Schlagwort: Medizin
Pflanzenvielfalt prägt die chemische Kommunikation in Ökosystemen
Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Kiel haben experimentelle Belege dafür vorgelegt, dass eine Verringerung der Pflanzenartenvielfalt die chemischen Signale von Pflanzen sowohl in ganzen Gemeinschaften als auch bei einzelnen Pflanzen verändert. Der Verlust der Pflanzenvielfalt hat Auswirkungen auf die von Pflanzengemeinschaften abgegebenen Duftsignale – mit potenziellen Folgen für deren Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Impfstoffe zum Einatmen: Fortschritt für effektive pulmonale mRNA-Impfstoffe
Neuartige hybride polymere Nanocarrier ermöglichen die Aufnahme von Impfstoffen über die Lunge und eine gezielte Aktivierung von Immunzellen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DANK: 2026 muss das Jahr der Prävention werden!
Politik darf Präventionspotenziale nicht länger verschleppen Mit dem Start der Grünen Woche am morgigen Freitag appelliert das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) erneut an die Politik, die wirksame Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten nicht zu verschleppen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das Bodenleben in der Atacama-Wüste ist überraschend vielfältig
Fadenwürmer trotzen extremer Trockenheit und ungünstigen Bodenbedingungen mit unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien und zeigen, wie Organismen sich an eine extreme Umwelt anpassen / Veröffentlichung in „Nature Communications” Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Altered microbiome: Oral bacteria play a role in chronic liver disease
Whether in the gut, mouth, or on the skin, the human body is colonized by bacteria. Most of them are beneficial and we find distinct microbial communities at different body sites. A team led by the Technical University of Munich (TUM) and King’s College London has now found strong evidence that bacteria from the mouth migrate to the gut in chronic liver disease and exacerbate the disease. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Verändertes Mikrobiom: Mundbakterien spielen eine Rolle bei chronischer Lebererkrankung
Ob im Darm, im Mund oder auf der Haut: Der Körper ist von verschiedenen, meist nützlichen Bakterien besiedelt, deren Zusammensetzung sich in den jeweiligen Körperregionen unterscheidet. Ein Forschungsteam unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) und des King’s College London hat nun deutliche Hinweise darauf gefunden, dass bei chronischer Lebererkrankung Bakterien aus dem Mund den Darm besiedeln. Es hat auch aufgedeckt, wie sich dadurch das Krankheitsbild verschlechtern kann. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schwangerschaft schützt vor MS-Schüben: Gehirn-Immun-Achse unterdrückt Entzündungen
Während der Schwangerschaft verringert sich die Häufigkeit von Schüben bei Patientinnen mit Multipler Sklerose (MS) um bis zu 80 Prozent. Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun einen zugrunde liegenden Mechanismus entschlüsselt und dabei eine bislang unbekannte Schutzfunktion des Gehirns entdeckt. Bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm können Signale des Fötus sowie Entzündungssignale wahrnehmen und gezielt das periphere Immunsystem dämpfen. Dadurch wird verhindert, dass Entzündungszellen in das Nervensystem eindringen. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature Immunology veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Einblicke in die Logistik der zellulären Müllabfuhr
Proteinverklumpungen, geschädigte Organellen und eingedrungene Bakterien werden in gesunden Zellen erkannt und beseitigt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze F. Winklhofer vom Institut für Biochemie und Pathobiochemie der Ruhr-Universität Bochum hat einen entscheidenden Mechanismus dieser Prozesse entschlüsselt. Dreh- und Angelpunkt ist das Protein Optineurin. Funktioniert es nicht richtig, kann es zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Amyotropher Lateralsklerose oder Frontotemporaler Demenz kommen. Die Forschenden hoffen, dass ihre Erkenntnisse in Zukunft zu neuen therapeutischen Ansätzen führen können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Universitätsmedizin Magdeburg gründet Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI)
Neues Zentrum bündelt Expertise für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Zell- und Immuntherapien gegen Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Sammelaktion auf der Messe CMT: Urin für die Biobeton-Forschung
Die Zement-Herstellung ist eine der emissionsintensivsten Industrieprozesse. Stuttgarter Wissenschaftler*innen forschen daher an einem neuen, nachhaltigen mineralischen Baustoff: Biobeton. Zur Herstellung nutzen sie einen bisher eher verkannten Rohstoff – menschlichen Urin. Camper*innen, die während der Tourismusmesse CMT vom 17. bis 25. Januar auf dem Wohnmobilstellplatz der Messe Stuttgart stehen, können das Forschungsprojekt unterstützen, indem sie den Urin aus ihren Trenntoiletten spenden. Für die Sammelaktion kooperieren die Messe Stuttgart, der Trenntoilettenhersteller Arwinger und der Komposttoilettenvermieter Kompotoi mit der Universität Stuttgart. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
The Hidden Risk of Combined Stressors for Soils
Global change, a term that encompasses climate change and phenomena such as changes in land use or environmental pollution, is putting ecosystems under pressure. Urban soils in particular are susceptible to stressors like heat, drought, road salt, nitrogen deposition, surfactants and microplastics. To date, the impact of these stressors has often been researched individually, with the impact of each stressor measured in isolation. This approach is, however, not representative of real-world scenarios as these factors almost always appear in combination. A new study carried out by researchers at Freie Universität Berlin shows that when these stressors are combined, their impact…
Hydrogel cilia set new standard in microrobotics
Scientists create biologically realistic artificial cilia Scientists at the Max Planck Institute for Intelligent Systems, Hong Kong University of Science and Technology and Koç University in Istanbul have created hydrogel-based artificial cilia that move almost exactly like real biological cilia – the closest imitation achieved so far. The researchers can program each micrometer-sized cilium to move freely in space – just like cilia in the human body. This milestone work will be published in Nature on January 14, 2026. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zilien aus Hydrogel setzen neue Maßstäbe in der Mikrorobotik
Forschende entwickeln sehr realistische künstliche Flimmerhärchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, der Hong Kong University of Science and Technology und der Koç University in Istanbul haben aus Hydrogel gefertigte künstliche Zilien entwickelt, die sich fast genauso bewegen können wie echte Flimmerhärchen – die bisher beste künstliche Nachahmung. Die Forschenden können jede mikrometerkleine Zilie so programmieren, dass sie sich frei im Raum bewegt – genau wie Zilien im menschlichen Körper. Die Forschungsarbeit wird am 14. Januar 2026 im Fachjournal Nature veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Historical specimens show human influence on the feeding behaviour of harbour seals
Tooth samples from historical specimens in natural history collections show how strongly humans can influence the feeding behaviour of seals. The wear marks on the teeth reveal clear differences in food consumption between different regions and periods. The study was conducted by the Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB) in collaboration with the University of Veterinary Medicine Hannover and the University of Leipzig and was recently published in the journal Frontiers in Marine Science. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wenn Darmbakterien zusammenarbeiten: Neue Einblicke in das funktionelle Mikrobiom
Die tägliche Einnahme eines Probiotikums könnte Verhaltenssymptome bei Kindern mit dem Fragilen-X-Syndrom lindern Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
„EinBlick – Forschung verständlich“
Vortragsreihe des Max-Planck-Campus Tübingen präsentiert anschaulich Themen aus der Grundlagenforschung Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Historische Präparate zeigen menschlichen Einfluss auf das Fressverhalten von Seehunden
Abnutzungsspuren auf Seehundzähnen untersucht Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Internationaler Tag der Bildung am 24.01.: Grundlagen für naturwissenschaftliche Kompetenz werden vor der Schule gelegt
Frühe Anregung zahlt sich aus: Kinder, die bereits vor Schuleintritt mit naturwissenschaftlichen Themen in Berührung gekommen sind, lernen in diesem Bereich bis zur dritten Klasse deutlich mehr. Der Wissensstand bei der Einschulung ist eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Erwerb naturwissenschaftlicher Kenntnisse. Im Vergleich dazu weniger wichtig sind der Bildungsstand der Eltern, ihr sozialer und wirtschaftlicher Status, das Geschlecht des Kindes und die Anzahl der Bücher zu Hause. Diese Befunde zeigt das NEPS-Schlaglicht Nr. 13 zur frühen Entwicklung naturwissenschaftlicher Kompetenzen: https://www.lifbi.de/NEPS-SL/Detail?nummer=13 Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Auslöser von Sehnenbeschwerden aufgedeckt
Sehnen sind stark, aber nicht unverwundbar. Werden sie ständig überlastet, zum Beispiel bei intensivem Sport, können sie sich schleichend verändern, was Schmerzen hervorruft. Für diese Veränderungen ist ein Protein mit dem Namen HIF1 mitverantwortlich, wie Forschende nun in Experimenten mit Mäusen und mit menschlichem Sehnengewebe zeigen konnten. Die Erkenntnisse könnten die Suche nach neuen Therapien beflügeln, die wirken, bevor das Gewebe irreversibel geschädigt ist. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
CHIP-Mutationen: Neuer Risikofaktor für Herzpatienten enttarnt
Bei manchen Menschen kommt es beim Älterwerden in Blutzellen zu Mutationen. Diese Blutzellen bilden zu viele Entzündungsstoffe, was die Gefahr von Gefäßverkalkungen, Blutgerinnseln und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Diese Zusammenhänge untersucht eine von der Herzstiftung geförderte Studie Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wenn ein Virus die Immunbremse löst: Neuer Hinweis auf den Beginn von Multipler Sklerose
Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) entstehen, wenn sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Warum dieser Prozess einsetzt, ist oft unklar. Forschende berichten nun, wie das Epstein-Barr-Virus unter bestimmten Bedingungen frühe, MS-ähnliche Schäden im Gehirn auslösen kann. Dies liefert eine neue Perspektive, wie seltene immunologische Ereignisse das Krankheitsrisiko beeinflussen können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Genetic Risk Factor and Viral Infection Jointly Contribute to MS
One of the leading triggers for multiple sclerosis (MS) is an infection with the Epstein-Barr virus. However, certain gene variants also play an important role. Researchers at the University of Zurich have now shown that it is the molecular interaction between environmental and genetic risk factors that ultimately triggers the disease. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur MS bei
Multiple Sklerose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, führt erst das molekulare Zusammenspiel von Umwelt- und genetischen Risikofaktoren zur Entwicklung der Autoimmunerkrankung. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Lungenkrebs-Screening bei Ex-Rauchern: risikoadaptierte Strategie sinnvoll
Ein Team vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue, risikoadaptierte Strategie für den Start des Lungenkrebs-Screenings bei ehemaligen starken Raucherinnen und Rauchern entwickelt. Ziel ist es, den Beginn der Früherkennung nicht pauschal festzulegen, sondern anhand der tatsächlichen Risikoreduktion zu bestimmen. Abhängig davon, wie lange der Rauchstopp zurückliegt, errechneten die Forschenden risikoangepasste Startalter zwischen etwa 53 und 67 Jahren. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Radiotracer für Nebennierenbildgebung made in Würzburg
Während die ersten Tracer-Entwicklungen der Arbeitsgruppe um die Endokrinologin Stefanie Hahner und den Radiochemiker Andreas Schirbel vor allem auf die generelle Charakterisierung von Nebennierengewebe sowie auf die Diagnostik und Therapie des seltenen Nebennierenkarzinoms zielten, rückt nun ein breiteres klinisches Feld in den Fokus: der Primäre Hyperaldosteronismus, die häufigste Ursache für sekundären Bluthochdruck. Der mittlerweile vierte von Hahner und Schirbel entwickelte Tracer für die Nebennierenbildgebung soll die Diagnostik des Primären Hyperaldosteronismus verbessern und wurde kürzlich erfolgreich in die klinische Anwendung überführt und zur Patentanmeldung eingereicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft