanalyse arbeiten Forschende am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) gemeinsam mit starken Partnern daran, die Diagnose seltener Erkrankungen zu beschleunigen, Versorgungslücken zu schließen und Präzisionsmedizin in die klinische Routine zu bringen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Hauptsache, man tut es!
Stuhltest und Darmspiegelung ähnlich wirksam in der Darmkrebsvorsorge Zum Darmkrebsmonat März macht das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) auf die Ergebnisse einer neuen Studie aufmerksam: Sowohl regelmäßige Stuhltests als auch Vorsorge-Darmspiegelungen können die Zahl der Darmkrebserkrankungen und Todesfälle deutlich senken – bei konsequenter Teilnahme sind beide Strategien ähnlich wirksam. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Haushalt als blinder Fleck der Lebensmittelsicherheit
Haushaltskühlschränke als unterschätzte mikrobielle Ökosysteme Haushaltskühlschränke gelten als eine der wichtigsten Barrieren gegen lebensmittelbedingte Infektionen. Sie verlangsamen mikrobielles Wachstum, verlängern Haltbarkeiten und sind ein zentraler Bestandteil der Kühlkette. Eine neue Studie der Vetmeduni zeigt nun jedoch, dass Kühlschränke weit mehr sind als inerte Aufbewahrungsorte: Sie stellen komplexe, dynamische mikrobielle Lebensräume dar – mit direkter Relevanz für Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Antibiotikaresistenz. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Tag der Seltenen Erkrankungen: Paragangliome im Kopf-Hals-Bereich – selten, gutartig, aber keineswegs harmlos
Zum Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2026, der in diesem Jahr unter dem Motto „Equity“ – Gerechtigkeit und Chancengleichheit in der medizinischen Versorgung steht, rückt die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie eine Tumorart in den Fokus, von der viele Menschen noch nie gehört haben: Paragangliome im Kopf-Hals-Bereich, auch bekannt als Glomustumoren. Obwohl diese Tumoren meist gutartig sind, können sie unbehandelt schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DDG warnt vor einer wachsenden digitalen Kluft in der Diabetesversorgung
Digitalisierung in der Medizin darf soziale Ungleichheit nicht vergrößern Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), kontinuierliche Glukosemessung (CGM) und algorithmengestützte Systeme (AID) verbessern die Diabetesprävention und -therapie erheblich. Doch nicht alle Menschen mit Diabetes profitieren gleichermaßen von diesen Fortschritten, kritisiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Wer keinen Zugang zu Technik, ausreichende digitale Kompetenz hat, oder aber eine analoge Versorgung bevorzuge, drohe abgehängt zu werden. Die DDG stellte auf ihrer heutigen Jahrespressekonferenz in Berlin konkrete Forderungen für eine sozial gerechte Digitalisierung in der Diabetesversorgung vor. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Fenster zum Gehirn: Was Epilepsie über neuronale Netzwerke, Schlaf und Gedächtnis verrät
Epilepsie gilt als wissenschafliches Modell zur Entschlüsselung grundlegender neurophysiologischer Mechanismen des menschlichen Gehirns. Moderne EEG-Verfahren, insbesondere invasive Ableitungen bei Menschen mit Epilepsie, ermöglichen einzigartige Einblicke in neuronale Netzwerke, Hirnrhythmen und die Dynamik zwischen pathologischer und physiologischer Aktivität. Forschungsergebnisse zeigen, dass epileptische Aktivität eng mit denselben neuronalen Oszillationen verknüpft ist, die auch für Schlaf, Gedächtniskonsolidierung und kognitive Prozesse essenziell sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Epilepsie 24/7: Wie Wearables und Sensoren Anfälle, Alltag und Therapie verändern
Mobile Gesundheitstechnologien verändern den Alltag und die Therapie von Menschen mit Epilepsie und neuropsychiatrischen Erkrankungen. Wearables erfassen kontinuierlich objektive Körpersignale. Bei Epilepsie können die tragbaren Mini-Computer sonst unbemerkte Anfälle erkennen und in Notfallsituationen Hilfspersonen alarmieren. „Das erhöht Sicherheit und Autonomie der Betroffenen und liefert der Medizin und Wissenschaft wertvolle Daten“, sagt Prof. Rainer Surges, Direktor der Klinik und Poliklinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn und erster Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) e. V. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Antikörper und KI: Neue Therapien bei Schlaganfall und Alzheimer erfordern moderne Diagnostik
Erkrankungen des Nervensystems wie Demenz, Schlaganfall oder Parkinson zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung sind von oft unheilbaren neurologischen Erkrankungen betroffen. Gleichzeitig macht die neurologische Forschung beeindruckende Fortschritte: Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potential, die Akutversorgung des Schlaganfalls grundlegend zu verändern, während krankheitsmodifizierende Antikörpertherapien neue Perspektiven für die Behandlung der Alzheimer-Erkrankung eröffnen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
„Intelligente“ Neuromodulation: Die nächste Generation personalisierter neurotechnologischer Therapien
Mit der Zulassung der ersten adaptiven Tiefen Hirnstimulation 2025 in den USA und Europa steht eine neue Generation „intelligenter“ Hirnschrittmacher für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Morbus Parkinson zur Verfügung. Sie ermöglicht eine personalisierte, bedarfsgerechte Stimulation, die sich an die individuelle Hirnaktivität anpasst. Erste klinische Anwendungen zeigen vielversprechende Ergebnisse [1]. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Selten, komplex, unerkannt: Deutsche Leberstiftung informiert zum Tag der Seltenen Erkrankungen über Lebererkrankungen
Hannover – Jedes Jahr am letzten Tag im Februar lenkt der Tag der Seltenen Erkrankungen (Rare Disease Day) die Aufmerksamkeit auf Menschen, die mit einer seltenen Erkrankung leben. Oft sind lange Diagnosewege, begrenzte Therapieoptionen und große Alltagsherausforderungen Teil ihres Lebens. 2026 lautet das internationale Motto „More than you can imagine“ – „Mehr als Du Dir vorstellen kannst“. Anlässlich dieses Aktionstages betont die Deutsche Leberstiftung, dass auch Menschen mit seltenen Erkrankungen der Leber unter oft unsichtbaren Belastungen leiden und dringend auf frühzeitige Diagnosen, wirksame Therapien und eine spezialisierte Versorgung angewiesen sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Hunger, Aufmerksamkeit und Erfahrung unsere Nase steuern
DFG-Forschungsgruppe untersucht, warum Gerüche unterschiedlich wirken und was das über Erkrankungen des Gehirns verrät Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mehr Schutz und Forschung notwendig: Globale Artenvielfalt der Bienen bisher deutlich unterschätzt
Sperrfrist bis 24.02.2026, 11:00 Uhr CET Eine wissenschaftliche Studie liefert erstmals fundierte Schätzungen zur Bienenartenvielfalt auf globaler, kontinentaler und nationaler Ebene. Zugleich macht sie deutlich, wie wichtig die internationale taxonomische Grundlagenforschung ist, um Wissenslücken zu schließen und die Biodiversität wirksam zu schützen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Darmmikroben steuern übers Gehirn unser Herz
Ein Stoffwechselprodukt von Bakterien in unserem Darm steuert über Zellen des Gehirns die Herzfunktion. Die bisher unbekannte Darm-Hirn-Herz-Achse stellt ein Team des Max Delbrück Center in „Circulation Research“ vor. Sie weist einen Weg zu möglichen Therapien für Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Einzigartige Ameisenart entdeckt
Temnothorax kinomurai verzichtet sowohl auf Männchen als auch auf Arbeiterinnen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Global Greening: Das Grün der Erde verschiebt sich
Eine Gruppe von Forschenden unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig hat eine neue Methode entwickelt, den Schwerpunkt der globalen Vegetation zu berechnen, und damit das Grün der Erde und seinen Wandel zu verfolgen – ein wichtiger Indikator für Aktivität und Gesundheit der Vegetation. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Global greening: The Earth’s green wave is shifting
Scientists develop a novel method to track global vegetation states – and discover a shift towards the north-east Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Parasiten zeigen Umweltbelastung in Meeressäugern
Parasiten haben ein schlechtes Image. Dabei könnten sie helfen, Umweltprobleme sichtbar zu machen. Eine aktuelle Studie von Forschenden der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass sie wertvolle Hinweise auf Schadstoffbelastungen in den Meeren liefern können. Untersucht wurde, wie sich Spurenelemente wie Cadmium, Arsen, Blei, Zink und Eisen in Schweinswalen und ihren Parasiten anreichern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Bakterien mit eingebautem Kompass
Manche Bakterien sind winzige Meister der Navigation: Mit einem eingebauten «Kompass» aus magnetischen Nanopartikeln finden sie zielsicher den optimalen Lebensraum. Forschende der Universität Basel haben nun die magnetischen Eigenschaften einzelner Bakterien entschlüsselt – ein wichtiger Schritt, um ihr Potenzial für Technik, Umweltforschung und medizinische Anwendungen zu nutzen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wenn emotionale Bilder die Balance ins Wanken bringen
Dass wütende bzw. fröhliche Stimmen die Balance von Hunden beeinflussen können, haben Nadja Affenzeller und ihre Kolleg:innen vom Klinischen Zentrum für Kleintiere der Vetmeduni in einer kürzlich veröffentlichten Studie* bereits gezeigt. In einer Folgestudie untersuchten die Forscher:innen nun die Auswirkungen von glücklichen bzw. wütenden menschlichen Gesichtern auf die Körperbalance der Vierbeiner. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 Patientenkongresse
Die Diagnose Krebs wirft viele Fragen auf. Krebspatientinnen und -patienten sowie Angehörige sind häufig verunsichert, haben Ängste oder Sorgen. Die Deutsche Krebshilfe steht Betroffenen in dieser Zeit mit Rat und Hilfe zur Seite. Neben ihrem telefonischen Informations- und Beratungsdienst – dem INFONETZ KREBS – und den Blauen Ratgebern sowie weiteren Patienteninformationen fördert die Deutsche Krebshilfe regionale Patientenkongresse – im Jahr 2026 an 25 Standorten in ganz Deutschland. Alle Informationsangebote der Deutschen Krebshilfe sind kostenfrei und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Wege für die Biotechnologie
BVL-Expertenforum diskutiert moderne molekulare Methoden der Biotechnologie Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zwischen Turnhalle und Touchscreen
E-Sport statt Fußballplatz? Künstliche Intelligenz im Jugendamt? Und mittendrin die Debatte um ein Social-Media-Verbot: Digitale Lebenswelten verändern die Soziale Arbeit grundlegend. Prof. Dr. Rainer Schliermann von der OTH Regensburg zeigt auf, wo Chancen liegen und wo klare Grenzen notwendig sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Torfseen im Kongobecken geben Jahrtausende alten Kohlenstoff ab
Forschende decken erstmals auf, dass grosse Schwarzwasserseen in den ausgedehnten Torfgebieten des zentralen Kongobeckens uralten Kohlenstoff ausstossen. Bisher ging die Klimaforschung davon aus, dass der Kohlenstoff im Torf sicher für Jahrtausende gespeichert wird. Wie der Kohlenstoff aus dem Torf bis zum See mobilisiert und schliesslich als CO2 in die Atmosphäre entlassen wird, ist noch nicht bekannt. Änderungen beim Klima und bei der Landnutzung, vor allem der Umwandlung von Wald in Kulturland, könnten den Trend verstärken – mit Folgen für das globale Klima. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
New Study on Obesity Criteria Shows: Vast Majority of Affected Individuals are Classified as Clinically Obese
An international research group has examined how many people are affected by preclinical and clinical obesity and what health risks are associated with this. The team led by Prof. Matthias Schulze from the German Institute of Human Nutrition Potsdam-Rehbruecke (DIfE) discovered that almost all people with obesity, i.e., a body mass index (BMI) of at least 30 kg/m², exhibit other measurable indications of increased body fat mass and that around 80 percent of affected individuals are already experiencing health-related complications. The results have been published in the specialist journal Nature Communications. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft